{"id":490809,"date":"2025-10-11T16:19:13","date_gmt":"2025-10-11T16:19:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/490809\/"},"modified":"2025-10-11T16:19:13","modified_gmt":"2025-10-11T16:19:13","slug":"wie-wirkt-sich-ki-in-der-buchbranche-aus-eine-schriftstellerin-eine-uebersetzerin-und-eine-illustratorin-berichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/490809\/","title":{"rendered":"Wie wirkt sich KI in der Buchbranche aus? Eine Schriftstellerin, eine \u00dcbersetzerin und eine Illustratorin berichten"},"content":{"rendered":"<p>            Tanja Kinkel, Schriftstellerin: \u201eDas ist Piraterie auf einer ganz neuen Stufe\u201c <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Zeitschrift The Atlantic hat<a href=\"https:\/\/www.theatlantic.com\/technology\/archive\/2025\/03\/search-libgen-data-set\/682094\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"underline \"> vor einigen Monaten einen Link geteilt<\/a>, unter dem Autorinnen und Autoren \u00fcberpr\u00fcfen k\u00f6nnen, ob sich ihre Werke in der riesigen Schattenbibliothek GenLIB befinden, mit der der Konzern Meta seine KI trainiert hat. <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/kultur\/Bertolt-Brecht-Lion-Feuchtwanger-hat-Brecht-als-Nervensaege-verewigt-id60049341.html\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Die M\u00fcnchner Schriftstellerin<\/a> hat es getan. Das Ergebnis: \u201eIch bin dabei.\u201c 25 Titel werden unter ihrem Namen aufgelistet, inklusive \u00dcbersetzungen. \u201eDas ist Piraterie noch mal auf einer ganz neuen Stufe\u201c, sagt Kinkel, \u201edas ist die eine nicht erfreuliche Seite.\u201c Die andere? Demn\u00e4chst erscheint ihr nun 24. Roman, \u201eSieben Jahre\u201c (Hoffmann und Campe, 848 Seiten, 36 Euro), diesmal f\u00fchrt sie ihre Leserinnen und Leser an den Hof des Preu\u00dfenk\u00f6nigs Friedrich II.\u00a0und erz\u00e4hlt vom Leben im Krieg. Daf\u00fcr hat sich Kinkel durch den \u00fcberwiegend franz\u00f6sischen Original-Briefwechsel des Herrschers gelesen, der schon vor Jahren von der Universit\u00e4t Trier online gestellt wurde. \u201eWenn ich Verst\u00e4ndnisprobleme hatte und mich da auch nicht auf die \u00dcbersetzungen aus dem 19. Jahrhundert verlassen wollte, habe ich Textpassagen durch den Google-Translator geschickt, um zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob es wirklich das bedeutet, was ich denke.\u201c Daf\u00fcr sch\u00e4tze sie die KI, wie vermutlich viele Menschen. \u201eIch will mich hier nicht heiliger als heilig geben.\u201c\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/images.mgpd.de\/img\/111999625\/crop\/c16_9-w100\/1107427420\/140342979\/foto-sudkurier-14160742.jpg\" alt=\"\u201eIch bin dabei\u201c: Der Konzern Meta hat seine KI mit s\u00e4mtlichen Werken von Tanja Kinkel trainiert. Demn\u00e4chst erscheint ihr 24. Roman. \" title=\"\u201eIch bin dabei\u201c: Der Konzern Meta hat seine KI mit s\u00e4mtlichen Werken von Tanja Kinkel trainiert. Demn\u00e4chst erscheint ihr 24. Roman. \" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    \u201eIch bin dabei\u201c: Der Konzern Meta hat seine KI mit s\u00e4mtlichen Werken von Tanja Kinkel trainiert. Demn\u00e4chst erscheint ihr 24. Roman.<br \/>\n    Foto: dpa<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    \u201eIch bin dabei\u201c: Der Konzern Meta hat seine KI mit s\u00e4mtlichen Werken von Tanja Kinkel trainiert. Demn\u00e4chst erscheint ihr 24. Roman.