{"id":485975,"date":"2025-10-09T19:37:18","date_gmt":"2025-10-09T19:37:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/485975\/"},"modified":"2025-10-09T19:37:18","modified_gmt":"2025-10-09T19:37:18","slug":"kulinarische-savoir-vivre-die-lust-das-leben-von-suedfrankreich-zu-geniessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/485975\/","title":{"rendered":"Kulinarische Savoir vivre: Die Lust, das Leben von S\u00fcdfrankreich zu genie\u00dfen"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#8222;Le Sud&#8220; von Rebekah Peppler f\u00e4ngt den Charme S\u00fcdfrankreichs ein &#8211; f\u00fcr alle, die ihm l\u00e4ngst verfallen sind, und f\u00fcr jene, die die Sehnsucht nach Sonne und Genuss lockt. Joann Pai verewigt die alle Sinne stimulierende Atmosph\u00e4re in zahlreichen Fotos. Dieses Buch macht auch abseits vom Sommer Lust aufs kulinarische Savoir vivre.<\/strong><\/p>\n<p>Falls Sie schon Sehnsucht nach dem Winter mit viel Schnee haben, gedulden Sie sich noch ein Weilchen, erst kommt der Herbst mit nassem Laub. Ich w\u00fcrde gern auf beides verzichten. Vor einer gef\u00fchlten Ewigkeit holte auch ich beim ersten Schneefall die Skier aus dem Keller; allerdings muss ich gestehen: Selbst die l\u00e4cherlichsten &#8222;H\u00e4nge&#8220; meisterte ich vorzugsweise auf dem Hintern rutschend. Ich war mehr der Rodel-Typ. Heute hole ich weder Ski noch Rodel aus dem Keller, h\u00f6chstens das Gefrierschutzmittel f\u00fcr die Scheibenwaschanlage meiner &#8222;Citrone&#8220;. Mir machen Sommer, Luft und Leichtigkeit mehr Spa\u00df als kurze Tage, dicke Jacken und kalte F\u00fc\u00dfe. Und so freue ich mich stets in zu Ende gehenden Jahren auf die Zeit, in der T-Shirts und Sandalen gefragt sind &#8211; und lese B\u00fccher, die meine Sommer-Sehnsucht ausf\u00fcllen. So ein Buch ist &#8222;Le Sud&#8220;.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Le Sud: Geschichten und Rezepte aus S\u00fcdfrankreich &#8211; Provence &#8211; Alpes &#8211; Cote d&#8217;Azur &#8211; Ausgezeichnet mit dem GAD Award 2025 SILBER<\/p>\n<p> 32,00\u00a0\u20ac <\/p>\n<p> <a class=\"shopteaser__button-wrapper\" href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/3791393375?tag=ntv-tr-a-5400-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"> Zum Angebot bei <b>amazon.de<\/b> <\/a>     <\/p>\n<p> &#8222;Le Sud&#8220;, das Geschichten, Fotos und Rezepte aus S\u00fcdfrankreich enth\u00e4lt, ist bei Prestel erschienen. &#8222;In diesem Buch steckt ein kleines St\u00fcck der Geschichte dieser Region und darin verwoben auch etwas von meiner eigenen Geschichte. Alles durch die Linse der provenzalischen K\u00fcche gesehen&#8220;, schreibt Rebekah Peppler. In 80 k\u00f6stlichen Rezepten zeigt sie, wie Einfachheit, Leichtigkeit und Geschmack uns begeistern k\u00f6nnen, ganz ohne komplizierte Techniken und aufwendige Pr\u00e4sentation. Dazu kommen Geschichten und Erlebnisse, \u00dcberlegungen und Tipps, die die Autorin locker und unkonventionell erz\u00e4hlt, sowie die vielen wunderbaren Fotografien von Joann Pai, die die Texte auch optisch lebendig werden lassen. So ist dieses Kochbuch zugleich ein Erz\u00e4hl- und ein Fotoband und bereitet ein entspanntes Lesevergn\u00fcgen.