{"id":493989,"date":"2025-10-12T23:15:15","date_gmt":"2025-10-12T23:15:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/493989\/"},"modified":"2025-10-12T23:15:15","modified_gmt":"2025-10-12T23:15:15","slug":"ukraine-kinder-des-krieges-vatican-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/493989\/","title":{"rendered":"Ukraine: Kinder des Krieges &#8211; Vatican News"},"content":{"rendered":"<p>Paulina ist erst neun Jahre alt \u2013 doch das kleine M\u00e4dchen aus der Ukraine hat schon viel durchgemacht. <\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/podcast\/spurensuche-ukraine\/2025\/10\/prothesen-krieg-ukraine-helden-soldaten-hilfe-malteser-lviv.html\" title=\"Ukraine: Einbeinige Helden\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/afp\/2025\/09\/28\/15\/1759066303030.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Ukraine: Einbeinige Helden\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p><b>Stefan von Kempis \u2013 Ivano-Frankivsk und Vorzel (Ukraine)<\/b><\/p>\n<p>\u201eSie kommt aus Mariupol und hat leider die russische Invasion miterlebt. Dann floh sie mit ihren Eltern aus der Stadt; dabei sch\u00fctzten ihre Eltern sie buchst\u00e4blich mit ihren eigenen K\u00f6rpern, da sie w\u00e4hrend der Flucht unter Beschuss standen.\u201c Paulina bekam Asthmaanf\u00e4lle: eine Reaktion auf den Stress, die Gefahr.<\/p>\n<p>In der Stadt Ivano-Frankivsk im ruhigeren Westen der Ukraine brachten ihre Eltern sie dann zur Behandlung bei der Psychologin Lesia Yaruchyk. Und die erz\u00e4hlt: \u201eDieses M\u00e4dchen hat im ersten Stock unseres Geb\u00e4udes einen sicheren Ort f\u00fcr sich und andere Kinder eingerichtet, die \u00e4hnliche Erfahrungen gemacht hatten wie sie. Zu Beginn der Invasion kamen fast f\u00fcnfzig Kinder hierher, um Hilfe zu suchen \u2013 Kinder, die die Erfahrung machen mussten, aus ihrer Heimatstadt zu fliehen. Paulina sprach gut auf die Therapiesitzungen an, sie begann Freundschaften zu schlie\u00dfen.\u201c<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2025\/ottobre\/01\/IMG_4698-1.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Die Kinderpsychologin Lesia Yaruchyk\" title=\"Die Kinderpsychologin Lesia Yaruchyk\"\/><\/p>\n<p>\n   Die Kinderpsychologin Lesia Yaruchyk\n  <\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/podcast\/spurensuche-ukraine\/2025\/09\/ukraine-rosinenbomber-hilfe-malteser-osten-lebensmittel-krieg.html\" title=\"Rosinenbomber auf Ukrainisch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>         <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2025\/settembre\/28\/IMG_4598.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Rosinenbomber auf Ukrainisch\"\/><\/p>\n<p>       <\/a><\/p>\n<p> <br \/>\nDie Angst als st\u00e4ndiger Begleiter <\/p>\n<p>Wer Lesia Yaruchyk in ihrem B\u00fcro in Ivano-Frankivsk besucht, lernt viel \u00fcber die Kinder des Kriegs. Kinder, deren Leben von dem russischen Angriff auf die Ukraine gezeichnet sind. \u201eAm h\u00e4ufigsten sind Angstprobleme. \u00c4ngste und Bef\u00fcrchtungen. Da der Krieg allen Menschen das grundlegende Gef\u00fchl der Sicherheit nimmt, leiden Kinder am meisten, weil sie weniger Lebenserfahrung haben, um mit den Problemen umzugehen. Der Alarm wegen Luftangriffen, der in der Stadt recht h\u00e4ufig vorkommt, beeinflusst ihr Wohlbefinden. Darum besteht die Priorit\u00e4t bei den Therapiesitzungen darin, diesen Kindern das Gef\u00fchl der grundlegenden Sicherheit wiederzugeben.\u201c<\/p>\n<p>Kinder, die Panzer malen <\/p>\n<p>Zur Therapie geh\u00f6ren Spielen, Basteln, Musikmachen. Die Kleinen malen h\u00e4ufig Panzer. Oder Raketen. Oder H\u00e4user \u2013 weil sie von Sicherheit tr\u00e4umen. \u201eIm Krieg stehen wir st\u00e4ndig unter Anspannung und haben das Gef\u00fchl, dass wir uns sch\u00fctzen m\u00fcssen. Das sind nat\u00fcrlich keine normalen Bedingungen f\u00fcr das menschliche Wohlbefinden.\u201c Doch wie Heranwachsende auf die Herausforderung reagieren, ist ganz unterschiedlich, sagt Yaruchyk. Ganz individuell.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2025\/ottobre\/01\/IMG_4718.