{"id":489753,"date":"2025-10-11T06:33:09","date_gmt":"2025-10-11T06:33:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/489753\/"},"modified":"2025-10-11T06:33:09","modified_gmt":"2025-10-11T06:33:09","slug":"hessen-mietpreisbremse-wird-nur-um-ein-jahr-verlaengert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/489753\/","title":{"rendered":"Hessen: Mietpreisbremse wird nur um ein Jahr verl\u00e4ngert"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Die Mieten sind hoch in Frankfurt. Aber in den vergangenen Jahren sind die Einkommen zeitweise st\u00e4rker gestiegen als die Kosten f\u00fcr die Mietwohnung. Wie aus einer \u00dcbersicht des Maklerunternehmens Colliers hervorgeht, mussten in Frankfurt bei der Neuanmietung einer Wohnung 2020 im Schnitt fast 39 Prozent des Haushaltseinkommens aufgewendet werden. Drei Jahre sp\u00e4ter waren es nur noch etwas mehr als 35 Prozent. Bis zum ersten Halbjahr 2025 ist dieser Wert wieder auf mehr als 37 Prozent gestiegen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Das Beispiel zeigt: Bei der Beurteilung der Lage auf dem Wohnungsmarkt kommt man je nach Betrachtungszeitraum zu unterschiedlichen Ergebnissen. Das kann Folgen haben, zum Beispiel f\u00fcr die <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Mietpreisbremse\" data-rtr-id=\"2206cd61a3f43294d87f589083e1fa36b7788bcd\" data-rtr-score=\"120.88251826869028\" data-rtr-etype=\"keyword\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/mietpreisbremse\" title=\"Mietpreisbremse\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mietpreisbremse<\/a>. Sie gilt nur in St\u00e4dten und Gemeinden mit einem angespannten Wohnungsmarkt. Dort darf die Miete bei Neuvermietungen h\u00f6chstens zehn Prozent \u00fcber der im Mietspiegel festgelegten orts\u00fcblichen Vergleichsmiete liegen. Au\u00dferdem darf bei bestehenden Vertr\u00e4gen die Miete um maximal 15 Prozent innerhalb von drei Jahren erh\u00f6ht werden. In anderen Kommunen liegt diese Grenze bei 20 Prozent.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Derzeit gilt die Mietpreisbremse in <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Hessen\" data-rtr-id=\"89f369bb0d6dc6dd4b057f5785687d3c68eca554\" data-rtr-score=\"16.64839797639123\" data-rtr-etype=\"location\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/thema\/hessen\" title=\"Hessen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hessen<\/a> in 49 St\u00e4dten und Gemeinden. Am 25. November l\u00e4uft die Regelung aus, der Bundestag hat die Rechtsgrundlage aber bis 2029 verl\u00e4ngert. Um diese M\u00f6glichkeit zu nutzen, hat die Landesregierung ein Gutachten beim Institut f\u00fcr Wohnen und Umwelt (IWU) in Darmstadt in Auftrag gegeben, das im Sommer den Kommunen zugegangen ist. Der Kreis der St\u00e4dte und Gemeinden mit angespanntem Wohnungsmarkt hat sich demnach ver\u00e4ndert. Die Stadt Gie\u00dfen etwa hat unter Verweis auf das Gutachten bereits \u00f6ffentlich verk\u00fcndet, dass die Mietpreisbremse k\u00fcnftig auch dort gilt.<\/p>\n<p>Untersuchung mit neuen Daten<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Doch das ist zun\u00e4chst nicht der Fall. Denn das Gutachten enth\u00e4lt auch ein \u00fcberraschendes Ergebnis. Wie zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der F.A.Z. berichteten, kommt es zu dem Schluss, dass Frankfurt nicht mehr zum Kreis der St\u00e4dte mit angespanntem Wohnungsmarkt z\u00e4hlt. Das h\u00e4tte zur Folge, dass die Mietpreisbremse dort Ende November ausl\u00e4uft.<\/p>\n<p>KI-Artikelchat nutzen<\/p>\n<p>Mit der kostenlosen Registrierung nutzen Sie Vorteile wie den Merkzettel.&#13;<br \/>\n                Dies ist&#13;<br \/>\n                kein Abo und kein Zugang zu FAZ+&#13;<br \/>\n                Artikeln.