{"id":492334,"date":"2025-10-12T07:36:28","date_gmt":"2025-10-12T07:36:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/492334\/"},"modified":"2025-10-12T07:36:28","modified_gmt":"2025-10-12T07:36:28","slug":"berlin-ai-grid-summit-wie-ki-den-weg-in-die-industrie-finden-soll","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/492334\/","title":{"rendered":"Berlin: AI Grid Summit: Wie KI den Weg in die Industrie finden soll"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 12.10.2025 08:26 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>K\u00fcnstliche Intelligenz gilt als Schl\u00fcsseltechnologie der Zukunft \u2013 doch zwischen Forschung und Anwendung klafft in Deutschland noch immer eine L\u00fccke. Beim AI Grid Summit diskutieren Forschende, wie der Transfer von der Uni in die Wirtschaft gelingen kann. Von Efthymis Angeloudis<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Sie ist eine der wichtigsten Schl\u00fcsseltechnologien f\u00fcr die digitale Transformation von Wirtschaft und Industrie. In vielen deutschen Unternehmen wird K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) bereits in Pilotprojekten oder einzelnen Prozessschritten eingesetzt, doch fl\u00e4chendeckende Anwendungen besonders bei kleinen und mittleren Unternehmen stehen oft noch aus.<br \/>\u00a0<br \/>&#8222;Deutschland darf KI nicht auf Chatbots oder Sprachmodelle reduzieren. Unsere St\u00e4rke liegt in der industriellen KI \u2013 dort, wo Ingenieurskunst und Pr\u00e4zision z\u00e4hlen,&#8220; sagt Wolfgang Wahlster, Vorsitzender des AI Grid und Mitbegr\u00fcnder des Deutschen Forschungszentrums f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz (DFKI) gegen\u00fcber rbb|24 auf der AI Grid Summit in Berlin. &#8222;Bei den gr\u00f6\u00dferen Mittelst\u00e4ndlern ab 250 Besch\u00e4ftigten haben bereits rund die H\u00e4lfte KI-Anwendungen im Einsatz &#8211; vom Vertrieb bis zur Logistik und Produktion.&#8220; Auch bei <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/wirtschaft\/beitrag\/2025\/04\/berlin-gruendungszentrum-kiez-startups-ki-ai-campus-leuchtturm.html\" title=\"Start-ups\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Start-ups<\/a> sei der KI-Einsatz sehr weit verbreitet, so Wahlster. &#8222;Aber im Mittelfeld ist noch viel Luft nach oben.&#8220;<\/p>\n<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/rbb-492451679-100.jpg\" alt=\"Archivbild: Der J\u00fclicher Supercomputer JUWELS schafft 85 Petaflops, was 85 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde oder der Rechenleistung von mehr als 300 000 modernen PCs entspricht. (Quelle: dpa\/Monheim)\" title=\"492451679 | dpa\/Monheim\"\/><\/p>\n<p>So steht es um KI in Berlin und Brandenburg<\/p>\n<p>            Neue KI-Anbieter wie das chinesische &#8222;Deepseek&#8220; fordern das Silicon Valley heraus. Auch in Berlin und Brandenburg wird KI erforscht und entwickelt. Ob die Technologie aber in mittelst\u00e4ndischen Unternehmen erfolgreich sein wird, ist umstritten. Von Julian von B\u00fclow<a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/wirtschaft\/beitrag\/2025\/01\/berlin-brandenburg-ki-kuenstliche-intelligenz-llm-chatgpt-openai-deepseek.html\" title=\"mehr\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">mehr<\/a><\/p>\n<p>    KI \u2013 nur ein vor\u00fcbergehender Hype?<\/p>\n<p class=\"textabsatz--contains-image  m-six l-five textabsatz columns twelve\">Eine <a href=\"https:\/\/www.bitkom.org\/Presse\/Presseinformation\/Industrie-4.0-Unternehmen-KI-Produktion\" title=\"Bitkom-Studie\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Bitkom-Studie<\/a> vom M\u00e4rz dieses Jahres gibt Wahlster recht. Zwar nutzen 42 Prozent der Industrieunternehmen bereits KI-Anwendungen \u2013 etwa f\u00fcr Qualit\u00e4tspr\u00fcfung, Fertigungsplanung oder Logistikoptimierung. Und weitere 35 Prozent planen den Einsatz. Doch fast die H\u00e4lfte f\u00fcrchtet, dass Deutschland die &#8222;KI-Revolution&#8220; verschl\u00e4ft. Ein F\u00fcnftel der Unternehmen glaubt sogar, KI sei nur ein vor\u00fcbergehender Hype.