{"id":49374,"date":"2025-04-21T11:37:08","date_gmt":"2025-04-21T11:37:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/49374\/"},"modified":"2025-04-21T11:37:08","modified_gmt":"2025-04-21T11:37:08","slug":"disco-pop-hitschreiber-giorgio-moroder-wird-85-suedtirol-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/49374\/","title":{"rendered":"Disco-Pop-Hitschreiber Giorgio Moroder wird 85 \u2013 S\u00fcdtirol News"},"content":{"rendered":"<p>Von: dpa<\/p>\n<p>Gr\u00f6den\/L.A. \u2013 Sein Name ist Giovanni Giorgio. Aber alle nennen ihn Giorgio. Das wissen seit einigen Jahren auch Leute, die zu jung sind, um Diskotheken (heute: Clubs) noch aus eigener Erfahrung zu kennen. Zu verdanken hat das Giorgio Moroder, einer der gr\u00f6\u00dften Hitschreiber des Disco-Pop, der Elektromusik-Band Daft Punk. Die beiden Franzosen ver\u00f6ffentlichten 2013 die neunmin\u00fctige Synthesizer-Hymne \u201cGiorgio by Moroder\u201d. Am Samstag wird Moroder 85 Jahre alt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Hommage an ihr Vorbild lie\u00dfen Daft Punk den S\u00fcdtiroler mit Wohnsitz Los Angeles im Monolog erz\u00e4hlen, wie alles begann. Wie er 1969\/70 \u00fcber den Brenner fuhr, in Deutschland durch die Diskotheken tingelte und manchmal sogar im Auto \u00fcbernachtete. Bevor der Song richtig abgeht, stellt sich Moroder in seinem deutsch eingef\u00e4rbten Englisch ordentlich vor: \u201cMy name is Giovanni Giorgio. But everybody calls me Giorgio.\u201d<\/p>\n<p><strong>Von S\u00fcdtirol nach L.A.<\/strong><\/p>\n<p>Den Geburtstag wird Moroder in Los Angeles verbringen, seit 45 Jahren seine Wahlheimat. Nach S\u00fcdtirol, in seinen Geburtsort St. Ulrich, ein 5.000-Seelen-Dorf im Gr\u00f6dnertal, kommt er noch regelm\u00e4\u00dfig zur\u00fcck, diesen Sommer wieder. Dort wollte er nach der Schule zun\u00e4chst Skilehrer werden. Die Mutter h\u00e4tte ihn gern als Vermessungstechniker bei der Gemeinde gesehen. Es wurde die Musik.<\/p>\n<p>Was Moroder in seiner Daft-Punk-Erz\u00e4hlung verschwieg: Dass er 1967 bereits als Giorgio mit einem Song namens \u201cLooky Looky\u201d in Deutschland in der Hitparade landete, einige Zeit in Westberlin lebte und Schlager f\u00fcr Leute wie Mary Roos und Michael Holm schrieb. Die gro\u00dfe Karriere nahm aber erst in M\u00fcnchen mit der Gr\u00fcndung seines \u201cMusicland\u201d-Studios ihren Lauf.<\/p>\n<p><strong>Welterfolge mit \u201cDisco-Queen\u201d Donna Summer<\/strong><\/p>\n<p>In Bayern lernte der Italiener die US-Amerikanerin Donna Summer kennen, die als S\u00e4ngerin f\u00fcr das Hippie-Musical \u201cHair\u201d nach Deutschland gekommen war. Ihr schrieb er in den 1970er Jahren Welthits in Serie wie \u201cI Feel Love\u201d oder \u201cHot Stuff\u201d \u2013 und auch das Dauergest\u00f6hne \u201cLove To Love You Baby\u201d, das sich in seiner Maximalversion \u00fcber 17 Minuten hinzog. Viele Radios setzten das Lied auf den Index. So wurde es erst recht ein Welterfolg.