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\" \" title=\" \"\/><\/p>\n<p>\u201eManche Kinder werden sehr still; sie ziehen sich zur\u00fcck. Andere Kinder k\u00f6nnen aggressiv werden, insbesondere wenn es Situationen gibt, die solche Gef\u00fchle in ihnen hervorrufen k\u00f6nnen. Wieder andere fl\u00fcchten sich ins Internet und verlieren sich dort, sind f\u00fcr ihre Eltern fast nicht mehr erreichbar.\u201c Was in einer solchen Lage hilft? Regelm\u00e4\u00dfigkeit. Das Aufbauen von Routinen. \u201eUnsere Sitzungen zum Beispiel finden regelm\u00e4\u00dfig an einem bestimmten Tag statt, beginnen und enden zu einer bestimmten Zeit. Und das vermittelt ein Gef\u00fchl von Normalit\u00e4t, von Sicherheit. Weil das Gehirn sich sagt: Wenn etwas regelm\u00e4\u00dfig stattfindet, dann ist es in Ordnung.\u201c<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/podcast\/spurensuche-ukraine\/2025\/09\/ukraine-borodyanka-krieg-russen-besatzung-verbrechen-malteser.html\" title=\"Ukraine:  Geiselhaft im Pflegeheim\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>         <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/afp\/2022\/08\/15\/21\/1660591076913.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Ukraine:  Geiselhaft im Pflegeheim\"\/><\/p>\n<p>       <\/a><\/p>\n<p> <br \/>\nWas hilft? Der Morgenkaffee <\/p>\n<p>\u00dcbrigens ist es f\u00fcr ein Kind auch mitten im Krieg m\u00f6glich, emotional gefestigt aufzuwachsen. Nicht alle seien traumatisiert. \u201eViele machen tats\u00e4chlich gro\u00dfartige Erfahrungen in Freundschaft und gesunden Beziehungen. Die Tatsache, dass sie in einem Geiste des Patriotismus erzogen werden, erm\u00f6glicht es vielen, sich als Ukrainer und als starke Pers\u00f6nlichkeiten zu identifizieren.\u201c<\/p>\n<p>Und wie geht Lesia Yaruchyk selbst mit dem Krieg um, wie wird die Psychologin selbst fertig mit all den Problemen, die in ihrer Sprechstunde auf sie einst\u00fcrzen? Gute Frage, sagt sie. Denn es sei schon so, dass der Krieg wirklich jeden im Land treffe und erreiche. \u201eMan sp\u00fcrt nat\u00fcrlich Ersch\u00f6pfung. Und es gibt keinen Grund, das zu leugnen; es ist ganz normal, dass man m\u00fcde wird unter solchen Umst\u00e4nden.\u201c Sie selbst setze darauf, sich an \u201egrundlegenden\u201c, ganz einfachen Dingen ganz bewusst zu freuen, um ein Gegengewicht zum Schrecken rundum zu schaffen.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2025\/ottobre\/01\/IMG_4538.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Im B\u00fcro der Psychologin\" title=\"Im B\u00fcro der Psychologin\"\/><\/p>\n<p>\n   Im B\u00fcro der Psychologin\n  <\/p>\n<p>\u201eGrundlegende Dinge, die helfen, sich zu erden \u2013 zum Beispiel der Morgenkaffee. Oder auf den Balkon gehen und einfach lauschen, wie die V\u00f6gel in der Fr\u00fche singen. Oder im Garten arbeiten, mit den Fingern in der Erde. Oder sich mit der Familie einen Film anschauen\u2026 All diese Dinge schaffen ein Gef\u00fchl der Normalit\u00e4t. Sie stellen den Eindruck der Sicherheit wieder her.\u201c<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/podcast\/spurensuche-ukraine\/2025\/09\/podcast-serie-ukraine-krieg-spurensuche-malteser-hilfe-solidar.html\" title=\"Ukraine: Der Pfarrer von Butscha\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>         <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2025\/settembre\/23\/IMG_4322.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Ukraine: Der Pfarrer von Butscha\"\/><\/p>\n<p>       <\/a><\/p>\n<p>Vorzel: Als die Russen kamen <\/p>\n<p>Szenenwechsel: Jetzt sind wir in Vorzel, einem Vorort der Hauptstadt Kyiv. Eine gro\u00dfz\u00fcgige, park\u00e4hnliche Anlage beherbergt ein Waisenhaus. Vor drei Jahren, w\u00e4hrend des russischen Vormarschs auf Kyiv, rollten hier die Panzer vor.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2025\/ottobre\/01\/IMG_4241.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Vorzel: Die Direktorin\" title=\"Vorzel: Die Direktorin\"\/><\/p>\n<p>\n   Vorzel: Die Direktorin\n  <\/p>\n<p>\u201eEs waren sehr schwierige Tage: Die Russen zerst\u00f6rten alles, was Sie jetzt hier wiederaufgebaut sehen\u201c, erz\u00e4hlt die Direktorin Tatuada Lynar. \u201eEs gab nichts von dem, was Sie heute sehen, alles war zerst\u00f6rt, sogar der kleine Sportplatz, alles war dem Erdboden gleichgemacht.