{"id":487943,"date":"2025-10-10T13:42:11","date_gmt":"2025-10-10T13:42:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/487943\/"},"modified":"2025-10-10T13:42:11","modified_gmt":"2025-10-10T13:42:11","slug":"radevormwald-spannende-krimi-lesung-im-buergerhaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/487943\/","title":{"rendered":"Radevormwald: Spannende Krimi-Lesung im B\u00fcrgerhaus"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Eigentlich ist der Wahl-Wuppertaler, Jurist und Volkswirt Wolfgang Voosen als bergischer Krimi-Autor bekannt, der seiner Lieblingsstadt mit einer mehrteiligen Krimi-Reihe \u00fcber die titelgebende \u201eMordkommission Wuppertal\u201c ein schriftstellerisches Denkmal gesetzt hat. Doch zur Lesung der VHS Oberberg am Donnerstagabend war der ehemalige Mitarbeiter der Rechtsabteilung eines gro\u00dfen Versicherers aus der Nachbarstadt mit einem anderen Programm in den Mehrzweckraum im B\u00fcrgerhaus gekommen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDas Dossier\u201c, vor knapp einem Jahr erschienen, hei\u00dft sein immer noch aktuelles Buch, das ebenfalls mit kriminalistischen Inhalten zu punkten wei\u00df. Das Buch ist eine romanhaft ver\u00e4nderte und verdichtete Sammlung von wahren Kriminalf\u00e4llen, die sich im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts ereignet haben \u2013 in Deutschland, in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/polen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Polen<\/a>, in der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/ukraine\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ukraine<\/a>, in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/russland\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Russland<\/a> und in der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/schweiz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schweiz<\/a>. Internationales \u201eTrue Crime\u201c sozusagen, von einem fiktiven Investigativ-Reporter recherchiert und Wolfgang Voosen in den Rechner diktiert.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Da ist etwa die Geschichte \u00fcber die Journalistin Verena, die durch den Tod ihres Partners und Kollegen Paul aufs Heftigste ersch\u00fcttert wurde. Es ging um die Leere, die nach dem Tod eines nahestehenden Menschen Einzug in das Leben der Hinterbliebenen h\u00e4lt. Und weil Wolfgang Voosen schon berufsbedingt f\u00fcr Akribie und Detailgenauigkeit stand, hatte er sich dieser auch f\u00fcr seine schriftstellerische T\u00e4tigkeit an- und vorgenommen. Die Zustandsbeschreibung eines Menschen in Trauer, der Umgang von anderen Menschen mit ihnen, die sich entscheiden m\u00fcssen, wie sie damit umgehen sollten, war pr\u00e4zise, intensiv und spannend zugleich. Und wenn man sich bewusst machte, dass die Geschichten, die der Wuppertaler Autor erz\u00e4hlte, eben auf wahren Begebenheiten beruhten, sorgte das ebenfalls f\u00fcr die intensive Stimmung, die der mit ruhiger Stimme Vortragende zu erzeugen wusste. Es ging um Kapitalverbrechen, Mord, Totschlag \u2013 den Tod.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Und nicht zuletzt um die Frage \u2013 war gerade dieser Tod von Journalist Paul wirklich der Freitod, als der er verkauft wurde? Oder war es doch Mord? Weil er unangenehme Fragen stellte, weil er zu Dingen recherchierte, die andere Menschen in Bedr\u00e4ngnis zu bringen in der Lage waren? Der Fall der russischen Investigativ-Journalistin Anna Politkowskaja kam einem automatisch in den Sinn, die ihrerseits \u00fcber Korruption auf h\u00f6chster Ebene in ihrer russischen Heimat recherchiert hatte \u2013 und diesen Willen zur Aufkl\u00e4rung am 7. Oktober 2006 in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/moskau\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Moskau<\/a> mit dem Leben bezahlen musste. Sie wurde im Treppenhaus vor ihrer Wohnung ermordet \u2013 dass der russische Pr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/wladimir-putin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wladimir Putin<\/a> hier seine Finger im Spiel hatte, ist zumindest naheliegend. Gut m\u00f6glich, dass die Geschichte um Verena und Paul hier ihren Ursprung hatte\u2026<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Autor verstand es, seine Geschichten rund um das titelgebende \u201eDossier\u201c spannend und lebendig zu erz\u00e4hlen. Er schaffte es, sein Publikum zu fesseln, das ihm gebannt zuh\u00f6rte und tief in einer Welt einzudringen vermochte, die man doch eigentlich gar nicht kennenlernen will. Aber genau das ist es doch, was gute B\u00fccher schaffen sollten \u2013 eine Auszeit vom Alltag, ein Eintauchen in die Fiktion. Selbst wenn sie einen wahren und erschreckenden Kern hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eigentlich ist der Wahl-Wuppertaler, Jurist und Volkswirt Wolfgang Voosen als bergischer Krimi-Autor bekannt, der seiner Lieblingsstadt mit einer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":487944,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[1797,1785,3364,29,122821,30,1472,122823,122822,1209,33325,122820,3259,122819,106944,3552,4418],"class_list":{"0":"post-487943","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-buch","9":"tag-buecher","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-dossier","13":"tag-germany","14":"tag-krimi","15":"tag-kriminalfaellen","16":"tag-kriminalistischen","17":"tag-nordrhein-westfalen","18":"tag-radevormwald","19":"tag-titelgebende","20":"tag-tod","21":"tag-voosen","22":"tag-wahren","23":"tag-wolfgang","24":"tag-wuppertal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115350165633408610","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/487943","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=487943"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/487943\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/487944"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=487943"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=487943"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=487943"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}