{"id":491086,"date":"2025-10-11T18:57:11","date_gmt":"2025-10-11T18:57:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/491086\/"},"modified":"2025-10-11T18:57:11","modified_gmt":"2025-10-11T18:57:11","slug":"pro-gaza-demo-in-berlin-erleichterung-und-skepsis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/491086\/","title":{"rendered":"Pro Gaza-Demo in Berlin: Erleichterung und Skepsis"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">Berlin taz | Am Samstag fand erneut eine propal\u00e4stinensische Demonstration in Berlin-Mitte unter dem Motto \u201eUnited 4 Gaza\u201c statt. Die bundesweit mobilisierte Demonstration startete auf der Stra\u00dfe des 17. Juni, ging quer durch das Regierungsviertel bis zur Spandauer Stra\u00dfe unweit des Roten Rathauses.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">Die Gro\u00dfdemonstration, an der nach Polizeiangaben 14.000 Menschen teilnahmen, begann jedoch mit einer Blockade. Die Berliner Polizei verlegte kurzfristig den lange angek\u00fcndigten Auftaktort vom Brandenburger Tor zur Stra\u00dfe des 17. Juni uns sperrte den Pariser Platz f\u00fcr offensichtliche Teilnehmende der propal\u00e4stinensischen Demonstration. \u201eDamit es nicht zu Vermischungen mit anderen Veranstaltungen kommt\u201c, wie ein Polizist etwas umst\u00e4ndlich erkl\u00e4rte. Damit meinte er vor allem eine proisraelische Kundgebung, die mit 20 Teilnehmenden etwas abseits vor der Commerzbank ihren Platz hatte. Die \u201eUnited 4 Gaza\u201c-Teilnehmer*innen mussten einen Umweg in Kauf nehmen, die Veranstaltung startete versp\u00e4tet. Der wortgewaltige Moderator auf dem dezibelstarken Lautsprecherwagen sprach von \u201eSchikane\u201c. Die Polizei, die mit 850 Be\u00adam\u00adt*in\u00adnen aus mehreren Bundesl\u00e4ndern vertreten war, nahm gleich zu Beginn mehrere Personen fest \u2013 eine sei ein wiedererkannter Straft\u00e4ter gewesen, die anderen, weil sie gegen diese Festnahme protestierten. Ansonsten blieb die Veranstaltung friedlich.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">Erst nach \u00fcber anderthalb Stunden setzte sich der Zug langsam, aber lautstark in Bewegung. Tausende Menschen aller Altersgruppen betonten auf zahlreichen Schildern, dass ein Waffenstillstand nicht reiche und forderten ein Ende von Besatzung und Apartheid: \u201ePal\u00e4stina ist nicht frei, bis jeder Pal\u00e4stinenser zur\u00fcck in seine Heimat kommt\u201c, rief ein Sprecher. Weitere Schilder \u00fcbten harsche Kritik an Israel und dem Zionismus.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-5\" pos=\"4\">Eine der zahlreichen Red\u00adne\u00adr*in\u00adnen war K\u00fcbra Cinar, die mit der Global Sumud Flotilla medienwirksam versucht hat, die Seeblockade zu durchbrechen und von der israelischen Armee verhaftet wurde. Sie berichtete von Folter und Misshandlungen und kritisierte das Schweigen und eine \u201eKomplizenschaft\u201c Deutschlands an Israels Vorgehen in Gaza. Man k\u00f6nne sich nicht auf Deutschland verlassen, so Cinar, \u201eaber wir werden nicht schweigen\u201c-<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-6\" pos=\"5\">Organisiert wurde \u201eUnited 4 Gaza\u201c von einer Initiative pal\u00e4stinensischer Aktivist*innen, um \u201eder pal\u00e4stinensischen Perspektive Geh\u00f6r verschaffen \u2013 in einem Land, das sie systematisch ausblendet\u201c, wie es auf der Website hei\u00dft. Mit dem Motto kn\u00fcpfte sie an die gleichnamige Gro\u00dfdemo am 21. Juni an, als zehntausende Menschen zum Platz der Republik str\u00f6mten.<\/p>\n<p><a class=\"slides icon maximize_opahov large pswp-slides pl-0\" href=\"https:\/\/taz.de\/picture\/7982505\/1200\/552090686.jpeg\" data-pswp-width=\"\" data-pswp-height=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/552090686.jpeg\" alt=\"Demonstranten der &quot;United4Gaza&quot;-Kundgebung ziehen durch das Regierungsviertel\" title=\"Demonstranten der &quot;United4Gaza&quot;-Kundgebung ziehen durch das Regierungsviertel\" height=\"997\" type=\"image\/jpeg\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Trotz Waffenstillstand demonstrieren Hunderte in Berlin<\/p>\n<p>Foto:<br \/>\nMichael Ukas\/dpa<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-8\" pos=\"6\">Ein Sprecher der Initiative ist der Pal\u00e4stinenser Abed Hassan, der selbst die ersten f\u00fcnf Wochen dieses Gazakriegs miterleben musste. \u201eWir sind psychisch krank geworden\u201c, von f\u00fcnf engen Freunden in Gaza seien nur noch zwei am Leben. Seine Forderungen sind klar: \u201eWir setzen uns gegen die strukturelle Apartheid des Staates Israel gegen\u00fcber den Pal\u00e4stinensern ein, f\u00fcr echte Souver\u00e4nit\u00e4t und das R\u00fcckkehrrecht der Pal\u00e4stinenser\u201c, so Hassan. Zwar gebe es eine \u201eriesengro\u00dfe Skepsis, weil man der israelischen Besatzung in der Vergangenheit nicht trauen konnte\u201c. Dennoch empfinde er Erleichterung: \u201eMeine gr\u00f6\u00dfte Hoffnung ist, dass die pal\u00e4stinensischen Parteien, dass die pal\u00e4stinensische Zivilgesellschaft selbst dar\u00fcber bestimmen kann, wie die Zukunft der Pal\u00e4stinenser in Pal\u00e4stina aussieht.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-9\" pos=\"7\">Dann zog die Demo los und die Stra\u00dfe des 17. Juni geh\u00f6rte wieder den Tourist*innen. Nur ein propal\u00e4stinensischer Aktivist stand noch dort, festgehalten von einer kleinen Gruppe Polizisten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin taz | Am Samstag fand erneut eine propal\u00e4stinensische Demonstration in Berlin-Mitte unter dem Motto \u201eUnited 4 Gaza\u201c&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":491087,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,30],"class_list":{"0":"post-491086","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115357066581512703","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/491086","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=491086"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/491086\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/491087"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=491086"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=491086"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=491086"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}