{"id":48802,"date":"2025-04-21T06:21:10","date_gmt":"2025-04-21T06:21:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/48802\/"},"modified":"2025-04-21T06:21:10","modified_gmt":"2025-04-21T06:21:10","slug":"aus-dem-vollen-geschoepft-fahrt-mit-cadillac-brougham-klassischer-amerikanischer-luxus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/48802\/","title":{"rendered":"Aus dem Vollen gesch\u00f6pft: Fahrt mit Cadillac Brougham &#8211; klassischer amerikanischer Luxus"},"content":{"rendered":"<p><strong>Cadillac steht seit Jahr und Tag f\u00fcr gro\u00dfe Limousinen, das ist bis heute so. ntv.de ist gedanklich in die Achtzigerjahre geh\u00fcpft und hat einen Brougham aus dieser Epoche ausprobiert.<\/strong><\/p>\n<p>Was k\u00f6nnte als Setting f\u00fcr den Startpunkt einer kleinen Klassikerfahrt besser passen als das Messegel\u00e4nde in Essen zur Zeit der Techno Classica? Zu dieser hatte n\u00e4mlich Cadillac h\u00f6chstselbst geladen anl\u00e4sslich der europa-, wenn nicht weltbekannten Show f\u00fcr klassische Fahrzeuge. Also wird heute Cadillac gefahren. Aber nicht irgendeiner, sondern die gro\u00dfe Limousine namens Brougham. <\/p>\n<p>Der Name geht auf das 19. Jahrhundert zur\u00fcck, als der englische Lord Henry Brougham eine besonders komfortable Kutsche fertigen lie\u00df. Die hat offenbar einen solchen Eindruck hinterlassen, dass die Bezeichnung bei Cadillac zun\u00e4chst im Kontext mit exquisiten Ausstattungslinien auftauchte und sp\u00e4ter sogar als Modellname zum Einsatz kam. Das ist die Ultrakurzversion der Geschichte, klar.<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Cadillac-Brougham-Heck.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"So ganz schn\u00f6rkellos ist der Cadillac der 1980er bei genauem Hinsehen nicht. Doch das Chrom wurde deutlich reduziert im Vergleich zu den 1960ern.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Cadillac-Brougham-Heck.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">So ganz schn\u00f6rkellos ist der Cadillac der 1980er bei genauem Hinsehen nicht. Doch das Chrom wurde deutlich reduziert im Vergleich zu den 1960ern.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Cadillac)<\/p>\n<p> Und wer hier als Kunde w\u00e4hlte, bekam so ziemlich das Luxuri\u00f6seste, was die Cadillac-Palette hergab \u00fcber viele Jahre. Dabei trug das eher schlichte Modell mit den klassischen Breitbandscheinwerfern wenig auf. Um \u00fcber den Typen zu informieren, macht einzig ein kleiner Schriftzug am hinteren Kotfl\u00fcgel aufmerksam, der auf dem Supermarktparkplatz immer im wahrsten Sinne des Wortes herausragt. Denn mit 5,61 Metern L\u00e4nge kann es der Ami selbst mit den s\u00fcndhaft teuren Rolls-Royce-Modellen aufnehmen, obwohl er selbst zeitgen\u00f6ssisch viel g\u00fcnstiger war. Und sp\u00e4testens wenn man in den wei\u00dfen Lederpolstern im Stil einer alten Clubgarnitur versinkt, wei\u00df man, dass auch das Interieur den Luxus verstr\u00f6mt, den der rollende Riese verspricht. Verschwenderisches Wurzelholz kommt ebenso zum Einsatz.<\/p>\n<p>Coole Gimmicks im Brougham  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Cadillac-Brougham-Lenkrad.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Mit dem gro\u00dfen Lenkrad f\u00e4hrt der Ami so ein bisschen wie ein schwierig dirigierbares Schiff. Mit dem gro\u00dfen Hebel wird das Automatikgetriebe gesteuert.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Cadillac-Brougham-Lenkrad.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Mit dem gro\u00dfen Lenkrad f\u00e4hrt der Ami so ein bisschen wie ein schwierig dirigierbares Schiff. Mit dem gro\u00dfen Hebel wird das Automatikgetriebe gesteuert.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Cadillac)<\/p>\n<p> Bevor ich jetzt aber losfahre, schaue ich mich um. Die elektrisch verstellbaren Sitze wollen zelebriert werden. Denn was heute selbstverst\u00e4ndlich ist, war damals absoluter Luxus. Wer hatte in den 1980ern bereits elektrisch verstellbare Sitze? Aber wenn schon von Epochen die Rede ist, muss auch \u00fcber den abgebildeten Brougham gesprochen werden. Hierbei handelt es sich n\u00e4mlich um ein ganz sp\u00e4tes Exemplar aus dem Jahr 1991 oder 1992 &#8211; so ganz genau wei\u00df man es nicht -, jedenfalls wirkte die Limousine da eigentlich schon ein bisschen aus der Zeit gefallen. <\/p>\n<p>Aber das zierliche Old-Fashion-Design mit den kantigen Linien und dem markanten Vinyldach plus zus\u00e4tzlichem Heckfenster l\u00e4sst den Cadillac irgendwie nicht ganz so ausladend wirken. Und neben einer langen Motorhaube bekommt der Betrachter auch gleich einen langen, aber flachen Kofferraum dazu.<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Cadillac-Brougham-IN.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Die Sitze des Brougham gleichen den Komponenten einer Clubgarnitur.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Cadillac-Brougham-IN.