{"id":484972,"date":"2025-10-09T10:34:11","date_gmt":"2025-10-09T10:34:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/484972\/"},"modified":"2025-10-09T10:34:11","modified_gmt":"2025-10-09T10:34:11","slug":"franz-hitze-haus-widmet-sich-der-geschichte-der-euthanasie-morde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/484972\/","title":{"rendered":"Franz-Hitze-Haus widmet sich der Geschichte der \u201eEuthanasie\u201c-Morde"},"content":{"rendered":"<p>09.10.2025, 12:18 Uhr, Stadtdekanat M\u00fcnster&#13;\n<\/p>\n<p>Wie tief eugenisches Denken in die deutsche Gesellschaft eingewoben war \u2013 und wie lange seine Nachwirkungen sp\u00fcrbar blieben \u2013, das steht im Zentrum eines Vortrags der Historikerin Dagmar Herzog am Mittwoch, 5. November, um 19:30 Uhr in der Akademie Franz Hitze Haus in M\u00fcnster. Unter dem Titel \u201eEugenische Phantasmen\u201c beleuchtet sie die geistigen und gesellschaftlichen Voraussetzungen der nationalsozialistischen \u201eEuthanasie\u201c-Morde und deren lange Nachgeschichte.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Ein Mann erkl\u00e4rt etwas und zeigt dabei auf einen 3D-Lageplan der Gedenkst\u00e4tte Grafeneck. \" alt=\"Ein Mann erkl\u00e4rt etwas und zeigt dabei auf einen 3D-Lageplan der Gedenkst\u00e4tte Grafeneck. \" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/csm_2025-10-09-schiffmann_4fae850952.jpg\" width=\"300\" height=\"300\"\/><\/p>\n<p>In der Gedenkst\u00e4tte Grafeneck besch\u00e4ftigen sich Studierende und Jugendliche mit den \u201eEuthanasie\u201c-Morden, die in der NS-Zeit in Grafeneck in Baden-W\u00fcrttemberg begangen wurden.<\/p>\n<p>\u00a9 Szene aus Grafenschreck, Grafeneck, Jochen Bonz<\/p>\n<p>Herzog hat in einer Studie die Entwicklung des Denkens \u00fcber kognitive Beeintr\u00e4chtigung und Behinderung in Deutschland nachgezeichnet \u2013 von den Anf\u00e4ngen der Eugenik im 19. Jahrhundert bis zu den Nachwirkungen der nationalsozialistischen \u201eEuthanasie\u201c-Verbrechen. Im Mittelpunkt ihres Vortrags stehen die Fragen, wie es zu den Morden an Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen im Nationalsozialismus kommen konnte und weshalb die Auseinandersetzung mit diesem Erbe bis heute nicht abgeschlossen ist. Herzog zeigt, wie sich medizinische, p\u00e4dagogische, religi\u00f6se und gesellschaftliche Vorstellungen \u00fcber \u201eWert\u201c und \u201eUnwert\u201c menschlichen Lebens immer wieder vermischten \u2013 und beleuchtet dabei auch den ersten Tatort der NS-\u201eEuthanasie\u201c in Grafeneck auf der Schw\u00e4bischen Alb.<\/p>\n<p>Dagmar Herzog ist Distinguished Professor of History am Graduate Center der City University New York und Autorin zahlreicher Publikationen zur Sexual- und Geschlechtergeschichte der Moderne, zur Holocaustforschung, zur Geschichte der Psychoanalyse und der Religion. 2023 wurde sie mit dem Sigmund-Freud-Kulturpreis ausgezeichnet.<\/p>\n<p>Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem kulturp\u00e4dagogischen Projekt \u201eGrafeneck-M\u00fcnster\/1940-heute\u201c statt, das von der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit dem Dokumentationszentrum der Gedenkst\u00e4tte Grafeneck durchgef\u00fchrt wird. Gef\u00f6rdert wird das Projekt im Rahmen der Bildungsagenda NS-Unrecht von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF).\u00a0<\/p>\n<p>Das Ende der Veranstaltung ist f\u00fcr 21.30 Uhr geplant. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung im Internet <a href=\"https:\/\/www.franz-hitze-haus.de\/info\/25-686\" target=\"_blank\" class=\"std-external\" rel=\"noreferrer noopener\">auf dieser Seite<\/a> ist erw\u00fcnscht.\u00a0<br \/>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"09.10.2025, 12:18 Uhr, Stadtdekanat M\u00fcnster&#13; Wie tief eugenisches Denken in die deutsche Gesellschaft eingewoben war \u2013 und wie&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":484973,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1843],"tags":[3364,29,30,8970,18186,1209],"class_list":{"0":"post-484972","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenster","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-muenster","12":"tag-news-detail","13":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115343764697367015","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/484972","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=484972"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/484972\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/484973"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=484972"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=484972"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=484972"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}