<br \/>\n    Foto: dpa<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    F\u00fcr die eigentliche Recherche, die Phase, die bei ihr immer am l\u00e4ngsten dauere, hat die KI f\u00fcr sie aber keinen Nutzen. Es gehe dabei nicht ums Datensammeln. \u201eEs ist jedes Mal so etwas wie eine kleine Forschungsexpedition, die auch die Fantasie anregt.\u201c\u00a0Wenn sie danach anfange zu schreiben, sei das Buch im Groben bereits in ihrem Kopf. \u201eIch wei\u00df, was sind die wichtigsten Themen, wo will ich mit dem ganzen hin, will ich das ganze Leben von jemandem erz\u00e4hlen, von Geburt bis zum Tod oder nur einen kurzen Ausschnitt?\u201c All das entscheide sich in der Recherchephase, dabei k\u00f6nne weder ein Mensch noch ein KI-Assistent helfen. \u201eDas muss ich selber machen, das zeigt mir ja auch, funktioniert diese Person, dieses Thema oder diese Idee f\u00fcr den Roman oder nicht.\u201c In ihrem Roman \u201eS\u00e4ulen der Ewigkeit\u201c beispielsweise wollte Tanja Kinkel eigentlich \u00fcber den schottischen Maler David Roberts schreiben, der in den sp\u00e4ten 1830er Jahren in \u00c4gypten Skizzen und Gem\u00e4lde von den gro\u00dfen Ausgrabungen anfertigte. Bei der Recherche begegnete sie dann aber dem f\u00fcr sie viel interessanteren Entdeckerpaar Sarah und Giovanni Belzoni, das bereits 15 Jahre vorher in \u00c4gypten nach Altert\u00fcmern suchte, und von dem dann der Roman handelte. \u201eUngeheuer spannende Figuren, auf die ich nie gesto\u00dfen w\u00e4re, wenn ich die KI nur gebeten h\u00e4tte, stelle mir alles Material zu David Roberts zusammen.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Kann sie sich vorstellen, KI als Assistenten zu nutzen? Beispielsweise f\u00fcr die Strukturierung eines Romans. \u201eNein\u201c, sagt die Schriftstellerin. Auch als Lektor k\u00e4me f\u00fcr sie nur ein Mensch in Frage: \u201eVom Lektorat erwarte ich mir wirklich konstruktive Kritik. Beispielsweise auch S\u00e4tze wie, ich verstehe die Motivation dieser Figur nicht\u00a0\u2026 Das kann keine KI, das muss ein Mensch machen.\u201c Gleiches gilt f\u00fcr sie f\u00fcr \u00dcbersetzungen ihrer Romane.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/kultur\/gesellschaft\/interview-jo-lendle-es-geht-um-den-menschen-hinter-dem-buch-111991254\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Wie sieht sie die Konkurrenz der KI-generierten Billigb\u00fccher?\u00a0S<\/a>chon jetzt ufert generell bei Ratgeberliteratur, aber auch im Bereich der Kinderb\u00fccher das Problem der KI-generierten Schrottb\u00fccher bei Amazon aus, hat man beim B\u00f6rsenverein des Deutschen Buchhandels festgestellt. Die Erfahrung der letzten Jahre sei ja bereits die, sagt Kinkel, dass die f\u00fcr wenige Euro im Selfpublishing auf Amazon ver\u00f6ffentlichten Werke einen Einfluss auf den Buchmarkt haben. \u201eDie sind zu einem Preis zu haben, f\u00fcr den du ein im Verlag ordentlich lektoriertes Buch nicht machen kannst, und das hat sicher eine Auswirkung auf das Kaufverhalten.\u201c\u00a0Gerade deshalb h\u00e4lt Tanja Kinkel Bibliotheken auch f\u00fcr ungeheuer wichtig.\u00a0Wie gro\u00df und fatal sich die Flut an KI-generierten Werken auswirke, k\u00f6nne man aber noch nicht absehen. \u201eDas sind die Leserinnen und Leser in der Verantwortung.