<br \/>\u00a0<br \/>Als Gegenmittel fordert Wahlster KI aus der Forschung in konkrete Produkte und Produktionsprozesse zu bringen. &#8222;Wir k\u00f6nnen die alten Modelle nicht immer wieder auf den Markt bringen. Wir m\u00fcssen KI in unsere Produkte injizieren \u2013 vom Miele-Herd bis zum <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/wirtschaft\/beitrag\/2025\/09\/landwirtschaft-technik-ki-unkraut-jaeten-roboter-jaetrobi-interview.html\" title=\"Erntemaschinenroboter\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Erntemaschinenroboter<\/a>.&#8220;<br \/>\u00a0<br \/>Bei solchen hochpr\u00e4zisen, hochqualitativen Systemen, die auch in kleineren Losgr\u00f6\u00dfen produziert werden, sei Deutschland immer noch Marktf\u00fchrer. Um das zu halten und weiter auszubauen, ben\u00f6tige es auch hochqualifiziertes Personal. &#8222;Und das muss auch in die K\u00f6pfe rein&#8220;, sagt Wahlster dem rbb.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Wolfgang Wahlster, Mitbegr\u00fcnder des Deutschen Forschungszentrums f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz\n                    <\/p>\n<p>    Transferl\u00fccke zwischen Forschung und Wirtschaft<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Genau hier setzt das vom Bundesforschungsministerium gef\u00f6rderte AI-Grid-Netzwerk an. Es will den Austausch zwischen Forschung, Industrie und Start-ups intensivieren und junge Forschende gezielt auf eine Karriere jenseits der Universit\u00e4t vorbereiten. Beim AI Grid Summit 2025 im Einstein Center Digital Future in Berlin kamen mehr als 90 Expertinnen und Experten zusammen, um Wege aus der Transferl\u00fccke zu diskutieren.<br \/>\u00a0<br \/>Laure Poirson, Projektleiterin des Netzwerks, erlebt die L\u00fccke im Alltag: &#8222;Viele promovierte KI-Forschende sind absolute Expert:innen in ihrem Gebiet, aber im Unternehmen gibt es ganz viele andere sehr komplexe Probleme und Herausforderungen zu meistern und da gibt es vielleicht einige Skills, die sie noch nicht haben.&#8220; AI Grid wolle sie dabei unterst\u00fctzen, die wissenschaftliche Tiefe in die Wirtschaft zu tragen \u2013 wo sie dringend gebraucht werde.<br \/>\u00a0<br \/>Und Bedarf gebe es an jungen Forschenden allemal. &#8222;Data Scientists sind sehr gesucht, aber es gibt gerade nicht genug Talente&#8220;, sagt Poirson. &#8222;Unser Ziel ist, junge Leute zu ermutigen, in diese Disziplin zu gehen und das nicht nur in der Informatik, sondern auch in angrenzenden Bereichen wie Biologie, Neurowissenschaft oder Linguistik.&#8220;<\/p>\n<p>Hilfe! Wie gr\u00fcnde ich ein Startup?<\/p>\n<p>            Gr\u00fcndungszentren in M\u00fcnchen, Paris oder Br\u00fcssel begleiten Startups Schritt f\u00fcr Schritt bis zur Marktreife. In Berlin hingegen fehlt ein zentraler Anlaufpunkt. Doch gerade bei KI-Gr\u00fcndungen scheint sich jetzt etwas zu tun. Von Efthymis Angeloudis<a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/wirtschaft\/beitrag\/2025\/04\/berlin-gruendungszentrum-kiez-startups-ki-ai-campus-leuchtturm.html\" title=\"mehr\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">mehr<\/a><\/p>\n<p>    Auch als Quereinsteiger in die KI-Forschung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dass der Einstieg in die KI-Branche nicht nur Tech-Experten vorbehalten ist, zeigt die Linguistin Judith Knoblach von der Uni Bamberg. &#8222;Ich komme aus der Sprachwissenschaft und habe mir das Programmieren selbst beigebracht,&#8220; erz\u00e4hlt sie. Heute forscht sie daran, wie KI in kleinen und mittleren Unternehmen eingesetzt werden kann \u2013 etwa bei der akustischen Analyse von Produktionsdaten. &#8222;KI ist ein interdisziplin\u00e4res Feld. Es braucht psychologisches, sprachliches und technisches Wissen.&#8220;<br \/>\u00a0<br \/>Auch Nachwuchsforscher Vivek Chavan von der TU Berlin sieht im industriellen Einsatz von KI ein Feld voller M\u00f6glichkeiten. In seiner Arbeit verbindet er Computer Vision mit Robotik, um Produktionsfehler zu erkennen und Prozesse zu optimieren. Doch auch er denkt schon an das eigene Unternehmen, wie er erz\u00e4hlt: &#8222;Ich w\u00fcrde gern gr\u00fcnden \u2013 Berlin ist daf\u00fcr ein gro\u00dfartiger Ort. Die Szene ist kollaborativ und offen.