{"id":487225,"date":"2025-10-10T07:11:14","date_gmt":"2025-10-10T07:11:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/487225\/"},"modified":"2025-10-10T07:11:14","modified_gmt":"2025-10-10T07:11:14","slug":"ryanair-manager-die-deutschen-zahlen-die-hoechsten-ticketpreise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/487225\/","title":{"rendered":"Ryanair-Manager: \u201eDie Deutschen zahlen die h\u00f6chsten Ticketpreise\u201c"},"content":{"rendered":"<p> Airline<br \/>\n Ryanair-Manager: \u201eDeutschland liegt in der Rentabilit\u00e4t weit hinten\u201c<\/p>\n<p> <img class=\"image image-element__image\"   title=\"Airline: Die Billigairline Ryanair kritisiert die hohen Kosten am Standort Deutschland.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/ryanair-airline.jpg\" alt=\"Die Billigairline Ryanair kritisiert die hohen Kosten am Standort Deutschland.\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"high\" loading=\"eager\"\/><br \/>\n <a href=\"https:\/\/image.capital.de\/36117396\/t\/cI\/v2\/w2048\/r1.5\/-\/ryanair-airline.jpg#Jerry%20Andre%20%2F%20IMAGO\" class=\"image__magnifier\" aria-label=\"Vergr\u00f6\u00dfern\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p> Die Billigairline Ryanair kritisiert die hohen Kosten am Standort Deutschland.        <\/p>\n<p>\u00a9 Jerry Andre \/ IMAGO<\/p>\n<p>\n von Max Borowski\n <\/p>\n<p> 10.10.2025, 09:00<\/p>\n<p> 4 Min.<\/p>\n<p>\n Der deutsche Luftverkehrsmarkt sei \u201ekaputt\u201c, sagt der Ryanair-Manager Marcel Pouchain Meyer. Wenn sich nicht \u201estrukturell\u201c etwas \u00e4ndere, ziehe sich die Airline weiter zur\u00fcck\n <\/p>\n<p class=\"text-element u-richtext u-typo u-typo--article-text article__text-element text-element--context-article\">\n<p> <strong>Sie hatten im Fr\u00fchjahr der damals neuen Bundesregierung ein Angebot gemacht: Die Luftverkehrssteuer solle weg, andere Geb\u00fchren sollten massiv gesenkt werden. Dann w\u00fcrde Ryanair sein Angebot in Deutschland verdoppeln. Die Bundesregierung hat sich nicht bewegt. Nun k\u00fcrzen Sie ihren Winterflugplan in Deutschland massiv zusammen. Ist das Ihre Rache?<\/strong><br \/>MARCEL POUCHAIN MEYER: Das ist ganz einfach das Resultat der deutschen Unt\u00e4tigkeit. Wir haben in unserem Netzwerk in Europa 230 Flugh\u00e4fen mit 95 Basen. Wir schauen darauf, wo wir die h\u00f6chste Rentabilit\u00e4t erzielen. Deutschland liegt da ganz weit hinten. Wir haben klar gesagt: Wir m\u00f6chten gerne wachsen in Deutschland, aber die Voraussetzungen, die wir beschrieben haben, sind nicht gegeben. Die K\u00fcrzungen sind die Folge davon.<\/p>\n<p class=\"text-element u-richtext u-typo u-typo--article-text article__text-element text-element--context-article\">\n<p> <strong>Was genau haben Sie vor?<\/strong><br \/>Wir werden im Winter den Flugplan f\u00fcr den Gro\u00dfteil der deutschen Flugh\u00e4fen, an denen wir pr\u00e4sent sind, signifikant reduzieren &#8211; aufgrund der Kosten. Details geben wir kommende Woche bekannt. Wenn sich strukturell nichts \u00e4ndert, wird das im kommenden Jahr weiter so gehen. Wir haben in Deutschland momentan 31 Flugzeuge stationiert, darunter sieben in Weeze, sieben in Berlin und weitere in K\u00f6ln, Memmingen, Karlsruhe, Hahn und N\u00fcrnberg. Gegebenenfalls werden also auch weitere Flugzeuge aus dem Markt rausgenommen und in anderen L\u00e4ndern mit niedrigeren Kostenstrukturen platziert.<\/p>\n<p> <img class=\"image teaser__image\"   title=\"Friedrichs Merz (links, CDU) mit Vertretern der Autoindustrie bei der IAA im September\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/auto.jpg\" alt=\"Friedrichs Merz (links, CDU) mit Vertretern der Autoindustrie bei der IAA im September\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p> Meinung<br \/>\n <a href=\"https:\/\/www.capital.de\/wirtschaft-politik\/autogipfel-bei-merz--der-gipfel-der-hilflosigkeit-36116222.html\" class=\"teaser__link js-embedded-teaser teaser__link--overlay\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n Autogipfel<br \/>\n Autobranche bei Merz: Der Gipfel der Hilflosigkeit<\/p>\n<p> <\/a><br \/>\n 09.10.2025<\/p>\n<p>Mitten in der Krise trifft der Bundeskanzler die Automanager. Alle tun so, als w\u00e4re das Jahr 2035 das gro\u00dfe Problem der Branche. Doch da t\u00e4uschen sie sich \u2013 und Millionen Autofahrer<\/p>\n<p class=\"text-element u-richtext u-typo u-typo--article-text article__text-element text-element--context-article\">\n<p> <strong>Streichen Sie Verbindungen, weil sie wirklich unprofitabel sind, oder geht es hier um einen Standortwettbewerb, bei dem Sie die verschiedenen M\u00e4rkte gegeneinander ausspielen?