<\/p>\n<p>&#8222;Jenseits der Postkartenidylle und alles Oberfl\u00e4chlichen liegt ein realer goldener Schimmer \u00fcber diesem ganz besonderen Teil S\u00fcdfrankreichs&#8220;, schreibt Rebekah Peppler. Ihre Liebe zu diesem Landstrich entstand \u00fcber viele Jahre, in denen sie die Region Provence-Alpes-C\u00f4te d&#8217;Azur erkundete, und ist vielleicht auch der Tatsache geschuldet, dass sie in Kalifornien, im &#8222;Sunshine State&#8220;, geboren wurde. Peppler ist Food-Autorin, Stylistin und Verfasserin mehrerer B\u00fccher im Bereich Kochen und Lebensgenuss und schreibt regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr die &#8222;New York Times&#8220;. Ihre Rezepte, Genuss- und Reisereportagen sind in mehreren Magazinen und Zeitschriften erschienen. Wenn sie nicht arbeitet, kann man sie im 18. Pariser Arrondissement, wo sie mit ihrer Partnerin lebt, beim Kochen, Essen und Genie\u00dfen antreffen.<\/p>\n<p>Lesevergn\u00fcgen in Wort und Bild  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Ziegenkaese.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Marinierter Ziegenk\u00e4se mit rotem Pfeffer und dazu ein Ros\u00e9, das schmeckt nicht nur in warmer Sommersonne.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Ziegenkaese.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Marinierter Ziegenk\u00e4se mit rotem Pfeffer und dazu ein Ros\u00e9, das schmeckt nicht nur in warmer Sommersonne.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Joann Pai)<\/p>\n<p> Ich muss nochmal auf die Fotos von Joann Pai zur\u00fcckkommen, sie sind ein wichtiger Bestandteil dieses Buches: Menschen, Landschaften, gedeckte Tische, volle Teller, Drinks&#8230; farbenpr\u00e4chtig oder zur\u00fcckhaltend fotografiert, geheimnisvoll-schummrig oder sonnendurchflutet &#8211; diese Bilder sind stimmig in allen Details. &#8222;Alle Klischees, die du je \u00fcber den S\u00fcden Frankreichs geh\u00f6rt hast, sind wahr. Das Licht ver\u00e4ndert sich st\u00fcndlich und verleiht den einfachsten Dingen Sch\u00f6nheit. <\/p>\n<p>Es gibt M\u00e4rkte unter freiem Himmel, die vor frischen Produkten nur so strotzen; das \u00fcberraschend laute, verbl\u00fcffend beruhigende Zirpen der Zikaden im Sommer; hektarweise Olivenhaine, Lavendelfelder und Sonnenblumen; Klippen in salziger Brise, die zu t\u00fcrkisfarbenen Buchten hin abfallen. Und erst das Essen! Feigen, Ratatouille, A\u00efoli, knusprige Panisse, Pissaladi\u00e8re, Knoblauchz\u00f6pfe, Melonen, eine \u00fcberw\u00e4ltigende Vielfalt an regionalen K\u00e4sesorten, wirklich gute Tapenaden und vieles mehr&#8220;, schreibt Peppler &#8211; und genau das l\u00e4sst Pai in ihren Fotografien aufleben.<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Lammbraten.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Lammbraten ist ein fester Bestandteil der s\u00fcdfranz\u00f6sischen K\u00fcche, am besten mit viel frischen Kr\u00e4utern.