&#8220; Dennoch sieht Chavan H\u00fcrden: &#8222;Es gibt gute Strukturen f\u00fcr Startups, aber beim Skalieren [Anm. d. Red. dem Ausbau des Unternehmens] wird es schwierig. Viele m\u00fcssen dann in die USA oder nach Asien gehen.&#8220;<\/p>\n<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/rbb-audio-rbb24-inforadio-07-02-2025-irina-gabrowski-100.jpg\" alt=\"Sam Altman, Mitgr\u00fcnder und Vorstandsvorsitzender von OpenAI, spricht w\u00e4hrend einer Podiumsdiskussion \u00fcber die Zukunft K\u00fcnstlicher Intelligenz an der TU Berlin. (Quelle: dpa\/Sebastian Gollnow)\" title=\"Video: rbb24 Abendschau | 07.02.2025 | Antje Tiemeyer | dpa\/Sebastian Gollnow\"\/><\/p>\n<p>Sam Altman in Berlin: &#8222;Nutzt KI, um nicht abgeh\u00e4ngt zu werden&#8220;<\/p>\n<p>            Nach dem Schock durch den Erfolg des chinesischen KI-Startups Deepseek ist OpenAI-Chef Sam Altman an der TU Berlin. Hier will er mit gleich zwei Neuigkeiten punkten: Einer neuen Version von ChatGPT und einem B\u00fcro in Deutschland. Von Efthymis Angeloudis<a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/wirtschaft\/beitrag\/2025\/02\/berlin-sam-altman-openai-tu-berlin-startup-deeptech.html\" title=\"mehr\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">mehr<\/a><\/p>\n<p>    Aus der Theorie in die Praxis<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dass diese Nachricht auch in der Politik angekommen ist, zeigen die Aussagen von Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) in einem Interview mit Reuters: &#8222;Aktuell sind wir \u00fcberwiegend Kunde. Wir m\u00fcssen st\u00e4rker zum Entwickler und Anbieter werden.&#8220; Wildberger r\u00e4umt ein, dass US-Firmen bei KI-Basismodellen weit voraus seien, warnt jedoch vor einer zu defensiven Haltung. &#8222;Im Vergleich zu den USA m\u00fcssen wir nat\u00fcrlich noch st\u00e4rker wachsen \u2013 aber wir haben schon eine hohe Dynamik.&#8220; Und KI sei daf\u00fcr, so Wildberger, &#8222;eine gro\u00dfe Chance&#8220; und er\u00f6ffne &#8222;ein riesiges Wachstumsfeld&#8220;.<br \/>\u00a0<br \/>Eine M\u00f6glichkeit zu wachsen sind laut Wahlster auch internationale Partnerschaften. So unterzeichnete das Deutsche Forschungszentrum f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz, dessen Chefberater Wahlster ist, im September 2024 eine Vereinbarung mit dem Taiwan AI Center of Excellence (AICoE). Die Zusammenarbeit soll sich insbesondere auf vertrauensw\u00fcrdige KI, Agrarrobotik und Halbleitertechnologie konzentrieren.<br \/>\u00a0<br \/>Der Zeitpunkt ist g\u00fcnstig: 2027 will der taiwanesische Chip-Riese TSMC gemeinsam mit europ\u00e4ischen Partnern im Norden von Dresden die Halbleiter-Produktion aufnehmen. Eine Chance aus Theorie Praxis zu machen.<\/p>\n<p>                                        <a class=\"backlink__link\" href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/wirtschaft\/beitrag\/2025\/10\/berlin-kuenstliche-intelligenz-industrie-ai-grid-summit.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                                                <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/images.tagesschau.de\/image\/898f19c3-6760-4be2-a33f-1fa765216ec2\/AAABlap_olM\/AAABmKJi16M\/original\/lra-rbb-logo-100.svg\" alt=\"Rundfunk Berlin-Brandenburg\"\/><\/p>\n<p>                                        <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 12.10.2025 08:26 Uhr K\u00fcnstliche Intelligenz gilt als Schl\u00fcsseltechnologie der Zukunft \u2013 doch zwischen Forschung und Anwendung klafft&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":492335,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,30,2239],"class_list":{"0":"post-492334","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-rbb"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115360052107591771","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/492334","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=492334"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/492334\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/492335"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=492334"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=492334"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=492334"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}