{"id":48493,"date":"2025-04-21T03:23:13","date_gmt":"2025-04-21T03:23:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/48493\/"},"modified":"2025-04-21T03:23:13","modified_gmt":"2025-04-21T03:23:13","slug":"berlin-brandenburg-gerichtspraesidentin-ruhestaendler-weiter-an-justiz-binden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/48493\/","title":{"rendered":"Berlin &#038; Brandenburg: Gerichtspr\u00e4sidentin: Ruhest\u00e4ndler weiter an Justiz binden"},"content":{"rendered":"<p>                    Berlin &amp; Brandenburg<br \/>\n                Gerichtspr\u00e4sidentin: Ruhest\u00e4ndler weiter an Justiz binden<\/p>\n<p>\t\t\t\t              20.04.2025, 05:18 Uhr<\/p>\n<p><strong>Aktenberge, veraltete Technik: Der Justiz haftet teils ein altmodischer Ruf an. Nachwuchs ist jedoch dringend n\u00f6tig. Um ihn zu gewinnen, werden neue Wege beschritten \u2013 und gesungen.<\/strong><\/p>\n<p>Berlin (dpa\/bb) &#8211; Angesichts der Pensionierungswelle in der Justiz m\u00f6chte die Pr\u00e4sidentin des Berliner Kammergerichts, Andrea Diekmann, Besch\u00e4ftigte l\u00e4nger an die Justiz binden. &#8222;Viele Menschen, die ausscheiden, &#8222;brennen&#8220; geradezu darauf, ihr Wissen und ihre Erfahrung weiterzugeben und so mit anderen im Kontakt zu bleiben&#8220;, sagte Diekmann der Deutschen Presse-Agentur.\u00a0<\/p>\n<p>Dies habe sie \u00fcber die Jahre hinweg immer wieder in Gespr\u00e4chen festgestellt. &#8222;Dieses Potenzial m\u00fcssen wir nutzen&#8220;, sagte die Juristin. Schlie\u00dflich gehe es auch um die Weitergabe von wichtigem Wissen. &#8222;Ich m\u00f6chte, dass wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch nach der Pensionierung oder nach der Berentung zum Beispiel mit kleineren Vertr\u00e4gen weiter an uns binden k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>Bei der Richterschaft werde dies schon genutzt \u2013 etwa, indem Richter und Richterinnen zust\u00e4ndig seien f\u00fcr Arbeitsgemeinschaften, f\u00fcr Referendare oder auch bei einer Staatspr\u00fcfung. &#8222;Aber wir nutzen das aus meiner Sicht zu wenig bei Menschen, die im nicht richterlichen Bereich sind.&#8220; Gerade hier gebe es jedoch besonders viele Besch\u00e4ftigte, die aus dem Beruf ausscheiden, wie Diekmann sagte.<\/p>\n<p>St\u00e4rkeren Kontakt zur Schulverwaltung\u00a0<\/p>\n<p>Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen anderer Gerichte wolle sie in diesem Bereich Fortschritte erreichen. &#8222;Wir stehen alle vor dem gleichen Problem&#8220;, so Diekmann. Sinnvoll sei es auch, wenn bestimmte Aufgaben \u00fcbertragen werden k\u00f6nnten auf Assessoren oder Rechtspfleger. Nach der Wiedervereinigung seien solche Modelle aus ihrer Sicht erfolgreich gelaufen.\u00a0<\/p>\n<p>Zugleich gelte es, junge Menschen f\u00fcr die Justiz zu gewinnen, betonte Diekmann. Rechtskundeunterricht in den Schulen, der ebenfalls von Senioren gestaltet werden k\u00f6nnte, sei ein Punkt. &#8222;Ich bin auch der Meinung, dass wir eine noch st\u00e4rkere Verzahnung mit der Schulverwaltung haben sollten, weil ich glaube, dass in der Lehrerbildung auch die Praktika mit den Gerichten verst\u00e4rkt werden sollten&#8220;, sagte die Juristin.\u00a0<\/p>\n<p>Bedingungen an Lebensphase anpassen<\/p>\n<p>Hilfreich f\u00fcr die Flexibilit\u00e4t sei es zudem, dass sich \u2013 auch durch die Corona-Pandemie \u2013 M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Homeoffice ergeben h\u00e4tten. Fr\u00fcher sei dies vor allem Richtern vorbehalten gewesen. &#8222;Aber der Bereich erscheint mir noch ausbauf\u00e4hig. Es geht auch bei der Personalbindung darum, unterschiedlichen Phasen im Leben der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerecht zu werden \u2013 etwa im Hinblick auf die Kinderbetreuung oder Pflegezeiten&#8220;, sagte Diekmann.\u00a0<\/p>\n<p>Nach Angaben der Senatsjustizverwaltung gibt es 1.570 Richterinnen und Richter (Stand: 1.3.) in Berlin. Davon erreichen insgesamt 81 in den Jahren 2026 und 2027 die aktuelle Altersgrenze f\u00fcr den Ruhestand. Dar\u00fcber hinaus gibt es 6.034 Besch\u00e4ftigte bei den Gerichten, von ihnen erreichen dann 108 das Alter f\u00fcr die Rente. Es sei davon auszugehen, dass deren Abschied durch Neueinstellungen kompensiert werden k\u00f6nnten, hie\u00df es.\u00a0<\/p>\n<p>Werbung f\u00fcr die Justiz mit Rap\u00a0<\/p>\n<p>Personalmangel bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften f\u00fchrt bundesweit zu Problemen. Berlin und die f\u00fcnf ostdeutschen L\u00e4nder stehen zudem vor einer Pensionierungswelle. Laut Deutschem Richterbund werden dort bis zu 50 Prozent aller Juristen bis 2033 in den Ruhestand gehen.<\/p>\n<p>Die Berliner Justiz versucht mit verschiedenen Mitteln f\u00fcr sich zu werben. So gibt es etwa die Kampagne #youstiz, bei der gezielt junge Menschen \u00fcber Social Media angesprochen werden. Dabei gibt es unter anderem eine eigene Musikproduktion mit Rap-Parts \u2013 eingesungen von Justizbesch\u00e4ftigten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin &amp; Brandenburg Gerichtspr\u00e4sidentin: Ruhest\u00e4ndler weiter an Justiz binden 20.04.2025, 05:18 Uhr Aktenberge, veraltete Technik: Der Justiz haftet&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":48494,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1816],"tags":[1960,1958,1959,1957,296,1956,1890,29,23625,30,1015,23626],"class_list":{"0":"post-48493","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-brandenburg","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin-und-brandenburg","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-brandenburg","10":"tag-aktuelle-news-aus-berlin-und-brandenburg","11":"tag-aktuelle-news-aus-brandenburg","12":"tag-berlin","13":"tag-berlin-und-brandenburg","14":"tag-brandenburg","15":"tag-deutschland","16":"tag-gerichtspraesidentin","17":"tag-germany","18":"tag-justiz","19":"tag-ruhestaendler"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114373814124501818","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48493","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=48493"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48493\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/48494"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=48493"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=48493"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=48493"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}