\u201c Die Kinder hatte man noch rechtzeitig in Richtung Borodyanka evakuieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u201eAber w\u00e4hrend der Besatzung waren viele Menschen, viele Zivilisten, hiergeblieben. Hier wurden einige meiner Mitarbeiter get\u00f6tet, die trotz der Besatzung geblieben waren. Hier lagen Leichen auf der Stra\u00dfe. Das war keine Inszenierung, wie die russischen Medien behaupteten, sondern das war die Realit\u00e4t&#8230; Und f\u00fcr uns war es ein gro\u00dfer Schock, als die Anlage zur\u00fcckerobert wurde. Es war ein gro\u00dfer Schock zu sehen, was die Russen in einer Anlage angerichtet hatten, die doch f\u00fcr Kinder bestimmt ist.\u201c<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2025\/ottobre\/01\/IMG_4229.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"  \" title=\"  \"\/><\/p>\n<blockquote>\n<p>\u201eEs gibt Kinder, die, wenn sie in unsere Einrichtung kommen, aggressiv auf Psychologen und \u00c4rzte reagieren\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2025-09\/ukraine-malteser-blotz-hilfe-krieg-solidaritaet-orden-kyiv.html\" title=\"Ukraine: \u201eDie Lage im Land macht sprachlos\u201c\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>         <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2025\/settembre\/23\/IMG_4733.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Ukraine: \u201eDie Lage im Land macht sprachlos\u201c\"\/><\/p>\n<p>       <\/a><\/p>\n<p>\n       Der Gro\u00df-Hospitalier des Malteserordens, Josef D. Blotz, hat letzte Woche die Ukraine besucht. Dabei informierte sich der fr\u00fchere Generalmajor der deutschen Bundeswehr \u00fcber &#8230;\n      <\/p>\n<p>Tatuada Lynar, eine resolute Frau mit rotgef\u00e4rbten Haaren, ist von Haus aus \u00c4rztin. In der p\u00e4dagogischen Arbeit hei\u00dft ihr Ansatz: Liebe und Geduld mit diesen Waisenkindern, die oft Schweres durchgemacht haben; nicht wenige haben mit eigenen Augen ansehen m\u00fcssen, wie ihre Eltern ums Leben kamen. \u201eEs gibt Kinder, die, wenn sie in unsere Einrichtung kommen, aggressiv auf Psychologen und \u00c4rzte reagieren; darum m\u00fcssen wir jeden Fall einzeln betrachten und Geduld haben und diesen Kindern Zeit geben. Bei der Einstellung meiner Mitarbeiter z\u00e4hlt f\u00fcr mich, noch vor der Beurteilung ihrer Qualifikation, zuerst ihre Empathie, denn f\u00fcr mich steht der emotionale Ansatz an erster Stelle.\u201c<\/p>\n<p>Die Kinder von Vorzel sind zur Adoption freigegeben. \u201eEs gibt eine Warteliste von Familien, die auf eine Adoption warten, und eine Warteliste von Kindern, die adoptiert werden sollen.\u201c Mit der Entscheidung, welches Kind in welche Familie kommt, hat die Direktorin nach eigenen Angaben nichts zu tun, die werde von einer kommunalen Beh\u00f6rde getroffen: \u201eF\u00fcr mich ist das auch in Ordnung, denn sonst h\u00e4tte ich zu viel zu tun.\u201c<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2025\/ottobre\/01\/IMG_4233.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\" \" title=\" \"\/><\/p>\n<blockquote>\n<p>\u201eUnter meinen Mitarbeitern gibt es niemanden, der nicht durch den Krieg Schaden oder Verlust erlitten hat\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Der Krieg beeinflusst nicht nur die Emotionen der Kinder, sondern auch die der Erwachsenen, wie die Direktorin betont. \u201eEs ist eine Realit\u00e4t, in der jeder auf die eine oder andere Weise Leid erf\u00e4hrt. Unter meinen Mitarbeitern gibt es niemanden, der nicht durch den Krieg Schaden oder Verlust erlitten hat. Er hat entweder sein Zuhause verloren oder einen geliebten Menschen \u2013 oder er hat einen geliebten Menschen, der an der Front k\u00e4mpft. Emotional das f\u00fcr alle eine extrem schwierige Realit\u00e4t, die es zu ertragen und zu leben gilt.