{"id":487071,"date":"2025-10-10T05:41:21","date_gmt":"2025-10-10T05:41:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/487071\/"},"modified":"2025-10-10T05:41:21","modified_gmt":"2025-10-10T05:41:21","slug":"koeln-deutsch-ukrainisches-festival-zieht-in-koelner-keller","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/487071\/","title":{"rendered":"K\u00f6ln: Deutsch-ukrainisches Festival zieht in K\u00f6lner Keller"},"content":{"rendered":"<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"0\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">\u201eWir hoffen und bangen\u201c, sagt Andr\u00e9 Erlen. Zwei Wochen bevor die dritte Auflage des Deutsch-ukrainischen Festivals \u201eImmer wieder Aufbruch\u201c in K\u00f6ln startet, gibt es bei dem K\u00fcnstlerischen Festivalleiter immer noch eine Menge Ungewissheit. So ist immer noch nicht klar, ob die aktuelle Installation \u201eIm Namen der Stadt\u201c wirklich aus der Ukraine heraus darf. Ebenso wenig ist sicher, ob ihr Erschaffer, der K\u00fcnstler Kostjantin Zorkin, ausreisen darf.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"1\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Seit Beginn des <a href=\"https:\/\/www.rundschau-online.de\/themen\/russisch-ukrainischer-krieg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">russischen Angriffskrieges im Februar 2021<\/a> gilt ein Ausreiseverbot f\u00fcr ukrainische M\u00e4nner. \u201eBesonders f\u00fcr die M\u00e4nner in der Ukraine hat sich das Leben wahnsinnig ge\u00e4ndert\u201c, wei\u00df Erlen. Er ist mit der ukrainischen S\u00e4ngerin Mariana Sadovska verheiratet. Das Paar lebt in K\u00f6ln und ist besonders seit Beginn des Krieges h\u00e4ufig in der Ukraine. Dort hat Erlen in Charkiw auch erstmals die Installation \u201eIm Namen der Stadt\u201c gesehen, die ihn sehr beeindruckt hat.<\/p>\n<p>Viele Arbeiten von M\u00e4nnern werden pr\u00e4sentiert<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"3\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Beim diesj\u00e4hrigen Festival haben Erlen und Sadovska\u00a0besonders viele Arbeiten von m\u00e4nnlichen Kollegen nach K\u00f6ln eingeladen. Einer dieser Kollegen ist Pavlo Yurov, mehrfach ausgezeichneter Regisseur und Dramatiker. \u201eSeit 2023 bin ich Presseoffizier in der Armee\u201c, erz\u00e4hlt Yurov \u00fcber einen Zoom-Call, w\u00e4hrend er in Kiew vor dem Monitor sitzt. Seine Arbeit in der Armee besteht im Wesentlichen darin, Journalisten an die Front zu begleiten und Social-Media-Posts zu verfassen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"4\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Was er sieht und erlebt, verarbeitet er in seiner Freizeit k\u00fcnstlerisch. \u201eMit der Kunst schaffe ich einen Raum f\u00fcr Reflexion. Ich gehe damit in eine andere Dimension\u201c, sagt Pavlo Yurov. So wie in einem \u201eAudio-Walk\u201c f\u00fcr Veteranen. \u201eGedacht war das als therapeutische Hilfe f\u00fcr Menschen, die nach Verletzungen und Amputationen aus der Armee ausgeschieden sind und versuchen, den mentalen \u00dcbergang in die Zivilgesellschaft zu schaffen\u201c, erkl\u00e4rt Yurov. In K\u00f6ln beim Festival werden seine und weitere Texte bei einer gef\u00fchrten Lesung zu erleben sein. Die Aktion findet am Samstag, 25. Oktober, in einem Altstadtkeller in der N\u00e4he des Rathauses statt. Wer dabei sein m\u00f6chte, bucht vorab eine Zeit \u00fcber die Festivalseite.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"855\" alt=\"Geschnitzte Objekte sind angeordnet in einer Installation.\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/7bd9d2bd-618f-4954-81f2-602fa0bbc02b.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-b90b7bba=\"\">Installation &#8222;Im Namen der Stadt&#8220;.