{"id":489769,"date":"2025-10-11T06:42:30","date_gmt":"2025-10-11T06:42:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/489769\/"},"modified":"2025-10-11T06:42:30","modified_gmt":"2025-10-11T06:42:30","slug":"trotz-wegners-forderung-keine-schnelle-entscheidung-beim-berliner-demo-recht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/489769\/","title":{"rendered":"Trotz Wegners Forderung keine schnelle Entscheidung beim Berliner Demo-Recht"},"content":{"rendered":"<p>\tVersammlungsfreiheit<br \/>\n\t &#8211; <\/p>\n<p>\t\tTrotz Wegners Forderung keine schnelle Entscheidung beim Berliner Demo-Recht <\/p>\n<p>\n        Di 08.07.25 | 14:12 Uhr  | Von Sabine M\u00fcller\n    <\/p>\n<p>    <a href=\"#top-of-comments\"\/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1760164950_72_size=708x398.jpg\" alt=\"Archivbild:Islamistische Gruppen protestieren in Solidarit\u00e4t mit Gaza vor der \u00c4gyptischen Botschaft in Berlin am 05.07.2025.(Quelle:picture alliance\/ZumaPress\/M.Kuenne)\" title=\"Archivbild:Islamistische Gruppen protestieren in Solidarit\u00e4t mit Gaza vor der \u00c4gyptischen Botschaft in Berlin am 05.07.2025.(Quelle:picture alliance\/ZumaPress\/M.Kuenne)\" id=\"194965880\"\/>Bild: picture alliance\/ZumaPress\/M.Kuenne<\/p>\n<p>Nach einer islamistischen Kundgebung am Wochenende fordert der Berliner Regierende B\u00fcrgermeister Kai Wegner, solche Aufm\u00e4rsche sollten k\u00fcnftig verhindert werden. Die Innenverwaltung ist aber noch nicht so weit. Von Sabine M\u00fcller<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_0\"\/><\/p>\n<p>Bei der geplanten \u00c4nderung des Berliner Versammlungsfreiheitsgesetz liegt die zust\u00e4ndige Innenverwaltung deutlich hinter dem urspr\u00fcnglichen Zeitplan. Wie die SPD-gef\u00fchrte Verwaltung dem rbb am Dienstag mitteilte, l\u00e4uft aktuell noch die &#8222;Evaluation&#8220; des Demo-Gesetzes. Diese sollte laut schwarz-roter Regierungsvereinbarung eigentlich schon Mitte vergangenen Jahres abgeschlossen sein.<\/p>\n<p>Die Innenverwaltung erkl\u00e4rte die Verz\u00f6gerung damit, die Koalition habe sich entschieden, zun\u00e4chst &#8222;priorit\u00e4r&#8220; die Novelle des Polizeigesetzes anzugehen. Nach Angaben von Koalitions-Innenpolitikern laufen aktuell Gespr\u00e4che zur \u00c4nderung des Versammlungsfreiheitsgesetzes, noch gibt es aber keine gemeinsame Linie.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1613657012\"\/><\/p>\n<p>Seit einer Demonstration am Samstag, bei der Judenhass verbreitet und ein islamischer Gottesstaat (Kalifat) gefordert wurde, wird die geplante \u00c4nderung verst\u00e4rkt diskutiert. Der Regierende B\u00fcrgermeister Kai Wegner (CDU) hatte den Druck auf die Innenverwaltung erh\u00f6ht und forderte sie in den sozialen Medien auf, zu pr\u00fcfen, welche \u00c4nderungen notwendig seien, um Aufm\u00e4rsche dieser Art k\u00fcnftig &#8222;wirksam&#8220; zu verhindern. &#8222;Ein Kalifat \u2013 und die damit verbundene Ideologie \u2013 ist mit unserem Rechtsstaat und der freiheitlichen demokratischen Grundordnung unvereinbar und hat in Deutschland nichts verloren&#8220;, so Wegner.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\t&#8222;\u00d6ffentlichen Ordnung&#8220; soll wieder ins Versammlungsfreiheitsgesetz <\/p>\n<p>CDU und SPD hatten in ihren Richtlinien der Regierungspolitik vereinbart, den Begriff der &#8222;\u00f6ffentlichen Ordnung&#8220; wieder ins Versammlungsfreiheitsgesetz aufzunehmen. Mit einer Gef\u00e4hrdung der \u00f6ffentlichen Ordnung k\u00f6nnten dann Verbote von Demonstrationen gerechtfertigt werden.