{"id":490267,"date":"2025-10-11T11:15:19","date_gmt":"2025-10-11T11:15:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/490267\/"},"modified":"2025-10-11T11:15:19","modified_gmt":"2025-10-11T11:15:19","slug":"beamte-wollen-mehr-gehalt-einklagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/490267\/","title":{"rendered":"Beamte wollen mehr Gehalt einklagen"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Das Bundesverfassungsgericht steht vor einer Entscheidung, die sehr teuer f\u00fcr die \u00f6ffentlichen Haushalte werden k\u00f6nnte.  Der Fall, \u00fcber den das Bundesverfassungsgericht verhandelt, k\u00f6nnte weitreichende Konsequenzen f\u00fcr die Bezahlung von Beamten in ganz Deutschland haben. Einfach gesagt geht es darum, ob Beamte in vielen Bundesl\u00e4ndern so wenig verdienen, dass es gegen das Grundgesetz verst\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p>Mehr Geld f\u00fcr Beamte?<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Dieses sieht einen Anspruch auf die \u201ealthergebrachten Grunds\u00e4tze des Berufsbeamtentums\u201c vor. Einer dieser Grunds\u00e4tze, der sich in jahrzehntelangen Rechtsstreitigkeiten herauskristallisiert hat, ist das sogenannte \u201eMindestabstandsgebot\u201c. \u00dcbersetzt m\u00fcssen Beamte mindestens 15 Prozent \u00fcber dem Regelbedarf eines Sozialhilfeempf\u00e4ngers liegen. Zudem haben obere Besoldungsgruppen Anspruch auf einen nennenswerten Abstand zu den unteren Besoldungsgruppen. Wenn das Mindestabstandsgebot also f\u00fcr die am schlechtesten verdienenden Beamten verletzt ist, bedeutet das auch mehr Geld f\u00fcr die Besserverdiener.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">In zwei F\u00e4llen aus Berlin wurden scheinbar berechtigte Zweifel daran ge\u00e4u\u00dfert, dass das Mindestabstandsgebot erf\u00fcllt sei. Ein Finanzbeamter war der Ansicht, dass seine Bezahlung in den Jahren von 2009 bis 2016 zu niedrig war. Nachdem seine Klage in der ersten Instanz abgewiesen wurde, legte er Berufung ein. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat seinen Fall gepr\u00fcft und kam zu dem vorl\u00e4ufigen Ergebnis, dass die Besoldung der Finanzbeamten in Berlin in diesem Zeitraum tats\u00e4chlich verfassungswidrig war. Das Berliner Gericht kann aber nur \u00fcber die Gesetzeslage entscheiden und nicht dar\u00fcber, ob diese der Verfassung entspricht. Wie in so einem Fall vorgesehen, wurde der Fall zum Bundesverfassungsgericht geschickt.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Auch ein Berliner Polizist war der Meinung, zu wenig Geld zu bekommen. Er bezog sich dabei auf die Jahre zwischen 2010 und 2015. Die Vorinstanzen hatten seine Klage abgewiesen, woraufhin er Revision einlegte. Das Bundesverwaltungsgericht sah die Sache anders. Es kam ebenfalls zu dem Schluss, dass es \u201egewichtige Anzeichen\u201c f\u00fcr eine verfassungswidrige Besoldung gibt. Auch hier ging der Fall nach Karlsruhe.<\/p>\n<p>Lang ersehntes Urteil<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Damit war die Sache vorerst erledigt, denn die Entscheidung des obersten Gerichts lie\u00df eine Weile auf sich warten. Auf Anfrage unserer Redaktion lassen die Verfassungsh\u00fcter jedoch folgendes mitteilen: \u201eDie Bearbeitung der Verfahren ist weit fortgeschritten. M\u00f6glicherweise wird die Ver\u00f6ffentlichung einer Entscheidung im Herbst erfolgen k\u00f6nnen\u201c. Ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts h\u00e4tte Konsequenzen f\u00fcr das ganze Bundesgebiet. Alle Bundesl\u00e4nder und der Bund m\u00fcssten dann nachweisen, dass ihre Besoldungsordnungen den Anspr\u00fcchen gen\u00fcgen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1760181319_986_90ac45ee-b2fb-4bcc-b9c8-5a81c34cbd43.jpg\" loading=\"lazy\" alt=\"Hier geht\u2019s direkt zu unserem WhatsApp Kanal\"\/>Hier geht\u2019s direkt zu unserem WhatsApp Kanal<\/p>\n<p class=\"tw-text-base tw-font-normal tw-font-primary tw-mb-0\">Abonnieren Sie unseren Whatsapp Kanal und bleiben Sie t\u00e4glich auf dem Laufenden. 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Um den Abstand zu wahren, br\u00e4uchte es eine \u201ekonservativ gesch\u00e4tzte\u201c Gehaltserh\u00f6hung um 573 Euro oder etwas mehr als 16 Prozent.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Bundesverfassungsgericht steht vor einer Entscheidung, die sehr teuer f\u00fcr die \u00f6ffentlichen Haushalte werden k\u00f6nnte. 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