{"id":49063,"date":"2025-04-21T08:48:08","date_gmt":"2025-04-21T08:48:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/49063\/"},"modified":"2025-04-21T08:48:08","modified_gmt":"2025-04-21T08:48:08","slug":"vom-krematorium-zum-kulturquartier-das-silent-green-im-wedding","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/49063\/","title":{"rendered":"Vom Krematorium zum Kulturquartier \u2013 Das silent green im Wedding"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-bold text-18 leading-17\">Aus einem Ort des Gedenkens und der Stille ist mitten im Berliner Wedding ein Kulturzentrum entstanden. Was es zu bieten hat.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Der Berliner Wedding ist beim genauen Betrachten voller historischer Orte. So versteckt sich in der Gerichtsstra\u00dfe, unweit des S-Bahnhofs Wedding, ein Zentrum f\u00fcr Kultur und Kunst in einem ungew\u00f6hnlichen Gel\u00e4nde. Denn das silent green Kulturquartier war einst das erste Krematorium Berlins.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Am Eingangstor prangt noch immer das Relief mit der Aufschrift Krematorium Wedding. Doch wo einst S\u00e4rge und Urnen durch die Kuppelhalle getragen wurden, erklingen jetzt Konzerte, Filmgespr\u00e4che, Diskurse.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Er\u00f6ffnet 1911, war das Krematorium Wedding das erste in <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/region\/berlin\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Berlin<\/a> \u2013 und damit Ausdruck eines gesellschaftlichen Umbruchs: Die Feuerbestattung galt Anfang des 20. Jahrhunderts als moderner, hygienischer, emanzipatorischer Akt. Die Art der Bestattung traf auf Widerstand, vor allem seitens der katholischen Kirche.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Der damalige Architekt Wilhelm M\u00fcller entwarf das Hauptgeb\u00e4ude in neoromanischem Stil \u2013 massive Sandsteinfassaden, klare Geometrie, fast sakral, aber bewusst konfessionslos. Die zentrale Trauerhalle mit ihrer 17 Meter hohen Kuppel war ein Ort der Stille.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">2002 wurde der Betrieb eingestellt \u2013 trotz umfangreicher Investitionen. Das Gel\u00e4nde verfiel, die Natur holte sich Teile zur\u00fcck. Als das Land Berlin es 2013 zum Verkauf ausschrieb, hatten die neuen Eigent\u00fcmer Bettina Ellerkamp und J\u00f6rg Heitmann eine klare Idee: keine blo\u00dfe Zwischennutzung, sondern ein &#8222;Kulturquartier mit Haltung&#8220;.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Der Name &#8222;silent green&#8220; ist dabei doppeldeutig: Er verweist auf die Ruhe, die der Ort bis heute ausstrahlt \u2013 aber auch auf die Vision: eine Oase f\u00fcr Kreativit\u00e4t. Unterst\u00fctzt von Architekt Thomas Baecker wurde das denkmalgesch\u00fctzte Ensemble behutsam saniert. Der urspr\u00fcngliche Charakter blieb erhalten \u2013 und wurde zugleich durch moderne Funktionalit\u00e4t erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Das silent green beherbergt mittlerweile eine ganze Reihe kultureller Institutionen \u2013 darunter das Harun Farocki Institut, das Musicboard Berlin, das Musiklabel !K7, das Arsenal \u2013 Institut f\u00fcr Film und Videokunst oder das Filmarchiv der Deutschen Kinemathek.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Herzst\u00fcck bleibt die Kuppelhalle, in der regelm\u00e4\u00dfig Konzerte, Lesungen und Talks stattfinden. F\u00fcr gro\u00dfe Formate wurde 2019 zudem die unterirdische Betonhalle er\u00f6ffnet \u2013 ein Ausstellungsraum, der bewusst roh und offen gestaltet ist.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Der Weddingweiser nennt das silent green einen Ort mit &#8222;zeitloser W\u00fcrde&#8220;. Neben Platz f\u00fcr Kulturevents hat das Quartier auch eine hauseigene Gastronomie mit Fr\u00fchst\u00fcck, Lunch und Diner. Serviert wird amerikanisches Comfort-Food.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Aus einem Ort des Gedenkens und der Stille ist mitten im Berliner Wedding ein Kulturzentrum entstanden. 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