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_759534745\"\/><\/p>\n<p>W\u00e4hrend der CDU-Innenpolitiker Burkard Dregger davon ausgeht, dass ein solcher Verweis f\u00fcr Verbote ausreicht, ist der Koalitionspartner SPD skeptisch. Martin Matz, innenpolitischer Sprecher der Fraktion, sagte, er glaube, dass der Begriff &#8222;\u00f6ffentliche Ordnung&#8220; nur bei der Festlegung von Auflagen f\u00fcr eine Kundgebung helfen werde, nicht aber beim Vorabverbot. Matz begr\u00fcndet seine Einsch\u00e4tzung mit verschiedenen Entscheidungen von Landesverfassungsgerichten, unter anderem in Hessen. CDU-Mann Dregger verweist dagegen auf Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts.<\/p>\n<p>Dregger sagt, er sch\u00e4tze, dass eine geeinte Formulierung f\u00fcr eine \u00c4nderung am Versammlungsfreiheitsgesetz nach der Sommerpause vorliegen k\u00f6nnte. Ein Inkrafttreten sehe er Richtung Jahresende. Laut Matz flie\u00dft in die aktuelle Suche nach &#8222;wirksamen Formulierungen&#8220; auch die Erfahrung mit der Niederlage vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg ein.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox_1007654293\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1229011364\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tWegner kritisiert Oberverwaltungsgericht<\/p>\n<p>Das Gericht hatte das von der Polizei verh\u00e4ngte Verbot der Demonstration am Samstag aufgehoben. Am Sch\u00f6neberger Ufer versammelten sich dann laut Polizei bis zu 1.500 Menschen. Auf Bildern ist zu sehen, wie Frauen und M\u00e4nner getrennt voneinander demonstrieren und Schilder mit Spr\u00fcchen wie &#8222;Sicherheit durch das Kalifat im Nahen Osten&#8220; hochhalten.<\/p>\n<p>Die Innenverwaltung betont, durch verschiedene Auflagen (unter anderem ein alternativer Ort und ein Verbot, durch die Stra\u00dfen zu ziehen) habe die Versammlungsbeh\u00f6rde die Demonstration &#8222;sinnvoll&#8220; beschr\u00e4nkt. Der Regierende B\u00fcrgermeister kritisiert es als &#8222;unverst\u00e4ndlich&#8220;, dass das Oberverwaltungsgericht die Demo erlaubte, nachdem das Verwaltungsgericht das urspr\u00fcngliche Verbot zun\u00e4chst best\u00e4tigt hatte.<\/p>\n<p class=\"textblock\">Beitrag von Sabine M\u00fcller<\/p>\n<p><a class=\"ico ico_arrow_wide_up\" title=\"An den Anfang\" href=\"#top\">  <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Versammlungsfreiheit &#8211; Trotz Wegners Forderung keine schnelle Entscheidung beim Berliner Demo-Recht Di 08.07.25 | 14:12 Uhr | Von&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":489770,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,29,30,1940,1938],"class_list":{"0":"post-489769","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-berlin","11":"tag-berlin-news","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-nachrichten-aus-berlin","15":"tag-news-aus-berlin"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115354176869558474","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/489769","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=489769"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/489769\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/489770"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=489769"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=489769"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=489769"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}