{"id":486282,"date":"2025-10-09T22:23:12","date_gmt":"2025-10-09T22:23:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/486282\/"},"modified":"2025-10-09T22:23:12","modified_gmt":"2025-10-09T22:23:12","slug":"universitaetsklinikum-leipzig-unterstuetzt-schulprojekt-zur-hpv-impfung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/486282\/","title":{"rendered":"Universit\u00e4tsklinikum Leipzig unterst\u00fctzt Schulprojekt zur HPV-Impfung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Seit 2018 kl\u00e4ren Gyn\u00e4kologen aus Leipzig im Rahmen von Elternabenden an Schulen \u00fcber Humane Papillomviren (HPV) und die Impfung dagegen auf.\u00a0Sieben Jahre nach Gr\u00fcndung des Schulprojekts weitert die Gruppe ihr Angebot aus \u2013 auch mit Unterst\u00fctzung des Krebszentrums des Universit\u00e4tsklinikums Leipzig (UKL).<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"336\" height=\"448\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/img-20191009-wa0005-68de303ce796e-336x448.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-455151\"  \/>Dr. Sylvia Stark (r.) mit ihrem Team bei einer Impfaktion vor Ort. (Bild: \u00a9 Stark \/ Universit\u00e4tsklinikum Leipzig)<\/p>\n<p>Es gibt nur wenige Krebserkrankungen, vor denen man sich mit einer Impfung sch\u00fctzen kann. Eine davon ist Geb\u00e4rmutterhalskrebs, und trotzdem sterben daran rund 1500 Frauen pro Jahr in Deutschland. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind vor allem mangelndes Wissen und eine zu geringe Impfquote. Um diese zu erh\u00f6hen, hat eine Gruppe von \u00c4rztinnen aus Leipzig und Umgebung um die Gyn\u00e4kologin Dr. Cornelia H\u00f6semann 2018 ein Schulprojekt ins Leben gerufen. Seitdem kl\u00e4ren sie im Rahmen von Elternabenden an Schulen \u00fcber Humane Papillomviren (HPV), eine der Hauptursachen von Geb\u00e4rmutterhalskrebs, und die Impfung dagegen auf. Sieben Jahre nach Gr\u00fcndung des Schulprojekts weitert die Gruppe ihr Angebot aus \u2013 auch mit Unterst\u00fctzung des Krebszentrums des Universit\u00e4tsklinikums Leipzig (UKL).<\/p>\n<p>HPV wird durch engen Hautkontakt oder beim Geschlechtsverkehr \u00fcbertragen und l\u00f6st Entz\u00fcndungen in den Zellen aus \u2013 meist ohne erkennbare Symptome. \u201eDie Betroffenen bekommen also gar nicht mit, dass sie mit HPV infiziert sind\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Sylvia Stark, Ober\u00e4rztin an der Universit\u00e4tsfrauenklinik sowie ambulant t\u00e4tige Gyn\u00e4kologin am MedVZ des UKL, die das HPV-Schulprojekt mit gegr\u00fcndet hat. \u201eEtwa 80 Prozent der Betroffenen schaffen es auch, mithilfe eines intakten Immunsystems die Infektion wieder auszuradieren.\u201c Bei den restlichen 20 Prozent bleibe die Infektion bestehen und damit auch das Risiko einer Krebserkrankung.<\/p>\n<p>Impfung vor dem ersten Sexualkontakt<\/p>\n<p>Wie hoch dieses Risiko ist, h\u00e4ngt dabei vom Typ des Virus ab: W\u00e4hrend Niedrigrisikotypen vor allem gutartige, h\u00e4ufig wiederkehrende und mitunter unangenehme Genitalwarzen hervorrufen, k\u00f6nnen Hochrisikotypen unter anderem Geb\u00e4rmutterhalskrebs oder Vorstufen dessen ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Experten wie Stark raten deshalb, M\u00e4dchen und Jungen bereits vor dem Ersten Mal gegen HPV zu impfen \u2013 Petting, Oral- oder Analverkehr eingeschlossen. Ideal sei eine Impfung zwischen neun und 14 Jahren. Je fr\u00fcher, desto besser, sagt die Fach\u00e4rztin f\u00fcr Frauenheilkunde und Geburtshilfe auch mit Blick auf die Immunantwort des K\u00f6rpers.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich ist die Quote der gegen HPV geimpften Kinder und Jugendlichen in Deutschland zu niedrig. Laut Robert-Koch-Institut weisen aktuell nur rund 50 Prozent der 15-j\u00e4hrigen M\u00e4dchen und knapp 30 Prozent der gleichaltrigen Jungen einen vollst\u00e4ndigem Impfschutz auf. Die Bedenken seien gro\u00df, vor allem V\u00e4ter von Jungen wollten nur sehr wenig \u00fcber HPV wissen, sagt. Dr. Sylvia Stark. \u201eEin Teil der Skepsis resultiert daher, dass es sich hierbei um eine sexuell \u00fcbertragbare Krankheit handelt. Da denken viele Eltern sicher, dass ihre Kinder noch zu jung daf\u00fcr sind, um das mit ihnen zu besprechen. Wenn diese Kinder dann vielleicht auch nicht mehr regelm\u00e4\u00dfig bei ihrem Kinderarzt bzw. ihrer Kinder\u00e4rztin sind, geht das Thema unter.\u201c<\/p>\n<p>Krebs vorzubeugen ist besser als ihn zu behandeln<\/p>\n<p>Mit dem HPV-Schulprojekt wollen Stark und Kollegen diese L\u00fccke schlie\u00dfen \u2013 indem sie Eltern informieren und ihnen die M\u00f6glichkeit geben, ihre Kinder im Rahmen des Projekts auch impfen zu lassen. Daf\u00fcr kooperieren sie mit dem s\u00e4chsischen Gesundheitsministerium, dem Landesamt f\u00fcr Schule und Bildung Sachsen und mit dem Universit\u00e4ren Krebszentrum des UKL. Die von Prof. Florian Lordick geleitete Einrichtung hat sich die Krebspr\u00e4vention auf die Fahnen geschrieben. \u201eAuch wenn die Therapie von Krebserkrankungen erhebliche Fortschritte macht, ist es bei weitem besser, das Auftreten von Krebs zu verhindern, als Krebs zu behandeln\u201c, erkl\u00e4rt der Onkologe. \u201eDie HPV-Impfung kann gef\u00e4hrliche und t\u00f6dliche Krebserkrankungen wie Geb\u00e4rmutterhalskrebs, Krebs der m\u00e4nnlichen Geschlechtsorgane sowie Krebs der Mundh\u00f6hle und des Rachens wirksam verhindern\u201c, appelliert er an Eltern und Erziehungsberechtigte, allen Jugendlichen \u2013 M\u00e4dchen wie Jungen \u2013 die HPV-Impfung zu erm\u00f6glichen. \u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Seit 2018 kl\u00e4ren Gyn\u00e4kologen aus Leipzig im Rahmen von Elternabenden an Schulen \u00fcber Humane Papillomviren (HPV) und die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":486283,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[18061,29,30,141,232,122512,755,966],"class_list":{"0":"post-486282","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-aufklaerung","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-gesundheit","12":"tag-health","13":"tag-humanes-papillomavirus","14":"tag-impfung","15":"tag-schule"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115346552095122589","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/486282","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=486282"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/486282\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/486283"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=486282"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=486282"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=486282"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}