{"id":48478,"date":"2025-04-21T03:15:09","date_gmt":"2025-04-21T03:15:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/48478\/"},"modified":"2025-04-21T03:15:09","modified_gmt":"2025-04-21T03:15:09","slug":"wie-sich-mietpreise-auf-das-studium-auswirken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/48478\/","title":{"rendered":"Wie sich Mietpreise auf das Studium auswirken"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Zum Vorlesungsbeginn in Hessen stellt sich f\u00fcr viele Studierende auch die Wohnungsfrage. Laut einer Studie des Moses Mendelssohn Instituts (MMI) zahlen Studierende in Frankfurt im Schnitt 665 Euro f\u00fcr ein WG-Zimmer \u2013 bundesweit Platz zwei nach <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/muenchen\/\" title=\"Nachrichten, Bilder, Videos und Reisetipps zu M\u00fcnchen finden Sie auf unserer Themenseite.\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/muenchen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;Nachrichten, Bilder, Videos und Reisetipps zu M\u00fcnchen finden Sie auf unserer Themenseite.&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;Nachrichten, Bilder, Videos und Reisetipps zu M\u00fcnchen finden Sie auf unserer Themenseite.&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnchen<\/a> und deutlich \u00fcber dem hessenweiten Durchschnitt von 508 Euro.<\/p>\n<p>\u00abIn westdeutschen Gro\u00dfst\u00e4dten zu studieren, ist ein Luxusgut\u00bb, sagt Timo Wenninger, Referent f\u00fcr Wohnraum im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Goethe-Universit\u00e4t <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/frankfurt-am-maIn\/\" title=\"Nachrichten, Bilder, Videos und Reisetipps zu Frankfurt finden Sie auf unserer Themenseite.\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/frankfurt-am-maIn\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;Nachrichten, Bilder, Videos und Reisetipps zu Frankfurt finden Sie auf unserer Themenseite.&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;Nachrichten, Bilder, Videos und Reisetipps zu Frankfurt finden Sie auf unserer Themenseite.&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Frankfurt<\/a>. Durch die hohen Mieten finde bereits bei der Wohnungssuche eine soziale Auslese statt. \u00abPersonen aus sozio\u00f6konomisch schlechter gestellten Familien wird strukturell der Zugang zu diesen Universit\u00e4ten verwehrt, weil der Zugriff auf den Wohnungsmarkt so schwierig ist\u00bb, erg\u00e4nzt Wenninger. <\/p>\n<p>Statt in dieser neuen Lebensphase wichtige Erfahrungen f\u00fcr die pers\u00f6nliche Entwicklung zu machen, w\u00fcrden immer mehr junge Menschen aus finanziellen Gr\u00fcnden bei den Eltern wohnen bleiben und lange Fahrzeiten in Kauf nehmen. \u00abEinige m\u00fcssen neben dem Studium so viel f\u00fcr ihre Miete arbeiten, dass die Qualit\u00e4t des Studiums massiv darunter leidet\u00bb, erkl\u00e4rt Wenninger. Freizeit, der Austausch mit Kommilitonen sowie politisches Engagement blieben dabei auf der Strecke.<\/p>\n<p>Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum ist gro\u00df, sagt Wenninger. Dabei sieht er vor allem die Politik in der Pflicht. Beim Thema Baf\u00f6g fordert der AStA der Goethe-Universit\u00e4t eine elternunabh\u00e4ngige Unterst\u00fctzung. Au\u00dferdem m\u00fcsse die Wohnpauschale von 380 Euro im H\u00f6chstsatz angehoben werden. Die Pauschale liege nicht nur deutlich unter der Durchschnittsmiete, sondern stehe auch nur \u00abeinem Bruchteil\u00bb der Baf\u00f6g-Empf\u00e4nger zu.<\/p>\n<p>Aktuell gibt es laut Studierendenwerk Frankfurt im gesamten Rhein-Main-Gebiet 3.487 Wohnheimpl\u00e4tze f\u00fcr mehr als 70.000 Studierende. Zum Start des Sommersemesters stehen einer Sprecherin zufolge noch rund 2.500 Studierende auf der Warteliste f\u00fcr einen Wohnheimplatz. In Frankfurt kommen 3.279 Pl\u00e4tze auf 56.771 Studierende. Zus\u00e4tzlich versucht das Studierendenwerk durch das Onlineportal \u00abWohnraum gesucht\u00bb private Vermieter und Studierende in Kontakt zu bringen. <\/p>\n<p>\u00abEs kommt auf jeden Platz an. Unsere Wohnheime sind voll\u00bb, sagt auch Franziska Busch vom Studierendenwerk <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/marburg\/\" title=\"Nachrichten, Bilder und Videos zu Marburg finden Sie auf unserer Themenseite.\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/marburg\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;Nachrichten, Bilder und Videos zu Marburg finden Sie auf unserer Themenseite.&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;Nachrichten, Bilder und Videos zu Marburg finden Sie auf unserer Themenseite.&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Marburg<\/a>. Wer sich aktuell auf einen der 2.100 Pl\u00e4tze in den Wohnheimen des Studierendenwerks bewirbt, habe ab Juni die Chance auf eine Unterkunft. Umso gl\u00fccklicher sei man dar\u00fcber, dass am 28. April ein Wohnheim mit 113 zus\u00e4tzlichen Pl\u00e4tzen nach zweieinhalb Jahren Sanierungsarbeiten wiederer\u00f6ffnet werden kann. <\/p>\n<p>Laut MMI-Studie bel\u00e4uft sich der durchschnittliche Preis f\u00fcr ein WG-Zimmer in Marburg im Sommersemester auf 430 Euro. Beim Studierendenwerk koste ein Wohnheimplatz durchschnittlich zwischen 250 und 300 Euro.