\u201c<\/p>\n<p>Die Kinder im Waisenhaus sollen von der schwierigen Lage der Ukraine so wenig wie m\u00f6glich mitbekommen. \u201eWir versuchen sie so weit wie m\u00f6glich von dieser Realit\u00e4t abzulenken, indem wir verschiedene Feste und spielerische Aktivit\u00e4ten organisieren, die es ihnen erm\u00f6glichen, eine Art Parallelwelt zu leben. Und das Gleiche gilt f\u00fcr meine Mitarbeiter. Ich sage ihnen immer, dass sie, sobald sie zur Arbeit kommen und die T\u00fcr schlie\u00dfen, all ihre Tr\u00e4nen und all ihren Schmerz vor der T\u00fcr lassen sollen, um sich hier ganz auf die Kinder einzulassen.\u201c<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2025\/ottobre\/01\/IMG_4245.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\" \" title=\" \"\/><\/p>\n<p>Heile Welt? Von wegen <\/p>\n<p>An diesem Septembertag scheint die Sonne; kleine Waisenkinder vergn\u00fcgen sich auf dem nagelneuen Spielplatz, den der Malteserorden der Einrichtung geschenkt hat. Im Flur des Kinderhauses h\u00e4ngen Fotos der Sch\u00fctzlinge, die von hier per Adoption in Familien vermittelt werden konnten.<\/p>\n<p>Heile Welt? Von wegen. Laut Unicef (Zahlen vom Fr\u00fchjahr 2025) sind seit dem russischen \u00dcberfall in der Ukraine \u00fcber 2.500 Kinder verletzt oder get\u00f6tet worden; wahrscheinlich liegt die wirkliche Zahl viel h\u00f6her. Jedes f\u00fcnfte Kind hat einen nahen Angeh\u00f6rigen oder Freund verloren. Mehr als 1.600 Schulen und andere Bildungseinrichtungen wurden zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2025\/ottobre\/01\/IMG_4252.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Vorzel: Fotos von adoptierten Kindern im Flur\" title=\"Vorzel: Fotos von adoptierten Kindern im Flur\"\/><\/p>\n<p>\n   Vorzel: Fotos von adoptierten Kindern im Flur\n  <\/p>\n<p>Wegen der Gefahr von Luftangriffen hocken viele Heranwachsende \u00fcber lange Zeitr\u00e4ume in Kellern, statt mit Gleichaltrigen zu spielen oder zu chillen. Etwa zwei von f\u00fcnf Kindern, durchschnittlich, werden online beschult, oder durch einen Mix von Online- und Pr\u00e4senzunterricht. \u201eIm Durchschnitt ergibt sich daraus ein Bildungsr\u00fcckstand von zwei Jahren im Lesen und von einem Jahr im Rechnen.\u201c Und eine Mitarbeiterin der NGO \u201eSave the Children\u201c berichtet uns in Kyiv, dass beim Kindesmissbrauch in der Ukraine die Zahlen nach oben geschnellt seien. Und sie f\u00fcgt bitter hinzu: \u201eWie immer in einem Krieg\u201c\u2026<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2025\/ottobre\/01\/IMG_4257.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\" \" title=\" \"\/><\/p>\n<p>Hintergrund <\/p>\n<p>Unser Redaktionsleiter Stefan v. Kempis nahm vom 14.-18. September an einer Reise des Gro\u00df-Hospitaliers des Malteserordens, Josef D. Blotz, in die Ukraine teil. Der Fokus galt dabei besonders Malteser-Hilfsprojekten in dem vom Krieg gemarterten Land, in dem der Malteserorden seit 1991 pr\u00e4sent ist. Seit dem Beginn des Krieges im Februar 2022 stellt er in einer gemeinsamen Anstrengung aller seiner Vereinigungen, Hilfskorps und etwa 1.000 Freiwilligen (sowohl ausl\u00e4ndischen als auch ukrainischen) medizinische, soziale und psychologische Hilfe sowie sichere Unterk\u00fcnfte f\u00fcr Vertriebene in der Ukraine und den Nachbarl\u00e4ndern bereit.<\/p>\n<p>(vatican news)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Paulina ist erst neun Jahre alt \u2013 doch das kleine M\u00e4dchen aus der Ukraine hat schon viel durchgemacht.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":493990,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,13,1635,1114,4046,14,15,12,317],"class_list":{"0":"post-493989","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-jugend","12":"tag-kinder","13":"tag-krieg","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-schlagzeilen","17":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115363743373309557","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/493989","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=493989"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/493989\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/493990"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=493989"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=493989"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=493989"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}