{"id":484703,"date":"2025-10-09T08:03:18","date_gmt":"2025-10-09T08:03:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/484703\/"},"modified":"2025-10-09T08:03:18","modified_gmt":"2025-10-09T08:03:18","slug":"putins-militaer-verrottet-wer-das-noch-denkt-unterschaetzt-russlands-neue-wucht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/484703\/","title":{"rendered":"Putins Milit\u00e4r verrottet? Wer das noch denkt, untersch\u00e4tzt Russlands neue Wucht"},"content":{"rendered":"<p>Russlands Sturm auf Kiew wurde zum Debakel. Putins Truppen galten als korrupt, kaputt, als ber\u00fcchtigter Fleischwolf. Doch die Russen haben aus ihren Fehlern gelernt. Und sind gef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>Russland hat aus den Fehlern des Kriegsanfangs gelernt, sein Milit\u00e4r in vielen Teilen umgekrempelt und ist deshalb zu einem sehr ernst zu nehmenden Gegner geworden. Das schreibt Dara Massicot vom US-amerikanischen Thinktank &#8222;Carnegie Endowment for International Peace&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGEDie drei Erz\u00e4hlungen \u00fcber Russland im Kriegsverlauf<\/p>\n<p>Daf\u00fcr stellt Massicot in einem Beitrag f\u00fcr das US-Magazin &#8222;Foreign Affairs&#8220; zun\u00e4chst die drei Erz\u00e4hlungen \u00fcber Russland im Verlaufe des Krieges dar.\u00a0<\/p>\n<p><strong>1) <\/strong><a href=\"https:\/\/vibe.burda-forward.de\/articles\/028ff58f-9f1a-4e40-b8e9-e29fe5e7d40c?tab=basics\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Als Wladimir Putins<\/a> Soldaten die Ukraine angriffen, waren sich die meisten Experten einig: Russland ist zu stark und wird den Nachbarn \u00fcberrollen. Doch die Ukraine, die seit 2014 ihr Milit\u00e4r stark modernisiert hatte, <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/ukraine-trotzt-mit-neuer-geheimwaffe-putin-angriffen-auf-energieversorgung_4a861879-928a-4634-b5b3-94c21fabeadd.html\" rel=\"follow nofollow noopener\" target=\"_self\">verteidigte sich erfolgreich<\/a> und der von Putin anvisierte dreit\u00e4gige Marsch bis Kiew wurde zur Blamage.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p><strong>2) <\/strong>Beobachter schlossen daraus, Russlands Milit\u00e4r sei verrottet. Wom\u00f6glich brauche es nur einen Gegenangriff und alles breche zusammen. Doch auch das erwies sich als falsch. Die ukrainische Gegenoffensive aus dem Sommer 2023 vertrieb den Feind nicht aus dem Land.<\/p>\n<p><strong>3) <\/strong>Nun ist die Erz\u00e4hlung, dass die Russen zwar kleine Gebiete gewinnen, aber keinen gro\u00dfen Durchbruch schaffen. Das liege nicht vordergr\u00fcndig an den Russen, sondern daran, dass die Ukraine nur nicht genug Unterst\u00fctzung erhalte, um den Krieg endlich zu ihren Gunsten zu entscheiden.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" data-hk=\"00a1042120a191a100302010\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/0d0012e3-a585-4ae0-95ce-3f94672e2bc3.3e4bd855-bab5-4253-9462-f7641b9b7b65.jpeg\"  alt=\"Ukraine-Krieg - Kiew\" width=\"1082\" height=\"720\"\/> Der von Putin anvisierte dreit\u00e4gige Marsch bis Kiew wurde zur Blamage.  &#8212;\/ukrin\/dpa Aus einer verrotteten Armee wurde ein moderner Verbund mit wenigen Schwachstellen<\/p>\n<p>Laut Massicot ignorieren die Punkte 2) und 3) vor allem eines: Die F\u00e4higkeit der russischen Armee, sich weiterzuentwickeln und neuen Gegebenheiten strategisch anzupassen. Denn auch wenn Putins Milit\u00e4r 2022 nicht modern genug war, um die Ukraine zu besiegen. Massicot ist \u00fcberzeugt davon, dass die Russen nun eine moderne Armee haben, die nur noch wenige Schwachstellen hat.