{"id":48713,"date":"2025-04-21T05:31:08","date_gmt":"2025-04-21T05:31:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/48713\/"},"modified":"2025-04-21T05:31:08","modified_gmt":"2025-04-21T05:31:08","slug":"hightech-fuers-heer-wie-ki-europas-sicherheit-staerken-soll","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/48713\/","title":{"rendered":"Hightech f\u00fcrs Heer: Wie KI Europas Sicherheit st\u00e4rken soll"},"content":{"rendered":"<p>Mit dem Regierungswechsel k\u00fcndigt sich eine neue \u00c4ra der Verteidigungspolitik an. <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/milliarden-fuer-waffen-wer-profitiert-vom-ruestungsboom,UhNGgXA\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Milliardeninvestitionen stehen im Raum<\/a>. Doch w\u00e4hrend \u00fcber Panzer und U-Boote diskutiert wird, warnen Fachleute: Ohne digitale Technologien wie K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) ist moderne Verteidigung nicht mehr denkbar.<\/p>\n<p>Die Tech-Investorin Jeannette zu F\u00fcrstenberg hat gemeinsam mit anderen Experten einen offenen Brief ver\u00f6ffentlicht, der ein Umdenken fordert \u2013 weg von klassischer R\u00fcstung, hin zu Deep Tech. &#8222;Gerade jetzt m\u00fcssen wir unsere strategische Handlungsf\u00e4higkeit sichern \u2013 auch technologisch&#8220;, hei\u00dft es in dem Schreiben.<\/p>\n<p>Das &#8222;SPARTA&#8220;-Projekt \u2013 Hightech f\u00fcr Europas Sicherheit<\/p>\n<p>F\u00fcrstenberg schl\u00e4gt ein europ\u00e4isches &#8222;SPARTA&#8220;-Projekt vor: eine Allianz f\u00fcr strategische Hochtechnologie, mit dem Ziel, Resilienz, Innovation und digitale Souver\u00e4nit\u00e4t zu st\u00e4rken. &#8222;Es reicht nicht, Technologie zu haben \u2013 sie muss kontrollierbar und in europ\u00e4ischen H\u00e4nden sein&#8220;, sagt sie in der aktuellen Folge von &#8222;<a href=\"https:\/\/www.ardaudiothek.de\/episode\/der-ki-podcast\/kann-tech-europas-verteidigung-retten\/ard\/14429731\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der KI-Podcast<\/a>&#8222;. Die aktuelle Lage mache deutlich, wie verletzlich Europa sei \u2013 besonders im digitalen Raum.<\/p>\n<p>Ihr geht es vor allem um die Dringlichkeit: &#8222;Ich glaube schon, dass die letzten Wochen eigentlich die entscheidenden waren \u2013 es ist mehr passiert als in den letzten vier Dekaden.&#8220; Ausl\u00f6ser war unter anderem die aufsehenerregende <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/vance-verknuepft-us-schutz-fuer-deutschland-mit-redefreiheit,UdQadtB\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rede des US-Senators JD Vance auf der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz<\/a>, die vielen Europ\u00e4ern die au\u00dfenpolitische Unberechenbarkeit der USA erneut vor Augen f\u00fchrte. Europa habe kein F\u00e4higkeits-, sondern ein Mindset-Problem, das es nun zu \u00fcberwinden gelte.<\/p>\n<p>Neue Unternehmen, neue Denkweise \u2013 aber alte H\u00fcrden<\/p>\n<p>Ein Beispiel f\u00fcr den Wandel ist das M\u00fcnchner Unternehmen &#8222;Helsing&#8220;. Es geh\u00f6rt zu den ersten europ\u00e4ischen KI-Start-ups mit einer Milliardenbewertung und entwickelt KI-gesteuerte Systeme f\u00fcr den milit\u00e4rischen Einsatz. Gemeinsam mit dem franz\u00f6sischen KI-Unternehmen &#8222;Mistral&#8220; arbeitet Helsing an der Verzahnung von Drohnentechnologie und K\u00fcnstlicher Intelligenz.