{"id":492313,"date":"2025-10-12T07:25:13","date_gmt":"2025-10-12T07:25:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/492313\/"},"modified":"2025-10-12T07:25:13","modified_gmt":"2025-10-12T07:25:13","slug":"handys-vom-tisch-so-verhaelt-man-sich-im-restaurant-nrw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/492313\/","title":{"rendered":"Handys vom Tisch! &#8211; So verh\u00e4lt man sich im Restaurant | NRW"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Der Gast, vom Typ her vielbesch\u00e4ftigter Manager, sprach unaufh\u00f6rlich in sein Handy. Als der Herr nach geraumer Zeit noch immer nicht dazu gekommen war, eine Bestellung aufzugeben, trat Restaurant-Inhaber Vincent Moissonnier an seinen Tisch und schob ihm einen Zettel hin: \u00abGeben Sie uns Ihre Handynummer, wir rufen Sie an, um Ihre Bestellung aufzunehmen\u00bb, stand darauf. Kleiner Wink mit dem Zaunpfahl.<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">Moissonnier (64) ist franz\u00f6sischer Sterne-Gastronom in K\u00f6ln, gefragter Talkshow-Gast und Bestsellerautor. K\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichte er das Buch \u00abEin Tisch am Fenster\u00bb, in dem er die Geschichte seines 1987 er\u00f6ffneten Restaurants \u00abLe Moissonnier\u00bb erz\u00e4hlt &#8211; randvoll mit bewegenden und komischen Anekdoten. Nebenbei geht es auch um prominente G\u00e4ste wie Oscar-Gewinner Sir Michael Caine, Schauspieler Bruno Ganz und Kardinal Rainer Maria Woelki.<\/p>\n<p><a class=\"link-img\" href=\"https:\/\/www.mt.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xSkZrbm5qenlidjRuZ05UTUhWYjVSaVZPREViT2Fkb0tEUjVTWGRwS2FsMmNmKzJHN3doMzBydm5SYUFEVG43S3ZkYXhudzZXU0p4QjZkdXM1QkM2VXdrcDVldGk5aDZUZUNxekdNd3lQbDM5YVJEWnZxaXVCanNEUHhXclRJYWU\/251012-0815-urn-newsml-dpa-com-20090101-251012-935-886863.webp\" data-fancybox=\"images\" data-caption=\"Vincent Moissonnier betreibt sein Restaurant seit 1987 - in dieser Zeit sind die Besucher der gehobenen Gastronomie nach seiner Beobachtung bunter und j\u00fcnger geworden. - \u00a9 Thomas Banneyer\/dpa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n<img decoding=\"async\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/251012-0815-urn-newsml-dpa-com-20090101-251012-935-886863.webp.webp\" loading=\"lazy\" width=\"1000\" alt=\"Vincent Moissonnier betreibt sein Restaurant seit 1987 - in dieser Zeit sind die Besucher der gehobenen Gastronomie nach seiner Beobachtung bunter und j\u00fcnger geworden. - \u00a9 Thomas Banneyer\/dpa\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Vincent Moissonnier betreibt sein Restaurant seit 1987 &#8211; in dieser Zeit sind die Besucher der gehobenen Gastronomie nach seiner Beobachtung bunter und j\u00fcnger geworden. &#8211; \u00a9 Thomas Banneyer\/dpa<\/p>\n<p id=\"absatz5\" class=\"em_text\">Ebenso wie in seinem ersten Buch \u00abDer K\u00e4se kommt vor dem Dessert\u00bb gibt Moissonnier auch diesmal wieder den einen oder anderen Verhaltenstipp f\u00fcr einen unfallfreien Restaurant-Besuch.<\/p>\n<p id=\"absatz6\" class=\"em_text\">Das Publikum sei bunter und j\u00fcnger geworden, freut er sich. \u00abEs hat sich sehr viel getan, alles ist sehr kosmopolitisch geworden, und die Generation, die jetzt kommt, hat besonders viel Lust auf gute K\u00fcche.\u00bb<\/p>\n<p><a class=\"link-img\" href=\"https:\/\/www.mt.