{"id":493802,"date":"2025-10-12T21:25:13","date_gmt":"2025-10-12T21:25:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/493802\/"},"modified":"2025-10-12T21:25:13","modified_gmt":"2025-10-12T21:25:13","slug":"israel-wartet-auf-die-geiseln-und-auf-donald-trump","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/493802\/","title":{"rendered":"Israel wartet auf die Geiseln \u2013 und auf Donald Trump"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-2 font-sans text-base font-thin leading-[26px] md:mb-[16px] md:text-xl md:leading-[32px]\">Die Waffenruhe im Gazastreifen h\u00e4lt bis jetzt wie vereinbart. Vor diesem Hintergrund reist der amerikanische Pr\u00e4sident Trump nach Israel und nimmt danach in \u00c4gypten an einem \u00abFriedensgipfel\u00bb teil. Ob er dort ein Kriegsende verk\u00fcnden kann, bleibt jedoch fraglich.<\/p>\n<p>12.10.2025, 21.47 UhrAktualisiert<img class=\"absolute left-0 top-0 block h-full w-full  \"  width=\"5424\" height=\"3616\" alt=\"Ein Plakat in Tel Aviv, das Donald Trump mit dem persischen Herrscher Kyros II. aus dem 6. Jahrhundert vor Christus vergleicht.\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1)\" loading=\"lazy\" \/>Ein Plakat in Tel Aviv, das Donald Trump mit dem persischen Herrscher Kyros II. aus dem 6. Jahrhundert vor Christus vergleicht.<\/p>\n<p>Hannah Mckay \/ Reuters<\/p>\n<p class=\"articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j7bo5i940\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">In Israel laufen die Vorbereitungen auf die R\u00fcckkehr der Geiseln und den Besuch von Donald Trump auf Hochtouren. Die israelische Regierung geht davon aus, dass die Hamas die verbliebenen 20 noch lebenden Verschleppten am fr\u00fchen Montagmorgen an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) \u00fcbergibt. Am Freitagabend besuchte Benjamin Netanyahu das gr\u00f6sste Spital Israels, wo die Geiseln sofort nach der \u00dcbergabe behandelt werden. Bis die Hamas die sterblichen \u00dcberreste der 28 weiteren Geiseln lokalisiert hat, soll es l\u00e4nger dauern.<\/p>\n<p>Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen<\/p>\n<p>NZZ.ch ben\u00f6tigt JavaScript f\u00fcr wichtige Funktionen. 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Im Anschluss fliegt Trump zum \u00e4gyptischen Badeort Sharm al-Sheikh, wo ein \u00abFriedensgipfel\u00bb stattfindet, an dem arabische und europ\u00e4ische Regierungschefs \u00fcber die Zukunft des Gazastreifens diskutieren sollen.<\/p>\n<p><img class=\"absolute left-0 top-0 block h-full w-full  \"  width=\"6000\" height=\"4000\" alt=\"Es k\u00f6nnte das letzte Mal sein, dass sie sich auf dem \u00abPlatz der Geiseln\u00bb versammeln, um zu demonstrieren: Protestierende am Samstagabend in Tel Aviv.\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1)\" loading=\"lazy\" \/>Es k\u00f6nnte das letzte Mal sein, dass sie sich auf dem \u00abPlatz der Geiseln\u00bb versammeln, um zu demonstrieren: Protestierende am Samstagabend in Tel Aviv.<\/p>\n<p>Hannah Mckay \/ Reuters<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j7c7g3g00\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Bisher haben sich Israel und die Hamas nur auf die erste Phase der Waffenruhe geeinigt. Israelische Regierungsvertreter haben noch nicht offiziell von einem Kriegsende gesprochen und betonen, dass der j\u00fcdische Staat jederzeit wieder angreifen k\u00f6nne, falls die Hamas sich nicht an die Bedingungen halte. Diese sehen gem\u00e4ss dem urspr\u00fcnglichen Trump-Plan eine Entwaffnung der Islamisten vor. Verteidigungsminister Israel Katz sagte am Sonntag, dass Israel sich nach der Geiselr\u00fcckf\u00fchrung darauf vorbereite, die verbliebenen Tunnel der Terrorgruppe im Gazastreifen zu zerst\u00f6ren. Dies solle sowohl direkt durch die israelische Armee geschehen als auch \u00abmittels des internationalen Mechanismus, der unter F\u00fchrung und Aufsicht der USA eingerichtet wird\u00bb, teilt Katz mit.