\u201c\u00a0\n  <\/p>\n<p>            Pieke Biermann, \u00dcbersetzerin: \u201eUnsere Branche geh\u00f6rt zu den unmittelbar gef\u00e4hrdetsten\u201c  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Im Science-Fiction-Klassiker \u201ePer Anhalter durch die Galaxis\u201c muss niemand eine Sprache lernen. Die Figuren setzen sich einfach den Babelfisch ins Ohr und schon verstehen sie alle Sprachen. Ein solches Tool ist noch nicht entwickelt, aber KI-gest\u00fctzte \u00dcbersetzungsprogramme werden immer besser. Was aber geht verloren, wenn Maschinen ganze B\u00fccher \u00fcbertragen? Und was bedeutet das f\u00fcr \u00dcbersetzerinnen und \u00dcbersetzer? \u201eDie Branche geh\u00f6rt zu den unmittelbar gef\u00e4hrdetsten\u201c, sagt die Berliner \u00dcbersetzerin Pieke Biermann. \u201eDie Honorare sind schon jetzt ein Witz, aber durch die KI steigt der finanzielle Druck noch mehr.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Denn um Zeit und Geld zu sparen, experimentieren auch Verlage inzwischen mit Tools zur Textbearbeitung und vergeben vermehrt sogenannte Post Editing-Auftr\u00e4ge. Sie lassen Texte also maschinell \u00fcbersetzen und menschliche Sprachprofis sollen dann die Fehler, Ungenauigkeiten und stilistische Unstimmigkeiten der KI ausmerzen. \u201eDie Auftr\u00e4ge werden deutlich schlechter bezahlt, bedeuten aber doppelte Arbeit, weil man nicht nur den Originaltext lesen und verstehen, sondern auch noch das KI-generierte Textgewusel redigieren muss\u201c, sagt Biermann. Sie w\u00fcrde solche Auftr\u00e4ge aus Prinzip ablehnen, nicht nur wegen der schlechten Bezahlung, sondern weil auch das Urheberrecht am Text verloren geht. Hinzu kommt: \u201eDie Sprache wird durch KI \u00e4rmer\u201c, sagt Biermann. \u201eWenn man solche Tools h\u00e4ufig nutzt, verliert man irgendwann auch die eigene Sprachmacht.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Was Biermann optimistisch stimmt: Bei den Verlagen w\u00e4chst das Bewusstsein, dass sich mit dem Einsatz von KI nicht viel gewinnen l\u00e4sst, wenn langfristig die Qualit\u00e4t verloren geht. \u201eDie \u00dcbersetzung literarischer Texte kann man nicht einfach an die KI auslagern\u201c, sagt sie. Computergest\u00fctzte Systeme sind auf Standardisierung angewiesen, literarische Texte leben von Kreativit\u00e4t und k\u00fcnstlerischer Freiheit. \u201eDas passt nicht zusammen\u201c, sagt sie. Das zeigt sich auch in der Praxis.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wenn Biermann beim \u00dcbersetzen unsicher ist oder nicht weiterkommt, l\u00e4sst sie einen Absatz testweise auch mal von Google Translate oder Deepl \u00fcbersetzen. \u201eIch lasse mich gern \u00fcberraschen, aber meistens geht es schief\u201c, sagt Biermann. \u201eDas beruhigt mich dann wieder, weil ich sehe, dass meine Kreativit\u00e4t gefragt ist, wenn ich dem Originaltext gerecht werden will.\u201c Denn die Maschinen machen Fehler, nicht nur bei der Wortwahl. \u201eSie k\u00f6nnen nicht h\u00f6ren\u201c, sagt Biermann. \u201eJeder Text hat einen eigenen Klang aus W\u00f6rtern, Zwischent\u00f6nen, Referenzen und Anspielungen. Ein guter \u00dcbersetzer kann das erfassen und \u00fcbertragen, eine Maschine kann das nicht. Sie hat auch kein Gesp\u00fcr f\u00fcr soziale oder historische Erfahrungen, die im Text stecken.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    F\u00fcr Biermann beginnt da \u00fcberhaupt erst die Faszination des \u00dcbersetzens. Sie hat sich auf Texte in afroamerikanischem Englisch spezialisiert. Bedeutet: Viel Slang und gesprochene Sprache. \u201eIn diesen Texten steckt der Blues, sie sind von der grauenvollen Geschichte der Sklaverei gepr\u00e4gt\u201c, sagt Biermann. \u201eUm das ins Deutsche zu \u00fcbertragen, muss man kreativ werden, da gibt es keine Parallelen, mit einem W\u00f6rterbuch kommt man da nicht weit.\u201c Speziallexika und Synonymlexika helfen ihr beim \u00dcbersetzen, aber vor allem Erfahrung.