{"id":488388,"date":"2025-10-10T17:46:13","date_gmt":"2025-10-10T17:46:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/488388\/"},"modified":"2025-10-10T17:46:13","modified_gmt":"2025-10-10T17:46:13","slug":"julia-nawalnaja-denke-nicht-dass-mehrheit-in-russland-putin-unterstuetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/488388\/","title":{"rendered":"Julia Nawalnaja: &#8222;Denke nicht, dass Mehrheit in Russland Putin unterst\u00fctzt&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>                    Witwe nennt den Kremlchef M\u00f6rder<br \/>\n                Nawalnaja: &#8222;Denke nicht, dass Mehrheit in Russland Putin unterst\u00fctzt&#8220;<\/p>\n<p>\t\t\t\t              10.10.2025, 19:44 Uhr<\/p>\n<p><strong>Die Witwe des russischen Oppositionellen Nawalny sagt, es lie\u00dfe sich nicht sicher sagen, wie viel Unterst\u00fctzung Machthaber Putin in Russland genie\u00dft. Sie glaubt: nicht viel. Die Menschen k\u00f6nnten ihren Missmut aber nicht \u00e4u\u00dfern, ohne eingesperrt zu werden. <\/strong><\/p>\n<p>Julia Nawalnaja sieht in Russland keine fl\u00e4chendeckende Zustimmung f\u00fcr Pr\u00e4sident Wladimir Putin. Die Witwe des im russischen Straflager verstorbenen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny sagte: &#8222;Ich denke nicht, dass die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung Putin unterst\u00fctzt.&#8220; Sie wies darauf hin, dass es in Russland keine belastbaren Zahlen zur Unterst\u00fctzung Putins gebe. &#8222;Sie wissen ja, wie es in der Diktatur l\u00e4uft: Es sieht so aus, als ob alle den Diktator unterst\u00fctzen und am n\u00e4chsten Tag, wenn sich etwas \u00e4ndert, dann gehen alle auf die Stra\u00dfe gegen den Diktator&#8220;, sagte Nawalnaja im RTL-Interview mit Journalistin Pinar Atalay.<\/p>\n<p>Auch die vergangene Pr\u00e4sidentschaftswahl zweifelt Nawalnaja an. Putin erhielt damals mehr als 80 Prozent Zustimmung. Ihre Mission sei, der Welt zu sagen: Putin ist nicht ganz Russland. Viele Menschen seien gegen Putin, aber h\u00e4tten Angst. &#8222;Sie haben nur eine Wahl: Entweder schweigen oder im Gef\u00e4ngnis zu landen&#8220;, so Nawalnaja. Es sei schwer vorstellbar, dass sich Menschen entscheiden, in den Knast zu gehen -f\u00fcr ein Like in sozialen Netzwerken.<\/p>\n<p>Nawalnajas Mann war bis zu seinem Tod der bekannteste Kritiker Putins in Russland. Alexej Nawalny machte immer wieder mit Korruptionsvorw\u00fcrfen gegen Offizielle und auch gegen Putin pers\u00f6nlich auf sich aufmerksam, sah sich aber zunehmender Repression ausgesetzt. 2020 \u00fcberlebte Nawalny einen Giftanschlag, wurde in Berlin behandelt und kehrte nach Russland zur\u00fcck. Dort wurde er verhaftet und starb 2024 in einem Straflager.<\/p>\n<p>Treffen am Tag vor Nawalnys Tod <\/p>\n<p>Sie sei sich sicher, dass ihr Mann keines nat\u00fcrlichen Todes gestorben ist, sagte Nawalnaja: &#8222;Ich bin sehr \u00fcberzeugt davon, dass mein Mann get\u00f6tet wurde. Im Gef\u00e4ngnis, durch Putin.&#8220; Einen Tag vor seinem Tod habe sie ihren Mann gesehen. &#8222;Er war gut drauf. Er hat mit seinen Anw\u00e4lten geredet&#8220;, sagte Nawalnaja im RTL-Interview mit Journalistin Pinar Atalay.<\/p>\n<p>Die im Exil lebende Witwe hat nach eigenen Angaben Aussagen von Mitarbeitern des Gef\u00e4ngnisses vorliegen, in dem Nawalny vergangenes Jahr gestorben ist. Es sei nicht einfach gewesen, an diese Informationen zu kommen, aber sie widerspr\u00e4chen der offiziellen Version von Nawalnys Tod. Au\u00dferdem seien zwei unabh\u00e4ngige Laboranalysen zu dem Schluss gekommen, dass der Oppositionspolitiker vergiftet wurde. <\/p>\n<p>Die genauen Informationen, auch zu den Laboranalysen, will Nawalnaja noch ver\u00f6ffentlichen. &#8222;Das ist wichtig, nicht nur f\u00fcr mich, sondern f\u00fcr alle Unterst\u00fctzer Alexejs. Wir m\u00f6chten der ganzen Welt zeigen, dass Putin ein Diktator, ein M\u00f6rder ist. Dass er seine politischen Gegner vergiften l\u00e4sst&#8220;, sagte Nawalnaja in Berlin.<\/p>\n<p>Nawalnaja sagte au\u00dferdem, sie unterst\u00fctze Bundeskanzler Merz in seiner Haltung, aktuell kein Gespr\u00e4ch mit dem russischen Pr\u00e4sidenten zu suchen: &#8222;Ich stimme Kanzler Merz zu. Ich denke, die Isolation Putins in den letzten drei Jahren war eine richtige Strategie.&#8220;<\/p>\n<p>Jeder Diktator tr\u00e4ume davon, dass er geachtet und gesehen werde, erkl\u00e4rte Nawalnaja. Dabei sei zweitrangig, wie man \u00fcber ihn rede. &#8222;Wichtig ist nur, dass er \u00fcberall, jeden Tag, in jedem Interview auf der ganzen Welt genannt wird, dass wir \u00fcber ihn reden.&#8220; Dann k\u00f6nne er sagen: &#8222;Ich stehe auf der Tagesordnung.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Witwe nennt den Kremlchef M\u00f6rder Nawalnaja: &#8222;Denke nicht, dass Mehrheit in Russland Putin unterst\u00fctzt&#8220; 10.10.2025, 19:44 Uhr Die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":488389,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,314,296,13,14,15,16,640,4043,4044,28803,850,307,12,3259,306],"class_list":{"0":"post-488388","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-alexej-nawalny","11":"tag-berlin","12":"tag-headlines","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-politik","16":"tag-rtl","17":"tag-russia","18":"tag-russian-federation","19":"tag-russische-aussenpolitik","20":"tag-russische-foederation","21":"tag-russland","22":"tag-schlagzeilen","23":"tag-tod","24":"tag-wladimir-putin"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/488388","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=488388"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/488388\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/488389"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=488388"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=488388"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=488388"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}