{"id":492702,"date":"2025-10-12T11:00:59","date_gmt":"2025-10-12T11:00:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/492702\/"},"modified":"2025-10-12T11:00:59","modified_gmt":"2025-10-12T11:00:59","slug":"freshfel-europe-gesundheitskrise-in-europa-mit-frischem-obst-und-gemuese-ueberwinden-article","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/492702\/","title":{"rendered":"Freshfel Europe: Gesundheitskrise in Europa mit frischem Obst und Gem\u00fcse \u00fcberwinden | Article"},"content":{"rendered":"<p>Show Fullscreen<\/p>\n<p class=\"picture\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" alt=\"AdobeStock_251946307\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/143691_adobestock_251946307_114168.jpeg\"  loading=\"eager\" class=\"lazyloaded\" width=\"5973\" height=\"3868\"\/><\/p>\n<p>Eine ganzheitliche \u00dcberpr\u00fcfung der Agrar-, Steuer-, Gesundheits-, Umwelt- und Bildungspolitik in der Europ\u00e4ischen Union sei dringend erforderlich. W\u00e4hrend der Obst- und Gem\u00fcsekonsum im Vergleich zu den Empfehlungen f\u00fcr Gesundheit und Nachhaltigkeit nach wie vor viel zu gering sei, st\u00e4rke die derzeitige Lebensmittelpolitik weiterhin die Position ultra-verarbeiteter Lebensmittel. Dies habe weitreichende Folgen, wie z.B. die Verschlechterung der Gesundheit der europ\u00e4ischen B\u00fcrger und einen \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion, der mit den Klimazielen der EU unvereinbar sei.<\/p>\n<p>Derzeit ist der Verzehr von Obst und Gem\u00fcse im Vergleich zu den Empfehlungen f\u00fcr Gesundheit und Nachhaltigkeit noch viel zu gering. Gleichzeitig verst\u00e4rke die vorherrschende Lebensmittelpolitik weiterhin die Dominanz ultra-verarbeiteter Lebensmittel, was zu einem Zusammenbruch der \u00f6ffentlichen Gesundheit beitrage und einen hohen \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck verursache, der mit den Klimazielen der EU unvereinbar sei. Im Gegensatz dazu nutze der Sektor f\u00fcr frisches Obst und Gem\u00fcse\u00a0nat\u00fcrliche Ressourcen wie Wasser viel besser, verursache geringe CO2-Emissionen und verf\u00fcge dar\u00fcber hinaus \u00fcber eine einzigartige Kohlenstoffbindungskapazit\u00e4t, die die CO2-Neutralit\u00e4t Europas sichern kann.<\/p>\n<p>Europa befindet sich an einem Wendepunkt, hei\u00dft es weiter. Die Adipositasraten steigen rapide an, ern\u00e4hrungsbedingte nicht\u00fcbertragbare Krankheiten (NCDs) dominieren die Sterblichkeitsstatistiken, und die Gesundheitssysteme brechen unter den untragbaren Kosten zusammen. Die Europ\u00e4er essen zu wenig Obst und Gem\u00fcse, die wirksamsten und erschwinglichsten \u201eMedikamente\u201d der Natur, die nachweislich starke gesundheitliche Vorteile bieten und gleichzeitig eine der geringsten Umweltbelastungen aller Lebensmittelgruppen haben.<\/p>\n<p>Freshfel Europe hat die Politik seit langem auf dieses Ungleichgewicht hingewiesen, aber die notwendigen Ma\u00dfnahmen blieben hinter den politischen Ambitionen zur\u00fcck. Um sowohl die Klima- als auch die Gesundheitsziele zu erreichen, muss die Europ\u00e4ische Union ihren\u00a0\u00dcbergang zu einer pflanzenfreundlicheren Ern\u00e4hrung mit Obst und Gem\u00fcse als Kernst\u00fcck beschleunigen. Eine positive Diskriminierung zugunsten von Obst und Gem\u00fcse sei der Schl\u00fcssel, um die lang anhaltenden Folgen fr\u00fcherer Politikma\u00dfnahmen umzukehren.