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    F\u00fcr die \u00dcbersetzung des Romans \u201eOreo\u201c der US-Autorin Fran Ross wurde sie 2020 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Das Buch war wegen seiner verschiedenen Idiome, Anspielungen und satirischen Elemente eine besondere Herausforderung. \u201eGerade das hat mich gereizt, dieses spielerische Element an der Sprache\u201c, sagt Biermann. \u201eMan hat auch eine Verantwortung gegen\u00fcber dem Originaltext und dessen Sprache. KI kann dieser Verantwortung nie gerecht werden, denn sie pl\u00e4ttet und standardisiert.\u201c Und sie sieht noch einen entscheidenden Unterschied zwischen der menschlichen und maschinellen \u00dcbersetzung: KI versteht keinen Witz. \u201eAber auch davon lebt Literatur\u201c, sagt Biermann. \u201eUnd auch der Mensch kann ohne Witz nicht \u00fcberleben.\u201c\n  <\/p>\n<p>            Anne-Kathrin Behl, Illustratorin: \u201eDie Frage ist, was die Leserinnen und Leser machen\u201c<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Mit einer Kampagne versetzte die Stiftung Lesen im Herbst letzten Jahres die Kinderbuchbranche in Aufruhr. \u201eEisb\u00e4ren w\u00fcrden vorlesen\u201c stand auf einem Bild, das einen Eisb\u00e4ren mit Buch zeigt, der seinem Jungen vorliest. Der Einsatz f\u00fcr ein wichtiges Anliegen ging indes v\u00f6llig daneben, denn das Bild war von einer KI generiert, und das nicht einmal gut. \u201eDie Kampagne vermittelte an unseren Berufsstand, wir w\u00e4ren austauschbar. Die schlechte Qualit\u00e4t der Bilder zeigt aber ganz klar, dass wir es nicht sind\u201c,\u00a0sagt Anne-Kathrin Behl, Illustratorin von Kinderb\u00fcchern wie \u201ePeter, Paula und der Wolf\u201c (Kindermann, 48 Seiten, 20 Euro). Abgesehen davon liege KI-Bildern der Diebstahl von geistigem Eigentum zugrunde. \u201eDie KI w\u00fcrde nicht funktionieren, wenn nicht massenhaft Bilder und Texte\u00a0aus dem Internet gezogen w\u00fcrden, mit denen sie trainiert wird. Wir werden nicht gefragt und wir werden auch nicht daf\u00fcr honoriert.\u201c Gerade f\u00fcr Illustratoren ist die Verbreitung ihrer Bilder im Netz auf ihren Websites oder denen der Verlage aber eine Grundlage, sich zu pr\u00e4sentieren und Auftr\u00e4ge zu erhalten. \u201eIch bin sehr vorsichtig mit dem, was ich ver\u00f6ffentliche, aber ich kann meine Illustrationen nicht aus dem Internet heraushalten, sonst spiele ich nicht mehr mit\u201c, sagt Behl.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/images.mgpd.de\/img\/112090287\/crop\/c16_9-w100\/918350526\/1377274036\/behl1.jpg\" alt=\"\u201eKI ist allenfalls eine Kopiermaschine\u201c sagt die Illustratorin Anne-Kathrin Behl.\" title=\"\u201eKI ist allenfalls eine Kopiermaschine\u201c sagt die Illustratorin Anne-Kathrin Behl.\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    \u201eKI ist allenfalls eine Kopiermaschine\u201c sagt die Illustratorin Anne-Kathrin Behl.<br \/>\n    Foto: Anne-Kathrin Behl<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    \u201eKI ist allenfalls eine Kopiermaschine\u201c sagt die Illustratorin Anne-Kathrin Behl.<br \/>\n    Foto: Anne-Kathrin Behl<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Das Eisb\u00e4renbild der Stiftung Lesen ist mittlerweile gel\u00f6scht, die Emp\u00f6rung und Verunsicherung\u00a0ist aber geblieben. Denn derzeit erscheinen\u00a0eine Vielzahl von B\u00fcchern gerade f\u00fcr die junge Generation,\u00a0die komplett von KI erstellt sind. \u201eDa h\u00e4lt man ein Buch in der Hand, bei dem sich kein Mensch Gedanken dar\u00fcber gemacht hat, wie man etwas richtig und sinnvoll vermittelt an Kinder.