{"id":492399,"date":"2025-10-12T08:11:14","date_gmt":"2025-10-12T08:11:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/492399\/"},"modified":"2025-10-12T08:11:14","modified_gmt":"2025-10-12T08:11:14","slug":"warnung-vor-spionage-durch-neue-messenger-app-max","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/492399\/","title":{"rendered":"Warnung vor Spionage durch neue Messenger-App Max"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/2957091484955012.webp\" fetchpriority=\"high\" width=\"2000\" height=\"1333\" alt=\"RUSSIA, MOSCOW - JULY 1, 2025: This illustration shows the MAX Russian messenger app on mobile devices. Alexandra Popova\/TASS PUBLICATIONxINxGERxAUTxONLY 82129880\" data-image-id=\"2957091484955012\" class=\"watson-snippet__image bg-grey-10 block h-auto w-full \"\/><\/p>\n<p>Die Max-App ist mittlerweile auf russischen Smartphones verpflichtend.Bild: imago images \/ ITAR-TASS<\/p>\n<p>International<\/p>\n<p>Seit dem 1. September muss jedes russische Smartphone die Max-App installiert haben. Der Kreml versucht damit, sich weiter in das Privatleben der russischen B\u00fcrger:innen einzumischen.<\/p>\n<p>12.10.2025, 10:0212.10.2025, 10:02<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/6309647592888203.webp\" alt=\"Nathalie Trappe\" width=\"50\" height=\"50\" loading=\"lazy\" class=\"h-auto w-14 rounded-full\"\/><\/p>\n<p>Folgen<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Heutzutage funktioniert \u2013 zumindest f\u00fcr Menschen unter 70 \u2013 kaum noch etwas ohne Messengerdienste wie Whatsapp oder Signal. Private, aber auch gesch\u00e4ftliche Kontakte sind \u00fcber derlei Apps leichter zu pflegen, auch das Teilen von Dokumenten und Videocalls sind mittlerweile m\u00f6glich.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">In den Augen eines autokratischen Staates wie Russland sind solche Funktionen aber unerw\u00fcnscht. Deshalb hat der Kreml den eigenen Messenger &#8222;Max&#8220; gebaut, der seit dem 1. September verpflichtend auf jedem russischen Smartphone installiert sein muss. Entwickelt wurde die vermeintliche Whatsapp-Alternative vom staatlich kontrollierten Konzern VT \u2013  und schnell wird nun auch die Tragweite dieser Kontrollinstanz deutlich. <\/p>\n<p>Russland kontrolliert B\u00fcrger \u00fcber Messenger-Dienst<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">&#8222;Der Staat verf\u00fcgt \u00fcber alle Mittel, um zu gegebener Zeit eine standardm\u00e4\u00dfige \u00dcberwachung umzusetzen&#8220;, erkl\u00e4rt der russische IT-Experte Sarkis Darbinjan dem <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/angst-vor-putins-spionage-app-russland-will-burger-zu-whatsapp-alternative-zwingen-14528975.html\">&#8222;Tagesspiegel&#8220;<\/a>. Er ist Mitbegr\u00fcnder der NGO Roskomswoboda und arbeitet mittlerweile aus dem Exil. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Die Sorgen vieler Russ:innen vor einer gezielten \u00dcberwachung durch die Max-App teilt er \u2013 wie auch viele Oppositionspolitiker:innen. <strong>An manchen Stellen wird diese sogar schon als &#8222;pers\u00f6nlicher Polizist in deinem Telefon&#8220; bezeichnet.<\/strong><\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Das Grundproblem bei Messengerdiensten ist in Russland, dass pers\u00f6nliche Daten generell f\u00fcr die Beh\u00f6rden aufbewahrt werden m\u00fcssen. Ein Gesetz verpflichtet Social-Media-Plattformen, entsprechende Metadaten bis zu drei Jahre lang zu speichern und staatlichen Stellen bei Bedarf zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n<p>Experte f\u00fcrchtet aktive Spionage durch Max-App<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Bei Max geht die \u00dcberwachung allerdings noch weiter. <strong>Expert:innen gehen davon aus, dass zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht alle Berechtigungen der App wirklich genutzt werden und das volle Ausma\u00df der Kontrolle erst im Laufe der Zeit ersichtlich wird. <\/strong>M\u00f6glich w\u00e4re laut Dabinjan etwa, dass Max sich unbemerkt Zugriff auf Daten aus anderen Apps verschaffen k\u00f6nnte. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Auch wenn die App nicht ge\u00f6ffnet w\u00e4re, k\u00f6nnten dann Informationen \u00fcber Kamera oder Mikrofon des Ger\u00e4ts ergattert werden. &#8222;Die Architektur der App ist so aufgebaut, dass alle pers\u00f6nlichen Informationen und die gesamte Kommunikation f\u00fcr verschiedene staatliche Stellen zug\u00e4nglich sind \u2013 angefangen von Meinungsforschungsinstituten bis hin zu Geheimdiensten&#8220;, betont der Experte. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Bisher st\u00f6\u00dft der neue Messenger in Russland nicht unbedingt auf Begeisterung. <strong>Viele Nutzer:innen klagten in den vergangenen Wochen \u00fcber Unterbrechungen bei der Kommunikation und schlechtes Handling.<\/strong><\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Der Kreml versucht in diesem Zuge, die B\u00fcrger:innen mit seiner ganz eigenen Form von Zwang zu der App zu bringen. So sollen etwa die Menschen in der Region Pskow k\u00fcnftig nur noch \u00fcber die Max-App vor ukrainischen Drohnenangriffen gewarnt werden. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Als weitere Ma\u00dfnahme versucht die russische Staatsf\u00fchrung seit Monaten, die Konkurrenz auf dem Social-Media-Markt auszuschalten. <strong>Schon l\u00e4nger sind Instagram und Facebook im Land offiziell blockiert, mittlerweile ist auch die Anruffunktion bei Whatsapp gesperrt. <\/strong><\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">&#8222;All das bringt zweifellos Menschen dazu, trotz aller Risiken auf die russische Super-App umzusteigen&#8220;, warnt Darbinjan. Ein gro\u00dfer Teil der Bev\u00f6lkerung nutze mittlerweile aber auch VPN-Zug\u00e4nge, um die staatlichen Repressionen zu umgehen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Max-App ist mittlerweile auf russischen Smartphones verpflichtend.Bild: imago images \/ ITAR-TASS International Seit dem 1. 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