{"id":486403,"date":"2025-10-09T23:30:15","date_gmt":"2025-10-09T23:30:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/486403\/"},"modified":"2025-10-09T23:30:15","modified_gmt":"2025-10-09T23:30:15","slug":"ice-zum-muenchner-flughafen-kein-anschluss-an-diesem-airport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/486403\/","title":{"rendered":"ICE zum M\u00fcnchner Flughafen? Kein Anschluss an diesem Airport"},"content":{"rendered":"<p>Rund 44 Minuten ben\u00f6tigen Reisende mit der S-Bahn vom M\u00fcnchner Stadtzentrum bis zur Haltestelle am Flughafen im Erdinger Moos. Damit hat der Flughafen M\u00fcnchen laut dem Reiseportal Omio bundesweit einen der l\u00e4ngsten Anfahrtswege mit dem \u00d6ffentlichen Nahverkehr. Da er auch keinen Fernbahnanschluss hat, verliert er im Wettbewerb mit anderen Flugh\u00e4fen an Attraktivit\u00e4t, hei\u00dft es in einem Ende August ver\u00f6ffentlichten Bericht der Industrie- und Handelskammer (IHK) M\u00fcnchen und Oberbayern. Sie fordert deshalb den Bund auf, f\u00fcr ein besseres Schienenverkehrsangebot am Flughafen M\u00fcnchen zu sorgen.<\/p>\n<p>Korbinian Leitner, Leiter des Verkehrsreferats bei der IHK f\u00fcr M\u00fcnchen und Oberbayern, sagt der Staatszeitung: Der B\u00fcrgerentscheid \u00fcber eine Olympiabewerbung und schlie\u00dflich die Austragung der Olympischen Spiele in M\u00fcnchen 2036, 2040 oder 2044, w\u00fcrden auch die Entscheidung \u00fcber den Fernbahnhof am Flughafen stark beeinflussen.\u00a0<\/p>\n<p>Explizit fordert die IHK M\u00fcnchen den Bau neuer Gleise und eines neuen Flughafenbahnhofs f\u00fcr Regional- und Fernverkehrsz\u00fcge. Konkret soll eine neue Bahnstrecke von Ingolstadt nach M\u00fcnchen \u00fcber den Flughafen M\u00fcnchen entstehen. Der bereits bestehende, \u00fcberregionale Flughafenexpress (\u00dcfex), den es derzeit nur aus Richtung Regensburg gibt, k\u00f6nnte zudem ausgebaut werden.<\/p>\n<p>Die Wirtschaft w\u00fcrde profitieren<\/p>\n<p>Die Vorteile dadurch liegen laut Leitner nahe: F\u00fcr die bayerische Wirtschaft ist es demnach wichtig, an diesem Standort mobil zu sein \u2013 \u201eauch in alle Welt\u201c. Ortsans\u00e4ssige Konzerne wie Siemens, Allianz oder BMW w\u00fcrden zudem davon profitieren. Die Anreise durch den ICE ist weiterhin umweltfreundlicher, denn er k\u00f6nnte dann die Zubringer- und Kurzstreckenfl\u00fcge ersetzen, so Leitner. \u201eDer Fluggast kann an seinem Heimatbahnhof einsteigen und mit der Bahn direkt zum Flughafen M\u00fcnchen fahren.\u201c<\/p>\n<p>Zudem fallen dann auch die Anreise und der Umstieg \u00fcber den Hauptbahnhof weg. \u201eDadurch werden der M\u00fcnchner Hauptbahnhof sowie die Z\u00fcge des Nahverkehrs entlastet.\u201c\u00a0<\/p>\n<p>\u201eDer <a href=\"https:\/\/www.bayerische-staatszeitung.de\/staatszeitung\/politik\/detailansicht-politik\/artikel\/default-f193e7f390.html#topPosition\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Flughafen<\/a> ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor f\u00fcr die Region und f\u00fcr Bayern das Tor zur Welt\u201c, hei\u00dft es weiter in dem IHK-Bericht. Der Airport habe sich seit der Inbetriebnahme im Jahr 1992 zum Drehkreuz im internationalen Luftverkehr entwickelt. Nach Frankfurt ist er demnach das zweitgr\u00f6\u00dfte Drehkreuz in Deutschland. Doch in Frankfurt bindet ein eigener ICE-Bahnhof den Flughafen bereits an das Fernverkehrsnetz an. Dennoch: \u201eDank des Flughafens haben wir in M\u00fcnchen Luftverkehrsverbindungen in die ganze Welt\u201c, so Leitner.<\/p>\n<p>Davon profitiere die exportorientierte Wirtschaft. Eine Neubaustrecke von Ingolstadt nach M\u00fcnchen \u00fcber den Flughafen M\u00fcnchen w\u00fcrde den Flughafen im Erdinger Moos noch mehr zum Drehkreuz machen, sagt der Verkehrs-Referatsleiter der IHK.\u00a0<\/p>\n<p>Bahn: Lediglich erste Vor\u00fcberlegungen<\/p>\n<p>Eine Sprecherin der Bahn erkl\u00e4rt jedoch auf Anfrage, dass es sich bei der ICE-Anbindung des M\u00fcnchner Flughafens lediglich um \u201eerste Vor\u00fcberlegungen, beziehungsweise Ideenskizzen\u201c handelt. Doch gibt es wohl Hoffnung f\u00fcr die Umsetzung des Fernbahnhofs: \u201eDer Freistaat Bayern, der Flughafen M\u00fcnchen GmbH und die DB AG haben f\u00fcr die Schienenanbindung ein mehrstufiges Konzept erarbeitet, wonach als langfristige Perspektive eine Neubaustrecke von Ingolstadt nach M\u00fcnchen \u00fcber den Flughafen M\u00fcnchen vorgesehen ist.\u201c Die Entscheidung \u00fcber eine solche Neubaustrecke liegt demnach beim Bund.