{"id":486474,"date":"2025-10-10T00:09:09","date_gmt":"2025-10-10T00:09:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/486474\/"},"modified":"2025-10-10T00:09:09","modified_gmt":"2025-10-10T00:09:09","slug":"eine-freundschaftsanfrage-ein-hundertster-geburtstag-und-ein-preis-von-der-heydt-museum-zeigt-gleich-drei-ausstellungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/486474\/","title":{"rendered":"Eine Freundschaftsanfrage, ein hundertster Geburtstag und ein Preis: Von der Heydt-Museum zeigt gleich drei Ausstellungen"},"content":{"rendered":"<p>Die dritte Freundschaftsanfrage des Von der Heydt-Museums richtet sich an den Bildhauer Markus Karstie\u00df. Er widmet sich konsequent und innovativ dem archaischen Werkstoff Kermamik und verleiht ihm zeitgen\u00f6ssische Aktualit\u00e4t. Seine teils gro\u00dfformatigen Skulpturen sind zugleich glamour\u00f6s und r\u00e4tselhaft. Die schillernden Lasuren der Oberfl\u00e4chen wirken malerisch, die Formen sind eigenwillig. Sie changieren zwischen Mensch und Fabelwesen, zwischen Figuration und Abstraktion.<\/p>\n<p>Die Freundschaftsanfrag ist eine Ausstellungsreihe, in der das Von der Heydt-Museum renommierte zeitgen\u00f6ssische Kunstschaffende einl\u00e4dt, sich mit den reichhaltigen Best\u00e4nden des Hauses auseinanderzusetzen. Markus Karstie\u00df nutzt das zur Selbstbefragung. Seine Werke treten in unmittelbaren Austausch mit den ber\u00fchmten Hauptwerken aus der Sammlung zur Kunst der klassischen Moderne. Seine rund 30 Skulpturen treten in Dialog mit rund 40 Gem\u00e4lden, Grafiken und Skulpturen aus dem Museums-Bestand. Darunter sind Bilder von Paula Modersohn-Becker und Edvard Munch.\u00a0<\/p>\n<p>Markus Karstie\u00df wurde 1971 in Haan geboren und hat an der D\u00fcsseldorfer Kunstakademie studiert. Er hatte Einzel- und Gruppenausstellungen in Museen im In- und Ausland. Seit 2017 leitet er die Klasse Freie Kunst Keramik am Institut f\u00fcr K\u00fcnstlerische Keramik und Glas der Hochschule Koblenz.\u00a0<\/p>\n<p>Der Dieter-Krieg-Preis &#8222;Allen Malern herzlichen Dank&#8220; geht in diesem Jahr an das Von der Heydt-Museum. Damit kann ein Werk von Jaana Caspary erworben werden. Der Neuzugang wird mit einer Ausstellung gefeiert, die einen Einblick in die Arbeit der Wuppertaler Bildhauerin gibt.\u00a0<\/p>\n<p>Jaana Casparys Werke orientieren sich am realen Gegenstand. Abformungen von banalen Objekten des Massenkonsums mit minimalistischen Grundformen bilden die Grundlage ihrer Skulpturen, die die urspr\u00fcngliche Form nur noch erahnen lassen. Sie formt den realen Gegenstand ab und \u00fcbertr\u00e4gt ihn in ein anderes Material, vervielf\u00e4ltigt seine Grundform, spiegelt sie oder \u00e4ndert die Perspektive. In der Ausstellung wird eine facettenreiche Auswahl von gro\u00dfformatigen Skulpturen und Wandreliefs neben kleineren Formaten pr\u00e4sentiert. Da h\u00e4ngt die Couchgarnitur in ungewohntem Blickwinkel an der Wand, der Neuzugang &#8222;double box&#8220; ist ebenfalls zu sehen.<\/p>\n<p>Jaana Caspary wurde 1988 in Wuppertal geboren und arbeitete w\u00e4hrend Ausbildung und Studium als Assistenz im Atelier von Tony Cragg. 2014 machte sie ihren Abschluss an der Kunstakademie D\u00fcsseldorf im Fach Bildhauerei. Seither hatte sie zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen und erhielt den F\u00f6rderpreis der Stadt Karlsruhe.<\/p>\n<p>Vom Bildhauer zum Konzeptk\u00fcnstler: Das Von der Heydt-Museum ehrt Guido Jendritzko anl\u00e4sslich seines 100. Geburtstages mit einer Ausstellung. Sie gibt Einblick in das umfangreiche und vielseitige Werk des in 1925 in der Niederlausitz geborenen und in Berlin ausgebildeten K\u00fcnstlers und documenta-Teilnehmers. Es reicht von fr\u00fchen Skulpturen und Grafiken \u00fcber seine Aktions- und Performancekunst der 1970er-Jahre sowie Fotoarbeiten der 1980er-Jahre bis zu seinen sp\u00e4ten seriellen Arbeiten.\u00a0<\/p>\n<p>Die Ausstellung verdeutlicht, wie Jendritzko seine Arbeitsweise ab den fr\u00fchen 1970er-Jahren radikal \u00e4nderte. Er schuf das Genre der &#8222;Intim-Performance&#8220;, das sich um das Verh\u00e4ltnis Mann-Frau drehte. Ab den 1980er-Jahren konzentrierte sich Jendritzko auf die Fotografie. Gro\u00df angelegte Fotoinstallationen thematisieren die Beziehung des Menschen zu seiner Umwelt. Jendritzko entwickelte sich vom klassischen abstrakten Bildhauer zum zeitkritischen und kulturpolitisch interessierten Konzeptk\u00fcnstler. Heute geh\u00f6ren acht Skulpturen, zahlreiche Tuschezeichnungen und Arbeiten mit Fotografie zur Sammlung des Von der Heydt-Museums. Jendritzko lebte seit 1964 in Wuppertal und unterrichtete an der Werkkunstschule. 2009 starb er in Wuppertal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die dritte Freundschaftsanfrage des Von der Heydt-Museums richtet sich an den Bildhauer Markus Karstie\u00df. 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