<\/p>\n<p>Philippe Binard, Generaldelegierter von Freshfel Europe:\u00a0\u201eDer EAT-Lancet-Bericht \u00fcber gesunde, nachhaltige und gerechte Ern\u00e4hrungssysteme sendet ein klares und dringendes Signal der Wissenschaft und steht voll und ganz im Einklang mit der seit einem Jahr von Freshfel Europe vertretenen Position.\u201c Als Folge dieses Berichts m\u00fcssen die Europ\u00e4ische Union und die Nationen weltweit unverz\u00fcglich handeln, um die Ern\u00e4hrungspolitik wieder mit den Zielen der Gesundheit, Umwelt und wirtschaftlichen\u00a0Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen. Er f\u00fcgte hinzu: \u201eDie EU kann es sich nicht leisten, die Bedeutung von Obst und Gem\u00fcse zu ignorieren. Sie sind die Grundlage f\u00fcr ges\u00fcndere B\u00fcrger, einen ges\u00fcnderen Planeten und eine wettbewerbsf\u00e4hige l\u00e4ndliche Wirtschaft. Eine ganzheitliche \u00dcberpr\u00fcfung der\u00a0Agrar-, Steuer-, Gesundheits-, Umwelt- und Bildungspolitik ist dringend erforderlich. Der derzeitige politische Rahmen hat zu einem tiefen Ungleichgewicht gef\u00fchrt, da das Produktionswachstum f\u00fcr die Lebensmittelindustrie im Widerspruch zu der Notwendigkeit steht, gesunde landwirtschaftliche Produkte gem\u00e4\u00df den Gesundheits- und Ern\u00e4hrungsrichtlinien anzubieten.\u201c<\/p>\n<p>Der durchschnittliche Verzehr von frischem Obst und Gem\u00fcse in der Europ\u00e4ischen Union liege weit unter den Mindestempfehlungen f\u00fcr Gesundheit und Nachhaltigkeit. W\u00e4hrend die kombinierten Gesundheits- und Nachhaltigkeitsziele bei 800 g Obst und Gem\u00fcse pro Kopf und Tag liegen, bewege sich der tats\u00e4chliche Verzehr bei etwa 350 g. Gleichzeitig sei mittlerweile mehr als die H\u00e4lfte der Erwachsenen \u00fcbergewichtig und fast jeder Sechste fettleibig. Eine schlechte Ern\u00e4hrung stehe in direktem Zusammenhang\u00a0mit einem Anstieg von Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und anderen nicht\u00fcbertragbaren Krankheiten, die f\u00fcr \u00fcber 90 % der Todesf\u00e4lle in der EU verantwortlich seien.<\/p>\n<p>Die EU-Plattform f\u00fcr Ern\u00e4hrung, k\u00f6rperliche Bewegung und Gesundheit, die auf der Verpflichtung der Industrie basiere, der zunehmenden Fettleibigkeit entgegenzuwirken, war zu Beginn des Jahrhunderts ein eklatanter Misserfolg eines Soft-Law-Ansatzes. Und dennoch haben die j\u00fcngsten EU-Gesundheitsstrategien, darunter der Plan zur Krebsbek\u00e4mpfung, die pr\u00e4ventive und sch\u00fctzende Rolle von Obst und Gem\u00fcse bislang nicht vollst\u00e4ndig anerkannt und zum Ausdruck gebracht. Gleichzeitig seien die Agrarsubventionen und die Steuerpolitik der EU nach wie vor falsch ausgerichtet und beg\u00fcnstigen die Produktion und F\u00f6rderung von ultra-verarbeiteten Lebensmitteln gegen\u00fcber frischen, nahrhaften Produkten. Au\u00dferdem fehle es in der EU an einer soliden Strategie zur Ern\u00e4hrungserziehung. Kinder sollten w\u00e4hrend ihrer gesamten\u00a0Schulzeit einen Ern\u00e4hrungslehrplan genie\u00dfen, der die Vorteile einer gesunden Ern\u00e4hrung in Verbindung mit k\u00f6rperlicher Aktivit\u00e4t hervorhebt. Diese beiden S\u00e4ulen wurden bereits 2019 von der Europ\u00e4ischen Kommission im Rahmen der \u201eTartu-Erkl\u00e4rung\u201c klar bef\u00fcrwortet, aber leider blieb es bei der konkreten Umsetzung hinter den Erwartungen zur\u00fcck, so Freshfel weiter.