{"id":484500,"date":"2025-10-09T06:10:18","date_gmt":"2025-10-09T06:10:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/484500\/"},"modified":"2025-10-09T06:10:18","modified_gmt":"2025-10-09T06:10:18","slug":"pink-floyd-das-fliegende-schwein-das-london-lahmlegte-und-musikgeschichte-schrieb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/484500\/","title":{"rendered":"Pink Floyd: Das fliegende Schwein, das London lahmlegte \u2013 und Musikgeschichte schrieb"},"content":{"rendered":"<p>Vor f\u00fcnfzig Jahren kamen zwei Stardesigner auf die irre Idee, einen rosa Ballon in Form eines Schweins \u00fcber London zu fotografieren. Die Flugschau lief aus dem Ruder: Das Bild wurde zum teuersten Plattencover aller Zeiten.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">F\u00fcr ihre Plattencover schreckten die Gr\u00fcnder der Agentur Hipgnosis, Aubrey Powell und Storm Thorgerson, vor nichts zur\u00fcck: Sie lie\u00dfen Stuntm\u00e4nner in Flammen aufgehen, transportierten Schafe nach Hawaii, setzten nackte Kinder auf Vulkanfelsen \u2013 und jagten im Luftraum \u00fcber London ein schwebendes Riesenschwein, das den gesamten Flugverkehr lahmlegte.<\/p>\n<p>\u201eMa\u00dfstab und Realismus waren alles\u201c, betonte Powell. Alles musste gebaut und vor Ort fotografiert werden, in einer Gr\u00f6\u00dfe, die von der Idee bestimmt wurde. Keine F\u00e4lschung, keine Bildbearbeitung \u2013 oder kein Deal. Diese kompromisslose Haltung, kombiniert mit den praktisch unbegrenzten Budgets der Musikindustrie der Siebzigerjahre, f\u00fchrte zu Produktionsgeschichten, die absurder, gef\u00e4hrlicher und technisch aufwendiger nicht sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Am 3. Dezember 1976 riss sich \u00fcber der Battersea Power Station ein zw\u00f6lf Meter gro\u00dfes mit Helium gef\u00fclltes Ballonschwein namens Algie los und stieg auf 9000 Meter H\u00f6he \u2013 direkt in die Einflugschneise des Flughafens Heathrow. S\u00e4mtliche Fl\u00fcge mussten sofort gestoppt werden. <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/browse.gallery\/product-cat\/album-cover-art-de\/hipgnosis-de\/\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/browse.gallery\/product-cat\/album-cover-art-de\/hipgnosis-de\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Hipgnosis<\/a> hatten f\u00fcr Pink Floyds \u201eAnimals\u201c einen Scharfsch\u00fctzen engagiert, der das Schwein notfalls abschie\u00dfen sollte. Am ersten Tag verhinderte schlechtes Wetter die Aufnahmen, der Sch\u00fctze wurde nach Hause geschickt. Am zweiten Tag \u2013 bei perfekt \u201eTurner-eskem Himmel\u201c (Powell) \u2013 erschien der Sch\u00fctze nicht mehr, weil niemand ihm Bescheid gesagt hatte.<\/p>\n<p>Polizeihubschrauber und die Royal Air Force verfolgten das entflohene Schwein. Aubrey Powell wurde verhaftet, w\u00e4hrend <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/article164475741\/Gesamtkunstwerk-Pink-Floyd-sind-wo-sie-hingehoeren-im-Museum.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/kultur\/article164475741\/Gesamtkunstwerk-Pink-Floyd-sind-wo-sie-hingehoeren-im-Museum.