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Was die Russen gelernt haben<\/p>\n<p>Russland habe bereits im ersten Kriegsjahr damit begonnen, systematisch den Kriegsverlauf zu studieren und Lehren daraus zu ziehen. Schon im Fr\u00fchjahr 2023 h\u00e4tte der Kreml still und heimlich ein komplexes System aufgebaut, in dem R\u00fcstungsfirmen, Ausbildungszentren und Kampfeinheiten voneinander lernen.<\/p>\n<p>Das Ergebnis: Russland hat neue Taktiken auf dem Schlachtfeld kreiert, sein Trainingsprogramm neu aufgesetzt, Kampf-Handb\u00fccher umgeschrieben und bessere Waffen entwickelt. Moskau hat ein neues Drohnenprogramm gestartet, das eine Schw\u00e4che in eine St\u00e4rke verwandelt hat. Sie bauen bessere Raketen und Panzer. Sie geben jungen Kommandanten mehr Handlungsspielraum.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Massicot schreibt: &#8222;Das russische Milit\u00e4r ist f\u00e4hig, sich w\u00e4hrend dieses Krieges weiterzuentwickeln und sich gleichzeitig auf zuk\u00fcnftige, hochtechnologische Konflikte vorzubereiten.&#8220;<\/p>\n<p>ANZEIGEWas die Russen jetzt anders machen<\/p>\n<p><strong>1) Lernprozesse<\/strong><\/p>\n<p>Rasch nach Beginn des Angriffskrieges versuchten russische Soldaten ihre Erkenntnisse vom Schlachtfeld mit anderen zu teilen: \u00fcber soziale Netzwerke. Das Problem: Solange solche Erkenntnisse nicht in den gr\u00f6\u00dferen Milit\u00e4rapparat einflie\u00dfen, verpuffen sie und kommen nie bei jenen an, die sie br\u00e4uchten.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Als Russland erkannte, dass der Krieg langwierig sein w\u00fcrde, begann das Milit\u00e4r damit, das Vorgehen zu systematisieren. So schickte Moskau bereits 2022 Stabsoffiziere und Milit\u00e4rexperten an die Front, damit diese den Krieg beobachten und dokumentieren konnten.<\/p>\n<p>In einem zweiten Schritt wurden Kriegsverl\u00e4ufe und Protokolle von Kommandanten studiert sowie Interviews mit K\u00e4mpfern gef\u00fchrt. Daraus ergaben sich Berichte, die mit dem Kriegshauptquartier und dem Generalstab geteilt wurden. Aber auch die Einheiten selbst, die Milit\u00e4rakademien, die R\u00fcstungsunternehmen und Milit\u00e4rforscher bekamen diese Berichte.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Mobilisierung im September 2022 und die massive Erh\u00f6hung des Milit\u00e4rbudgets erm\u00f6glichten es den Russen, alles umzukrempeln: Die Kommandostruktur, die Taktik, die Logistik, das Kriegsger\u00e4t und die elektronische Kriegsf\u00fchrung. Dadurch gelang es, die Front im Jahr 2023 zu stabilisieren.<\/p>\n<p>Doch die Russen trieben es noch weiter: Massicot stellt dar, dass mittlerweile 20 Kommissionen in Moskau daran arbeiten, die Berichte von der Front und von Milit\u00e4rforschern auszuwerten und Empfehlung auszusprechen. Immer wieder kommen Vertreter aus allen Bereichen zusammen, um die neusten Entwicklungen zu besprechen: zum Drohnenkrieg, zur Artillerie. Massicot schreibt: In drei Jahren hat Russland mehr als 450 \u00c4nderungen an den Kriegs-Handb\u00fcchern vorgenommen. Am Ende des Krieges k\u00f6nnten diese komplett neu geschrieben sein.