{"id":485435,"date":"2025-10-09T14:49:12","date_gmt":"2025-10-09T14:49:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/485435\/"},"modified":"2025-10-09T14:49:12","modified_gmt":"2025-10-09T14:49:12","slug":"oeffnungszeiten-von-pubs-aenderungen-in-england-und-wales-geplant-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/485435\/","title":{"rendered":"\u00d6ffnungszeiten von Pubs: \u00c4nderungen in England und Wales geplant &#8211; Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Nachricht erschien am Mittwochabend um halb neun Uhr exklusiv auf der Homepage des Guardian, und wer sie zuf\u00e4llig in einem Pub in London las, hatte dort noch zweieinhalb Stunden, um sich \u00fcber ihre weitreichenden Folgen Gedanken zu machen. Um elf Uhr werden die G\u00e4ste hier traditionell hinausgebeten bis -geworfen. Zwar gibt es die ber\u00fcchtigte britische Sperrstunde seit 2003 nicht mehr, aber das Lizenzierungsverfahren, das stattdessen eingef\u00fchrt wurde und theoretisch liberaler ist, erscheint vielen Wirten als so aufwendig, dass sie praktisch bei den alten \u00d6ffnungszeiten blieben. Das soll sich nun \u00e4ndern. Die Zeitung berichtet, die Regierung m\u00f6chte leichter l\u00e4ngere Betriebszeiten erm\u00f6glichen, um der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Gastronomie\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gastronomie<\/a> mehr Gesch\u00e4ft zu verschaffen, eine Art Bierokratie statt B\u00fcrokratie.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Bislang m\u00fcssen lokale Verwaltungen, wenn sie Lizenzen f\u00fcr erweiterte \u00d6ffnungszeiten von Pubs vergeben,\u00a0auf vier Aspekte achten:\u00a0 Sicherheit der G\u00e4ste, Verbrechenspr\u00e4vention, Kinderschutz und das Verhindern von \u00f6ffentlichem \u00c4rger, etwa durch L\u00e4rm. Eine von der Regierung eingesetzte Taskforce schl\u00e4gt nun zumindest f\u00fcr England und Wales einen f\u00fcnften Aspekt vor \u2013 ein Betrieb darf l\u00e4nger Bier ausschenken, wenn es dem Aufschwung dient. Denn wenn kleine Wirtschaften mehr Umsatz machen, tut das auch der gro\u00dfen Wirtschaft gut.<\/p>\n<p>Die Sperrstunde wurde 1915 eingef\u00fchrt, damit Fabrikarbeiter n\u00fcchtern zum Dienst kamen<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Regierung sucht dringend nach M\u00f6glichkeiten, dem Land einen Schubs zu geben. Als die Labour-Partei vor 15 Monaten an die Macht kam und ein recht marodes K\u00f6nigreich \u00fcbernahm, rief Premierminister Keir Starmer den \u00f6konomischen Aufschwung\u00a0als Ziel Nummer eins aus.\u00a0 Die Gastronomie indes hat trotz Starmers Schw\u00e4rmereien \u2013 \u201ePubs und Bars sind das pulsierende Herz unserer Gemeinschaften\u201c \u2013 bislang noch nicht von den Ma\u00dfnahmen profitiert. Im Gegenteil haben die Anhebungen des Mindestlohns und der Arbeitgeberabgaben gerade die Wirte enorm getroffen. Die klagen au\u00dferdem \u00fcber die Belastungen durch die Alkoholsteuer und die Energiepreise, und ihre Not spiegelt sich dann auch in den Bestandszahlen wider: In den 1960ern gab es in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Gro%C3%9Fbritannien\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gro\u00dfbritannien<\/a> noch 75 000 Pubs,\u00a0<a href=\"https:\/\/beerandpub.com\/data-statistics\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">vergangenes Jahr waren es weniger als 45 000<\/a>. Im Durchschnitt macht jeden Tag ein Pub dicht.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Apropos dicht: Die Sperrstunde wurde 1915 eingef\u00fchrt, weil die britische Politik im Ersten Weltkrieg sichergehen wollte, dass die Arbeiter in den Munitionsfabriken morgens n\u00fcchtern zum Dienst erscheinen. Lloyd George, damals Kriegsminister, sagte: \u201eWir bek\u00e4mpfen drei Feinde, Deutschland, \u00d6sterreich und den Alkohol; und soweit ich das beurteilen kann, ist der gr\u00f6\u00dfte dieser drei Todfeinde der Alkohol.\u201c Dieser Feind ist heute keineswegs besiegt, 2023 wurden mehr als 10 000 Todesf\u00e4lle gemeldet, die direkt auf das Trinken zur\u00fcckzuf\u00fchren sind, ein neuer Rekord.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Kritiker der neuen Freiheit prophezeien einen Anstieg nicht nur von Todesf\u00e4llen, sondern auch von Straftaten und St\u00f6rungen. Kritiker der bisherigen Einschr\u00e4nkungen wiederum argumentieren, dass l\u00e4ngere \u00d6ffnungszeiten nicht unbedingt ungesund sein m\u00fcssen \u2013 dann k\u00f6nnten sich die Leute wenigstens mehr Zeit lassen beim Trinken und m\u00fcssten nicht alles so schnell wegkippen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Nachricht erschien am Mittwochabend um halb neun Uhr exklusiv auf der Homepage des Guardian, und wer sie&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":485436,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[331,332,147,6763,551,13,148,14,15,12,149,3992,3993,3994,3995,3996,3997,55],"class_list":{"0":"post-485435","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-ausland","11":"tag-gastronomie","12":"tag-grossbritannien","13":"tag-headlines","14":"tag-leserdiskussion","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-sueddeutsche-zeitung","19":"tag-uk","20":"tag-united-kingdom","21":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","22":"tag-vereinigtes-koenigreich","23":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","24":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland","25":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115344766816425106","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/485435","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=485435"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/485435\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/485436"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=485435"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=485435"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=485435"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}