<\/p>\n<p>Philippe Binard f\u00fcgte hinzu: \u201dFrisches Obst und Gem\u00fcse sind Europas am wenigsten genutzte Ressource im Umgang mit den aktuellen Krisen. Freshfel Europe betont immer wieder den \u2019dreifachen Gewinn\u2019, den frische Produkte bringen k\u00f6nnen: gesundheitliche Vorteile durch weniger Fettleibigkeit und weniger nicht\u00fcbertragbare Krankheiten; \u00f6kologische Vorteile als Lebensmittelgruppe mit einem der geringsten \u00f6kologischen Fu\u00dfabdr\u00fccke; und wirtschaftliche Vorteile durch die Unterst\u00fctzung der l\u00e4ndlichen Wirtschaft und die Senkung versteckter Gesundheitskosten\u00a0im Zusammenhang mit schlechter Ern\u00e4hrung. Europa hat sich verpflichtet, eine nachhaltige, widerstandsf\u00e4hige und wettbewerbsf\u00e4hige Wirtschaft aufzubauen. Dieses Ziel und die effektive, sparsame Verwendung \u00f6ffentlicher Mittel bleiben unerreichbar, solange die politischen Entscheidungstr\u00e4ger auf EU- und nationaler Ebene Obst und Gem\u00fcse nicht in den Mittelpunkt ihrer Lebensmittel-, Gesundheits- und Agrarpolitik stellen. Die\u00a0F\u00f6rderung der landwirtschaftlichen Produktion sollte besser auf die Ern\u00e4hrungs- und Di\u00e4tempfehlungen abgestimmt werden. Dies ist derzeit nicht der Fall.\u201c<\/p>\n<p>Die Kosten der Unt\u00e4tigkeit und des Mangels an Ver\u00e4nderung seien katastrophal: f\u00fcr die Menschen, f\u00fcr den Planeten und f\u00fcr den Wohlstand Europas.\u00a0Im Namen des gesamten Frischwarensektors fordert Freshfel Europe die Europ\u00e4ische Kommission weiterhin immer wieder zu einem dringenden, koh\u00e4renten Aktionsplan mit einem Politikwechsel auf, der frisches Obst und Gem\u00fcse in den\u00a0Mittelpunkt eines nachhaltigen Lebensmittelsystems stellt. Jede Ma\u00dfnahme in den Bereichen Landwirtschaft, Steuerwesen, Gesundheit, Bildung oder Umwelt (z.B. Verpackungen) sollte einer Folgenabsch\u00e4tzung unterzogen werden, um sicherzustellen, dass die Produktionsanreize mit den Gesundheits- und Nachhaltigkeitszielen in Einklang stehen. Dies soll die Verbraucher zu erschwinglichen, gesunden und attraktiven Lebensmitteln hinf\u00fchren, wobei Obst und Gem\u00fcse als echte nat\u00fcrliche und vorbeugende \u201eMedizin\u201c f\u00fcr die Gesundheit der B\u00fcrger dienen, ohne dass sie von suchterzeugenden Elementen abh\u00e4ngig seien.<\/p>\n<p>Es sei jetzt Zeit zu handeln. Europa k\u00f6nne keine nachhaltige Zukunft auf einer nicht nachhaltigen Ern\u00e4hrung aufbauen. Sind die Europ\u00e4ische Kommission und die EU-Mitgliedstaaten dieser Herausforderung gewachsen, fragt Freshfel Europe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Show Fullscreen Eine ganzheitliche \u00dcberpr\u00fcfung der Agrar-, Steuer-, Gesundheits-, Umwelt- und Bildungspolitik in der Europ\u00e4ischen Union sei dringend&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":492703,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-492702","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115360857259157250","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/492702","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=492702"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/492702\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/492703"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=492702"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=492702"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=492702"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}