{"id":484786,"date":"2025-10-09T08:49:15","date_gmt":"2025-10-09T08:49:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/484786\/"},"modified":"2025-10-09T08:49:15","modified_gmt":"2025-10-09T08:49:15","slug":"osterinsel-moai-statuen-schunkelten-an-ihre-plaetze-feldexperiment-enthuellt-transporttechnik-der-riesenhaften-steinstatuen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/484786\/","title":{"rendered":"Osterinsel: Moai-Statuen &#8222;schunkelten&#8220; an ihre Pl\u00e4tze &#8211; Feldexperiment enth\u00fcllt Transporttechnik der riesenhaften Steinstatuen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/m\/o\/moailaufen3g.jpg\" data-lightbox=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/m\/o\/moailaufen3g.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/m\/o\/moailaufen3g.jpg\" data-lightbox=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/m\/o\/moailaufen3g.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-307315\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/moailaufen3g-300x176.jpg\" alt=\"Schunkel-Technik\" width=\"300\" height=\"176\"  \/><\/a>So funktioniert die \u201eSchunkel-Technik\u201c.\u00a9 Carl Lipo<br \/>\n100 Meter in 40 Minuten \u2013 dank \u201eSchunkel\u201c-Technik<\/p>\n<p>Im Experiment befestigten die Forscher zun\u00e4chst Seile am Kopf der Moai-Statue und begannen dann, abwechselnd zu ziehen. Dadurch brachten sie die Figur allm\u00e4hlich ins Schaukeln \u2013 beg\u00fcnstigt durch deren abgerundete Basis. Weil der Schwerpunkt der tonnenschweren Steine durch die Vorw\u00e4rtsneigung weit vorne liegt, l\u00e4sst sich der Moai abwechselnd erst rechts dann links nach vorne schunkeln. Im Test bewegte sich die Steinstatue dadurch tats\u00e4chlich allm\u00e4hlich im Zickzack vorw\u00e4rts.<\/p>\n<p>\u201eHat man die Statue erst einmal in Bewegung gebracht, ist es gar nicht schwer \u2013 die Leute ziehen mit einem Arm. Das spart Energie und geht ziemlich schnell\u201c, sagt Lipo. \u201eDie Herausforderung besteht darin, sie \u00fcberhaupt zum Schaukeln zu bringen.\u201c Mit nur 18 Personen gelang es dem Team, die Statue innerhalb von nur 40 Minuten 100 Metern weit zu bewegen \u2013 weit schneller als mit Baumst\u00e4mmen oder Holzschlitten m\u00f6glich.\n<\/p>\n<p>\u201eDie Physik passt\u201c<\/p>\n<p>Nach Ansicht des Teams bietet diese Methode die beste Erkl\u00e4rung daf\u00fcr, wie die Rapa Nui die riesenhaften Statuen an ihre Pl\u00e4tze transportieren konnten. Dies best\u00e4tigte sich auch, bei einer \u00dcberpr\u00fcfung mithilfe eines physikalischen Modells: \u201eDie Physik passt\u201c, sagt Lipo. \u201eWas wir experimentell beobachtet haben, funktioniert tats\u00e4chlich. Und auch bei gr\u00f6\u00dferen Statuen klappt es. Je gr\u00f6\u00dfer sie werden, desto konsistenter ist diese Transportmethode, weil es schlicht der einzige Weg ist, sie zu bewegen.\u201c\n<\/p>\n<p>Ein weiteres Argument liefert die Breite und konkave Form der \u201eStra\u00dfen\u201c auf der Osterinsel: \u201eDie Stra\u00dfe geh\u00f6rt zum Transport dazu\u201c, erkl\u00e4rt Lipo. \u201eMan sieht, wie sie sich \u00fcberlappen und wie viele parallele Stra\u00dfen existieren.\u201c Viele dieser Wege beginnen zudem an Steinbr\u00fcchen und enden an \u201egestrandeten\u201c Statuen. Lipo und Hunt vermuten, dass diese \u201eStra\u00dfen-Moais\u201c beim Schunkel-Transport besch\u00e4digt wurden oder feststeckten und daher dort liegen gelassen wurden.\n<\/p>\n<\/p>\n<p>So bewegt man die riesenhaften Statuen der Osterinsel.\u00a9 Binghamton University<\/p>\n<p>Monumentale Ingenieursleistung<\/p>\n<p>Die raffinierte Transporttechnik belegt die Anpassungsf\u00e4higkeit und Intelligenz der Menschen von Rapa Nui, wie die Forscher betonen. Denn diese Kultur habe mit begrenzten Ressourcen eine monumentale Ingenieursleistung vollbracht. \u201eEs zeigt, wie unglaublich klug die Menschen von Rapa Nui waren\u201c, sagt Lipo. \u201eSie entwickelten eine Methode, die zu ihren Ressourcen passte. Wir k\u00f6nnen viel von ihren Prinzipien lernen.\u201c\n<\/p>\n<p>Dank der Methode der \u201egeschunkelten\u201c Moai konnten die Menschen der Osterinsel tonnenschwere Statuen mit minimalem Aufwand von Ressourcen und Arbeitskraft quer \u00fcber die Insel transportieren. Die Technik stimmt zudem gut mit m\u00fcndlichen \u00dcberlieferungen der Rapa Nui \u00fcberein, nach denen die Moai von den Steinbr\u00fcchen aus an ihre Pl\u00e4tze liefen. (Journal of Archaeological Science, 2025; <a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.1016\/j.jas.2025.106383\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">doi: 10.1016\/j.jas.2025.106383<\/a>)\n<\/p>\n<p>Quelle: Binghamton University<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;\n\t<\/p>\n<p>9. Oktober 2025\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t &#8211; Nadja Podbregar<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"So funktioniert die \u201eSchunkel-Technik\u201c.\u00a9 Carl Lipo 100 Meter in 40 Minuten \u2013 dank \u201eSchunkel\u201c-Technik Im Experiment befestigten die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":484787,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[1793,29,214,30,1794,122274,122275,122276,122277,122278,122279,215],"class_list":{"0":"post-484786","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-art-and-design","9":"tag-deutschland","10":"tag-entertainment","11":"tag-germany","12":"tag-kunst-und-design","13":"tag-moai","14":"tag-osterinsel","15":"tag-rapa-nui","16":"tag-statuentransport","17":"tag-steinstatuen","18":"tag-steintransport","19":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115343352265275564","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/484786","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=484786"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/484786\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/484787"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=484786"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=484786"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=484786"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}