{"id":489609,"date":"2025-10-11T05:12:15","date_gmt":"2025-10-11T05:12:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/489609\/"},"modified":"2025-10-11T05:12:15","modified_gmt":"2025-10-11T05:12:15","slug":"steuerzahler-kritisieren-holzbauprojekt-frankfurt-prototype","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/489609\/","title":{"rendered":"Steuerzahler kritisieren Holzbauprojekt \u201eFrankfurt Prototype\u201c"},"content":{"rendered":"<ol class=\"id-DonaldBreadcrumb lp_west_breadcrumb id-DonaldBreadcrumb--default\" data-k5a-pos=\"west_breadcrumb\">\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fnp.de\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"1_startseite\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Startseite<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fnp.de\/frankfurt\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"2_frankfurt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Frankfurt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"id-Story-timestamp id-Story-timestamp--default\">Stand: 11.10.2025, 07:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"id-Story-authors id-Story-authors--default\">Von: <a class=\"id-Story-authors-link lp_west_author\" href=\"https:\/\/www.fnp.de\/autor\/soeren-kemnade-w1edgb6v3.html\" title=\"Zur Autorenseite von S&#xF6;ren Kemnade\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" author-link=\"\" kemnade=\"\" data-k5a-pos=\"west_author\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">S\u00f6ren Kemnade<\/a><\/p>\n<p class=\"id-Story-interactionBar id-Story-interactionBar--default\">DruckenTeilen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/39995818-ein-holzbau-auf-stahltraegern-mit-gruener-fassade-der-frankfurter-prototype-1B7a.jpg\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\"   height=\"792\" width=\"1408\" alt=\"Ein Holzbau auf Stahltr&#xE4;gern mit gr&#xFC;ner Fassade: Der &#x201E;Frankfurter Prototype&#x201C;.\"\/>Ein Holzbau auf Stahltr\u00e4gern mit gr\u00fcner Fassade: Der \u201eFrankfurt Prototype\u201c sollte zeigen, wie nachhaltiges und modulares Bauen in der Stadt aussehen kann \u2013 wurde aber nach nur drei Monaten Nutzung wieder abgebaut. \u00a9\u00a0Christoph Boeckheler<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-leadText\">F\u00fcr das tempor\u00e4re Bauprojekt wurden 429\u2009000 Euro investiert; laut Kritikern fehlt ein nachhaltiger Nutzen f\u00fcr Frankfurt und die Wohnungsfrage.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Knapp 290\u2009000 Euro an Landesmitteln, dazu 50\u2009000 Euro von der Kulturstiftung des Bundes und weitere Mittel aus privaten Stiftungen \u2013 all das f\u00fcr ein tempor\u00e4res Holzbauprojekt, das inzwischen wieder abgebaut wurde und nun in Leipzig steht. Was f\u00fcr die einen ein innovatives Modell f\u00fcr nachhaltiges Bauen war, sehen andere als fragw\u00fcrdige Investition. Der Bund der Steuerzahler Hessen hat indessen deutliche Kritik am Projekt \u201eThe Frankfurt Prototype\u201c ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>\u201eWie ein Baumhaus ohne Baum\u201c<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">\u201eDer Bau wirkt wie ein Baumhaus ohne Baum\u201c, hei\u00dft es in der aktuellen Ausgabe des Schwarzbuchs des Bundes der Steuerzahler. Besonders kritisch bewertet er, dass das h\u00f6lzerne Ensemble nur drei Monate lang sichtbar und nutzbar war \u2013 von Oktober bis Dezember 2024. Danach stand es leer, bis es im Fr\u00fchjahr 2025 von einer Leipziger Initiative \u00fcbernommen wurde. Dass \u00f6ffentliche Gelder in ein Projekt flossen, das keinen langfristigen Nutzen f\u00fcr Frankfurt hat, sei inakzeptabel: \u201eIn einer Zeit knapper Kassen und begrenzter Fl\u00e4chen muss man sich fragen, wie viele realistische Antworten auf die Wohnungsfrage dieser Frankfurter Beitrag tats\u00e4chlich liefert.\u201c<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Der \u201eFrankfurt Prototype\u201c war ein interdisziplin\u00e4res Kunst- und Bauprojekt. Initiiert von Studierenden der St\u00e4delschule und der Frankfurt University of Applied Sciences, begleitet von Architekturb\u00fcros und der Senckenberg Gesellschaft f\u00fcr Naturforschung, sollte es ein Modell f\u00fcr \u00f6kologisch nachhaltiges Wohnen im urbanen Raum liefern \u2013 m\u00f6glichst ohne neue Fl\u00e4chenversiegelung. Der Bau selbst bestand aus modularen Holzwohneinheiten auf Stahltr\u00e4gern, kombiniert mit einer bepflanzten Filterwand und einem offenen Erdgeschossbereich, der als \u201e\u00f6ffentliches Wohnzimmer\u201c fungieren sollte.