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" data-hk=\"00a1042120a191a280302010\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/0c0f5fee-b11e-452b-8476-aad6ca8fbf4f.c186a408-f3d2-46e5-9a16-6ebf545693ec.jpeg\"  alt=\"Ein russischer Soldat beim Abschuss von Raketen\" width=\"1684\" height=\"720\"\/> Ein russischer Soldat beim Abschuss von Raketen  Imago <\/p>\n<p>Zu Beginn des Krieges konnten sich die Ukrainer nicht nur aufgrund eigenes St\u00e4rke gegen viele russische Angriffe wehren. Hinzu kam eine eklatante Schw\u00e4che der russischen Ausr\u00fcstung. Waffen waren veraltet. Panzer nicht zu gebrauchen. Die Ausr\u00fcstung zur elektronischen Kriegsf\u00fchrung fiel st\u00e4ndig aus.<\/p>\n<p>Im ersten Jahr gelang es den R\u00fcstungsindustrie kaum, diese Missst\u00e4nde zu beseitigen. Zu langsam, zu veraltet, zu realit\u00e4tsfern waren die Prozesse. Doch Putin schmiss die heimische Gegenoffensive an. Der Kreml pumpte massiv Geld in die Aufr\u00fcstung der Ausr\u00fcstung. Das Verteidigungsministerium vermittelte zwischen den Frontsoldaten und den R\u00fcstungsfirmen und die Unternehmen selbst schickten Leute an die Front, um den Krieg besser zu verstehen und Kriegsger\u00e4t vor Ort zu reparieren.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Alles wurde auf den Pr\u00fcfstand gestellt, private Hochschulen eingeschaltet, neue Testzentren errichtet. Start-ups wurden gef\u00f6rdert und der verkrusteten R\u00fcstungsindustrie an die Seite gestellt.<\/p>\n<p>Das Ergebnis: Die Russen haben bessere, auf den Krieg in der Ukraine zugeschnittene Waffen und wissen diese besser einzusetzen. Russlands Gleitbomben sind t\u00f6dlicher, iranische Shahed-Drohnen haben sie selbst modifiziert, um schlagkr\u00e4ftiger zu werden.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Und ihre Abwehr ist besser geworden. Wo zu Kriegsbeginn die Ukrainer noch mit Leichtigkeit russische Kommandozentralen angriffen und zerst\u00f6rten, sind solche Attacken nun viel schwieriger.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Es klang schon an; die Russen haben auch ihre Ausbildung ver\u00e4ndert. Nach der gro\u00dfen Mobilisierung im September 2022 wurden Hunderttausende ohne Training oder nur mit kurzer, unn\u00fctzer Ausbildung an die Front geschickt. Sie f\u00fcllten dezimierte Einheiten wieder auf, ohne eine wirkliche Hilfe zu sein. Das Ergebnis war der ber\u00fchmte Fleischwolf: Viele neue Rekruten starben schnell. Viele gebiete gingen verloren.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Als Reaktion verkn\u00fcpften die Russen laut Massicot die Frontabschnitte mit den Akademien und Trainingszentren. Russland baute bessere Simulatoren und hat seine Soldaten besser darin geschult, in kleinen Gruppen gro\u00dfen Schaden anzurichten.<\/p>\n<p>Die Russen nutzen nun Drohnen, um die \u00dcbungen der Soldaten zu \u00fcberwachen und hinterher eine Videoanalyse zu machen. Zwei Monate zus\u00e4tzliche Ausbildung sollen Rekruten speziell auf den Einsatz in der Ukraine vorbereiten. Und es gibt ein neues Rotationssystem, mit dem Truppen vom Schlachtfeld nach Hause geholt werden, um dort Neues zu lernen.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Massicot konstatiert aber auch: Selbst wenn die Rekruten jetzt besser auf den Kampf in kleinen Gruppen im Drohnenkampfgebiet vorbereitet werden, die Ausbildung sei immer noch kurz und zu schlecht. Mancherorts w\u00fcrde zudem immer noch veraltetes Wissen gelehrt, das Tempo der Ver\u00e4nderung nicht mitgehalten.