<\/strong><br \/>Ryanair ist in der luxuri\u00f6sen Position, dass wir \u201emovable assets\u201c haben: Das hei\u00dft, unsere Verm\u00f6genswerte in Form von Flugzeugen sind beweglich. Als Wirtschaftsunternehmen gucken wir nat\u00fcrlich, wo es am meisten Sinn ergibt, diese Assets einzusetzen. Wir schauen, welche Regierung offen daf\u00fcr ist, Tourismus zu f\u00f6rdern und unsere Wachstumspl\u00e4ne zu unterst\u00fctzen. Aber ich m\u00f6chte hier noch einmal betonen, dass wir mit den Forderungen, die wir an Deutschland stellen, und den Konsequenzen, die wir ziehen, ja nicht allein sind. Das sieht die ganze Branche \u00e4hnlich. Der deutsche Luftverkehrsmarkt ist kaputt.<\/p>\n<p class=\"text-element u-richtext u-typo u-typo--article-text article__text-element text-element--context-article\">\n<p> <strong>An manchen deutschen Standorten sind die Bedingungen f\u00fcr Ryanair offenbar gut und die Kosten trotz Luftverkehrssteuer nicht zu hoch. An einigen Flugh\u00e4fen haben Sie ihre Pr\u00e4senz zuletzt ausgebaut, L\u00fcbeck sogar wieder neu in den Flugplan aufgenommen. Hat also der Standort Deutschland insgesamt ein Problem oder vielmehr die einzelnen Flugh\u00e4fen, die f\u00fcr Sie zu teuer sind?<\/strong><br \/>Die Beobachtung, dass das Kostenproblem von Flughafen zu Flughafen unterschiedlich ist, ist richtig. Dennoch ist es prim\u00e4r ein Problem mit dem Standort Deutschland \u2013 eben mit Ausnahme von einigen regionalen, sehr wettbewerbsf\u00e4higen Airports. Aus unserer Perspektive gibt es drei entscheidende Kostenbl\u00f6cke: die Luftverkehrssteuer, die wir f\u00fcr jeden abfliegenden Passagier bezahlen m\u00fcssen, die Flugsicherungsgeb\u00fchren, die pro Passagier anfallen, und die Flughafenentgelte. Beim letzten Punkt k\u00f6nnen die Flugh\u00e4fen am meisten tun, um Airlines als Kunden zu gewinnen. Ein gutes Beispiel ist L\u00fcbeck. Dort sind wir seit diesem Jahr wieder pr\u00e4sent und erweitern unsere Routen auch f\u00fcr den Winter noch einmal, weil es gut l\u00e4uft. Aber selbst der Flughafen L\u00fcbeck schafft es mit schlanken und effizienten Strukturen gerade eben, die Kosten auf dem Niveau von vergleichbaren Flugh\u00e4fen im Ausland zu halten &#8211; w\u00e4hrend die meisten deutschen Airports weit dar\u00fcber liegen und zu einem gro\u00dfen Teil nicht wettbewerbsf\u00e4hig sind.<\/p>\n<p> <img class=\"image teaser__image\"   title=\"50 Aktien f\u00fcrs Leben: Mit Hausbau, Werkzeugen und Immobilien l\u00e4sst sich am Aktienmarkt eine vern\u00fcnftige Rendite erzielen.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/50-afl-bild-2-aktien.jpg\" alt=\"Mit Hausbau, Werkzeugen und Immobilien l\u00e4sst sich am Aktienmarkt eine vern\u00fcnftige Rendite erzielen.\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p> <a href=\"https:\/\/www.capital.de\/geld-versicherungen\/ranking--5-sehr-gute-bau-aktien--die-auch-in-zukunft-potenzial-haben-36061800.html\" class=\"teaser__link js-embedded-teaser teaser__link--overlay\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n 50 Aktien f\u00fcrs Leben<br \/>\n Diese Bau-Aktien liefen sehr gut \u2013 und haben sogar noch Luft nach oben<\/p>\n<p> <\/a><br \/>\n 07.10.2025<\/p>\n<p>In den westlichen Industrienationen muss viel Infrastruktur erneuert werden \u2013 zur Freude der Bauindustrie. F\u00fcnf Aktien, die davon profitieren k\u00f6nnten<\/p>\n<p class=\"text-element u-richtext u-typo u-typo--article-text article__text-element text-element--context-article\">\n<p> <strong>Die schwarz-rote Koalition hat vereinbart, zumindest die letzte Erh\u00f6hung der Luftverkehrssteuer zur\u00fcckzunehmen. Ihre Forderungen gehen zwar sehr viel weiter, aber w\u00e4re das f\u00fcr Sie schon ein sp\u00fcrbarer Fortschritt, wenn dieser Punkt aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt w\u00fcrde?