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pink Floyd<\/a> \u201ediskret den Ort verlie\u00dfen\u201c. Das Schwein landete schlie\u00dflich 65 Kilometer entfernt auf einem Feld in Kent und erschreckte eine Kuhherde zu Tode. Der w\u00fctende Farmer rief bei Hipgnosis an: \u201eSind Sie der Typ, der ein Schwein sucht? Es bringt gerade meine K\u00fche um!\u201c Die Geschichte dominierte alle Titelseiten, Publicity f\u00fcr Pink Floyd.<\/p>\n<p>F\u00fcr Pink Floyds \u201eWish You Were Here\u201c von 1975 wurde der Stuntman Ronnie Rondell auf dem Warner-Bros-Studiogel\u00e4nde in Burbank in Brand gesetzt \u2013 keine Tricks, kein Doppelg\u00e4nger. Nach 14 erfolgreichen Takes passierte beim 15. Versuch das Ungl\u00fcck. Storm Thorgerson erinnerte sich: \u201eDie Flammen wurden zur\u00fcckgeblasen und entz\u00fcndeten seinen Schnurrbart f\u00fcr einen Augenblick. Es war haarscharf, k\u00f6nnte man sagen.\u201c Das Stuntteam sprang Rondell bei, spr\u00fchte ihn mit L\u00f6schschaum ein und rettete sein Leben. Das Coverbild zeigt den H\u00e4ndedruck zweier linker H\u00e4nde \u2013 es wurde gespiegelt, um die Komposition zu verbessern.<\/p>\n<p>Die Produktionskosten der Cover erreichten absurde Summen. \u201eWish You Were Here\u201c kostete 50.000 Pfund \u2013 in den Siebzigern ein Verm\u00f6gen. Led Zeppelins Manager Peter Grant sagte zu Powell: \u201eWas auch immer es kostet. Mach es einfach.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr \u201eElegy\u201c von The Nice von 1971 transportierten Hipgnosis 60 platte rote Fu\u00dfb\u00e4lle in die s\u00fcdliche Sahara. Thorgerson hatte die Verantwortung \u00fcbernommen, sie selbst aufzupumpen \u2013 und brachte eine Fahrradpumpe mit. Powell erinnert sich kopfsch\u00fcttelnd daran. Sie fanden eine Hinterhof-Garage mit einem Dutzend junger Marokkaner, die die ganze Nacht pumpten und \u201etotal ersch\u00f6pft\u201c waren \u2013 Hipgnosis zahlten ihnen das Doppelte des erbetenen Betrags. Das Shooting fand um 20 Uhr bei perfekten Bedingungen statt: wolkenloser Himmel, tiefblauer Hintergrund, orangefarbene Sandd\u00fcnen. Jeder Fu\u00dfabdruck musste manuell aus dem Sand geb\u00fcrstet werden. Photoshop gab es noch nicht. Die n\u00e4chtliche R\u00fcckfahrt durch die W\u00fcste erfolgte ohne Licht, mit Whiskey als Navigationshilfe.<\/p>\n<blockquote class=\"c-citation__body\">\n<p class=\"c-citation__text\">Seine Welt war eine Welt des Humors<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>F\u00fcr \u201eLook Hear?\u201c von 10cc von 1980 flogen Hipgnosis nach Hawaii, um ein Schaf auf einer Psychiater-Couch vor riesigen Wellen zu fotografieren. Das Problem: Es gab keine Schafe auf Hawaii. Die Universit\u00e4t von Hawaii besa\u00df ein einziges Schaf, das requiriert wurde. Ein Tierarzt verabreichte dem Tier Valium, um es zu beruhigen. Das sedierte Schaf sprang trotzdem immer wieder panisch von der eigens daf\u00fcr gebauten freudianischen Couch und versuchte, aufs Meer hinauszuschwimmen.<\/p>\n<p>Derselbe Perfektionswahn zeigte sich bei anderen Projekten: Peter Gabriels \u201eMelt\u201c von 1980 entstand durch eine revolution\u00e4re \u201eKrimsography\u201c-Technik. 15 Personen schossen etwa 300 Polaroid-Aufnahmen von Gabriel, die w\u00e4hrend der Entwicklung mit stumpfen Gegenst\u00e4nden \u2013 M\u00fcnzen, Streichh\u00f6lzern, Bleistiftenden \u2013 verschmiert und verzerrt wurden. Gabriel half pers\u00f6nlich beim Manipulieren und war begeistert, unvorteilhaft auszusehen.