{"id":490444,"date":"2025-10-11T12:53:14","date_gmt":"2025-10-11T12:53:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/490444\/"},"modified":"2025-10-11T12:53:14","modified_gmt":"2025-10-11T12:53:14","slug":"europa-wildbienenarten-in-europa-stark-bedroht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/490444\/","title":{"rendered":"Europa: Wildbienenarten in Europa stark bedroht"},"content":{"rendered":"<p>Insgesamt gibt es laut IUCN 2.159 bekannte Wildbienenarten in Europa. 1.928 seien nun im Rahmen mehrerer Studien untersucht worden. Bei den Hummeln sind 15 Arten betroffen, die nach IUCN-Angaben etwa Erbsen, Bohnen, Erdn\u00fcsse und Kleebl\u00e4tter best\u00e4uben. Auch 14 Arten von Seidenbienen, die h\u00e4ufig Weiden und Rotahorn best\u00e4uben, sind als bedroht eingestuft.<\/p>\n<p>Bei den Schmetterlingen stieg laut IUCN die Zahl der gef\u00e4hrdeten und vom Aussterben bedrohten Arten in Europa innerhalb von zehn Jahren um 76 Prozent. 65 der 442 untersuchten Arten befinden sich nun auf der Roten Liste. Der Madeira-Kohlwei\u00dfling (Pieris wollastoni), der nur auf der gleichnamigen portugiesischen Insel vorkam und seit Jahrzehnten nicht mehr gesichtet wurde, gilt nun offiziell als ausgestorben.<\/p>\n<p>\u201eErnsthafte Herausforderungen\u201c<\/p>\n<p>Die IUCN zeigte sich alarmiert, spielen die Insekten als Best\u00e4uber doch eine wesentliche Rolle f\u00fcr Gesundheit, Ern\u00e4hrungssysteme und Wirtschaft. Vier von f\u00fcnf Kulturpflanzen und Wildblumenarten in Europa seien auf die Best\u00e4ubung durch Insekten angewiesen. \u201eDie neuesten Bewertungen der europ\u00e4ischen Roten Liste zeigen ernsthafte Herausforderungen auf, mit zunehmenden Bedrohungen f\u00fcr Schmetterlinge und entscheidende Wildbienenarten.\u201c<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" class=\"lazy-loading\" bad-src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg%20xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg'%20viewBox%3D'0%200%201085%20891'%2F%3E\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/2795966_body_1078654_pieris_wollastoni-pd.png\"  alt=\"Madeira-Kohlwei\u00dfling\"\/><\/p>\n<p>   Public Domain<\/p>\n<p>      Der Madeira-Kohlwei\u00dfling gilt nun offiziell als ausgestorben<\/p>\n<p>Die stark r\u00fcckl\u00e4ufigen Wildbienenpopulationen k\u00f6nnten nicht leicht durch bewirtschaftete Kolonien ersetzt werden, warnte Denis Michez, Hauptkoordinator der Wildbienenbewertung, im Interview mit dem \u201eGuardian\u201c. Bis zu 90 Prozent der Bl\u00fctenpflanzen in Europa seien auf tierische Best\u00e4ubung angewiesen. Verschwinden Wildbienen, k\u00f6nnten auch viele Wildpflanzen wie blumenreiche Wiesen und Orchideenarten gef\u00e4hrdet sein, so der Experte.<\/p>\n<p>R\u00fcckgang des Lebensraums<\/p>\n<p>Als eine der wesentlichsten Ursachen f\u00fcr den R\u00fcckgang orten die Fachleute den allm\u00e4hlichen Verlust des Lebensraums durch Intensivierung der Landwirtschaft, Entw\u00e4sserung von Feuchtgebieten, D\u00fcngemittel und \u00dcberweidung. Erforderlich seien blumenreiche und m\u00f6glichst naturbelassene Wiesen.<\/p>\n<p>\u201eStickstoffablagerungen aus D\u00fcngemitteln und der weit verbreitete Einsatz von Pestiziden, darunter Herbizide, die die Blumenvielfalt verringern, wirken sich negativ auf viele Best\u00e4uber aus\u201c, so die Weltnaturschutzunion.<\/p>\n<p>Auswirkungen von Erw\u00e4rmung<\/p>\n<p>Auch die globale Erw\u00e4rmung wirkt sich auf die Situation der Wildbienen und Schmetterlinge aus. Mehr als die H\u00e4lfte aller gef\u00e4hrdeten Schmetterlinge ist durch die Klimakrise bedroht. Das betrifft vor allem jene Arten, die nur auf Berggipfeln vorkommen, da sie sich bergauf bewegen m\u00fcssen, wenn ihre Lebensr\u00e4ume w\u00e4rmer werden, dann aber keinen Platz mehr haben.<\/p>\n<p>Durch die globale Erw\u00e4rmung im Polarkreis verschiebt sich zudem die Baumgrenze Richtung Norden, Str\u00e4ucher dringen damit in Moor- und Tundragebiete ein. Rentiere k\u00f6nnen die arktischen Graslandschaften nicht mehr offen halten, da sie das Eis nicht mehr \u00fcberqueren k\u00f6nnen. Das hat auch Folgen f\u00fcr Schmetterlinge. Acht Arten, darunter der Arktische Ringelfalter, sind in dieser Region vom Aussterben bedroht.<\/p>\n<p>Hoffen auf EU-Renaturierungsverordnung<\/p>\n<p>Die IUCN appellierte an Regierungen, dringend Schutzma\u00dfnahmen und die Wiederherstellung der Best\u00e4nde voranzutreiben. Als positiv bewertet Martin Warren, zust\u00e4ndig f\u00fcr die Schmetterlingsbewertung, im \u201eGuardian\u201c, dass es ein gr\u00f6\u00dferes Bewusstsein gebe und verwies dabei auf die EU-Renaturierungsverordnung. Dieser zufolge m\u00fcssen alle EU-Mitgliedsstaaten den R\u00fcckgang der Best\u00e4uber bis 2023 umkehren. Schnell helfen k\u00f6nnte beispielsweise, wenn Bauern und B\u00e4uerinnen rund um ihre Felder blumenreiche R\u00e4nder schaffen.<\/p>\n<p>Als \u201eschrecklich\u201c bezeichnete EU-Umweltkommissarin Jessika Roswall den derzeitigen Erhaltungszustand der Best\u00e4uber. Im Sinne der Renaturierung habe die EU-Kommission ein EU-weites \u00dcberwachungssystem f\u00fcr Best\u00e4uber eingerichtet. Das solle helfen, die Fortschritte in diesem Bereich im Blick zu behalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Insgesamt gibt es laut IUCN 2.159 bekannte Wildbienenarten in Europa. 1.928 seien nun im Rahmen mehrerer Studien untersucht&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":490445,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-490444","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115355635359251624","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/490444","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=490444"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/490444\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/490445"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=490444"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=490444"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=490444"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}