{"id":486468,"date":"2025-10-10T00:06:11","date_gmt":"2025-10-10T00:06:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/486468\/"},"modified":"2025-10-10T00:06:11","modified_gmt":"2025-10-10T00:06:11","slug":"israels-regierung-stimmt-gaza-abkommen-mit-hamas-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/486468\/","title":{"rendered":"Israels Regierung stimmt Gaza-Abkommen mit Hamas zu"},"content":{"rendered":"<p>Tel Aviv (dpa) &#8211; Nach dem Durchbruch bei den Verhandlungen \u00fcber eine Beilegung des Gaza-Kriegs hat auch das israelische Kabinett dem Abkommen mit der islamistischen Hamas zugestimmt. Das teilte das B\u00fcro von Regierungschef Benjamin Netanjahu nach einer mehrst\u00fcndigen Sitzung in der Nacht zu Freitag mit. Trotz des Widerstands einiger rechtsextremer Regierungsmitglieder war mit dem Mehrheitsbeschluss des Kabinetts gerechnet worden. Zuvor hatte sich bereits das israelische Sicherheitskabinett zu Beratungen getroffen.<\/p>\n<p>Israel und die Hamas hatten bei indirekten Gespr\u00e4chen im \u00e4gyptischen K\u00fcstenort Scharm el Scheich eine Einigung \u00fcber die erste Phase des j\u00fcngst von US-Pr\u00e4sident Donald Trump vorgestellten Friedensplans erzielt. Neben den Vereinigten Staaten waren auch Katar, \u00c4gypten und die T\u00fcrkei als Vermittler an den Verhandlungen beteiligt. Die F\u00fchrung der Hamas erkl\u00e4rte den Gaza-Krieg nach dem Verhandlungsdurchbruch in \u00c4gypten f\u00fcr beendet.\u00a0<\/p>\n<p>Wei\u00dfes Haus: US-Truppen sollen Waffenruhe absichern<\/p>\n<p>Fast zeitgleich mit der Erkl\u00e4rung von Netanjahus B\u00fcro teilte das Wei\u00dfe Haus mit, die USA wollten die Einhaltung der angestrebten Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas mit eigenen Truppen unterst\u00fctzen. Die f\u00fcr die Region zust\u00e4ndige Kommandozentrale des US-Milit\u00e4rs (Centcom) werde 200 Soldaten bereitstellen, die allerdings nicht im Gazastreifen eingesetzt w\u00fcrden, erkl\u00e4rten hochrangige US-Regierungsbeamte in einem Telefonat mit Reportern.\u00a0<\/p>\n<p>Es gehe darum, ein gemeinsames Kontrollzentrum zu errichten, an dem auch Streitkr\u00e4fte aus \u00c4gypten, Katar, der T\u00fcrkei und wahrscheinlich auch der Vereinigten Arabischen Emirate beteiligt sein sollen, hie\u00df es weiter. Das Zentrum solle die verschiedenen Sicherheitskr\u00e4fte zusammenf\u00fchren und Eins\u00e4tze mit der israelischen Armee abstimmen. Wo genau die Soldaten stationiert sein sollen, werde noch ermittelt und sp\u00e4ter bekanntgegeben.<\/p>\n<p>Alle Geiseln sollen freikommen<\/p>\n<p>Die Abmachung sieht vor, dass alle Geiseln in der Gewalt der Hamas und anderer islamistischer Terrororganisationen ausgeh\u00e4ndigt werden sollen. Im Gazastreifen befinden sich noch 48 Geiseln, von denen nach israelischen Informationen noch 20 am Leben sind \u2013 darunter auch deutsche Staatsb\u00fcrger. Laut israelischen Medien k\u00f6nnten die Geiseln am Samstag, Sonntag oder Montag freigelassen werden. Der Friedensplan sieht eine Frist von 72 Stunden nach Inkrafttreten der Vereinbarung vor.<\/p>\n<p>\u00abWir haben in diesen zwei Jahren gek\u00e4mpft, um unsere Kriegsziele zu erreichen\u00bb, sagt Israels Ministerpr\u00e4sident Netanjahu w\u00e4hrend der Kabinettssitzung an der Seite des US-Sondergesandten Steve Witkoff und des Schwiegersohns des US-Pr\u00e4sidenten, Jared Kushner. \u00abEines der zentralen Kriegsziele ist die R\u00fcckkehr der Geiseln, aller Geiseln, der Lebenden und der Toten. Und wir sind dabei, dieses Ziel zu erreichen.