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Lammbraten.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Lammbraten ist ein fester Bestandteil der s\u00fcdfranz\u00f6sischen K\u00fcche, am besten mit viel frischen Kr\u00e4utern.<\/p>\n<p> Selbst der Autoren-Dank an alle Beteiligten, immerhin drei Seiten, liest sich wie eine Reisereportage; spannend, lustig, nachdenklich. Bei Pai bedankt sich Peppler mit folgenden Worten: &#8222;&#8230;ich danke dir, dass du mir wieder einmal vertraut und &#8218;Ja&#8216; gesagt hast, um auch Buch Nr. 3 zu fotografieren. Du wusstest nicht, dass du damit auch das morgendliche Aufstehen f\u00fcr die Z\u00fcge, das Klettern auf den Felsen der Calanques und den H\u00fcgeln des Luberon mit deiner ganzen Ausr\u00fcstung oder das Liegenbleiben unseres Mietwagens w\u00e4hrend einer landesweiten Benzinknappheit in Kauf nehmen musstest, aber du hast all das und noch mehr getan, um diese Fotos zu machen. Die M\u00f6glichkeit, gemeinsam eine Welt zu gestalten, sie durch deine Linse zu betrachten, ihr Ausdruck zu verleihen und sie dann auf diesen Seiten noch einmal zu erleben, ist ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Geschenk. Es wird nie genug Worte oder Lammbraten geben, um auszudr\u00fccken, wie sehr ich die Zusammenarbeit mit dir sch\u00e4tze.&#8220; Ja, dieser Lammbraten! Der macht ungemein neugierig, und ich w\u00fcnsche mir, auch ich k\u00f6nnte wenigstens einmal h\u00f6ren, wie Joann einen Witz erz\u00e4hlt, w\u00e4hrend es in der K\u00fcche duftet.<\/p>\n<p>Fischkonserve statt Blumenstrau\u00df  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Kichererbsen.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Der Kichererbsen-Salat l\u00e4sst sich gut vorbereiten und mitnehmen, schmeckt aber auch zu Hause.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Kichererbsen.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Der Kichererbsen-Salat l\u00e4sst sich gut vorbereiten und mitnehmen, schmeckt aber auch zu Hause.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Joann Pai)<\/p>\n<p> &#8222;Die Esskultur dieser Region &#8230; spiegelt die Menschen und Landschaften wider und nutzt regionale Zutaten. Die daraus resultierenden Rezepte bringen alles auf den Teller, was Meer und Boden hergeben, und wenden sich von den eher \u00fcberkomplizierten, technisch hochverfeinerten Gerichten ab, die man mit der franz\u00f6sischen Haute Cuisine verbindet&#8220;, so Peppler. &#8222;Die K\u00fcche der Region Provence-Alpes-C\u00f4te d&#8217;Azur ist l\u00e4ndlich, st\u00e4dtisch, maritim und alpin zugleich. Und wie in so vielen Gegenden, in denen unterschiedlichste Landschaften fr\u00f6hlich ineinander \u00fcbergehen, ist die dortige Esskultur dynamisch und aufregend, neu und alt &#8211; und sie ist es ohne Frage wert, dass man ihr ein Buch widmet.&#8220; F\u00fcr &#8222;Le Sud&#8220; hat sie 80 solcher Rezepte ausgew\u00e4hlt. Die Auswahl folgt dem Tageslauf: von erfrischenden Cocktails und kleineren Snacks am Nachmittag und zwischendurch \u00fcber Vorspeisen, Haupt- und Beilagengerichte bis hin zum K\u00e4se und zum Dessert. Und auch f\u00fcr den Ausklang des Abends finden sich Tipps und Anregungen. Immer aber haben leichte, einfache und schmackhafte Rezepte Vorrang.