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" data-hk=\"00a1042120a191a460302010\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/752467af-043f-4090-8cbe-2b0e6fc642ec.66fd2828-2c99-458b-8e90-af8dad1894ff.jpg\"  alt=\"Eine Shahed-Drohne iranischer Bauart, die im Ukraine-Krieg zum Einsatz kommt.\" width=\"1080\" height=\"720\"\/> Eine Shahed-Drohne iranischer Bauart, die im Ukraine-Krieg zum Einsatz kommt.  picture alliance \/ Middle East Images | Anonymous <\/p>\n<p>Die russischen Kommandostrukturen galten als besonders korrumpiert. Vorgesetzte verkauften die Ausr\u00fcstung ihrer Soldaten und schickten gesch\u00f6nte Berichte in die Heimat, so war lange Zeit das Bild. Zudem hatte die russische Armee einen sehr hierarchischen Ansatz.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Das alles gibt es noch. Doch Massicot sieht auch hier einen Wandel. So w\u00fcrden Ausbilder mittlerweile jungen Offizieren beibringen, selbst kleine Einheiten anzuf\u00fchren. Diese Mini-Kommandeure w\u00fcrden in die Missionsplanungen einbezogen, sollten selbst L\u00f6sungen auf dem Schlachtfeld finden, fernab der Anweisungen von oben. Massicot schreibt diesbez\u00fcglich von einer &#8222;gro\u00dfen Verschiebung&#8220; in der russischen Armee.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Welche Schwachstellen die Russen noch haben<\/p>\n<p>All diese Fortschritte sollten nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass das russische Milit\u00e4r immer noch vieles aufzuholen habe, so Massicot. In der Erkenntnisgewinnung sei man mittlerweile stark, in der Umsetzung aber noch schlecht.<\/p>\n<p>So sei man beispielsweise Fortschritte bei der Behandlung von Verletzten gemacht. Und trotzdem steige die Zahl von HIV-Infektionen unter den Soldaten weiter, weil Feldkrankenh\u00e4user dieselben Spritzen teilweise mehrfach verwenden und sich nicht an Hygienevorschriften halten.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Au\u00dferdem gebe es mehrere Bereiche, in denen die Russen wenig dazulernen w\u00fcrden.\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p><strong>1) Disziplin und Professionalit\u00e4t:<\/strong> Massicot schreibt, dass es hier sehr gro\u00dfe Unterschiede zwischen den Einheiten gibt. Einige Kommandeure seien hoch kompetent. Andere w\u00fcrden ihre Soldaten beschimpfen oder seien schlicht nicht anwesend. Noch immer seien auch blutige Konflikte in den eigenen Reihen zu beobachten.<\/p>\n<p><strong>2) Fehlende Koordinierung:<\/strong> Ein Problem, das schon zu Beginn des Krieges offensichtlich wurde. Benachbart k\u00e4mpfende Einheiten kommunizieren oft nicht oder schlecht miteinander. Deshalb misslingen Man\u00f6ver oder Abl\u00f6sungen, Soldaten sterben. Die hohen Verluste sorgen zudem daf\u00fcr, dass Einheiten immer wieder aufgef\u00fcllt werden m\u00fcssen und schlecht funktionieren, was wiederum zu mehr Verlusten f\u00fchrt.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Vor allem aus diesen beiden Gr\u00fcnden kann Russland noch immer die milit\u00e4rische \u00dcberlegenheit kaum in gr\u00f6\u00dfere Gebietsgewinne umm\u00fcnzen. Zwar haben Milit\u00e4rpsychologen l\u00e4ngst Alarm geschlagen. Doch noch immer herrsche in der russischen Armee ein Klima, in dem der eiserne Gehorsam der Schl\u00fcssel zum Sieg ist.