\u00bb<\/p>\n<p>Israels Milit\u00e4r zieht sich auf vereinbarte Linie zur\u00fcck\u00a0<\/p>\n<p>Israels Armee soll sich vor der Geisel-Freilassung auf eine vereinbarte Linie zur\u00fcckziehen. Im Gegenzug f\u00fcr die Aush\u00e4ndigung der Verschleppten muss Israel laut dem Abkommen rund 250 wegen schwerer Straftaten zu lebenslanger Haft verurteilte pal\u00e4stinensische H\u00e4ftlinge freilassen. Au\u00dferdem sollen etwa 1.700 weitere Pal\u00e4stinenser freikommen, die nach dem 7. Oktober 2023 inhaftiert wurden. Unklar war zun\u00e4chst, um welche H\u00e4ftlinge es sich handelt. Dies war einer der Streitpunkte bei den Gespr\u00e4chen in \u00c4gypten.<\/p>\n<p>Das Abkommen \u00fcber die erste Phase der Waffenruhe im Gazastreifen werde zu einem Ende des Krieges, zur Freilassung der Geiseln und pal\u00e4stinensischer Gefangener sowie zur Einfuhr von Hilfsg\u00fctern f\u00fchren, schrieb der Sprecher des katarischen Au\u00dfenministeriums, Madschid al-Ansari, auf der Plattform X. \u00abDie Einzelheiten werden sp\u00e4ter bekanntgegeben.\u00bb<\/p>\n<p>Hamas will Waffen trotz Friedensplan nicht abgeben<\/p>\n<p>Andere strittige Punkte d\u00fcrften sp\u00e4ter verhandelt werden. Es gibt noch mehrere offene Fragen. Die Hamas hat sich unter anderem nicht dazu bereit erkl\u00e4rt, ihre Waffen abzugeben, so wie es der Friedensplan vorsieht.<\/p>\n<p>Die USA hatten betont, dass es zwei Phasen der Verhandlungen gebe. Zum einen die \u00fcber die Geisel-Freilassung, die absolute Priorit\u00e4t habe. Zum anderen eine zweite Phase, in der der langfristige Frieden gesichert werden solle. Zu dieser Phase z\u00e4hlten die USA auch die Entwaffnung.\u00a0<\/p>\n<p>Ausl\u00f6ser des Gaza-Kriegs war der \u00dcberfall der Hamas und anderer islamistischer Terroristen auf Israel am 7. Oktober 2023. Rund 1.200 Menschen wurden dabei get\u00f6tet und mehr als 250 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Israel reagierte mit einer beispiellosen Milit\u00e4roffensive. Seitdem wurden laut der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbeh\u00f6rde mehr als 67.000 Pal\u00e4stinenser get\u00f6tet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Tel Aviv (dpa) &#8211; Nach dem Durchbruch bei den Verhandlungen \u00fcber eine Beilegung des Gaza-Kriegs hat auch das&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":486469,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1843],"tags":[108435,30785,3364,29,30,411,8221,4046,8970,1209,64],"class_list":{"0":"post-486468","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenster","8":"tag-gypten","9":"tag-palstinensische-gebiete","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-israel","14":"tag-konflikte","15":"tag-krieg","16":"tag-muenster","17":"tag-nordrhein-westfalen","18":"tag-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115346956918043332","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/486468","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=486468"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/486468\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/486469"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=486468"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=486468"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=486468"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}