{"id":484949,"date":"2025-10-09T10:20:15","date_gmt":"2025-10-09T10:20:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/484949\/"},"modified":"2025-10-09T10:20:15","modified_gmt":"2025-10-09T10:20:15","slug":"deutsche-bahn-interne-untersuchung-legt-verheerende-missstaende-offen-erhebliche-einschuechterung-der-mitarbeiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/484949\/","title":{"rendered":"Deutsche Bahn: Interne Untersuchung legt verheerende Missst\u00e4nde offen \u2013 \u201eErhebliche Einsch\u00fcchterung\u201c der Mitarbeiter"},"content":{"rendered":"<p>Ein interner Untersuchungsbericht zur Bahn zeigt schwere Vers\u00e4umnisse im Sicherheitsmanagement: Mitarbeiter wurden einem Bericht zufolge teils massiv unter Druck gesetzt. Die Missst\u00e4nde waren offenbar dem Bezahlungs-System f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte geschuldet.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Ein interner Untersuchungsbericht der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/deutsche-bahn\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/deutsche-bahn\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutschen Bahn<\/a> (DB) enth\u00fcllt nach Informationen der \u201e<a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/zugunglueck-garmisch-partenkirchen-untersuchungsbericht-schienennetz-sicherheit-li.3322797?reduced=true+\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/zugunglueck-garmisch-partenkirchen-untersuchungsbericht-schienennetz-sicherheit-li.3322797?reduced=true+&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">S\u00fcddeutschen Zeitung<\/a>\u201c verheerende Missst\u00e4nde bei dem Staatsunternehmen. <\/p>\n<p>Dem Bericht zufolge waren f\u00fcr das Streckennetz verantwortliche Besch\u00e4ftigte jahrelang massiv unter Druck gesetzt worden, die Sicherheit zu vernachl\u00e4ssigen. In dem Bericht hei\u00dft es, wenn Anlagen-Verantwortliche f\u00fcr die Trassen wegen M\u00e4ngeln eine Langsam-Fahrstelle verf\u00fcgen wollten, dann h\u00e4tten sie sich in der Vergangenheit wiederholt kritische Einw\u00e4nde ihrer Vorgesetzten gefallen lassen m\u00fcssen. \u201eDas geht nicht, das kannst du nicht machen. Die Z\u00fcge m\u00fcssen fahren.\u201c In dem Bericht, in dem von \u201eerheblicher Einsch\u00fcchterung\u201c die Rede ist, werden etliche Beispiele geschildert.<\/p>\n<p>Der mehr als 300 Seiten lange Untersuchungsbericht, den die \u201eS\u00fcddeutsche Zeitung\u201c einsehen konnte, stammt von der Anwaltskanzlei Gleiss Lutz. Die Kanzlei war im Auftrag der Schienennetzgesellschaft der Bahn (DB Infrago) der Frage nachgegangen, wie es zu dem Zugungl\u00fcck am 3. Juni 2022 in Garmisch-Partenkirchen hatte kommen k\u00f6nnen. Damals war ein Regionalzug auf dem Weg nach M\u00fcnchen bei 100 Kilometern pro Stunde wegen gebrochener Betonschwellen entgleist. F\u00fcnf Fahrg\u00e4ste kamen ums Leben, 16 Menschen wurden schwer und 62 leicht verletzt.<\/p>\n<p>Bahn-Missst\u00e4nde offenbar dem Bezahlungs-System geschuldet <\/p>\n<p>Nach Erkenntnissen von Gleiss Lutz waren die Missst\u00e4nde auch dem Bezahlungs-System geschuldet. F\u00fchrungskr\u00e4fte seien daran gemessen worden, wie p\u00fcnktlich die Z\u00fcge gewesen seien. Die Anlagen-Verantwortlichen seien deshalb von Vorgesetzten angehalten worden, \u201eP\u00fcnktlichkeitsziele statt Sicherheitsziele\u201c zu erreichen. <\/p>\n<p>Dem Untersuchungsbericht zufolge soll ein damaliges Vorstandsmitglied der Netzgesellschaft der Bahn ein Jahr vor dem Unfall gewarnt worden sein, dass ein \u201eTeufelskreis\u201c aus zu wenig Geld f\u00fcr die Instandhaltung, schlechtem Zustand der Bahnanlagen und einer steigenden Zahl von Bauarbeiten im Netz die \u201eStabilit\u00e4t des Systems\u201c in Frage stelle. <\/p>\n<p>In diesem Zeitraum, im Fr\u00fchjahr 2022, habe bei der Instandhaltung der Strecken wieder einmal Geldmangel geherrscht. Daraufhin habe ein interner Vorschlag bei DB Netz f\u00fcr Strecken mit mittlerer Auslastung, also vor allem f\u00fcr Regionalstrecken gelautet: \u201eReduzierung der Pr\u00e4vention Oberbau (inkl. Vegetation) \u2026 um 70 Prozent\u201c, davon 2500 Kilometer Gleise und 17.000 Kilometer \u201eVegetationspflege\u201c. Als Konsequenz seien \u201eschwere Qualit\u00e4tseinbr\u00fcche \u2026 aufgrund Null-Pr\u00e4vention zu erwarten\u201c.<\/p>\n<p>Die Bahn erkl\u00e4rte auf Anfrage, jede Form von Druck auf Anlagen-Verantwortliche zulasten der Sicherheit \u201ewiderspricht unserer Unternehmenskultur und wird nicht toleriert\u201c. F\u00fcr die Vorst\u00e4nde und Aufsichtsr\u00e4te stehe \u201eSicherheit an erster Stelle\u201c. <\/p>\n<p>Seit dem Unfall von Garmisch-Partenkirchen gebe es ein umfassendes Ma\u00dfnahmenpaket. Man habe die F\u00fchrungskr\u00e4fte \u201eunmissverst\u00e4ndlich darauf hingewiesen\u201c, dass kein Druck auf Anlagen-Verantwortliche ausge\u00fcbt werde. <\/p>\n<p>Fehlverhalten habe \u201eunmittelbare personelle Konsequenzen\u201c. Man nehme s\u00e4mtliche Defizite, die der Bericht von Gleiss Lutz offengelegt habe, sehr ernst. Die Kanzlei werde der Bahn dabei helfen, die entdeckten Missst\u00e4nde zu beseitigen.<\/p>\n<p>ceb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein interner Untersuchungsbericht zur Bahn zeigt schwere Vers\u00e4umnisse im Sicherheitsmanagement: Mitarbeiter wurden einem Bericht zufolge teils massiv unter&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":484950,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[15323,296,2030,29,24491,30,13,14,15,110,12,10,8,9,11,110754],"class_list":{"0":"post-484949","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-balken-inbox","9":"tag-berlin","10":"tag-deutsche-bahn","11":"tag-deutschland","12":"tag-garmisch-partenkirchen","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-newsteam","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-top-news","20":"tag-top-meldungen","21":"tag-topmeldungen","22":"tag-topnews","23":"tag-zugungluecke-ks"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115343709036163302","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/484949","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=484949"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/484949\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/484950"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=484949"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=484949"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=484949"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}