<\/p>\n<p>Unterteilt ist das Buch in drei gro\u00dfe Abschnitte: Zu Beginn, Als N\u00e4chstes und Zum Abschluss. Darunter finden Sie acht Kapitel mit Rezepten f\u00fcr Aperitifs und Vorspeisen, f\u00fcr diverse Hauptgerichte mit Fleisch, Fisch oder Gem\u00fcse bis zu Desserts, K\u00e4se und Getr\u00e4nken nach dem Essen. Liebhaber der franz\u00f6sischen K\u00fcche finden alles, was der Mensch so braucht zu Savoir vivre. Manchmal f\u00fchrt sogar eine aufgepeppte Fischkonserve zur Liebe und ist besser als ein Blumenstrau\u00df. Pepplers Vorschl\u00e4ge reichen von schlichten Rezepten wie &#8222;Kartoffeln im Salzmantel&#8220; bis zu raffinierten wie &#8222;Daube Proven\u00e7ale&#8220;, die mehr Zeit brauchen, aber ebenfalls ohne exotische Zutaten auskommen. Angaben zu Kalorien, suchen Sie hier vergeblich. Gut so &#8211; was hat Genuss am Leben mit derartigen Informationen zu tun?<\/p>\n<p> Marinierter Ch\u00e8vre mit rotem Pfeffer<\/p>\n<p>&#8222;Morgens dreht sich auf Antibes &#8211; einer charmanten Halbinsel am Meer zwischen Cannes und Nizza &#8211; alles um den t\u00e4glichen Markt am Cours Mass\u00e9na. Man beginnt den Einkauf im Caf\u00e9 und endet in der B\u00e4ckerei, nur ein paar charmante verwinkelte Gassen entfernt. Wenn der K\u00e4sestand zuf\u00e4llig Tomette \u00e0 l&#8217;huile im Angebot hat (ein runder, wei\u00dfer Ch\u00e8vre in Oliven\u00f6l mit getrockneten<\/p>\n<p>Kr\u00e4utern und rosa Pfefferk\u00f6rnern), nimm ihn mit! Oder frag nach dem frischesten Ch\u00e8vre, der zu haben ist, und mariniere den K\u00e4se selbst. Dazu Baguette, um auch noch den letzten Tropfen des \u00d6ls aufzutunken, und fertig ist der Nachmittagssnack!&#8220;<\/p>\n<p> <strong class=\"article__aside__title\">Zutaten f\u00fcr 1 Glas<\/strong> <\/p>\n<p>60 ml hochwertiges kaltgepresstes Oliven\u00f6l, plus etwas Oliven\u00f6l extra bei Bedarf <br \/>170 g frischer Ch\u00e8vre (entweder ein etwa 7 cm gro\u00dfer Taler oder eine kleine in Scheiben geschnittene Rolle) <br \/>1 EL ganze rote Pfefferk\u00f6rner <br \/>1 TL getrocknete Kr\u00e4uter der Provence (siehe Anleitung)<\/p>\n<p> <b>Zubereitung: <br \/><\/b>1 EL des Oliven\u00f6ls auf den Boden eines sauberen, sterilisierten Schraubglases geben, das gerade eben gro\u00df genug ist, dass der K\u00e4se hineinpasst.<\/p>\n<p>Den K\u00e4se ins Glas geben und mit Pfefferk\u00f6rnern und Kr\u00e4utern der Provence bestreuen. Das restliche Oliven\u00f6l dar\u00fcbergie\u00dfen (es sollte den K\u00e4se vollst\u00e4ndig bedecken, ist dies nicht der Fall, mehr \u00d6l aufgie\u00dfen).<\/p>\n<p>Das Glas verschlie\u00dfen und den K\u00e4se 2 Stunden raumtemperiert oder \u00fcber Nacht im K\u00fchlschrank marinieren lassen.<\/p>\n<p>Der marinierte K\u00e4se kann im K\u00fchlschrank bis zu 1 Woche aufbewahrt werden.