<\/p>\n<p>Solche Firmen stehen f\u00fcr eine neue Verteidigungsindustrie: innovationsgetrieben, schnell, softwarebasiert. Doch sie sto\u00dfen in Europa auf veraltete Prozesse und fehlenden Zugang zu staatlichen Auftraggebern.<\/p>\n<p>Europas Talente \u2013 und was sie brauchen<\/p>\n<p>Dabei fehlt es nicht an Know-how: &#8222;Ein Gro\u00dfteil der globalen KI-Forscher sind Europ\u00e4er. Die Top 10 Prozent aller Paper sind zu 70 Prozent von Europ\u00e4ern geschrieben&#8220;, sagt F\u00fcrstenberg. Lange seien diese Talente in die USA abgewandert \u2013 dem Kapital hinterher. Doch das \u00e4ndert sich gerade: &#8222;Viele von denen kommen zur\u00fcck nach Europa, weil sie hier auf europ\u00e4ische Souver\u00e4nit\u00e4t bauen. Und einfach hier eine Riesenchance sehen.&#8220;<\/p>\n<p>Die Investorin ist \u00fcberzeugt: &#8222;Das Geld folgt dem Talent. Wenn wir dem Talent jetzt noch alle Barrieren wegr\u00e4umen, dann k\u00f6nnen wir richtig Gas geben.&#8220;<\/p>\n<p>Start-ups und Milit\u00e4r: Zwei Systeme, ein Ziel<\/p>\n<p>Dass Start-ups und staatliche Verteidigung schwer zusammenfinden, wei\u00df auch Jonatan H. Luther-Bergquist vom Wagniskapitalfonds &#8222;Inflection&#8220;. &#8222;Ein Defense-Tech-Start-up zu machen, ist doppelt oder dreimal so schwierig wie ein normales Deep-Tech-Start-up, weil man mit den Kunden sehr schlecht sprechen kann&#8220;, sagt er. Als Mitgr\u00fcnder des &#8222;European Defense Tech Hub&#8220; versucht er, Br\u00fccken zu bauen \u2013 etwa durch Hackathons, bei denen in 48 Stunden Prototypen entstehen.<\/p>\n<p>&#8222;Wir wissen, wer die sind \u2013 \u00fcberall in Europa haben wir Kontakte mit den Verteidigungsministerien&#8220;, sagt Bergquist. Es sei ein spannender Moment, &#8222;wo Branchen aufeinandertreffen, die eigentlich vorher nichts miteinander zu tun hatten \u2013 und auch unterschiedliche Sprachen sprechen.&#8220;<\/p>\n<p>Sicherheit braucht digitale Souver\u00e4nit\u00e4t<\/p>\n<p>Der R\u00fcckstand Europas betrifft nicht nur Waffen, sondern auch die digitale Infrastruktur. Ein Beispiel: Kampfjets aus den USA, deren Software im Zweifel aus der Ferne abgeschaltet werden k\u00f6nnte. Das will man k\u00fcnftig verhindern \u2013 durch eigene, kontrollierbare Systeme.<\/p>\n<p>&#8222;Technologische Handlungsf\u00e4higkeit ist heute gleichbedeutend mit Sicherheit&#8220;, so F\u00fcrstenberg. Ihre Forderung: Verteidigung muss k\u00fcnftig die digitale Realit\u00e4t mitdenken.<\/p>\n<p>Verteidigung neu denken<\/p>\n<p>Die Lage ist ernst \u2013 doch nicht hoffnungslos. Europa verf\u00fcgt \u00fcber ein wachsendes \u00d6kosystem an Tech-Innovationen. &#8222;Es geht nicht nur um die n\u00e4chste Drohne \u2013 sondern darum, ob Europa in Zukunft selbstbestimmt handeln kann&#8220;, so F\u00fcrstenberg. Die Richtung ist klar: weniger kalter Stahl, mehr kluge Systeme.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit dem Regierungswechsel k\u00fcndigt sich eine neue \u00c4ra der Verteidigungspolitik an. Milliardeninvestitionen stehen im Raum. 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