\u00a0<\/p>\n<p>Ein Sprecher des CDU-gef\u00fchrten Bundesverkehrsministeriums erkl\u00e4rte auf Anfrage, dass der Flughafen M\u00fcnchen im sogenannten Deutschlandtakt als \u201eZielbild f\u00fcr die Schiene der Zukunft in Deutschland\u201c zwar bereits mit schnelleren und h\u00e4ufigeren S-Bahn-Verbindungen ber\u00fccksichtigt wird. Jedoch werde \u201edas vom Flughafen M\u00fcnchen sowie vom Freistaat Bayern als Input eingebrachte Angebots- und Infrastrukturkonzept zur Fernverkehrsanbindung des Flughafens wird in der Fortschreibung gepr\u00fcft\u201c. Sprich: Die Entscheidung f\u00fcr einen ICE-Halt ist noch nicht gefallen. Der Bund orientiert sich demnach zun\u00e4chst an den Zielfahrplan f\u00fcr den Deutschlandtakt. Dieser sieht etwa zus\u00e4tzliche Angebote und Expressverbindungen des Regional- und S-Bahnverkehrs vor, auch zum M\u00fcnchner Flughafen.<\/p>\n<p>Vom Hauptbahnhof zum Airport soll in Zukunft beispielsweise eine dreimal pro Stunde verkehrende Express-S-Bahn fahren, die Reisende in 29 Minuten, und damit deutlich schneller als bisher, zu ihren Flugzeugen bringt. \u201eInsgesamt sieht der vorliegende Zielfahrplan neun S-Bahnen zwischen Hauptbahnhof und Flughafen pro Stunde vor\u201c, so das Bundesverkehrsministerium. Der fortgeschrieben Zielfahrplan, und damit auch die Entscheidung \u00fcber einen Fernbahnhof am Flughafen, werde voraussichtlich Anfang des Jahres 2026 ver\u00f6ffentlicht.\u00a0<\/p>\n<p>Wichtige Player sitzen an einem Tisch<\/p>\n<p>Leitner zeigt sich optimistisch zum Thema ICE-Halt am Flughafen: \u201eDie wichtigen Player sitzen jetzt an einem Tisch und von Seiten der Bayerischen Wirtschaft m\u00f6chten wir dieses Anliegen nach Kr\u00e4ften unterst\u00fctzen, weil wir alle am Standort davon profitieren w\u00fcrden.\u201c<br \/>Ein gr\u00f6\u00dferes Event, wie die Olympischen Spiele, kann, so Leitner, dabei helfen, dass der Bund ein solches Gro\u00dfprojekt schneller realisiert und dann auch die finanziellen Mittel daf\u00fcr bereitstellt. \u201eSollte sich M\u00fcnchen beim B\u00fcrgerentscheid f\u00fcr die Austragung der Olympischen Spiele entscheiden, wirkt das bestimmt f\u00f6rderlich.\u201c Auch w\u00fcrde Olympia Millionen Besucher anlocken. \u201eEin Fernbahnhof am Flughafen w\u00fcrde dann nat\u00fcrlich auch die Stadt entlasten.\u201c\u00a0<\/p>\n<p>In dem B\u00fcrgerentscheid am 26. Oktober k\u00f6nnen B\u00fcrger \u00fcber die Frage abstimmen: \u201eSind Sie daf\u00fcr, dass sich die Landeshauptstadt M\u00fcnchen um Olympische und Paralympische Sommerspiele bewirbt, die entweder im Jahr 2036, 2040 oder 2044 stattfinden?\u201c Die Stadt zumindest verspricht sich durch die Austragung der Spiele einen Schub beim Ausbau der Infrastruktur, etwa bei den Themen Verkehr und Wohnen.<\/p>\n<p>Auch auf dem Olympia-Flyer des Bayerischen Innenministeriums hei\u00dft es dazu: \u201eOlympia bringt Schwung nach M\u00fcnchen und in die Region. Projekte, die M\u00fcnchen ohnehin braucht, kommen schneller voran. Wohnraum, Ausbau des \u00f6ffentlichen Nahverkehrs, barrierefreie Stadtr\u00e4ume: Das ist ein Gewinn f\u00fcr alle Generationen.\u201c\u00a0<\/p>\n<p>Leitner erkl\u00e4rt, dass die Neubaustrecke zum Flughafen Teil des Olympia-Konzepts f\u00fcr M\u00fcnchen ist. Sollte sich M\u00fcnchen bewerben, sollen k\u00fcnftig also ICEs den Airport anfahren. Vom Hauptbahnhof w\u00fcrden Reisende dann nur noch 15 Minuten zum Flughafen brauchen. (Leonie Fuchs)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Rund 44 Minuten ben\u00f6tigen Reisende mit der S-Bahn vom M\u00fcnchner Stadtzentrum bis zur Haltestelle am Flughafen im Erdinger&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":486404,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[1982,772,1984,1983,29,1096,30,259,1987,80,1985,963,1988,62,1268,14,15,16,1986],"class_list":{"0":"post-486403","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-bayerische-staatszeitung-de","9":"tag-bayern","10":"tag-bsz","11":"tag-bsz-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-freistaat","14":"tag-germany","15":"tag-informationen","16":"tag-kommunales","17":"tag-kultur","18":"tag-landtag","19":"tag-lokales","20":"tag-maximilianeum","21":"tag-medien","22":"tag-muenchen","23":"tag-nachrichten","24":"tag-news","25":"tag-politik","26":"tag-zeitung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115346815380091563","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/486403","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=486403"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/486403\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/486404"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=486403"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=486403"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=486403"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}