<\/p>\n<p>H\u00e4hnchen vom Markt und Kartoffeln<\/p>\n<p> &#8222;In der Provence trifft man mich auf allen m\u00f6glichen M\u00e4rkten an, geflochtene K\u00f6rbe und Baumwolltaschen schwingend. Aber es geht mir hier besonders um die M\u00e4rkte, bei denen man das Gef\u00fchl hat, als w\u00fcrden sie sich \u00fcber die ganze Stadt erstrecken. Der Mittwochsmarkt in Saint-R\u00e9my-de-Provence ist so einer. Die Menschen und St\u00e4nde s\u00e4umen die Stra\u00dfen und Gassen, ein Fest der Oliven, des Gem\u00fcses, der Blumen, der Melonen und des K\u00e4ses wird in den L\u00e4den, Caf\u00e9s und an schattigen Pl\u00e4tzen gefeiert. Und immer gibt es eine K\u00f6stlichkeit, der ich nicht widerstehen kann: Kartoffeln, die unter brutzelndem, sich auf dem Spie\u00df drehendem, br\u00e4unendem und tropfendem Poulet r\u00f4ti gegart werden. Man kann sie auch ohne das gegrillte H\u00e4hnchen kaufen und ihren intensiven Geschmack pur oder mit einer Grand A\u00efoli (Seite 181) genie\u00dfen. Oder man kauft H\u00e4hnchen und Kartoffeln als Kombi und isst sie zusammen. Dieses Rezept ist meine beste Ann\u00e4herung an das Saint-R\u00e9my-Marktgericht, bei dem ich das H\u00e4hnchen mit einem Schmetterlingsschnitt gepl\u00e4ttet flach \u00fcber die Kartoffeln lege, damit sie so viel Fett wie m\u00f6glich auffangen.<\/p>\n<p> <strong class=\"article__aside__title\">Zutaten f\u00fcr 6 Portionen<\/strong> <\/p>\n<p> 1 k\u00fcchenfertiges H\u00e4hnchen (1,4-1,8 kg), vom R\u00fcckgrat befreit, um es flach ausbreiten zu k\u00f6nnen (siehe Anmerkung zum Schmetterlingsschnitt) <br \/>feink\u00f6rniges Meersalz <br \/>schwarzer Pfeffer aus der M\u00fchle <br \/>680 g sehr kleine festkochende Kartoffeln <br \/>10 Schalotten, abgezogen und halbiert (oder geviertelt, bei gr\u00f6\u00dferen Exemplaren) <br \/>60 ml hochwertiges kaltgepresstes Oliven\u00f6l <br \/>2 Knoblauchknollen, inklusive Schale, quer halbiert <br \/>2 mittelgro\u00dfe Bio-Zitronen, quer halbiert <br \/>80 ml trockener Wei\u00dfwein <br \/>4 Zweige frischer Estragon (siehe Tipp)<\/p>\n<p> <b>Zubereitung:<\/b> <br \/>Den Backofen auf 220 \u00b0C vorheizen.<\/p>\n<p>Das H\u00e4hnchen mit K\u00fcchenkrepp trocken tupfen. Rundherum mit Salz sowie Pfeffer w\u00fcrzen und f\u00fcr mindestens 30 Minuten raumtemperiert beiseitestellen (oder das H\u00e4hnchen bereits am Vorabend w\u00fcrzen und etwa 1 Stunde vor dem Garen aus dem K\u00fchlschrank nehmen).<\/p>\n<p>In einem hohen Backblech oder einer gro\u00dfen Auflaufform Kartoffeln und Schalotten mit 2 EL des Oliven\u00f6ls vermischen und mit Salz sowie Pfeffer w\u00fcrzen. Knoblauch und Zitronenh\u00e4lften in die Mitte der Form legen und mit dem Wein betr\u00e4ufeln. Die Estragonzweige daraufgeben. Das H\u00e4hnchen mit der Brustseite nach oben darauflegen und mit den restlichen 2 EL Oliven\u00f6l betr\u00e4ufeln.<\/p>\n<p>Alles im Backofen schmoren, bis das H\u00e4hnchen gar ist und die Kartoffeln sch\u00f6n gebr\u00e4unt und sehr zart sind (40-50 Minuten). Aus dem Backofen nehmen und das H\u00e4hnchen vor dem Servieren 10 Minuten ruhen lassen. Die Estragonzweige entsorgen. Kurz vor dem Servieren die Knoblauchzehen aus den H\u00e4uten dr\u00fccken und mit den Kartoffeln vermischen. Die Zitronenh\u00e4lften \u00fcber den Kartoffeln auspressen. Warm servieren.