{"id":488297,"date":"2025-10-10T16:55:17","date_gmt":"2025-10-10T16:55:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/488297\/"},"modified":"2025-10-10T16:55:17","modified_gmt":"2025-10-10T16:55:17","slug":"neue-figurengruppe-fuer-die-porzellansammlung-in-schloss-benrath","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/488297\/","title":{"rendered":"Neue Figurengruppe f\u00fcr die Porzellansammlung in Schloss Benrath"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Stiftung Schloss und Park Benrath arbeiten auf Hochtouren am neuen Museumskonzept. Denn es ergab nicht wirklich Sinn, das Benrather Schloss in den n\u00e4chsten Jahren f\u00fcr die Summe von rund 60 Millionen Euro zu sanieren und es dabei nicht gleich auch noch attraktiver f\u00fcr die Besucher zu machen. So ist unter anderem ein neuer, zentraler Eingangsbereich geplant.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Derzeit beherbergt die kurf\u00fcrstliche Anlage aus dem 18. Jahrhundert drei Museen: Das Haupthaus, das Corps des Logis sowie das Gartenkunstmuseum im Ost- und das Naturkundemuseum im Westfl\u00fcgel. Und so manches sch\u00f6ne St\u00fcck r\u00fcckt dabei (noch) nicht ins Auge des Betrachters.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das gilt beispielsweise f\u00fcr die Porzellansammlung. Zu Unrecht, wie Dorothea Sprockamp, Vorsitzende der Vereinigung Freunde Schloss und Park Benrath, findet \u2013 und mit ihr weitere Vereinsmitglieder: \u201eNach der Sammlung in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/mannheim\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mannheim<\/a> gilt sie als zweitgr\u00f6\u00dfte ihrer Art und ist ein absolutes Highlight.\u201c Mannheim deswegen, weil Kurf\u00fcrst Carl Theodor, der Mitte des 18. Jahrhunderts den Bau des Benrather Schlosses beauftragte, die meisten Lebensjahre in seiner dortigen Residenz verbrachte. Rund 400 St\u00fccke, Geschirr Figuren und Figurengruppen, hat die Sammlung in Benrath, rund 90 werden aktuell in einem Raum im Ostfl\u00fcgel pr\u00e4sentiert. Und zu jeder l\u00e4sst sich eine interessante Geschichte erz\u00e4hlen, wie die von einem von einem Geschirr \u00fcbrig gebliebenen Teller, das Carl Theodor vom franz\u00f6sischen K\u00f6nig geschenkt bekommen hatte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ein jetzt vom Freundeskreis f\u00fcr die Porzellansammlung angekauftes St\u00fcck wird in den dort aufgestellten Vitrinen aber keinen Platz finden. Eva-Maria Gruben, Kustodin der kunstgeschichtlichen Sammlungen, hat f\u00fcr die Figurengruppe schon was anderes im Sinn. Sie sucht bei Kunsth\u00e4ndlern nun nach St\u00fccken, die in ein neues Museums- und Ausstellungskonzept passen. Bei einem Blick durch die Online-Galerie von Viebahn Fine Arts blieb ihr Blick an der Figurengruppe h\u00e4ngen, die nun in Benrath ihr neues Zuhause gefunden hat: Hergestellt wurde sie von der kurf\u00fcrstlichen Manufaktur Frankenthal, das Modell stammt von Johann Peter Melchior. Auf der Unterseite ist das Porzellan gestempelt mit dem kurf\u00fcrstlichen Kur-Hut \u00fcber einem \u201eCT\u201c und der Jahreszahl 87 f\u00fcr 1787. Die Figurengruppe zeigt f\u00fcnf spielende Kinder und ist sensationell gut erhalten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcr Kustodin Gruben ein perfektes Ausstellungsst\u00fcck, wenn man in Zukunft im Schloss-Museum vielleicht erz\u00e4hlen will, wie sich seit Carl Theodor das Spiel der Kinder ver\u00e4ndert hat. Dabei zeigt die Porzellangruppe des Ratingers Melchior ein fortschrittliches, b\u00fcrgerliches Bild. Zuvor seien Kinder zumeist als kleine \u2013 adelige \u2013 Erwachsene pr\u00e4sentiert worden, erl\u00e4utert Gruben. Das sei nun eine andere Idee von Kindheit, und komme der heutigen Sichtweise von spielenden Kindern nahe, betonte Stefan Schweizer, wissenschaftlicher Vorstand der Stiftung.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zum 25-j\u00e4hrigen Bestehen der Stiftung Schloss und Park Benrath hat der Freundeskreis seine Geldschatulle ge\u00f6ffnet und f\u00fcr den Ankauf der Porzellanfigur eine mittlere vierstellige Summe bereitgestellt. Damit das wertvolle St\u00fcck auch heil ankommt, hat Nils Viebahn vom gleichnamigen Kunsthandel es pers\u00f6nlich von Worpswede nach Benrath gebracht. Schon mehrfach wurde die Stiftung bei ihm und bis 2014 bei seinem Vater, dem Firmengr\u00fcnder, f\u00fcndig.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Kein Wunder, hat sich der Kunsthistoriker doch auf die Zeit vom 16. bis ins fr\u00fche 19. Jahrhundert spezialisiert. Rund 30 Prozent seiner St\u00fccke verkauft er an Museen, dazu z\u00e4hlen gro\u00dfe wie das Reichsmuseum in Amsterdam, aber auch die Schloss-Stiftung in Benrath. Oft wisse er bei einem St\u00fcck schon, wer an einem Erwerb Interesse habe. Das war bei der Figurengruppe allerdings nicht so. \u201eDiese muss noch mein Vater gekauft haben, die hatte ich gar nicht im Blick\u201c, sagte Nils Viebahn am Freitagvormittag bei der \u00dcbergabe der Antiquit\u00e4t. Aber den suchenden Augen von Kustodin Eva-Maria Gruben entgeht auch so nichts.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Stiftung Schloss und Park Benrath arbeiten auf Hochtouren am neuen Museumskonzept. Denn&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":488298,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1831],"tags":[12181,12180,3364,29,3405,30,1209,12179],"class_list":{"0":"post-488297","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-duesseldorf","8":"tag-andrea","9":"tag-benrath","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-duesseldorf","13":"tag-germany","14":"tag-nordrhein-westfalen","15":"tag-roehrig"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115350924311294550","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/488297","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=488297"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/488297\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/488298"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=488297"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=488297"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=488297"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}