{"id":485924,"date":"2025-10-09T19:10:11","date_gmt":"2025-10-09T19:10:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/485924\/"},"modified":"2025-10-09T19:10:11","modified_gmt":"2025-10-09T19:10:11","slug":"schierenbeck-begleitet-nachwuchs-bei-em-qualifikation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/485924\/","title":{"rendered":"Schierenbeck begleitet Nachwuchs bei EM-Qualifikation"},"content":{"rendered":"<p>Im S\u00fcden Norwegens gibt es alles, was Naturliebhaber gl\u00fccklich macht: das Meer, Fjorde, W\u00e4lder, Berge und Seen. Auch Bj\u00f6rn Schierenbeck genie\u00dft ihn gerade, den Blick ins Gr\u00fcne. Allerdings vorrangig aus dem Fenster seines Hotelzimmers. F\u00fcr touristische Eskapaden hat der Top-Talente-Manager des SV Werder Bremen in diesen Tagen wenig Zeit. Er h\u00e4lt sich aus beruflichen Gr\u00fcnden in der Provinz Telemark auf, genauer gesagt im beschaulichen Skien. Dort feilt die U19 des Deutschen Fu\u00dfball-Bundes (<a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/thema\/dfb-q154191\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DFB<\/a>) derzeit an der EM-Qualifikation, zum Team geh\u00f6ren mit Karim Coulibaly, Mick Schmetgens und Wesley Adeh gleich drei hochveranlagte Nachwuchskr\u00e4fte der Hansest\u00e4dter. Kein Wunder also, dass auch Schierenbeck vor Ort ist, um zu sehen, wie sich das vielversprechende Trio schl\u00e4gt. Und um auch in der Fremde ein potenzieller Ansprechpartner zu sein. Denn Werders Talentf\u00f6rderung endet nicht an der Stadtgrenze.<\/p>\n<p>Ein Jahr ist es jetzt her, dass Bj\u00f6rn Schierenbeck die Koordination von Werders Top-Talente-Programm \u00fcbernommen hat. Seither ist der ehemalige Profi und Leiter des Leistungszentrums noch n\u00e4her dran am Geschehen als ohnehin schon. Wenn Chefcoach Horst Steffen beispielsweise beim Bundesligisten zu seinen Trainingseinheiten bittet, steht der 51-J\u00e4hrige mit auf dem Rasen, beobachtet aus allern\u00e4chster N\u00e4he, wie sich die Jungspunde des Vereins schlagen. Aber nicht nur dort, bis hinunter zur U17 tut er das. Doch bei der Arbeit des geb\u00fcrtigen Bremers geht es um mehr als den sportlichen Aspekt, es geht auch um die menschliche Komponente und darum, wie jungen Spielern ein m\u00f6glichst idealer \u00dcbergang vom Nachwuchs- in den Profibereich gelingen kann.<\/p>\n<p>Erwartungen, Druck und Neidmomente<\/p>\n<p>Die namhaftesten Akteure, die aktuell genau diesen Schritt absolvieren, sind Karim Coulibaly und Patrice Covic. Die beiden 18-J\u00e4hrigen spielen in Horst Steffens Kader nicht mehr nur eine untergeordnete Rolle, Verteidiger Coulibaly ist sogar zur Stammkraft avanciert. Das sch\u00fcrt Erwartungen, erh\u00f6ht den Druck, kann teamintern aber auch Neidmomente produzieren. Situationen, mit denen ein Jungspund erst einmal umgehen muss. Schierenbeck ist also gleich auf mehreren Ebenen gefordert \u2013 doch welche Rolle \u00fcbernimmt er nun genau? Die des Freundes, Mentors, Ersatzvaters oder Psychologen? &#8222;Das m\u00fcsste man die Jungs tats\u00e4chlich selbst fragen. Letztlich hoffe ich, dass ihnen meine Anwesenheit hilft \u2013 und das kann auf sehr unterschiedliche Art und Weise sein&#8220;, sagt der Top-Talente-Manager im Gespr\u00e4ch mit der DeichStube. &#8222;Einige Spieler nutzen das Angebot intensiver, andere weniger, aber sie wissen, dass es dort jemanden gibt, an den sie sich im Bedarfsfall vertrauensvoll wenden