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xSkZrbm5qenlidjRuZ05UTUhWYjVSaVZPREViT2Fkb0tEUjVTWGRwS2FsMmNmKzJHN3doMzBydm5SYUFEVG43S3ZkYXhudzZXU0p4QjZkdXM1QkM2VTQ4eDY0TWlsZmdjYkQrdWFnRDY4enlIZ0dxQXpTcHR0bG5xcGpnVkZKUWE\/251012-0815-urn-newsml-dpa-com-20090101-251012-935-886854.webp\" data-fancybox=\"images\" data-caption=\"In seinen B\u00fcchern gibt Sterne-Gastronom Vincent Moissonnier Tipps f\u00fcr das richtige Verhalten im Restaurant. - \u00a9 Thomas Banneyer\/dpa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n<img decoding=\"async\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/251012-0815-urn-newsml-dpa-com-20090101-251012-935-886854.webp.webp\" loading=\"lazy\" width=\"1000\" alt=\"In seinen B\u00fcchern gibt Sterne-Gastronom Vincent Moissonnier Tipps f\u00fcr das richtige Verhalten im Restaurant. - \u00a9 Thomas Banneyer\/dpa\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>In seinen B\u00fcchern gibt Sterne-Gastronom Vincent Moissonnier Tipps f\u00fcr das richtige Verhalten im Restaurant. &#8211; \u00a9 Thomas Banneyer\/dpa<\/p>\n<p id=\"absatz8\" class=\"em_text\">Seine Hinweise sollten bitte nur als weitere Schwellen-Absenker verstanden werden, nicht als Bevormundung, betont der \u00abPatron\u00bb im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. Und f\u00fcgt lachend hinzu: \u00abSonst sagen die Leute hinterher noch: &#8222;Der Typ soll uns in Ruhe lassen und zur\u00fcckgehen zu seinem Macron!&#8220;\u00bb<\/p>\n<p>Im Restaurant darf der Mann noch Kavalier spielen<\/p>\n<p><a class=\"link-img\" href=\"https:\/\/www.mt.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xSkZrbm5qenlidjRuZ05UTUhWYjVSaVZPREViT2Fkb0tEUjVTWGRwS2FsMmNmKzJHN3doMzBydm5SYUFEVG43S3ZkYXhudzZXU0p4QjZkdXM1QkM2VSt0RG9sYXlHNHZpbXZKL2huNi8wam1lbS9XV0hVWHpidDY1RkgwYXRtbVY\/251012-0815-urn-newsml-dpa-com-20090101-251012-935-886857.webp\" data-fancybox=\"images\" data-caption=\"In seinem Restaurant hat Vincent Moissonnier nach franz\u00f6sischer Sitte auch einen Schrank, in dem Stammg\u00e4ste ihre Serviette in einem Fach deponieren k\u00f6nnen. - \u00a9 Thomas Banneyer\/dpa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n<img decoding=\"async\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/251012-0815-urn-newsml-dpa-com-20090101-251012-935-886857.webp.webp\" loading=\"lazy\" width=\"1000\" alt=\"In seinem Restaurant hat Vincent Moissonnier nach franz\u00f6sischer Sitte auch einen Schrank, in dem Stammg\u00e4ste ihre Serviette in einem Fach deponieren k\u00f6nnen. - \u00a9 Thomas Banneyer\/dpa\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>In seinem Restaurant hat Vincent Moissonnier nach franz\u00f6sischer Sitte auch einen Schrank, in dem Stammg\u00e4ste ihre Serviette in einem Fach deponieren k\u00f6nnen. &#8211; \u00a9 Thomas Banneyer\/dpa<\/p>\n<p id=\"absatz10\" class=\"em_text\">Moissonnier lebt zwar schon seit \u00fcber 40 Jahren in Deutschland, aber er hat weiter ausschlie\u00dflich die franz\u00f6sische Staatsb\u00fcrgerschaft und spricht mit leichtem franz\u00f6sischem Akzent.<\/p>\n<p id=\"absatz11\" class=\"em_text\">Den muss man sich dazu vorstellen, wenn er sagt, dass es nach wie vor gut sei, wenn der Mann der Frau beim Hereinkommen die T\u00fcr aufhalte. Anschlie\u00dfend solle er vor ihr hergehen, ihr den Mantel abnehmen und ihr den besseren Platz \u00fcberlassen.<\/p>\n<p id=\"absatz12\" class=\"em_text\">Aber passen solche Regeln noch in eine Zeit, in der Geschlechteridentit\u00e4ten zunehmen aufweichen? Seine Antwort: \u00abIch will gar nicht bestreiten, dass das so ist, aber ich gehe jede Wette ein, dass in dieser konkreten Situation jede Dame die ihr entgegengebrachte Aufmerksamkeit zu sch\u00e4tzen wei\u00df.\u00bb<\/p>\n<p>Die Kleidung so w\u00e4hlen, dass sie andere nicht st\u00f6rt<\/p>\n<p id=\"absatz13\" class=\"em_text\">Moissonnier selbst macht stets einen tadellosen Eindruck, sein Markenzeichen ist eine kleine Fliege, doch er betont: \u00abEs gibt Menschen, die sind gerne locker angezogen, und das soll auch so bleiben. Schwierig wird es erst, wenn man etwas macht, das die Umgebung st\u00f6rt.