{"id":485816,"date":"2025-10-09T18:12:17","date_gmt":"2025-10-09T18:12:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/485816\/"},"modified":"2025-10-09T18:12:17","modified_gmt":"2025-10-09T18:12:17","slug":"manchmal-bringt-mich-mode-zum-weinen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/485816\/","title":{"rendered":"\u201eManchmal bringt mich Mode zum Weinen\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspB9m9 tspB9na\">Am Donnerstag hatte Berlin hohen Besuch aus der Modebranche: Jean Paul Gaultier zum Beispiel, der Gute-Laune-B\u00e4r und Stardesigner, reiste extra aus Paris an, um sich auf der Tagung \u201e<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/anna-wintour-in-berlin-vogue-versammelt-internationale-modeprominenz-in-der-hauptstadt-12419570.html?icid=in-text-link_14520611\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Forces of Fashion<\/a>\u201c, von der Zeitschrift \u201eVogue\u201c organisiert und in der Kirche St. Elisabeth in Berlin-Mitte abgehalten, \u00fcber die \u201eMacht von Kollaborationen\u201c ausfragen zu lassen. Letztlich versuchte Gaultier aber, den Zuschauern klarzumachen, dass Mode gar nicht so ernst zu nehmen sei, wie sie es auf den ernsten Blick vielleicht verlangen mag. <\/p>\n<p class=\"tspB9m9\">Ber\u00fchren kann sie nat\u00fcrlich trotzdem: \u201eManchmal bringt mich Mode zum Weinen\u201c, sagte er in Bezug auf seinen Nachfolger Duran Lantink. Der Designer deb\u00fctierte eben erst auf der <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/panorama\/ich-dachte-ich-wurde-sterben-kim-kardashian-schildert-todesangst-bei-raububerfall-in-paris-13682443.html?icid=in-text-link_14520611\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pariser Modewoche<\/a> als neuer Kreativdirektor des Hauses Gaultier \u2013 mit einer geschmacklich h\u00f6chst umstrittenen Kollektion. Jean Paul Gaultier lie\u00df sich in Berlin jedoch nicht hinrei\u00dfen, die zu kritisieren. <\/p>\n<p> Mode muss auch Spa\u00df machen <\/p>\n<p class=\"tspB9m9\">An der deutschen Hauptstadt liebe er die Kreativit\u00e4t und die Energie, beides Kategorien, anhand derer er in der Vergangenheit auch junge Designer f\u00fcr Kollaborationen ausgesucht hatte. Die wichtigste Kollaboration seines Lebens war dabei die mit Madonna, sagte er. In den 90er Jahren entwarf er die ikonischen Kost\u00fcme f\u00fcr deren \u201eBlond Ambition World Tour\u201c. <\/p>\n<p class=\"tspB9m9\">Gaultierts Definition von guter Mode: \u201eSie muss Spa\u00df machen und lustig sein. Aber, die Leute m\u00fcssen sie auch begehrenswert finden, sie m\u00fcssen sie haben und anfassen wollen und sich wohlf\u00fchlen, wenn sie sie tragen.\u201c <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/endorphine-in-aufruhr-blinded-by-delight-im-friedrichstadt-palast-14512286.html?icid=single-topic_14520611___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCFno\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Endorphine in Aufruhr \u201eBlinded by Delight\u201c im Friedrichstadt-Palast <\/a><\/p>\n<p class=\"tspB9m9\">\u00c4hnlich argumentierte im Anschluss bei einem weiteren Interview vor Publikum auch Gaultiers Kollege Jeremy Scott. Der US-amerikanische Designer, der \u00fcber zehn Jahre kreativer Chef des italienischen Modehauses Moschino war, wirkte etwas ger\u00e4dert, weil er am Vorabend noch bis sp\u00e4t in die Nacht die Premiere des neuen Friedrichstadt-Palasts St\u00fccks \u201e<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/endorphine-in-aufruhr-blinded-by-delight-im-friedrichstadt-palast-14512286.html?icid=in-text-link_14520611\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Blinded\u00a0by Delight<\/a>\u201c gefeiert hatte \u2013 f\u00fcr dessen Kost\u00fcme er verantwortlich ist. <\/p>\n<p class=\"tspB9m9\">Die etwas weniger glamour\u00f6sen Diskussionen mussten die Vorsitzenden des Lobby-Vereins \u201eFashion Council Germany\u201c, Christiane Arp und Scott Lipinski, mit der Chefin der deutschen Vogue, Kerstin Weng f\u00fchren, mit der sie \u00fcber die Zukunft der Berliner Modewoche sprachen. <\/p>\n<p> Forces of Fashion <\/p>\n<p class=\"tspB9m9\">Bei dem <strong>von der \u201eVogue\u201c organisierten Eventformat<\/strong> handelt es sich um eine globale\u00a0Initiative, die 2024 erstmals in Deutschland stattfand. Grunds\u00e4tzlich ist die Konferenz, die in diesem Jahr unter dem Unterthema \u201eFriends and Family\u201c abgehalten wurde, \u00f6ffentlich. Mit<strong> Ticketpreisen ab 249 Euro<\/strong> richtete sich das Angebot wohl aber doch eher an Branchen-Akteure.