<\/p>\n<p>Led Zeppelins \u201eHouses of the Holy\u201c von 1973 wurde am Giant\u2019s Causeway in Nordirland gedreht \u2013 mitten in den \u201eTroubles\u201c, als paramilit\u00e4rische Gewalt die Region terrorisierte. Zehn Tage lang regnete es ununterbrochen. Die damals siebenj\u00e4hrigen Geschwister Stefan und Samantha Gates mussten bei eisiger K\u00e4lte nackt \u00fcber die Basalts\u00e4ulen klettern. Als Make-up-Ersatz spr\u00fchten sie den Kindern Autolack auf die Haut. Stefan Gates erkl\u00e4rte sp\u00e4ter: \u201eDas k\u00f6nnte man heute nicht mehr machen.\u201c<\/p>\n<p>Im krassen Gegensatz dazu entstand Pink Floyds \u201eAtom Heart Mother\u201c 1970 durch reinen Zufall: Storm Thorgerson fuhr aufs Land und fotografierte die erste Kuh, die er sah. Keine Anweisungen von der Band, keine k\u00fcnstlerische Vision \u2013 nur eine Kuh namens Lulubelle III auf einer Wiese in Potters Bar, Essex. EMI zahlte dem Bauern 1000 Pfund f\u00fcr die Bildrechte. \u201eSie hat uns regelrecht hypnotisiert mit ihrer Gleichg\u00fcltigkeit\u201c, erz\u00e4hlte Thorgerson sp\u00e4ter. Das Bild wurde weltber\u00fchmt, das Original im Negativ ging in den Wirren des Studioalltags f\u00fcr immer verloren. Was heute in Millionen digitaler Back-ups existieren w\u00fcrde, verschwand einfach. Ein unwiederbringliches St\u00fcck Musikgeschichte, das die Fragilit\u00e4t analoger Arbeit symbolisiert.<\/p>\n<p>Die Arbeitsteilung war klar: Powell fotografierte, Thorgerson dachte. \u201eEr war mein Mentor\u201c, erinnert sich Powell. \u201eAber ich hatte die Vision einer Firma, er die Intelligenz f\u00fcr einen Kunstpalast.\u201c Thorgersons Leitspruch \u201eA good idea is a good idea\u201c testeten sie an Dutzenden Musikern \u2013 manche hassten es, andere genossen die Gedankenspiele.<\/p>\n<p>\u201eStorm by name, Storm by nature\u201c\u2013 Powells Charakterisierung seines Partners war britischstes Understatement. Thorgerson beschrieb sich selbst als \u201eNarzisst mit einem Ego, so gro\u00df wie ein kleiner Planet\u201c, der \u201enicht mal Ja als Antwort akzeptierte\u201c. Seine Ideen entstammten Tr\u00e4umen, er \u201epl\u00fcnderte sein Unterbewusstsein\u201c und murmelte dabei vor sich hin: \u201eSpooky.\u201c Seine Kindheit in der ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten Summerhill-Schule hatte ihn \u201efurcht- und kompromisslos\u201c gemacht. Er war immer zu sp\u00e4t, immer mit einem Wortspiel, viel zu clever f\u00fcr sein eigenes Wohl. Geld war nebens\u00e4chlich. Er lie\u00df Unsummen liegen, nur um seinen Job perfekt zu erledigen.<\/p>\n<p>Paul McCartney fand ihn so unertr\u00e4glich, dass er w\u00e4hrend der Produktion von \u201eVenus and Mars\u201c das Studio verlie\u00df: \u201eStorm, geh raus, ich verhandle nur noch mit ihm.\u201c Gemeint war Powell. Powell lernte Thorgerson durch ihren gemeinsamen Drogendealer in Cambridge kennen. 1967 entging \u201ePo\u201c nur knapp einer Gef\u00e4ngnisstrafe wegen Kreditkartenbetrugs, wandte sich der Fotografie zu und wurde er zum Thorgersons diplomatischem Gegenpol.