\u201c F\u00fcr Kinder B\u00fccher zu schreiben und zu gestalten, sei oft eine wahre Herzensangelegenheit, beschreibt Anne-Kathrin Behl. \u201eViele von uns machen es aus dem Grundbed\u00fcrfnis heraus, Kindern etwas zu vermitteln \u00fcber das Menschsein und die Welt und nicht, um das schnelle Geld zu verdienen. KI-B\u00fccher sind deshalb\u00a0nicht nur eine Geringsch\u00e4tzung von Kinderbuchschaffenden, sondern letztendlich auch fehlende Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr Kinder. Als w\u00e4re es in Ordnung, ihnen diesen M\u00fcll vorzusetzen.\u00a0\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Schreiben und Zeichnen seien ein Prozess, stellt Behl dar. \u201eMan muss Fehler machen, um zu wissen, was die beste Fassung ist. Diesen Prozess macht eine KI nicht durch. Deshalb finde ich es auch immer schwierig, von einem Werkzeug zu sprechen, KI ist allenfalls eine Kopiermaschine. Da findet kein Prozess im Hirn statt, da gibt es keine R\u00fcckkopplung mit Gef\u00fchlen und das l\u00e4sst sich nicht ersetzen.\u201c Letztendlich, so Anne-Kathrin Behl, werde uns der vermehrte Einsatz von K\u00fcnstlicher Intelligenz als Menschheit d\u00fcmmer machen. \u201eDas Gehirn ist doch ein Muskel, der trainiert werden muss.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Doch wie umgehen mit der K\u00fcnstlichen Intelligenz, die nun einmal in der Welt ist? \u201eIch will K\u00fcnstliche Intelligenz gar nicht verteufeln und es gibt sicher Bereiche, in denen Prozesse damit vereinfacht und beschleunigt werden k\u00f6nnen.\u00a0Aber wir haben die M\u00f6glichkeit \u201eNein\u201c zu sagen zu einer Technologie, die uns entmenschlicht, gerade in einem Bereich, in dem es um das Menschsein geht.\u201c Und Behl bringt noch einen weiteren Aspekt ins Spiel: \u201eWenn immer mehr KI-generierte Inhalte verbreitet werden, werden die Menschen die F\u00e4higkeit verlieren,\u00a0Fakenews und Fakebilder zu erkennen, das finde ich fatal.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Anne-Kathrin Behl glaubt, dass es in Zukunft ein Qualit\u00e4tsmerkmal sein wird, wenn Verlage nicht auf die KI-Produkte setzen.\u00a0\u201eDie Frage ist aber, was die Leserinnen und Leser machen: Werden sie\u00a0erkennen, ob ein Buch von KI generiert ist, und ist es ihnen am Ende sogar egal?\u201c\n  <\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Stefanie Wirsching<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Tanja Kinkel<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Google Inc.<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Tanja Kinkel, Schriftstellerin: \u201eDas ist Piraterie auf einer ganz neuen Stufe\u201c Die Zeitschrift The Atlantic hat vor einigen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":490810,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[1784,1785,29,214,30,215],"class_list":{"0":"post-490809","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-books","9":"tag-buecher","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115356445407425541","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/490809","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=490809"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/490809\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/490810"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=490809"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=490809"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=490809"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}