<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><br \/>Das w\u00e4re ein positiver Schritt, den wir begr\u00fc\u00dfen w\u00fcrden. Aber die Auswirkungen w\u00e4ren klein. Wir fordern die komplette Abschaffung der Steuer, die in Deutschland europaweit am zweith\u00f6chsten ist und die es in vielen anderen L\u00e4ndern \u00fcberhaupt nicht gibt. Im Durchschnitt kosten unsere Tickets in Europa ungef\u00e4hr 50 Euro. In Deutschland kann das gar nicht funktionieren: Pro Passagier zahlen wir 15,53 Euro Steuer, dazu kommen 2,22 \u20ac Flugsicherungsgeb\u00fchr. Dann m\u00fcssen wir Flughafenentgelte, Start- und Landegeb\u00fchr etc. dazurechnen, die auch noch mal 20 bis 30 Euro kosten. Die Deutschen zahlen schon jetzt die h\u00f6chsten Ticketpreise in ganz Europa. Wenn wir uns zur\u00fcckziehen und das Monopol der Lufthansa gr\u00f6\u00dfer wird, steigen die Preise, bis sich fast niemand mehr leisten kann, zu fliegen.<\/p>\n<p class=\"text-element u-richtext u-typo u-typo--article-text article__text-element text-element--context-article\">\n<p> <strong>Wie erkl\u00e4ren Sie einem Steuerzahler, dass ein hochprofitables Unternehmen wie Ryanair auf seine Kosten unterst\u00fctzt werden soll?<\/strong><br \/>Es geht doch nicht nur um Ryanair! Die Forderung nach Abschaffung der Luftverkehrssteuer und Absenkung der Flugsicherungsgeb\u00fchren wird von ganz vielen geteilt, nicht nur in der Luftfahrt, sondern auch von der Tourismusbranche. Es geht um die wirtschaftliche Perspektive ganzer Regionen. Was speziell Ryanair angeht: Wir sind die gr\u00f6\u00dfte Airline Europas und k\u00f6nnen mit unseren Kapazit\u00e4ten Tourismus beispielsweise auch in kleinere St\u00e4dte bringen und dadurch einen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung leisten &#8211; nat\u00fcrlich auch von Regionen und gro\u00dfen St\u00e4dten, in denen der Tourismus seit Corona eingebrochen ist. Am Berliner Flughafen hat mir ein Taxifahrer gesagt, dass er f\u00fcnf Stunden auf einen Fahrgast gewartet hat. Der Tourismus leidet. Warum? Weil es kaum noch Verbindungen gibt. Das Passagieraufkommen am BER &#8211; liegt immer noch 29 Prozent unter Vorkrisenniveau. An anderen gro\u00dfen Airports wie M\u00fcnchen und Frankfurt sieht es nicht besser aus. Keine andere Airline kann diesen Flugh\u00e4fen vergleichbares Wachstum bringen wie Ryanair, weil keine andere Airline so viele Flugzeuge bekommt wie wir. Aber diese Flugzeuge setzen wir nat\u00fcrlich da ein, wo wir am meisten Gewinn einfliegen k\u00f6nnen. Die Flugh\u00e4fen in Deutschland, die ein positives Wachstum nach Covid vorweisen k\u00f6nnen, sind in der Regel Ryanair-Flugh\u00e4fen. Darunter Karlsruhe\/Baden-Baden, D\u00fcsseldorf Weeze oder N\u00fcrnberg.<\/p>\n<p class=\"text-element u-richtext u-typo u-typo--article-text article__text-element text-element--context-article\">\n<p> Der Beitrag ist zuerst bei ntv.de erschienen. Das Nachrichtenportal geho\u0308rt wie Capital zu RTL Deutschland.<\/p>\n<p> #Themen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Airline Ryanair-Manager: \u201eDeutschland liegt in der Rentabilit\u00e4t weit hinten\u201c Die Billigairline Ryanair kritisiert die hohen Kosten am Standort&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":487226,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,3364,29,30,13,14,3923,15,3921,12],"class_list":{"0":"post-487225","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-aktuelle-news-aus-deutschland","12":"tag-de","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-nachrichten-aus-deutschland","18":"tag-news","19":"tag-news-aus-deutschland","20":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115348628199157437","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/487225","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=487225"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/487225\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/487226"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=487225"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=487225"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=487225"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}