<\/p>\n<p>Die Gegens\u00e4tze spiegelten sich in ihrer Arbeitsumgebung wider: Die Studiobedingungen in der Denmark Street waren legend\u00e4r ekelhaft. Sie benutzten das Waschbecken der Dunkelkammer als Toilette. Mercedes-Manager weigerten sich, Kunden dorthin zu bringen. Das Zusammenleben mit dem LSD-gesch\u00e4digten Syd Barrett von Pink Floyd schreckte Powell dauerhaft von Drogen ab. Paradoxerweise sollte sein Refugium auf Formentera zum legend\u00e4ren Hort der Drogenkultur werden.<\/p>\n<p>Auf der spanischen Insel entstand ein Paralleluniversum zur Londoner Realit\u00e4t: King Crimson produzierten dort \u201eIslands\u201c, komplett auf LSD, Bob Dylan lebte und dichtete verwildert in einer Windm\u00fchle, ein Pink Floyd-Mitglied residiert noch heute nebenan auf Ibiza. Powells Haus wurde zum informellen Kreativzentrum, wo sich die chaotische Welt von Hipgnosis mit den exzentrischen Lebensstilen der Rockstars vermischte. Die Boh\u00e8me-Existenz erm\u00f6glichte ihr revolution\u00e4res Gesch\u00e4ftsmodell: \u201ePay what you think it\u2019s worth.\u201c K\u00fcnstler zahlten nach eigenem Ermessen \u2013 laut Thorgerson ging das \u201enur gelegentlich nach hinten los\u201c. Solche Experimente funktionierten nur in einer \u00c4ra, als die Musikindustrie \u201ein Geld schwamm\u201c.<\/p>\n<p>Das Ende einer \u00c4ra <\/p>\n<p>MTV und Punk begruben 1983 die \u00c4ra aufwendiger Cover. Powell und Thorgerson zerstritten sich und sprachen zw\u00f6lf Jahre nicht miteinander \u2013 ein bitterer Abschluss einer magischen Partnerschaft. Heute, mit 79, f\u00fchrt Powell Hipgnosis allein fort und erlebt eine beispiellose Wiederentdeckung seiner Kunst.<\/p>\n<p>Seine erste deutsche Ausstellung fand 2011 in der Berliner Galerie Pavlovs Dog statt. Seitdem stellt er weltweit aus: Das Victoria &amp; Albert Museum in London ehrt regelm\u00e4\u00dfig seine Arbeiten, beim European Month of Photography Berlin kuratiert er Retrospektiven. Seine Deutschland-Tournee \u201eDaring to Dream\u201c gastierte in \u00fcber einem Dutzend Museen von der Browse Gallery Berlin bis zur Ludwiggalerie Schloss Oberhausen, das Groninger Museum in den Niederlanden und die San Francisco Art Exchange feierten gro\u00dfe Hipgnosis-Retrospektiven.<\/p>\n<p>Bei der Pavlovs-Dog-Ausstellung, zwei Jahre vor seinem Tod 2013, war Thorgerson noch anwesend und erkl\u00e4rte der Galeristin in schw\u00e4rzestem Humor, warum das \u201eAnimals\u201c-Kunstwerk das teuerste Exponat sei: \u201eDie Strafgeb\u00fchren f\u00fcr die Schlie\u00dfung des Luftverkehrs m\u00fcssen abbezahlt werden.\u201c Noch am Ende seines Lebens konnte er \u00fcber die Konsequenzen ihrer Kunstkatastrophen scherzen.<\/p>\n<p>Den H\u00f6hepunkt des Hipgnosis-Kults markierte 2022 Anton Corbijns Dokumentarfilm \u201eSquaring the Circle: The Story of Hipgnosis\u201c, der Powell wieder weltweit ins Rampenlicht brachte. Parallel produzierte Powell seinen eigenen Dokumentarfilm \u201eEclipse\u201c zum 50. Jubil\u00e4um von \u201eThe Dark Side of the Moon\u201c. Als Creative Director von Pink Floyd seit Thorgerson Tod bewahrt er das visuelle Erbe der Band und kehrt regelm\u00e4\u00dfig nach Formentera zur\u00fcck, wo die Geister der goldenen Zeiten noch immer zwischen Windm\u00fchlen und Erinnerungen wandeln.