<\/p>\n<p>Anmerkung zum Schmetterlingsschnitt: Mithilfe des Schmetterlingsschnitts kannst du das H\u00e4hnchen vorbereiten, um es flach auszubreiten. Schneide hierf\u00fcr mit einer sehr scharfen K\u00fcchenschere (oder einem scharfen Messer) an beiden Seiten des R\u00fcckgrats entlang und l\u00f6se das R\u00fcckgrat aus dem Vogel (das R\u00fcckgrat f\u00fcr eine leckere H\u00fchnerbr\u00fche aufheben, siehe Anleitung) &#8211; nun ziehe das H\u00e4hnchen auseinander und dr\u00fccke es platt, sodass es flach aufliegt.<\/p>\n<p>Tipp zu alternativen Kr\u00e4utern: Wenn du keinen Estragon zur Hand hast, kannst du ein anderes Kraut verwenden. Besonders gut funktionieren Rosmarin- oder Thymianzweige.<\/p>\n<p>Lamm f\u00fcr Joann<\/p>\n<p>&#8222;Lamm f\u00fcr Joann ist, du hast es erraten, f\u00fcr Joann. Lange bevor die genaue Form dieses Buchs Gestalt annahm, versprach ich der immer hungrigen, stets brillanten, auf Tische kletternden, schmutzige Witze rei\u00dfenden und Lammfleisch liebenden Fotografin dieses Buches (und der anderen B\u00fccher davor) ein richtig gutes Lammrezept. Gl\u00fccklicherweise war es nicht schwer, eine saftige und gleichzeitig zarte, mit Kr\u00e4utern gespickte Lammkeule unterzubringen, als ich dabei war, die Rezepte f\u00fcr dieses Buch auszuw\u00e4hlen. L&#8217;agneau ist n\u00e4mlich ein fester Bestandteil der s\u00fcdfranz\u00f6sischen K\u00fcche &#8211; im Besonderen das ber\u00fchmte Sisteron-Lamm, das mit dem geografisch gesch\u00fctzten Label IGP &#8218;Agneau de Sisteron&#8216; ausgezeichnet ist und auf den vor Wildgr\u00e4sern und Kr\u00e4utern strotzenden Wiesen der Haute Provence weidet. Joann, diese Gigot d&#8217;Agneau mit Aromen aus der Region und einer nicht geringen Menge Wermut zubereitet, ist in Liebe dir gewidmet.&#8220;<\/p>\n<p> <strong class=\"article__aside__title\">Zutaten f\u00fcr 6 Portionen<\/strong> <\/p>\n<p>1 k\u00fcchenfertige Lammkeule zu 1,8-2,3 kg, mit Knochen, mit K\u00fcchenkrepp trocken getupft <br \/>5 Knoblauchzehen, abgezogen und in d\u00fcnne Scheiben geschnitten <br \/>feink\u00f6rniges Meersalz <br \/>schwarzer Pfeffer aus der M\u00fchle <br \/>60 ml hochwertiges kaltgepresstes Oliven\u00f6l <br \/>900 g Fr\u00fchkartoffeln, halbiert 230 g Schalotten (8 bis 10), abgezogen und halbiert <br \/>2 EL k\u00f6rniger Senf <br \/>480 ml trockener Wermut, trockener Wei\u00dfwein oder Fino Sherry<br \/>8 Zweige frischer Thymian <br \/>4 Zweige frischer Rosmarin <br \/>4 Zweige frischer Estragon (optional) <br \/>2 Lorbeerbl\u00e4tter<\/p>\n<p> <b>Zubereitung: <br \/><\/b>Den Backofen auf 150 \u00b0C vorheizen.<\/p>\n<p>Mit einem scharfen Messer etwa 4 cm tiefe Schlitze in die Lammkeule schneiden. Knoblauchscheiben in jeden Schlitz stecken (dabei etwa 2 der Knoblauchzehen verwenden). Die Lammkeule gro\u00dfz\u00fcgig salzen und pfeffern.