{"id":487593,"date":"2025-10-10T10:30:11","date_gmt":"2025-10-10T10:30:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/487593\/"},"modified":"2025-10-10T10:30:11","modified_gmt":"2025-10-10T10:30:11","slug":"70-jahre-buechereileitung-in-wenigumstadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/487593\/","title":{"rendered":"70 Jahre B\u00fcchereileitung in Wenigumstadt\u00a0"},"content":{"rendered":"<p>Als f\u00fcnftes Kind der Eheleute Alois und Margarete Hock 1935 geboren, wuchs sie in der Wenigumst\u00e4dter Kappesgasse auf. In ihrer Kindheit gab es fast keinen Zugang zur Literatur. Sie erinnert sich, dass es bei einer Familie in ihrer Nachbarschaft nur ein <a href=\"https:\/\/www.main-echo.de\/schlagworte\/maerchenbuch\/\" class=\"textlink textlink--keyword\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00e4rchenbuch<\/a> gab, welches man nur bei eigener Krankheit ausleihen durfte. Trotz ihres Handicaps &#8211; sie ist mit nur einem Arm geboren &#8211; wurde sie vom Dorflehrer, <a href=\"https:\/\/www.main-echo.de\/schlagworte\/pfarrer-und-pastoren\/\" class=\"textlink textlink--keyword\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pfarrer<\/a> und ihren Eltern gef\u00f6rdert und durfte die Aschaffenburger M\u00e4dchenrealschule der Maria-Ward-Schwestern besuchen. <\/p>\n<p>Dort hatte sie hin und wieder Zugang zu B\u00fcchern, denn Lesen war zeitlebens ihre gro\u00dfe Leidenschaft. In Pflaumheim konnte sie schon gleich nach Gr\u00fcndung der dortigen Pfarrb\u00fccherei ab 1950 ihre B\u00fccher kostenpflichtig ausleihen. Als im Herbst 1952 auf Initiative von <a href=\"https:\/\/www.main-echo.de\/schlagworte\/pfarrer-und-pastoren\/\" class=\"textlink textlink--keyword\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pfarrer<\/a> Ludwig Konze die Wenigumst\u00e4dter Pfarrb\u00fccherei gegr\u00fcndet wurde, war die 18-j\u00e4hrige Maria Hock hellauf begeistert und eifrigste Helferin um B\u00fcchereileiter Winfried Jakob. Drei Jahre sp\u00e4ter ernannte Pfarrer Konze die junge Frau zur B\u00fcchereileiterin. <\/p>\n<p>Schnell motivierte sie ihre Mitstreiter und f\u00fchrte 1954 zusammen mit der Aschaffenburger Buchhandlung Pfeiffer die vorweihnachtliche <a href=\"https:\/\/www.main-echo.de\/schlagworte\/buchausstellungen\/\" class=\"textlink textlink--keyword\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Buchausstellung<\/a> ein, sorgte mit Nachdruck in Schule und Kindergarten sowie beim Tag der offenen T\u00fcr f\u00fcr eine gro\u00dfangelegte B\u00fccher- und Lese-Werbung. <\/p>\n<p>Kreisarbeitsgemeinschaft der B\u00fcchereien aufgebaut<\/p>\n<p>Ihre Verdienste um die Literatur wirken weit \u00fcber Wenigumstadt hinaus. So setzte sich Maria Hock bereits 1973 f\u00fcr den Aufbau der Kreisarbeitsgemeinschaft der <a href=\"https:\/\/www.main-echo.de\/schlagworte\/buechereien\/\" class=\"textlink textlink--keyword\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">B\u00fcchereien<\/a> im Landkreis Aschaffenburg ein. Mehr als 30 Jahre geh\u00f6rte sie dem Vorstand an. 1972 hatte sie in Sankt Augustin bei Bonn die Ausbildung zur kirchlichen B\u00fccherei-Assistentin absolviert. Generationen von Kindern und Jugendlichen hat sie die Welt der B\u00fccher erschlossen. <\/p>\n<p>Dreimal ist Maria Hock mit der <a href=\"https:\/\/www.main-echo.de\/schlagworte\/buechereien\/\" class=\"textlink textlink--keyword\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">B\u00fccherei<\/a> in neue Geb\u00e4ude umgezogen. In der zum Jugendheim umgebauten Pfarrscheune war die erste Bleibe. 1968 zog man in einen kleinen Raum ins Pfarrhaus. Nach der Gebietsreform 1978 und der Eingemeindung Wenigumstadts nach <a href=\"https:\/\/www.main-echo.de\/region\/mein-ort\/63762-grossostheim\/\" class=\"textlink textlink--place\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gro\u00dfostheim<\/a> konnte die B\u00fccherei die ehemaligen R\u00e4ume der Gemeindeverwaltung im alten Schulhaus in der Mosbacher Stra\u00dfe beziehen. Im Februar 2001 zog man nach der Sanierung von historischem Rathaus und erster Schule in die neue Bibliothek im nebenstehenden Fachwerkgeb\u00e4ude. <\/p>\n<p>Zweites Zuhause<\/p>\n<p>Maria Hock hat hier ihr zweites Zuhause, denn nach wie vor verbringt sie viel Zeit in der B\u00fccherei, um f\u00fcr ihre Leserinnen und Leser zu arbeiten. Das <a href=\"https:\/\/www.main-echo.de\/schlagworte\/bibliothekswesen\/\" class=\"textlink textlink--keyword\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bibliothekswesen<\/a> hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Von der einfachen Karteikarte zum PC-gest\u00fctzten Ausleihverfahren. Im Online-Katalog von Wenigumstadts B\u00fccherei sind derzeit 10.460 Eintr\u00e4ge verzeichnet. Im Bestand sind neben Printmedien wie B\u00fccher und Zeitschriften auch Tontr\u00e4ger und Digitale Medien. Maria Hock hat mehrere f\u00e4hige ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch wenn noch niemand in ihre Fu\u00dfstapfen treten m\u00f6chte, ist Maria Hock zuversichtlich, dass Wenigumstadts B\u00fccherei auch nach ihr in guten H\u00e4nden fortgef\u00fchrt wird. <\/p>\n<p>Ge\u00f6ffnet ist die B\u00fccherei Wenigumstadt sonntags von 12 bis 13.30 Uhr, dienstags von 19 bis 20 Uhr und donnerstags von 10 bis 12 sowie von 15.30 bis 17 Uhr.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Als f\u00fcnftes Kind der Eheleute Alois und Margarete Hock 1935 geboren, wuchs sie in der Wenigumst\u00e4dter Kappesgasse auf.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":487594,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[1784,1785,29,214,30,215],"class_list":{"0":"post-487593","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-books","9":"tag-buecher","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115349410506213080","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/487593","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=487593"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/487593\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/487594"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=487593"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=487593"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=487593"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}