\u00a0<\/p>\n<p>Was das f\u00fcr die Zukunft bedeutet<\/p>\n<p>F\u00fcr Massicot ist klar: &#8222;Wegen all dieser Ver\u00e4nderungen wird auf die Ukraine noch gr\u00f6\u00dfere Zerst\u00f6rung zukommen. Russische Drohnenangriffe werden noch schneller und zahlreicher kommen. Die Russen werden mit noch mehr Raketen durch das ukrainische Verteidigungsnetz hindurch dringen.&#8220; Der Innovationsvorteil der Ukraine habe lange gehalten, doch nun erodiere er langsam, so Massicot.\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Gleichzeitig schreibt die Milit\u00e4rexpertin: &#8222;Diese Ver\u00e4nderungen werden Russland m\u00f6glicherweise keine dramatischen Durchbr\u00fcche bescheren. Sie bedeuten jedoch, dass Moskau weiterhin das Leben seiner Soldaten f\u00fcr langsame Fortschritte im Donbass opfern kann und gleichzeitig hoffen kann, dass die Nato des Konflikts \u00fcberdr\u00fcssig wird.&#8220;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" data-hk=\"00a1042120a191a650302010\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/b6c74feb-396f-4138-b4f6-25ae11fbd83e.be3e4717-ce10-4624-8a8c-0f3a7776801d.jpeg\"  alt=\"Der Ukraine-Krieg tobt vor allem auch in Saporischschja.\" width=\"1082\" height=\"720\"\/> Der Ukraine-Krieg tobt vor allem auch in Saporischschja.  Danylo Antoniuk\/AP\/dpa Warum wir sehr besorgt sein sollten &#8211; und was der Westen tun sollte<\/p>\n<p>Es ist immer noch nicht klar, ob Putins Kalk\u00fcl von der schwindenden Unterst\u00fctzung durch den Westen aufgehen wird. Aber was sich laut Massicot klar zeigt: &#8222;Das russische Milit\u00e4r wird aus dieser Invasion mit einer klaren Vision der zuk\u00fcnftigen Kriegsf\u00fchrung hervorgehen.&#8220; Und die Russen w\u00fcrden diese Erfahrungen mit China, dem Iran und Nordkorea teilen.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Russland habe nach vergangenen Kriegen (Afghanistan, Syrien) h\u00e4ufig Erkenntnisse nicht in die Zukunft \u00fcbertragen. Nun k\u00f6nne das anders sein, so Massicot. Die Milit\u00e4rexpertin schreibt, dass die Verantwortlichen in Moskau schon jetzt bis Mitte der 2030er-Jahre planen. Drohnen, Roboter, KI &#8211; das alles spiele mittlerweile eine gro\u00dfe Rolle in den Planungen der Russen.\u00a0<\/p>\n<p>&#8222;In der Vision russischer Milit\u00e4rexperten wird es Schw\u00e4rme autonomer Drohnen geben, die die Verteidigungsanlagen der Gegner \u00fcberw\u00e4ltigen k\u00f6nnen. Schwer zu identifizierende Mikrodrohnen. Drohnen, die wie Tiere aussehen.&#8220; All das spiele in den (teuren) russischen \u00dcberlegungen eine Rolle.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich rechne man im Kreml damit, dass die USA und Europa Gegenma\u00dfnahmen zu den neuen russischen Taktik suchen und finden werden. Doch das ist keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit: Mit dem Blick auf einen m\u00f6glichen Konflikt mit der Nato schreibt Massicot deshalb den westlichen Staatenlenkern ins Hausaufgabenbuch: &#8222;Um nicht zur\u00fcckzufallen, m\u00fcssen Washington und die europ\u00e4ischen Hauptst\u00e4dte aus dem Ukraine-Krieg lernen. Statt Russlands F\u00e4higkeiten abzutun, m\u00fcssen sie deren Erkenntnisse studieren &#8211; und dann ihre eigenen Ver\u00e4nderungen vornehmen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Russlands Sturm auf Kiew wurde zum Debakel. Putins Truppen galten als korrupt, kaputt, als ber\u00fcchtigter Fleischwolf. 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