<\/p>\n<p class=\"tspB9m9\">F\u00fcr Berlin waren neben den Designern<strong> Jeremy Scott, Jean Paul Gaultier und Maria Koch <\/strong>auch die Influencerin Brenda Weischer oder die ehemalige Vogue-Chefin Christiane Arp\u00a0als Experten eingeladen.<\/p>\n<p class=\"tspB9m9\">Zusammenfassen l\u00e4sst sich das rund 30-min\u00fctige Gespr\u00e4ch, dass man weitermachen wolle wie bisher, in Zukunft aber noch ein bisschen besser kommunizieren wolle. In Berlin laufe man h\u00e4ufig immer noch gegen W\u00e4nde.  <\/p>\n<p> Community, Friends and Family  <\/p>\n<p class=\"tspB9m9\">Was das f\u00fcr W\u00e4nde sind, wollten sie leider nicht verraten. Weng erinnerte, <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/er-verzichtet-auf-die-berliner-fashion-week-designer-dawid-tomaszewski-rechnet-mit-der-modebranche-ab-13936129.html?icid=in-text-link_14520611\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">dass es Kritik daran gebe, dass sich das, was auf der Berliner Modewoche gezeigt wird, nicht unbedingt gut verkauft<\/a> \u2013 nicht kommerziell genug ist. Darauf reagierte Arp emp\u00f6rt: \u201eEine Modenschau ist daf\u00fcr da, Signale zu senden, Haltungen zu zeigen. Das Kommerzielle kommt erst danach.\u201c Bei Mode ginge es nicht um pers\u00f6nliche Geschm\u00e4cker, sondern darum, dass sie den Zuschauer ber\u00fchrt. Eine Haltung, die sie mit Jean Paul Gaultier teilt.<\/p>\n<p> Mehr zum Thema  <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/gegen-den-konsumwahn-berliner-bibliotheken-werden-zum-treffpunkt-fur-kleidertausch-14079356.html?icid=topic-list_14520611___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCFno\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gegen den Konsumwahn Berliner Bibliotheken werden zum Kleidertausch-Treffpunkt <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/die-fashion-week-macht-ernst-ein-bisschen-die-welt-retten-13962413.html?icid=topic-list_14520611___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCFno\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Die Berliner Fashion Week macht ernst Mit dem Faltenrock ein bisschen die Welt retten <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/der-hype-ist-tot-lang-lebe-der-hype-wie-schmeisst-man-eine-erfolgreiche-fashion-party-13946689.html?icid=topic-list_14520611___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCFno\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Der Hype ist tot, lang lebe der Hype Wie schmei\u00dft man eine erfolgreiche Fashion-Party? <\/a><\/p>\n<p class=\"tspB9m9\">Arp schaffte es immerhin, ihrem Auftritt die n\u00f6tige Dramatik zu verleihen, f\u00fcr die die Besucher offenbar bereit waren, knapp 250 Euro Ticketpreis zu bezahlen. Die \u201eFriends and Family\u201c \u2013 so das Motto der Konferenz \u2013 auf eine diffuses \u201eWir\u201c einzuschw\u00f6ren: Wir, die gemeinsam gegen den b\u00f6swilligen Rest da drau\u00dfen verstanden haben, dass Mode eben nicht oberfl\u00e4chlich ist! <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am Donnerstag hatte Berlin hohen Besuch aus der Modebranche: Jean Paul Gaultier zum Beispiel, der Gute-Laune-B\u00e4r und Stardesigner,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":485817,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,30,80159,356,350],"class_list":{"0":"post-485816","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-leute-berlin","12":"tag-madonna","13":"tag-mode"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115345565139895098","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/485816","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=485816"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/485816\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/485817"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=485816"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=485816"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=485816"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}