\u00bb Der Leitgedanke ist: Kurz nachdenken, ob das Outfit ins Gesamtbild passt. F\u00fcr Jogginghose und Muskel-Shirt trifft das eher nicht zu.<\/p>\n<p>Handys geh\u00f6ren nicht auf den Tisch<\/p>\n<p id=\"absatz14\" class=\"em_text\">Fr\u00fcher gab es mal ein Handyverbot bei \u00abLe Moissonnier\u00bb, aber das haben Vincent und seine Frau Liliane &#8211; gleichfalls Franz\u00f6sin &#8211; irgendwann wieder abgeschafft. \u00abHoffnungslos.\u00bb<\/p>\n<p id=\"absatz15\" class=\"em_text\">Aber: Man sollte das Ding auf jeden Fall stumm schalten und auch bitte nicht auf den Tisch legen. Denn der wird gebraucht f\u00fcr Teller, Gl\u00e4ser, Sch\u00fcsseln. \u00abManchmal geben wir den kleinen Hinweis, dass wir f\u00fcr Wassersch\u00e4den durch umgekippte Gl\u00e4ser und Flaschen nicht haften. G\u00e4ste mit Humor verstehen das sofort.\u00bb Was ihn \u00fcberrascht: \u00abEs kommen junge Paare hierher, die sitzen sich gegen\u00fcber und starren auf ihre Handys. Haben die sich nichts mehr zu sagen?\u00bb<\/p>\n<p>Stoff-Servietten nie auf den Teller legen<\/p>\n<p id=\"absatz16\" class=\"em_text\">In der Gastro wird es allgemein als Tods\u00fcnde betrachtet, wenn der Gast seine Stoffserviette nach dem Essen auf den abgegrasten Teller legt. An dieser Stelle wird Moissonnier richtig emotional: \u00abDas ist furchtbar, es geh\u00f6rt sich nicht\u00bb, schimpft er.<\/p>\n<p id=\"absatz17\" class=\"em_text\">\u00abEine Serviette ist kein Papierm\u00fcll, sondern Bestandteil der Tischkultur, und die wirft man nicht auf einen Teller fertig gegessener Spaghetti Bolognese. Die legt man gefaltet neben den Teller. Auch eine Papierserviette hat auf dem Teller nichts zu suchen.\u00bb<\/p>\n<p>Kinder m\u00fcssen besch\u00e4ftigt werden<\/p>\n<p id=\"absatz18\" class=\"em_text\">\u00abKinder sind nie ein Problem, das Problem sind die Eltern.\u00bb Damit meint Moissonnier G\u00e4ste, die den Nachwuchs zum Beispiel von Tisch zu Tisch gehen lassen. Ein Erfahrungswert aus 40 Jahren Kundenkontakt: \u00abKinder m\u00fcssen schnell etwas zu essen bekommen, dann sind sie zufrieden und in der Regel auch ruhig, aber bald danach m\u00fcssen sie besch\u00e4ftigt werden.\u00bb<\/p>\n<p id=\"absatz19\" class=\"em_text\">Wenn die Eltern das nicht schaffen, gehen die Kellner manchmal mit ihnen in die K\u00fcche, um sie abzulenken. Aber so sollte es nat\u00fcrlich eigentlich nicht sein. Einmal hatte Moissonnier ein G\u00e4ste-Paar, das sich f\u00fcr den Abend extra einen Babysitter organisiert hatte, um mal ganz in Ruhe essen zu k\u00f6nnen. \u00abDie beiden haben sich dann zu Recht beschwert, als am Nachbartisch ein Schreikind nicht ruhig gehalten werden konnte.\u00bb<\/p>\n<p>Trinkgeld gibt man mit dem Herzen<\/p>\n<p id=\"absatz20\" class=\"em_text\">Bei einer Rechnung von 100 Euro drei Euro Trinkgeld zu geben, ist nach Moissonniers Ansicht noch schlimmer als gar kein Trinkgeld zu geben. Dabei ist ihm bewusst: \u00abEs gibt Menschen, die k\u00f6nnen kein Trinkgeld geben. Die sparen f\u00fcr den Restaurant-Besuch, kratzen das Geld zusammen. Da sage ich: &#8222;G\u00f6nne es ihnen und sei froh, dass sie \u00fcberhaupt bei dir gewesen sind.&#8220;\u00bb<\/p>\n<p id=\"absatz21\" class=\"em_text\">Ein \u00fcbertrieben hohes Trinkgeld kann nach seiner Erfahrung dazu f\u00fchren, dass man den Gast nicht mehr ernst nimmt. Die goldene Regel: F\u00fcnf bis zehn Prozent sollten es sein. Wie viel genau, entscheidet man aus dem Bauch heraus. Oder in Moissonniers Worten: \u00abLass dein Herz sprechen.\u00bb <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Gast, vom Typ her vielbesch\u00e4ftigter Manager, sprach unaufh\u00f6rlich in sein Handy. 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