<\/p>\n<p>Das \u00d6l in einem gro\u00dfen ofenfesten Br\u00e4ter (mit dicht schlie\u00dfendem Deckel, diesen aber erst sp\u00e4ter auflegen) bei mittlerer bis hoher Temperatur erhitzen. Die Lammkeule auf allen Seiten gut anbraten (etwa 10 Minuten). Vom Herd nehmen und die Lammkeule auf einem Teller beiseitestellen.<\/p>\n<p>Die Kartoffelh\u00e4lften mit der Schnittseite nach unten in den Br\u00e4ter setzen und mit Salz sowie Pfeffer w\u00fcrzen. Den Br\u00e4ter wieder auf den Herd stellen und die Kartoffeln ohne umzur\u00fchren anbraten, bis sie auf den Schnittseiten goldbraun sind (etwa 10 Minuten). Die Schalotten unterr\u00fchren und 5 Minuten mitbraten.<\/p>\n<p>Den restlichen Knoblauch sowie Senf, Wermut, Thymianzweige, Rosmarinzweige, Estragon (optional) und Lorbeerbl\u00e4tter unterr\u00fchren, dabei mit einem Kochl\u00f6ffel den Bratensatz vom Boden des Br\u00e4ters abl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Die Lammkeule zur\u00fcck in den Br\u00e4ter geben, den Deckel auflegen und alles in den vorgeheizten Ofen schieben. 2\u00bd Stunden bei 150 \u00b0C garen, dann den Deckel abnehmen und mit einem L\u00f6ffel die Lammkeule gelegentlich mit einem L\u00f6ffel mit dem Bratensaft \u00fcbergie\u00dfen, bis sie oben goldbraun und innen sehr zart ist (weitere 1-1\u00bd Stunden).<\/p>\n<p>Aus dem Ofen nehmen, abdecken und 10 Minuten ruhen lassen. Kr\u00e4uterzweige und Lorbeer entsorgen, dann das Gericht servieren.<\/p>\n<p>Tipp: In einem seiner vielen ausgezeichneten Rezepte mischt Richard Olney den Knoblauch mit fein gehackten Kr\u00e4utern, bevor er ihn in das Fleisch gibt. Er erw\u00e4hnt diese Technik zwar in einem Rezept f\u00fcr Daube, sie funktioniert aber auch bei Lammkeule, obwohl es die Sache etwas aufwendiger macht. Joann hat dieses Gericht auf beide Arten zubereitet gegessen und geliebt, also probier es aus oder lass es &#8211; ganz wie du magst.<\/p>\n<p>Viel Spa\u00df beim Schm\u00f6kern und Ausprobieren w\u00fcnscht Ihnen Heidi Driesner &#8211; und genie\u00dfen Sie die (Herbst)Sonne!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Le Sud&#8220; von Rebekah Peppler f\u00e4ngt den Charme S\u00fcdfrankreichs ein &#8211; f\u00fcr alle, die ihm l\u00e4ngst verfallen sind,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":485976,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[1784,1785,29,214,6391,156,30,9558,215],"class_list":{"0":"post-485975","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-books","9":"tag-buecher","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-essen-und-kochen","13":"tag-frankreich","14":"tag-germany","15":"tag-rezensionen","16":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115345899548545964","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/485975","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=485975"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/485975\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/485976"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=485975"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=485975"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=485975"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}