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Die Sitze des Brougham gleichen den Komponenten einer Clubgarnitur.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Cadillac)<\/p>\n<p> Und so kommt es, dass die Beinfreiheit im Fond zwar \u00fcppig ausf\u00e4llt &#8211; immerhin betr\u00e4gt der Radstand 3,08 Meter -, aber nicht eben nicht richtig \u00fcberbordend \u00fcppig, wie man sich das angesichts von fast sechs Metern L\u00e4nge vorstellen w\u00fcrde. <\/p>\n<p>Brougham als Chauffeurfahrzeug? Beim Einparken in der Stadt auf jeden Fall, aber solange der Luxusliner rollt, m\u00f6chte ich lieber ans Steuer. Denn es ist einfach cool, mit dem selten \u00fcber 2000 Touren drehenden F\u00fcnfliter-V8 durch die Gegend zu cruisen. Nicht, weil das 170-PS-Gro\u00dfkolbentriebwerk den fast zwei Tonnen schweren Stra\u00dfenkreuzer besonders energisch anschieben w\u00fcrde. Und auch die Lenkung ist eher das Gegenteil als direkt. Es braucht schon Konzentration, um den Cadillac in der Spur zu halten. <\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Cadillac-Brougham-Tuer.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Auch die T\u00fcrtafeln sehen edel aus und sind mit Teppich wie Wurzelholz best\u00fcckt.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Cadillac-Brougham-Tuer.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Auch die T\u00fcrtafeln sehen edel aus und sind mit Teppich wie Wurzelholz best\u00fcckt.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Cadillac)<\/p>\n<p> Aber er bringt andererseits auch eine unglaubliche L\u00e4ssigkeit mit sich. Die liegt sicherlich auch an den 345 Newtonmetern Drehmoment bei 2400 Umdrehungen und an der ultraweich arbeitenden Viergangautomatik, an der h\u00f6chstens st\u00f6rt, dass ihre Lenkradbedienung schwerg\u00e4ngig arbeitet. Aber diese Prozedur muss man ja blo\u00df einmal pro Fahrt durchf\u00fchren.<\/p>\n<p> Selbst f\u00fcr Digital Natives etwas dabei<\/p>\n<p>Und selbst f\u00fcr Digital Natives hat der Oldie etwas zu bieten: Es gibt n\u00e4mlich keine einzige mechanische Anzeigenadel. Das Kombiinstrument zeigt die Geschwindigkeit digital an &#8211; in gr\u00fcn leuchtenden LED-Ziffern. Gleiches gilt f\u00fcr den Kilometerstand und die Grafik f\u00fcr den Kraftstofff\u00fcllstand. Auf den Kraftstoffverbrauch will man lieber nicht achten. Augenzwinker. Allein solche Gimmicks machen den Cadillac schon ziemlich cool. <\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Cadillac-Brougham-Schriftzug.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Auf dem Wurzelholz-Dekor der Armaturentafel prangt noch ein Brougham-Schriftzug, damit die Passagiere auch wissen, wo sie drinsitzen.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Cadillac-Brougham-Schriftzug.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Auf dem Wurzelholz-Dekor der Armaturentafel prangt noch ein Brougham-Schriftzug, damit die Passagiere auch wissen, wo sie drinsitzen.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Cadillac)<\/p>\n<p> Und zum Schluss sei noch mit einem Vorurteil aufger\u00e4umt. Wer denkt, US-Cars seien immer laut bis zum Abwinken, hat sich get\u00e4uscht. Gerade der gehobene Cadillac f\u00e4hrt eher ged\u00e4mpft. Unter Last hebt sich seine Haube majest\u00e4tisch und in das Innere dringt blo\u00df leises Murmeln. Nat\u00fcrlich bollert das Triebwerk in Achtzylinder-Manier, aber eben vornehm zur\u00fcckhaltend.<\/p>\n<p>Bleibt die Preisfrage. Gro\u00dfe Cadillac-Limousinen der Achtziger gibt es f\u00fcr halbwegs \u00fcberschaubares Geld. Je nach Modell und Zustand muss man f\u00fcr gute Exemplare irgendwo zwischen 10.000 und 15.000 Euro einplanen, vielleicht etwas mehr. Daf\u00fcr gibt es verdammt viel Auto.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Cadillac steht seit Jahr und Tag f\u00fcr gro\u00dfe Limousinen, das ist bis heute so. ntv.de ist gedanklich in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":48803,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[495,175,23736,170,169,29,30,171,174,496,173,172],"class_list":{"0":"post-48802","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-automobil","9":"tag-business","10":"tag-cadillac-modelle","11":"tag-companies","12":"tag-companies-markets","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-markets","16":"tag-maerkte","17":"tag-oldtimer","18":"tag-unternehmen","19":"tag-unternehmen-maerkte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114374514202007378","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48802","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=48802"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48802\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/48803"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=48802"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=48802"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=48802"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}