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Die Umsetzung gestaltete sich jedoch aufwendig. Der Holzbau verschlang rund 231\u2009000 Euro, der Stahlbau weitere 140\u2009000. Urspr\u00fcnglich war ein anderer Standort geplant. Durch eine kurzfristige Verlegung und statische Herausforderungen entstanden Zusatzkosten von etwa 50\u2009000 Euro \u2013 unter anderem f\u00fcr gro\u00dfe Kr\u00e4ne, die wegen einer engen Zufahrt notwendig wurden.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Das hessische Ministerium f\u00fcr Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur (HMWK) f\u00f6rderte das Projekt im Rahmen der Loewe-F\u00f6rderlinie 5 \u201eExploration\u201c mit 288\u2009767 Euro. Diese Linie richtet sich an Vorhaben mit hohem Innovationspotenzial und gesellschaftlicher Relevanz, bei denen ein Scheitern einkalkuliert wird. Auf Anfrage betont das Ministerium: \u201eDie hier entwickelten Ans\u00e4tze k\u00f6nnen sowohl wissenschaftlich als auch gesellschaftlich neue Impulse setzen.\u201c Die Kriterien f\u00fcr die F\u00f6rderung seien Originalit\u00e4t, Neuartigkeit, transformatorisches Potenzial sowie eine schl\u00fcssige Planung.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Auch zur Frage des wissenschaftlichen Nutzens \u00e4u\u00dferte sich das Ministerium: Das Projekt befasse sich mit \u201enachhaltigen Formen des Bauens, Planens und Zusammenlebens\u201c, sei ein Beitrag zur Ausbildung angehender Architektinnen und Architekten und zeige beispielhaft, wie CO\u2082-reduziertes Bauen im urbanen Kontext funktionieren k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Abriss kann verhindert werden<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Nicht beantwortet wurden hingegen zwei zentrale Fragen: Warum fast 290\u2009000 Euro Landesmittel f\u00fcr ein Projekt bereitgestellt wurden, das laut Kritikern keinen belegbaren Beitrag zu Forschung, Lehre oder Wohnraumentwicklung geleistet habe \u2013 und wie sich die H\u00f6he der F\u00f6rderung mit der aktuell angespannten Haushaltslage vereinbaren lasse, w\u00e4hrend vielen Hochschulen und sozialen Einrichtungen Mittel fehlten.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Immerhin: Der Abriss des Baus konnte verhindert werden. Eine Leipziger Organisation hat die Holzkonstruktion \u00fcbernommen und will sie dort dauerhaft ausstellen und nutzen. F\u00fcr das Ministerium offenbar ein Beleg daf\u00fcr, dass das Projekt nicht umsonst war.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Doch der Bund der Steuerzahler bleibt bei seiner Einsch\u00e4tzung: \u201eEs ist nicht nachvollziehbar, warum fast 290\u2009000 Euro Steuergeld in eine Bretterbude flie\u00dfen, deren konkreter Nutzen unklar bleibt \u2013 weder f\u00fcr die Wohnraumpolitik noch f\u00fcr den Wissenschaftsstandort Hessen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Startseite Frankfurt Stand: 11.10.2025, 07:00 Uhr Von: S\u00f6ren Kemnade DruckenTeilen Ein Holzbau auf Stahltr\u00e4gern mit gr\u00fcner Fassade: Der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":489610,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1829],"tags":[29,2050,2051,30,2052],"class_list":{"0":"post-489609","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankfurt-am-main","8":"tag-deutschland","9":"tag-frankfurt","10":"tag-frankfurt-am-main","11":"tag-germany","12":"tag-hessen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115353822551455879","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/489609","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=489609"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/489609\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/489610"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=489609"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=489609"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=489609"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}