{"id":493730,"date":"2025-10-12T20:47:21","date_gmt":"2025-10-12T20:47:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/493730\/"},"modified":"2025-10-12T20:47:21","modified_gmt":"2025-10-12T20:47:21","slug":"tatort-dresden-schmeckt-nach-schuhsohle-aber-es-macht-satt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/493730\/","title":{"rendered":"&#8222;Tatort&#8220; Dresden: Schmeckt nach Schuhsohle, aber es macht satt"},"content":{"rendered":"<p>    Inhalt<br \/>\n    <a class=\"article-toc__fullview z-text-button\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/film\/2025-10\/tatort-dresden-krimi-kinderheim-siebenschlaefer\/komplettansicht\" data-ct-label=\"all\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n        Auf einer Seite lesen    <\/a><\/p>\n<p>            Inhalt        <\/p>\n<ol class=\"article-toc__list\">\n<li class=\"article-toc__list-item\">\n<p>Seite 1Schmeckt nach Schuhsohle, aber es macht satt<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"article-toc__list-item\"><a class=\"article-toc__item article-toc__link\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/film\/2025-10\/tatort-dresden-krimi-kinderheim-siebenschlaefer\/seite-2\" data-ct-label=\"2\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                    Seite 2Ein Gedicht als Trostpflaster<br \/>\n                <\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"paragraph article__item\">Alle noch ganz beseelt vom neuen <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/film\/2025-10\/tatort-frankfurt-main-dunkelheit-obduktionsbericht\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Frankfurter Tatort vom vergangenen Sonntag<\/a>, der auch in unserer beschaulichen Runde hier zu seltener, einhelliger Begeisterung gef\u00fchrt hat. Das aktuelle Abenteuer aus Dresden namens Siebenschl\u00e4fer (MDR-Redaktion: Sven D\u00f6bler) kommt dagegen leider als der Kater daher, den man nach der ganzen Feierlaune bekommt. Wenn Dunkelheit in Frankfurt am Main gezeigt hat, dass es m\u00f6glich ist, einen originellen ARD-Sonntagabendkrimi zu drehen, der zugleich spannend und ber\u00fchrend ist, politisch und pr\u00e4zise, dann muss man bei diesem Dresdner Tatort die Frage von Revierleiter Schnabel (Martin Brambach)\u00a0aufwerfen: &#8222;Was ist da schiefgelaufen?&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Spurensuche beginnt im titelgebenden Kinder- und Jugendheim Siebenschl\u00e4fer. Aus dem sind die Teenager Lilly-Marie Reuter (gerade auch in <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/film\/2025-10\/euphorie-rtl-serie-euphoria-adaption\" target=\"_blank\" class=\"link-edit\" rel=\"nofollow noopener\">der nicht so aufregenden deutschen Euphoria-Adaption<\/a> mit von der Partie: Dilara Aylin Ziem) und Pascal &#8222;Der Name ist Programm&#8220; Schadt (Florian Gei\u00dfelmann) ausgeb\u00fcxt, damit Lilly in der ersten Nacht in einem pittoresken See ertrinken kann und der Schadt-Pascal als erster Verd\u00e4chtiger gesucht wird.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">W\u00e4hrend im ersten Fall <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/film\/2025-02\/tatort-dresden-herz-der-dunkelheit-obduktionsbericht\" target=\"_blank\" class=\"\" rel=\"nofollow noopener\">nach dem Abgang von Karin Hanczewskis Kommissarin Gorniak<\/a> das vorl\u00e4ufige Ermittlungsduo Winkler (Cornelia Gr\u00f6schel) und Schnabel an der Kl\u00e4rung der Todesumst\u00e4nde arbeitet, die sich am Ende als selbst verschuldeter Unfall herausstellen, wird der Jugendamtsleiter Torsten Hess (Peter Moltzen) get\u00f6tet und der Psychiater Dr. Lukas Br\u00fcckner (Hanno Koffler) bedroht. Von Lucy Wiegand (Sinje Irslinger), der \u00e4lteren Halbschwester von Lilly, die Rache nimmt an den Leuten, die sie f\u00fcr das Elend Lillys verantwortlich macht. Diese wurde in das Heim einquartiert, obwohl die Mutter (Milena Drei\u00dfig) nicht so defizit\u00e4r war, wie das in der Begr\u00fcndung klang. Au\u00dferdem \u2013 das soll der gesellschaftskritische Part dieser Tatort-Folge sein \u2013 werden die Schutzbefohlenen in der Einrichtung mit Medikamenten ruhiggestellt, die Br\u00fcckner verschreibt, weil Mangel an Erziehungspersonal herrscht.\n<\/p>\n<p>                            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/square__999999__64x64.jpeg\"  alt=\"&quot;Tatort&quot; Dresden: Matthias Dell schreibt seit 2010 w\u00f6chentlich \u00fcber &quot;Tatort&quot; und &quot;Polizeiruf 110&quot;. Auf ZEIT ONLINE seit 2016 in der Kolumne &quot;Der Obduktionsbericht&quot;.\" width=\"64\" height=\"64\" loading=\"lazy\" class=\"portraitbox__image\"\/><br \/>\n                            Matthias Dell<\/p>\n<p>schreibt seit 2010 w\u00f6chentlich \u00fcber Tatort und Polizeiruf 110. Auf zeit.de seit 2016 in der Kolumne Der Obduktionsbericht.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Diese Idee aus dem Drehbuch von Silke Zertz und Frauke Hunfeld h\u00e4tte durchaus Potenzial \u2013 f\u00fcr eine bittere Kom\u00f6die oder einen dystopischen Horror-Schocker. In der biederen Fernsehfilm-Realit\u00e4t von Siebenschl\u00e4fer, die irgendwas mit dem echten Leben zu tun haben will, wirkt der Einfall deplatziert bis grotesk. Das Skandal\u00f6s-Invasive an so einer Form der Ruhigstellung hat in der Routine, mit der hier Plot durchgearbeitet wird, keinen Platz.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">In der Inszenierung von Tatort-Regie-Deb\u00fctant Thomas Sieben sind die sedierten Jugendlichen im Heim unscheinbar und ruhig. Was aber so unscheinbar und ruhig entworfen ist, dass sich kein Aha-Effekt bei der Betrachterin einstellt, als Schnabel das irgendwann pl\u00f6tzlich auff\u00e4llt wie ein schwer zu knackendes R\u00e4tsel. Dabei k\u00f6nnte doch Spannung entstehen, wenn in diesem Moment ein m\u00f6glicher Wissensvorsprung des Publikums mit der Erkenntnis des Kommissars zusammenfiele \u2013 ein Kribbeln, das Hitchcock als suspense bekannt gemacht hat.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Inhalt Auf einer Seite lesen Inhalt Seite 1Schmeckt nach Schuhsohle, aber es macht satt Seite 2Ein Gedicht als&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":493731,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1835],"tags":[123866,223,3364,29,2386,30,24201,80,10386,859,218],"class_list":{"0":"post-493730","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-dresden","8":"tag-tatort-dresden","9":"tag-ard","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-dresden","13":"tag-germany","14":"tag-kriminalfilm","15":"tag-kultur","16":"tag-martin-brambach","17":"tag-sachsen","18":"tag-tatort"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115363161537182255","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/493730","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=493730"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/493730\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/493731"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=493730"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=493730"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=493730"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}