<\/p>\n<p>Donna Summer, die bereits 2002 starb, galt als \u201cDisco-Queen\u201d. Moroder mit seinem Synthesizer war der gro\u00dfe Meister dahinter. Er selbst sagt: \u201cDer Computer ist das einzige Instrument, das ich wirklich beherrsche.\u201d Als Summer Ende der 1970er aus Europa zur\u00fcck in die USA ging, zog auch er dorthin, nach Kalifornien, und begann, Filmmusik zu schreiben. Das brachte ihm neben viel Geld drei Oscars, drei Grammys und vier Golden Globes ein.<\/p>\n<p><strong>Von der \u201cHitfabrik\u201d zum Kreuzwortr\u00e4tsell\u00f6ser<\/strong><\/p>\n<p>Moroder komponierte die Soundtracks zu \u201c12 Uhr nachts \u2013 Midnight Express\u201d von Alan Parker und \u201cDie unendliche Geschichte\u201d von Wolfgang Petersen. F\u00fcr Irene Cara schrieb er den Titelsong \u201cWhat A Feeling\u201d aus \u201cFlashdance\u201d, f\u00fcr die Gruppe Berlin \u201cTake my Breath Away\u201d aus \u201cTop Gun\u201d, f\u00fcr Blondie \u201cCall me\u201d aus \u201cEin Mann f\u00fcr gewisse Stunden\u201d. Zudem zeichnete er f\u00fcr die Hymnen zur Fu\u00dfball-WM 1990 in Italien (\u201cUn estate italiana\u201d) und zu den Olympischen Spiele 1984 in Los Angeles (\u201cReach Out\u201d) verantwortlich.<\/p>\n<p>Die britische Tageszeitung \u201cGuardian\u201d nannte ihn eine \u201cHitfabrik\u201d, bestehend aus einem einzigen Mann. Gegen Ende der 1980er wurde es jedoch ruhiger um ihn. Neben der Musik entwarf Moroder einen eigenen Sportwagen, womit er nach eigener Aussage \u201cviel Geld verbrannte\u201d, und produzierte Kurzfilme. \u201cAnsonsten habe ich viel Golf gespielt und Kreuzwortr\u00e4tsel gel\u00f6st\u201d, erz\u00e4hlte er sp\u00e4ter einmal der \u201ctaz\u201d. \u201cEigentlich habe ich oft nichts gemacht.\u201d<\/p>\n<p><strong>K\u00fcrzlich wieder im Studio<\/strong><\/p>\n<p>Bis Daft Punk auf ihn zukam und den Altmeister der elektronischen Popmusik einfach erz\u00e4hlen lie\u00df. Wie er den Synthesizer f\u00fcr sich entdeckte und dann einen \u201cKlick auf die 24. Spur\u201d setzte. \u201cIch wusste, dass das ein Sound f\u00fcr die Zukunft sein k\u00f6nnte. Aber ich habe nicht geahnt, wie gro\u00df die Wirkung sein w\u00fcrde\u201d, erz\u00e4hlt er in seinem Monolog. \u201cWenn du dich einmal vom Konzept der Harmonie gel\u00f6st hast und davon, dass Musik korrekt sein muss: Dann kannst du alles tun, was du willst.\u201d<\/p>\n<p>So h\u00e4lt Moroder das auch, seit er wiederentdeckt wurde. Mit mehr als 75 Jahren ging er noch einmal als DJ auf Tour. Auch in Deutschland hatte er einige Auftritte. Bei der Berlinale legte er f\u00fcr eine Party im Promirestaurant \u201cBorchardt\u201d Platten auf. Zwischendurch ver\u00f6ffentlichte er auch einige neue Songs, ohne dass wieder Hits daraus wurden. Jetzt, in den Wochen vor seinem Geburtstag, war er wieder im Studio.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von: dpa Gr\u00f6den\/L.A. \u2013 Sein Name ist Giovanni Giorgio. Aber alle nennen ihn Giorgio. 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