{"id":488589,"date":"2025-10-10T19:39:18","date_gmt":"2025-10-10T19:39:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/488589\/"},"modified":"2025-10-10T19:39:18","modified_gmt":"2025-10-10T19:39:18","slug":"razzia-gegen-polizeigewalt-das-war-kein-einzelfall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/488589\/","title":{"rendered":"Razzia gegen Polizeigewalt \u2013 das war kein Einzelfall"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-bold text-18 leading-17\">17 Beamte stehen wegen Polizeigewalt unter Verdacht. Die Beweise gegen sie sind wohl deutlich. Deshalb wurde auch durchgegriffen. Das ist nicht immer so.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Es ist ein unglaubliches Bild: 150 Ermittler, die am Freitag das 1. Frankfurter Polizeirevier auf der Zeil und 21 Wohnungen von Polizeibeamten durchsuchen. Razzia bei der Frankfurter Polizei. Die Vorw\u00fcrfe wiegen schwer. Polizisten sollen sechs festgenommenen M\u00e4nnern Gewalt angetan haben: Schl\u00e4ge, Tritte, ein Sto\u00df mit dem Kopf gegen die Wand. In einem Fall sollen Beamte einen Mann eine Treppe hinuntergesto\u00dfen haben. Andere Beamte sollen das toleriert und gedeckt haben. Insgesamt geht es um 17 Beamte, <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/frankfurt.t-online.de\/region\/frankfurt-am-main\/id_100950016\/frankfurt-razzia-17-polizisten-wegen-gewalt-im-amt-unter-verdacht.html\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">darunter auch F\u00fchrungskr\u00e4fte.<\/a><\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Man mag sich nicht vorstellen, was alles auf Polizeistationen passiert, wenn man davon ausgeht, dass das nur die Spitze des Eisbergs ist, die jetzt sichtbar wurde.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">In Gang kamen die Ermittlungen nach Anzeigen durch die mutma\u00dflichen Opfer. Das Durchgreifen der Polizei gegen sich selbst ist ein lobenswertes, aber viel zu seltenes Ereignis. In den seltensten F\u00e4llen kommt bei Anzeigen gegen Polizeigewalt etwas heraus. Studien belegen, dass nur ein Bruchteil der Anzeigen gegen Polizisten wegen K\u00f6rperverletzung vor Gericht kommt. Ungef\u00e4hr 98 Prozent der Ermittlungen werden eingestellt.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Der Frankfurter Chef des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) betonte noch am Tag der Razzia, es sei falsch, aus dem &#8222;Fehlverhalten Einzelner&#8220; R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Polizei als Ganzes zu ziehen. Doch geht es hier um Einzelf\u00e4lle?<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">17 F\u00e4lle \u2013 das ist kein Fehlverhalten Einzelner. Beschuldigt sind Streifenbeamte bis hin zu F\u00fchrungskr\u00e4ften. Eine Razzia in diesem Umfang ist selten. Denn wer eine Anzeige wegen Polizeigewalt stellt, bekommt h\u00e4ufig eine Gegenanzeige: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. So war es auch in diesem Fall \u2013 <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/frankfurt.t-online.de\/region\/frankfurt-am-main\/id_100950576\/frankfurt-neue-details-zu-gewaltvorwuerfen-gegen-polizisten-nach-razzia.html\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mit offenbar falschen Vorw\u00fcrfen gegen die mutma\u00dflichen Opfer.<\/a> Rechtsanw\u00e4lte empfehlen deshalb, sich erst gar nicht auf den Rechtsweg einzulassen, wenn man von Polizeigewalt betroffen war.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Es ist erfreulich, dass die Vergehen am 1. Revier jetzt konsequent geahndet werden. Hier scheinen die Beweise so klar gewesen zu sein, dass man nicht mehr an der Verfolgung der Taten vorbeikam. Es gibt Aufzeichnungen durch \u00dcberwachungskameras im Polizeirevier, teils auch von Bodycams oder \u00f6ffentlichen Videoanlagen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Klar ist jedoch: Das heutige Durchgreifen der Beamten gegen Beamte ist gut, dies m\u00fcsste es aber viel h\u00e4ufiger geben. Und Razzien dieser Art k\u00f6nnen vermieden werden, wenn viel eher hingeschaut und eingegriffen wird. Lange schon werden unabh\u00e4ngige Beschwerdestellen gefordert, die dann auch echte Eingriffsrechte haben \u2013 damit Polizeigewalt nicht l\u00e4nger vertuscht, sondern geahndet wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"17 Beamte stehen wegen Polizeigewalt unter Verdacht. Die Beweise gegen sie sind wohl deutlich. 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