k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>Vielleicht auch gerade in jenen Momenten, in denen es nicht so schnell vorangeht, wie sich das ein Youngster w\u00fcnscht und es gleichaltrige Kollegen vormachen. Gerade dann ist die richtige Wortwahl wichtig, wei\u00df Schierenbeck. &#8222;Ihnen wird dann aufgezeigt, dass sie noch immer voll im Plan liegen und nicht ungeduldig werden m\u00fcssen. Sie sollen etwa die U23-Spiele als gro\u00dfe Chance verstehen, dort k\u00f6nnen sie regelm\u00e4\u00dfig Erfahrungen sammeln, denn das ist das A und O&#8220;, sagt er. &#8222;Es hilft niemandem, wenn er viermal in Folge vielleicht im Bundesliga-Kader war, aber nie gespielt hat. Jedes Talent braucht Spielzeit, um sich weiterzuentwickeln.&#8220;<\/p>\n<p>Im Fu\u00dfball ist es manchmal wie beim Marathon.<\/p>\n<p>Bj\u00f6rn Schierenbeck<\/p>\n<p>Und Geduld sowie einen unb\u00e4ndigen Willen. &#8222;Im Fu\u00dfball ist es manchmal wie beim Marathon. Bei Kilometer zehn sind ein, zwei L\u00e4ufer vorne mit dabei, an einem sp\u00e4teren Punkt haben dann andere eine gute Phase&#8220;, erkl\u00e4rt Schierenbeck. &#8222;Auch bei uns k\u00f6nnten in drei Jahren andere Spieler auff\u00e4lliger sein als jetzt. F\u00fcr uns ist daher wichtig: Wir wollen die jungen Spieler so entwickeln, dass sie eine nachhaltige Bundesligakarriere haben und nicht nur eine punktuelle. Dann haben wir einen guten Job gemacht.&#8220; Dass derzeit gleich zwei Talente bei den Profis mitmischen, sei sch\u00f6n, nach seinen Angaben aber nur ein Zwischenziel. &#8222;In dieser Hinsicht hat jeder noch Baustellen, auch ein Karim Coulibaly oder ein Patrice Covic. Jeder ist auf seinem Level schon sehr gut, muss aber auch noch eine Menge f\u00fcr sich tun. Daran arbeiten wir.&#8220;<\/p>\n<p>Weil Werder, so ist das ganz normale Gesch\u00e4ft, auch Werte schaffen will. Sportlich wie finanziell. Egal, ob ein Talent nun aufbl\u00fcht und langfristig bleibt oder aufgrund seiner Leistungen irgendwann teuer verkauft wird, am Ende profitiert der Verein idealerweise auf jeden Fall davon. Erfolg hat eben viele Gesichter. Werder hat in den vergangenen Jahren einiges daf\u00fcr getan, damit die Coulibalys und Covics keine Eintagsfliegen bleiben. Und Horst Steffen die T\u00fcr f\u00fcr die eigenen Talente auch weiterhin nicht verschlie\u00dft. &#8222;Das gesamte Trainerteam hat gro\u00dfe Lust darauf, sich mit den jungen Spielern auseinanderzusetzen. Ich erlebe eine gro\u00dfe Offenheit \u2013 aber auch deshalb, weil die Qualit\u00e4t der jungen Spieler passt&#8220;, betont Schierenbeck. &#8222;Wenn diese nicht vorhanden w\u00e4re, w\u00fcrde es wahrscheinlich anders ausschauen und keiner w\u00fcrde spielen. Die Qualit\u00e4t ist der ganz zentrale Faktor.&#8220;<\/p>\n<p>Das wissen auch die Nachwuchsakteure, die merklich nach H\u00f6herem gieren, wie Schierenbeck schildert. &#8222;Die Jungs sind dankbar, leistungsbereit und sehr lernwillig. Man muss sie sogar manchmal bremsen und davor sch\u00fctzen, dass sie \u00fcberziehen&#8220;, sagt er und mahnt: &#8222;Viel hilft nicht immer viel.&#8220;<\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc82qz7m1ggntixpe3frr\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/werder\/profis\/1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im S\u00fcden Norwegens gibt es alles, was Naturliebhaber gl\u00fccklich macht: das Meer, Fjorde, W\u00e4lder, Berge und Seen. 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