<\/p>\n<p>Trump geniesst in Israel grosses Ansehen<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j7c1cv480\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Israels Strassenbild \u00e4ndert sich in Erwartung der beiden Grossereignisse. W\u00e4hrend am Sonntag am Rande der Autobahn zwischen Tel Aviv und Jerusalem amerikanische Flaggen gehisst wurden, verschwanden an anderen Orten die gelben Fahnen, die an das Schicksal der Geiseln erinnern. An mehreren Orten im Land wurden grosse Plakate von Trump aufgeh\u00e4ngt. Dar\u00fcber steht auf Englisch geschrieben: \u00abKyros der Grosse lebt!\u00bb<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j7c23s530\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Die von der evangelikalen Organisation \u00abFriends of Zion\u00bb finanzierte Plakataktion spielt auf K\u00f6nig Kyros II. an, der im sechsten Jahrhundert vor Christus das Persische Reich bis ans Mittelmeer ausdehnte. Laut der Bibel hat Kyros die Juden aus babylonischer Gefangenschaft befreit, ihnen die R\u00fcckkehr in ihr Heimatland gestattet und ihnen geholfen, den zweiten Tempel in Jerusalem zu bauen.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j7c2u1cj0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Dass Trump bei vielen Israeli grosses Ansehen geniesst, wurde am Samstagabend auf dem \u00abPlatz der Geiseln\u00bb in Tel Aviv klar, als Steve Witkoff, Jared Kushner und Trumps Tochter Ivanka zu Zehntausenden Israeli sprachen. Die Menge schrie immer wieder \u00abThank you, Trump\u00bb und \u00abThank you, Witkoff\u00bb. Als der amerikanische Sondergesandte Witkoff allerdings auf der B\u00fchne Benjamin Netanyahu dankte, brachen die Demonstranten in laute Buhrufe aus. Viele der Protestierenden werfen ihrem Ministerpr\u00e4sidenten vor, den Krieg aus politischen Gr\u00fcnden verl\u00e4ngert und die R\u00fcckkehr der Geiseln so verz\u00f6gert zu haben.<\/p>\n<p>\u00abFriedensgipfel\u00bb mit unklarem Ausgang<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j7c3u5u80\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Die Waffenruhe im Gazastreifen, die seit Freitag, 12 Uhr Ortszeit, in Kraft ist, hat bisher gehalten. Gem\u00e4ss der Vereinbarung, die Israel und die Hamas getroffen haben, zogen sich die israelischen Soldaten auf eine zuvor definierte Linie zur\u00fcck. Gem\u00e4ss eigenen Angaben kontrolliert das Milit\u00e4r immer noch 53 Prozent der Fl\u00e4che des Gazastreifens. Nach dem israelischen Abzug sind Tausende vertriebene Pal\u00e4stinenser aus dem S\u00fcden in den Norden des Gazastreifens und in die Stadt Gaza zur\u00fcckgekehrt. Viele von ihnen kommen zu einer Schuttw\u00fcste zur\u00fcck, ihre H\u00e4user sind nur noch Ruinen.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j7c3sran0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Die Kriegsparteien m\u00fcssen noch \u00fcber die n\u00e4chsten Phasen des Waffenstillstands verhandeln. Am Ende der Gespr\u00e4che soll neben der Entwaffnung der Hamas auch eine neue Verwaltung des Gazastreifens stehen. Israelische Sicherheitsexperten und Regierungsangeh\u00f6rige arabischer Staaten halten es f\u00fcr unwahrscheinlich, dass die islamistische Gruppe aus Gaza all ihre Waffen abgeben wird.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j7c6pk3d0\" componenttype=\"p\" data-vars-danzz-last-article-element=\"true\" data-team-paragraph=\"true\">Es ist wegen der immer noch grossen Differenzen zwischen Israel und der Hamas fraglich, ob Trump beim \u00abFriedensgipfel\u00bb in Sharm al-Sheikh ein Durchbruch gelingt. Laut dem \u00e4gyptischen Pr\u00e4sidenten Abdelfatah al-Sisi, der gemeinsam mit Trump das Treffen ausrichtet, hat die Zusammenkunft zum Ziel, den Krieg im Gazastreifen zu beenden sowie \u00abeine neue \u00c4ra der regionalen Sicherheit und Stabilit\u00e4t einzuleiten\u00bb. Wie das allerdings am Montag gelingen soll, ist unklar. Denn obwohl bis zu 20 Staats- und Regierungschefs aus Europa und dem Nahen Osten teilnehmen sollen, sind keine Vertreter aus Israel geladen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Waffenruhe im Gazastreifen h\u00e4lt bis jetzt wie vereinbart. 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