{"id":491440,"date":"2025-10-11T22:23:30","date_gmt":"2025-10-11T22:23:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/491440\/"},"modified":"2025-10-11T22:23:30","modified_gmt":"2025-10-11T22:23:30","slug":"zollplaene-der-eu-wie-steht-europas-stahlindustrie-da","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/491440\/","title":{"rendered":"Zollpl\u00e4ne der EU: Wie steht Europas Stahlindustrie da?"},"content":{"rendered":"<p>                    <strong>faq<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 07.10.2025 17:57 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Billigkonkurrenz durch Stahl aus China wird in Europa schon seit langem als Problem angesehen. Warum gilt die Branche als so sch\u00fctzenswert? Und wie steht es um die heimischen Hersteller?<\/strong>\n    <\/p>\n<p>Von Alina Leimbach, ARD-Finanzredaktion\n                        <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EU-Kommission schl\u00e4gt neue Ma\u00dfnahmen vor, um die europ\u00e4ische Stahlindustrie zu sch\u00fctzen. Was sind die Gr\u00fcnde daf\u00fcr? Wie gro\u00df ist die Konkurrenz durch Hersteller aus China? Und welche Bedeutung hat die Branche f\u00fcr die Wirtschaft in Deutschland und in anderen L\u00e4ndern Europas?<\/p>\n<p>    Warum ist europ\u00e4ischer Stahl so ein gro\u00dfes Thema?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wer \u00fcber Industrie spricht, spricht meist auch \u00fcber Stahl. Bis heute steckt der multifunktionale Werkstoff in zahlreichen zentralen Alltagsg\u00fctern &#8211; von Autos \u00fcber H\u00e4user bis hin zu Bahntrassen und inzwischen auch Windr\u00e4dern. Entsprechend wichtig ist die Stahlindustrie als Zulieferbranche f\u00fcr diverse andere Industriesektoren in der EU.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch aus geostrategischer Sicht gilt Stahl als wichtig. Wie abh\u00e4ngig will man sich bei einem so zentralen Werkstoff f\u00fcr die Industrie von Zulieferungen aus dem Ausland machen? Bei anderen Branchen wie etwa Pharma oder Halbleitern hat man in den vergangenen Jahren gemerkt, wie gro\u00df die internationalen Abh\u00e4ngigkeiten sind &#8211; und wie erpressbar das machen kann. Au\u00dferdem h\u00e4ngen zahlreiche Arbeitspl\u00e4tze an der Branche. Gerade in Deutschland sind es oft gut bezahlte Jobs. Zuletzt arbeiteten hier noch knapp 90.000 Menschen f\u00fcr die Industrie. Dazu kommen viele Arbeitspl\u00e4tze in weiterverarbeitenden Betrieben.<\/p>\n<p>    Wie steht Europas Stahlindustrie aktuell da?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EU ist weltweit der zweitgr\u00f6\u00dfte Stahlproduzent &#8211; nach Asien. Allerdings macht europ\u00e4ischer Stahl gerade einmal 14 Prozent der weltweiten Stahlproduktion aus. In Asien werden dagegen knapp drei Viertel des globalen Rohstahls produziert, so der europ\u00e4ische Wirtschaftsverband Eurofer im <a href=\"https:\/\/www.eurofer.eu\/assets\/publications\/brochures-booklets-and-factsheets\/european-steel-in-figures-2025\/European-Steel-in-Figures-2025_23062025.pdf?utm_source=chatgpt.com\" title=\"Eurofer\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Jahresbericht 2025<\/a>. In Asien selbst ist China f\u00fchrend, aber auch Indien hat einige gewaltige Stahlkonzerne. Innerhalb der EU ist Deutschland der gr\u00f6\u00dfte Stahlproduzent.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Insgesamt ist die Produktion von Stahl in der EU r\u00fcckl\u00e4ufig. Wurden 2010 noch rund 170 Millionen Tonnen Rohstahl in Europa gefertigt, waren es 2024 nur noch rund 130 Millionen Tonnen, so Eurofer. In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage in der EU gesunken. Sie d\u00fcrfte aber wieder steigen, nehmen Branchenexperten an.<\/p>\n<p>    Wie geht es der deutschen Stahlindustrie?