<\/p>\n<p>In <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/darmstadt\/\" title=\"Nachrichten, Bilder und Videos zu Darmstadt finden Sie auf unserer Themenseite.\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/darmstadt\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;Nachrichten, Bilder und Videos zu Darmstadt finden Sie auf unserer Themenseite.&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;Nachrichten, Bilder und Videos zu Darmstadt finden Sie auf unserer Themenseite.&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Darmstadt<\/a> sei die Lage besonders angespannt, sagt Jannis Klare vom AStA der Technischen Universit\u00e4t Darmstadt. Die MMI-Studie ermittelte f\u00fcr Darmstadt einen Durchschnittspreis von 480 Euro f\u00fcr ein WG-Zimmer. In den \u00aballerschlechtesten Stadtteilen\u00bb fielen 400 Euro an, berichtet Klare. In besserer Lage k\u00f6nne ein Zimmer bis zu 800 Euro kosten. \u00abDer Wohnungsmarkt ist gelinde gesagt eine Katastrophe\u00bb, res\u00fcmiert der AStA-Referent. <\/p>\n<p>Die meisten Studierenden k\u00e4men mit einem Nebenjob gerade so hin. Unter der Doppelbelastung leide jedoch oft die Qualit\u00e4t des Studiums. \u00abWir haben sehr viele Studierende, die teilweise bis an die Grenzen von Hessen und dar\u00fcber hinaus wohnen und hierher pendeln\u00bb, erg\u00e4nzt Klare.<\/p>\n<p>Um die Lage etwas zu entspannen, hat das Studierendenwerk Darmstadt eine eigene Wohnraumb\u00f6rse eingerichtet, die zwischen privaten Vermietern und Wohnungssuchenden vermitteln soll. Bei rund 40.000 Studierenden sei das jedoch eher ein \u00abTropfen auf den hei\u00dfen Stein\u00bb, sagt der AStA-Referent. <\/p>\n<p>In <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/kassel\/\" title=\"Nachrichten, Bilder und Videos zu Kassel finden Sie auf unserer Themenseite.\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/kassel\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;Nachrichten, Bilder und Videos zu Kassel finden Sie auf unserer Themenseite.&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;Nachrichten, Bilder und Videos zu Kassel finden Sie auf unserer Themenseite.&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kassel<\/a> hat das Studierendenwerk vor wenigen Wochen ein neues Wohnheim mit 40 Pl\u00e4tzen eingeweiht. \u00abWo immer neue H\u00e4user oder Pl\u00e4tze hinzukommen, werden sie dringend ben\u00f6tigt\u00bb, sagt Brigitte Schwarz vom Studierendenwerk Kassel, das gleichzeitig auch die Vertretung aller hessenweiten Studierendenwerke ist.<\/p>\n<p>Die aktuelle Lage zum Start des Sommersemesters sei \u00aballes andere als gut\u00bb. Besonders f\u00fcr internationale Studierende, die oft erst nach ihrer Ankunft mit der Suche beginnen k\u00f6nnen, gestalte sich die Suche schwierig.<\/p>\n<p>Die hessischen Studierendenwerke fordern daher eine grundlegende Baf\u00f6g-Reform verbunden mit einer deutlichen Erh\u00f6hung und Entb\u00fcrokratisierung. \u00abEin starkes Baf\u00f6g w\u00e4re ein klares Bekenntnis zur Zukunftssicherung des Wirtschafts- und Forschungsstandorts Deutschland \u2013 schlie\u00dflich k\u00e4me es direkt den Fachkr\u00e4ften von morgen zugute\u00bb, sagt Schwarz.<\/p>\n<p>Dass staatliche Finanzierungshilfen f\u00fcr viele Studierende unabdingbar sind, zeichnet sich beim Studierendenwerk <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/giessen\/\" title=\"Nachrichten, Bilder und Videos zu Gie\u00dfen finden Sie auf unserer Themenseite.\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/giessen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;Nachrichten, Bilder und Videos zu Gie\u00dfen finden Sie auf unserer Themenseite.&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;Nachrichten, Bilder und Videos zu Gie\u00dfen finden Sie auf unserer Themenseite.&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gie\u00dfen<\/a> auch an den Baf\u00f6g-Antr\u00e4gen ab. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Anzahl der Antr\u00e4ge um mehr als zehn Prozent gestiegen, berichtet Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Gero Lottermann. \u00abIn unserer Studienfinanzierungsberatung wird sehr deutlich, dass die finanzielle Situation der Studierenden weiterhin prek\u00e4r ist. Studierende sind h\u00e4ufig gezwungen, zu jobben \u2013 das verl\u00e4ngert h\u00e4ufig das Studium\u00bb, sagt Lottermann. <\/p>\n<p>Die 2.680 Wohnheimpl\u00e4tze des Studierendenwerks seien nahezu belegt. \u00abAuf der Bewerberliste stehen 738 Personen, denen wir aktuell keinen Wohnheimplatz nach ihren W\u00fcnschen anbieten k\u00f6nnen\u00bb, erkl\u00e4rt der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer. Damit sich das in Zukunft \u00e4ndert, m\u00fcssten Bund und L\u00e4nder mehr Geld in bezahlbaren Wohnraum investieren. \u00abDie derzeitigen F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten geben das leider bislang nicht her\u00bb, sagt Lottermann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zum Vorlesungsbeginn in Hessen stellt sich f\u00fcr viele Studierende auch die Wohnungsfrage. 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