<\/p>\n<p>Sie haben Zugriff mit Ihrem Digital-Abo.<\/p>\n<p>Vielen Dank f\u00fcr Ihre Registrierung<\/p>\n<p>            <a data-registered-resend=\"\" adobe-track=\"true\"\/><br \/>\n            <a data-loggedin-continue=\"\" adobe-track=\"true\"\/><br \/>\n            <a data-login=\"\" adobe-track=\"true\"\/><br \/>\n            <a data-register=\"\" adobe-track=\"true\"\/><\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Politisch w\u00e4re das nur schwer zu vermitteln. Deshalb soll jetzt \u201edie Gebietskulisse der angespannten Wohnungsm\u00e4rkte anhand neuer statistischer Daten evaluiert\u201c werden, wie es in einem Entwurf einer Verordnung von Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD) hei\u00dft, die der F.A.Z. vorliegt. Mit dieser Verordnung soll die bisherige Regelung zun\u00e4chst um ein Jahr verl\u00e4ngert werden. Der Entwurf enth\u00e4lt keine substanziellen \u00c4nderungen gegen\u00fcber der Fassung von 2020. So \u00e4ndert sich der Kreis der betroffenen Kommunen nicht. Die Begr\u00fcndung, die sich auf Untersuchungen des Zeitraums von 2013 bis 2018 bezieht, wird beinahe wortgleich \u00fcbernommen. Am 25. November 2026 l\u00e4uft diese \u00dcbergangsregelung aus.<\/p>\n<p>Kabinettsbeschluss in Vorbereitung<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Der Kabinettsbeschluss zur Verl\u00e4ngerung der Mietpreisbremse um ein Jahr befinde sich derzeit in Vorbereitung, teilte das hessische Wirtschaftsministerium auf Anfrage mit. Die Evaluierung der Gebiete mit angespannten <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Wohnungsmarkt\" data-rtr-id=\"d926b1084c7cf15a667d6009f7be046511da10b4\" data-rtr-score=\"28.71627384549994\" data-rtr-etype=\"keyword\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/wohnungsmarkt\" title=\"Wohnungsmarkt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wohnungsm\u00e4rkten<\/a> solle im Lauf des n\u00e4chsten Jahres abgeschlossen werden. Zum IWU-Gutachten, dessen Ergebnisse offenbar nicht verwendet werden sollen, \u00e4u\u00dferte sich das Ministerium nicht.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Die Mietpreisbremse wird unterschiedlich beurteilt. Der Frankfurter Dezernent f\u00fcr Planen und Wohnen, Marcus Gwechenberger (SPD), hatte sich schon Ende vergangenen Jahres vehement daf\u00fcr eingesetzt, die Regulierung zu verl\u00e4ngern. In Frankfurt spiele die Mietpreisbremse eine \u201ezentrale Rolle, um bezahlbaren Wohnraum zu sichern\u201c, sagte er bei einer Debatte im Stadtparlament.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Younes Frank Ehrhardt, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Eigent\u00fcmerverbands Haus &amp; Grund Hessen, h\u00e4lt die Verl\u00e4ngerung der Mietpreisregelung hingegen f\u00fcr ein falsches Signal. \u201eDie bestehenden Preisregulierungen f\u00fchren zu einer Angebotsverknappung, Marktverzerrungen und einem R\u00fcckgang dringend notwendiger Investitionen in den Wohnungsmarkt\u201c, teilte er mit. Die seit zehn Jahren geltende Mieterschutzverordnung habe keine Verbesserung gebracht. Die Wirkungslosigkeit der Mietpreisbremse sei zuletzt im Jahresgutachten des Sachverst\u00e4ndigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung best\u00e4tigt worden.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">\u201eEin Ins\u00adtrument, das seit Jahren nachweislich nicht funktioniert und mit unserem Grundgesetz nur schwer vereinbar ist, nun versch\u00e4rfen zu wollen, widerspricht allen \u00f6konomischen und politischen Vernunftkriterien\u201c, so Ehrhardt. Stattdessen m\u00fcssten mehr neue Wohnungen gebaut werden. Durch die Regulierung w\u00fcrden jedoch Investoren abgeschreckt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Mieten sind hoch in Frankfurt. 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