<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-b90b7bba=\"\">Copyright: Kostjantin Zorkin<\/p>\n<p>Spielorte unter der Erde kn\u00fcpfen an Realit\u00e4t im Kriegsgebiet an<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"7\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">\u00dcberhaupt gibt es beim dritten Deutsch-Ukrainischen Festival sehr viele unterirdische Spielorte. \u201eWir haben das Festival in die Keller gelegt, um das Gef\u00fchl zu vermitteln, das die Menschen in der Ukraine haben\u201c, sagt Andr\u00e9 Erlen. Luftschutzkeller und U-Bahnstationen als Aufenthaltsorte, als Orte f\u00fcr Zusammenk\u00fcnfte, aber auch f\u00fcr Kultur und Kunst geh\u00f6ren in der Ukraine zum Kriegsalltag. \u201eViele Begegnungen finden in Schutzr\u00e4umen statt\u201c, sagt Erlen. Die K\u00f6lner Festivalorte sind der Kronleuchtersaal in der Kanalisation, der Santa Clara Keller in der S\u00fcdstadt, ein Altstadtkeller in der N\u00e4he des Theo-Burauen-Platzes und die Tanzfaktur in Poll.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"8\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">\u201eEs hei\u00dft zwar: \u201aWenn die Waffen sprechen, schweigen die Musen.\u2018 Aber das stimmt nicht\u201c, erkl\u00e4rt Pavlo Yurov. Damit spricht er nicht nur f\u00fcr sich, sondern f\u00fcr viele K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler in der kriegsgeplagten Ukraine. Die grundlegenden Fragen nach Identit\u00e4t, Schmerz, Verlust, Erinnerung, Verbindung und Hoffnung bleiben auch im Krieg. Zum Teil werden sie dr\u00e4ngender, zum Teil suchen sie neue Ausdrucksformen. Bei Konzerten, Ausstellungen, Film-Screenings, Lesungen, Talks, Begegnungen und Workshops k\u00f6nnen die Festival-Besucherinnen und -Besucher Einblicke bekommen &#8211; in die Ukraine und in die menschliche Seele.<\/p>\n<p>Referenz an die ukrainische Geschichte<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"10\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Der Name des Kunstfestivals \u201eImmer wieder Aufbruch\u201c ist an die ukrainische Geschichte angelehnt. Sie sei gepr\u00e4gt von vielen Versuchen, sich immer wieder zu behaupten, erl\u00e4utert Erlen. \u201eDie Geschichte der Ukraine ist gepr\u00e4gt von unglaublich viel Gewalt. Und immer wieder gab es einen Aufbruch\u201c, sagt Andr\u00e9 Erlen und in seiner Stimme schwingt Achtung. Nach den ganzen zerschossenen Tr\u00e4umen, nach den ganzen Traumata gibt es immer noch Kultur und Kunst. Er sp\u00fcre \u201eeine Energie, dass man wirklich etwas \u00fcberwinden will.\u201c<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"11\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler, die nahe der Front arbeiten, in K\u00f6ln zu pr\u00e4sentieren, ist ihm ein besonderes Anliegen. Auch wenn es nicht leicht ist, die Menschen und ihre Kunst hier hinzubekommen. Die Vitalit\u00e4t und Wahrhaftigkeit von Kunst, die sich im Angesicht von Bedrohung, Terror und Tod den Weg ins Leben bahnt, ist kraftvoll. Da wundert es nicht, dass Erlen optimistisch ist, dass es auf den letzten Dr\u00fccker noch eine Sondergenehmigung f\u00fcr die Ausreise von K\u00fcnstlern und Kunstwerken geben wird.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"13\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Immer wieder Aufbruch &#8211; Deutsch-Ukrainisches Festival der Kunst, 23. bis 25. Oktober. <a href=\"https:\/\/www.aufbruch-festival.de\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">www.aufbruch-festival.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eWir hoffen und bangen\u201c, sagt Andr\u00e9 Erlen. Zwei Wochen bevor die dritte Auflage des Deutsch-ukrainischen Festivals \u201eImmer wieder&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":487072,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,13,14,15,12,317],"class_list":{"0":"post-487071","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115348274593866866","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/487071","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=487071"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/487071\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/487072"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=487071"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=487071"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=487071"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}