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Branche steckt im Krisenmodus. Im ersten Halbjahr 2025 ist die Rohstahlproduktion in Deutschland laut Wirtschaftsvereinigung Stahl im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast zw\u00f6lf Prozent auf 17,1 Millionen Tonnen gesunken &#8211; und das nach einem bereits \u00fcberaus schwachen Jahr 2024. Thyssenkrupp, der gr\u00f6\u00dfte deutsche Stahlproduzent, will in diesem Jahr alleine 11.000 Stellen abbauen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Generell k\u00e4mpft die Branche mit sinkender Nachfrage wegen der Wirtschaftsflaute in den vergangenen Jahren. Dazu kommen hohe Energiepreise, die europ\u00e4ischen Stahl teuer machen &#8211; und die Unternehmen beklagen Dumping-Konkurrenz aus Asien. Die k\u00f6nnte sogar noch zunehmen, wenn China noch mehr g\u00fcnstigen Stahl wegen der erh\u00f6hten US-Z\u00f6lle in die EU umleitet.<\/p>\n<p>    Warum greift die EU zu den h\u00f6heren Z\u00f6llen?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bereits als Reaktion auf die erste Zollerh\u00f6hung auf 25 Prozent w\u00e4hrend der ersten Amtszeit von US-Pr\u00e4sident Donald Trump f\u00fchrte die EU Z\u00f6lle in derselben H\u00f6he ein. Diese laufen aber kommendes Jahr aus, wenn nicht gegengesteuert wird.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Doch eine blo\u00dfe Verl\u00e4ngerung war schon l\u00e4nger unwahrscheinlich. Denn der EU-USA-Zolldeal sieht zwar generell ein Zollniveau von 15\u202fProzent vor. Doch europ\u00e4ischer Stahl geh\u00f6rt explizit nicht dazu und wird mit Z\u00f6llen von 50\u202fProzent seitens der USA belegt. Auch Trump argumentierte damit, die heimische Wirtschaft sch\u00fctzen zu wollen. Auf diese Entwicklung will die EU nun reagieren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dazu kommt der &#8211; aus Sicht der EU unfaire &#8211; Wettbewerb durch China. Das Land produziert laut Kritikern zu viel Stahl und dr\u00fcckt zudem mithilfe staatlicher Subventionen den Preis. Mehrere Untersuchungen der EU-Kommission kamen in der Vergangenheit zum Schluss, dass chinesische Importe sogar zu Preisen unterhalb der Produktionskosten auf den EU-Markt gelangten &#8211; etwa zinnbeschichteter oder organisch beschichteter Stahl. F\u00fcr diese speziellen Produktkategorien gelten daher ohnehin schon erh\u00f6hte Anti-Dumping-Z\u00f6lle.<\/p>\n<p>    Was sagt die Branche dazu?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Stahlbranche fordert schon seit L\u00e4ngerem entschiedene Ma\u00dfnahmen von der EU. Zentrale Sorge sind nicht nur die neuen US-Z\u00f6lle, sondern auch, dass in deren Folge noch mehr billiger Stahl aus China in die EU umgeleitet wird.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die \u00fcberarbeiteten Schutzma\u00dfnahmen der EU f\u00fcr Stahl robust und wirksam sind, um einer weiteren Umleitung der Stahlimporte, die den EU-Markt \u00fcberschwemmen, sofort und entschlossen entgegenwirken zu k\u00f6nnen. Die Zeit ist gekommen&#8220;, hatte Henrik Adam, der Pr\u00e4sident der europ\u00e4ischen Wirtschaftsverbands Eurofer, vor der Vorstellung der Kommissionspl\u00e4ne gesagt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"faq Stand: 07.10.2025 17:57 Uhr Billigkonkurrenz durch Stahl aus China wird in Europa schon seit langem als Problem&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":491441,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,227,548,663,158,3934,3935,3986,13,14,15,12,939,779,211],"class_list":{"0":"post-491440","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-china","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europaeische-union","14":"tag-europe","15":"tag-european-union","16":"tag-handel","17":"tag-headlines","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-schlagzeilen","21":"tag-stahl","22":"tag-thyssenkrupp","23":"tag-zoelle"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115357877134752767","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/491440","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=491440"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/491440\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/491441"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=491440"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=491440"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=491440"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}