<\/p>\n<p>Hipgnosis\u2019 Verm\u00e4chtnis liegt nicht nur in den 373 Albumcovern, die sie zwischen 1967 und 1983 schufen, sondern in ihrer kompromisslosen Hingabe an das physisch Unm\u00f6gliche. In einer \u00c4ra vor Photoshop erreichten sie mit Hasselblad-Kameras, Dunkelkammer-Tricks, Airbrush-Retuschen und mechanischen Cut-and-Paste-Techniken Effekte, die heute digital simuliert werden.<\/p>\n<p>Storm Thorgersons Arbeiten \u201eerschienen auf den ersten Blick eindimensional, aber beim zweiten Hinsehen wurde die Interpretation ganz anders\u201c, schrieb Powell selbst \u00fcber Hipgnosis. \u201eSeine Welt war eine Welt des Humors, der Illusionen, visueller Wortspiele, R\u00e4tsel und seltsamer Erz\u00e4hlungen, oft in surrealer Landschaft angesiedelt und bev\u00f6lkert von Menschen und Objekten, sorgf\u00e4ltig komponiert in scheinbar unm\u00f6glichen Situationen.\u201c<\/p>\n<p>Als Thorgerson 2013 mit nur 69 Jahren starb, hinterlie\u00df er ein Verm\u00e4chtnis, das Powell entsprechend w\u00fcrdigte: \u201eResolut, widerstandsf\u00e4hig und sehr fordernd, mit einer Energie jenseits olympischer Standards \u2013 am Ende wurden erf\u00fcllte Tr\u00e4ume daraus gemacht.\u201c \u201eStorm war mein Freund und Waffenbruder. Ohne ihn w\u00e4re meine Karriere nicht so aufregend, kreativ oder erfolgreich gewesen. Fly like an eagle, old buddy.\u201c<\/p>\n<p>KI generiert heute binnen Sekunden Albumcover. Dagegen wirken Hipgnosis\u2019 geradezu wahnsinnig. Aber vielleicht war genau dieser Wahnsinn das Geheimnis \u2013 die Bereitschaft, ein Schwein in den Himmel steigen zu lassen, ohne zu wissen, wo es landet. Das Vertrauen, dass echtes Chaos interessanter ist als digitale Perfektion. Heute kehrt Powell regelm\u00e4\u00dfig nach Formentera zur\u00fcck. Dort bewahrt er das Verm\u00e4chtnis einer Zeit, als Kunst noch gef\u00e4hrlich war. Als noch bunte Tr\u00e4ume und rosa Schweine in den Luftraum eindrangen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vor f\u00fcnfzig Jahren kamen zwei Stardesigner auf die irre Idee, einen rosa Ballon in Form eines Schweins \u00fcber&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":454314,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1772],"tags":[117119,29,10068,214,30,4036,1779,810,36868,117118,23894,63433,27857,117117,215],"class_list":{"0":"post-484500","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-musik","8":"tag-aubrey","9":"tag-deutschland","10":"tag-drohnen","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-london","14":"tag-music","15":"tag-musik","16":"tag-pink-floyd","17":"tag-plattencover-ks","18":"tag-powell","19":"tag-schweine","20":"tag-storm","21":"tag-thorgerson","22":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115342726497183532","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/484500","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=484500"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/484500\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/454314"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=484500"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=484500"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=484500"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}