{"id":485967,"date":"2025-10-09T19:33:13","date_gmt":"2025-10-09T19:33:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/485967\/"},"modified":"2025-10-09T19:33:13","modified_gmt":"2025-10-09T19:33:13","slug":"alles-loest-sich-auf-im-rausch-der-elemente","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/485967\/","title":{"rendered":"Alles l\u00f6st sich auf im Rausch der Elemente"},"content":{"rendered":"<p> Fl\u00fcssige Matrix <\/p>\n<p class=\"tspB9m9\">Die Ausstellung ist bis zum 15. Oktober in \u201eThe Ballery\u201c, Nollendorfstr. 11-12, zu sehen. Der Raum hat sonntags bis donnerstags von 17-22 Uhr, freitags von 12-18 Uhr und samstags von 20-22 Uhr ge\u00f6ffnet. Am 15.10. gibt es um 18 Uhr noch einmal eine k\u00fcnstlerische Intervention. <\/p>\n<p class=\"tspB9m9\">Wenn Yuval Baer \u00fcber Architektur nachdenkt, dann fallen ihm Nudeln, Teepfl\u00fcckerinnen oder jene Furchen ein, die Traktoren durch abgeerntete Felder ziehen. Anschlie\u00dfend integriert er seine Eindr\u00fccke in einem Geb\u00e4udekomplex wie dem Green Food Development Center in Shenzhen, dass die \u00f6kologische Produktion von Lebensmitteln in China \u00fcberwacht: Die flie\u00dfenden Formen der H\u00e4user wirken, als w\u00fcrden sie organisch aus dem Boden wachsen, sie tragen Streifen aus gr\u00fcnem Rasen \u2013 und ihre Oberfl\u00e4chen erinnern tats\u00e4chlich an lange Nudeln oder die leicht gekurvten Terrassen des traditionellen Reisanbaus.\u00a0<\/p>\n<p> Freiheit f\u00fcr die Fantasie <\/p>\n<p class=\"tspB9m9\">Gleichzeitig sinniert der Architekt, der mit dem B\u00fcro YBGSNA in Jerusalem etabliert ist, \u00fcber Entgrenzungen. Sein Beruf fordert stabile W\u00e4nde, doch als Theoretiker an der Uni und Gr\u00fcnder eines zweiten, jungen B\u00fcros namens BAER Architecture and Urban Design l\u00e4sst Baer seiner Fantasie freien Lauf. <\/p>\n<p class=\"tspB9m9\">Ein Ergebnis solcher von konkreten Zw\u00e4ngen befreiten Denkerei ist die Video-Installation \u201eFl\u00fcssige Matrix\u201c. Ein immersiver Raum aus farbintensiven Bildern, mit denen Yuval Baer 2021 w\u00e4hrend der <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/die-19-architekturbiennale-von-venedig-hitze-stresstest-im-deutschen-pavillon-13660294.html?icid=in-text-link_14525561\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Architektur-Biennale<\/a> schon einmal in Venedig vertreten war. <\/p>\n<p> Optisches Rauschen <\/p>\n<p class=\"tspB9m9\">Seinen zweiten Auftritt im Sch\u00f6neberger Ausstellungsraum \u201eThe Ballery\u201c hat er fortentwickelt. Aus Bildern der vier platonischen Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft generiert sich aktuell eine All-over-Projektion, die mithilfe des Video-K\u00fcnstlers Maor Michaelove entstanden ist. Das Sound-Design hat Ziv Oribarashi abgemischt, die Bildideen zu den Kaskaden aus wechselnden Impressionen stammen von Baer. Zusammen wird es zum optischen Rauschen aus Farben und liquiden Formen, das einem langsam den Boden unter den F\u00fc\u00dfen wegzieht.<\/p>\n<p class=\"tspB9m9\">Dass \u201eFl\u00fcssige Matrix\u201c auf den Lehren der <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/interview-mit-der-kunstlerin-yael-bartana-es-gibt-keinen-anderen-weg-als-fortzugehen-11829527.html?icid=in-text-link_14525561\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kabbala<\/a> basiert, der mystischen Lehre des Judentums, und mit uralten Daten aus dem \u201eBuch der Sch\u00f6pfung\u201c operiert, mit deren Hilfe man im Idealfall zu universellen Einsichten gelangen kann, muss man Baer glauben. Ohne ein Wissen dar\u00fcber l\u00e4sst sich kaum etwas entziffern. Im Raum selbst legt sich die Projektion wie eine luzide Schicht zwischen die Architektur, die ihre Konturen verliert. Auch die Besucher werden Teil des Loops, in dem Bl\u00fcten wachsen und verwelken, wo tiefrote Flammen tanzen und es blaue Codes vom Himmel regnet.<\/p>\n<p> Mehr spannende Ausstellungen in Berlin <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/stahlskulpturen-vom-tauentzien-brigitte-meier-denninghoff-war-der-kreative-kopf-des-duos-14320697.html?icid=topic-list_14525561___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCFno\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stahlskulpturen vom Tauentzien Brigitte Meier-Denninghoff war der kreative Kopf des Duos <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/beverly-buchanan-im-haus-am-waldsee-scheinidylle-in-burgerlicher-nachbarschaft-14457977.html?icid=topic-list_14525561___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCFno\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beverly Buchanan im Haus am Waldsee Scheinidylle in b\u00fcrgerlicher Nachbarschaft <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/jubilaum-der-dorothea-konwiarz-stiftung-mythische-wesen-und-eine-folgenreiche-geiselnahme-14462117.html?icid=topic-list_14525561___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCFno\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jubil\u00e4um der Dorothea-Konwiarz-Stiftung Mythische Wesen und eine folgenreiche Geiselnahme  <\/a><\/p>\n<p class=\"tspB9m9\">Ein bisschen f\u00fchlt man sich wie in einem psychedelischen Rausch. Alles Feste verschwindet zugunsten einer fl\u00fcssigen Struktur, die Bear als Spielraum f\u00fcr das Bewusstsein versteht: Ein Ort der Selbstreflexion, an dem Natur, Kultur und Imagination ineinanderlaufen und sich zu neuen Gedanken \u00fcber das <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/16-triennale-der-kleinplastik-in-fellbach-uber-kultivierte-und-verlorene-habitate-14148776.html?icid=in-text-link_14525561\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Anthropoz\u00e4n<\/a> verbinden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Fl\u00fcssige Matrix Die Ausstellung ist bis zum 15. Oktober in \u201eThe Ballery\u201c, Nollendorfstr. 11-12, zu sehen. Der Raum&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":485968,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[2250,2076,296,227,17587,29,30,3295,411,4850],"class_list":{"0":"post-485967","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-architektur","9":"tag-ausstellung","10":"tag-berlin","11":"tag-china","12":"tag-design","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-hochschulen","16":"tag-israel","17":"tag-lehrer"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115345883584426525","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/485967","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=485967"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/485967\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/485968"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=485967"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=485967"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=485967"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}