{"id":488383,"date":"2025-10-10T17:43:18","date_gmt":"2025-10-10T17:43:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/488383\/"},"modified":"2025-10-10T17:43:18","modified_gmt":"2025-10-10T17:43:18","slug":"raus-aus-dem-klassenzimmer-und-rein-in-den-wald","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/488383\/","title":{"rendered":"Raus aus dem Klassenzimmer und rein in den Wald"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> \u201eRaus aus dem Klassenzimmer, rein in den Wald\u201c hie\u00df es f\u00fcr Grundsch\u00fcler wieder vom 6. bis 10. Oktober. Anlass waren die 20. Waldjugendspiele der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, die vom st\u00e4dtischen Ressort Gr\u00fcnfl\u00e4chen und Forsten ausgerichtet und durch st\u00e4dtische Bedienstete, Ehrenamtliche und Pension\u00e4re aus dem Forstbereich begleitet wurden. Sinn des Ganzen ist, mit den \u201eStadtkindern\u201c den Wald zu erkunden und ihnen seine tierischen und pflanzlichen Bewohner n\u00e4herzubringen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Allein am Donnerstag fanden sich 21 Klassen mit 550 Kindern nebst Lehrkr\u00e4ften und Betreuungspersonal zu unterschiedlichen Zeiten am Freiluft-Unterrichtsplatz der Station Natur und Umwelt an der J\u00e4gerhofstra\u00dfe ein. Dort gab es zun\u00e4chst eine humorvolle Einf\u00fchrung durch Jan Frieg, den seit 14 Jahren in Wuppertal t\u00e4tigen Revierf\u00f6rster, der die Kinder mit den Tieren des Waldes vertraut machte. Die waren mit einer \u201eAusnahme\u201c alle ausgestopft, und die Neun- bis Elfj\u00e4hrigen hatten wenig Schwierigkeiten, die gefiederten und bepelzten Gesch\u00f6pfe zu erkennen. Lediglich im Birkhahn sah ein Junge einen Adler, und der m\u00e4chtige Dachs wurde irrt\u00fcmlich f\u00fcr einen Wolf gehalten. \u201eDer Dachs ist der Einzige, der noch lebt, und wenn man zu nahe rangeht, schnappt der schon mal zu\u201c, erkl\u00e4rte Frieg, und als einige allzu vorwitzig nah heranr\u00fcckten, da schoss der grimmige Waldbewohner zum allgemeinen Entsetzen pl\u00f6tzlich vorw\u00e4rts, wobei der verschmitzt grinsende F\u00f6rster allerdings hinter der wundersamen Belebung steckte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eNicht streicheln\u201c, bat der graubraun gekleidete Mann die M\u00e4dchen und Jungen, \u201esonst sind die Tiere bald so kahl wie ich,\u201c l\u00fcftete er kurz seinen Hut und gab den Blick auf seine \u201eKojak-Frisur\u201c frei. Teilnahmslos beobachtet von Timber, dem Deutschen Wachtelhund, zu dem Herrchen Frieg gefragt wurde, ob der denn echt sei.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bevor es mit Lehrkr\u00e4ften in den Wald ging, waren noch einige Aufgaben auf dem Unterrichtsplatz zu bew\u00e4ltigen. So das Erf\u00fchlen von Gegenst\u00e4nden, die man im Wald findet. Die waren unter einem Tisch durch ein Loch zu ertasten. Federn, Tannenzapfen, die Stange eines Rehbock-Geh\u00f6rns und Bl\u00e4tter mussten mit unterschiedlichem Erfolg identifiziert werden, bevor es ans Durchs\u00e4gen eines Birkenstammes ging, wobei Angi und Franzi mit ihrem ruhigen Rhythmus wirkungsvoller waren als zwei hektisch s\u00e4gende Klassenkameraden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Ressort Gr\u00fcnfl\u00e4chen und Forsten hatte f\u00fcr den Waldspaziergang nicht nur Wegekarten f\u00fcr die Lehrerinnen und Lehrer vorbereitet, sondern f\u00fcr unterwegs auch Aufgaben wie das Umstapeln von Holz, mit verbundenen Augen barfu\u00df \u00fcber einen Pfad laufen und mit den F\u00fc\u00dfen den Untergrund ertasten oder an den B\u00e4umen angebrachte Wegmarkierungen entdecken. \u201eAll diese Aufgaben sind f\u00fcr die Kinder und auch oft f\u00fcr Lehrerinnen und Lehrer etwas v\u00f6llig Neues und stellen f\u00fcr sie besondere Herausforderungen dar\u201c, so der freundliche Revierf\u00f6rster, der aber immer wieder feststellt, dass die jungen Menschen gro\u00dfen Spa\u00df am Erkunden des Waldes versp\u00fcren. \u201eDenen macht es dabei auch nichts aus, wenn es regnet.\u201c Frieg wies dabei auch auf eine \u201eunterrichts\u00e4hnliche\u201c Aufgabe hin. \u201eDie Kinder m\u00fcssen versuchen, mal eine Minute ganz still zu sein und nur auf die Ger\u00e4usche des Waldes zu lauschen.\u201c Die Kinder zu Multiplikatoren zu formen, die ihre Eltern auffordern, mal mit ihnen in den Wald zu gehen, sei ein weiteres Ziel der Waldjugendspiele.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nach rund drei Stunden in der Natur trifft man sich wieder auf dem Freiluft- Unterrichtsplatz in einer Jurte, einem gro\u00dfen Zelt, nachgebildet dem mobilen Heim der asiatischen Nomaden, mit einem gro\u00dfen Lagerfeuer in der Mitte. Dass die B\u00e4nke rings herum mit dicken Lammfellen komfortabler ausgestattet worden sind, gef\u00e4llt den G\u00e4sten dabei besonders. \u201eWas hat gefallen oder sogar besonders imponiert. Was war nicht so angenehm?\u201c Das wird er\u00f6rtert, besprochen und kritisiert. \u201eDa habe ich schon kritisch geh\u00f6rt, dass es zu viel bergauf gegangen sei\u201c, so der Revierf\u00f6rster schmunzelnd. \u201eDoch insgesamt ist die Resonanz bei Kindern und Lehrern immer positiv. Aber, gewundert hat mich doch, dass den jungen Besuchern die Autobahnbr\u00fccke \u00fcber die L\u00a0418 am meisten imponiert hat\u201c, sagte Frieg und schob hinterher: \u201eEs sind eben doch Stadtkinder.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eRaus aus dem Klassenzimmer, rein in den Wald\u201c hie\u00df es f\u00fcr Grundsch\u00fcler wieder vom 6. bis 10. 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