{"id":494270,"date":"2025-10-13T02:04:11","date_gmt":"2025-10-13T02:04:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/494270\/"},"modified":"2025-10-13T02:04:11","modified_gmt":"2025-10-13T02:04:11","slug":"israel-erwartet-geiseln-trump-gaza-krieg-ist-vorbei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/494270\/","title":{"rendered":"Israel erwartet Geiseln &#8211; Trump: Gaza-Krieg ist vorbei"},"content":{"rendered":"<p>Gaza (dpa) &#8211; Auf diesen Moment hat die ganze Welt gewartet: In den kommenden Stunden soll im Gazastreifen unter Ausschluss der \u00d6ffentlichkeit die \u00dcbergabe der letzten noch lebenden Geiseln durch die islamistische Hamas beginnen. Sie sollen an drei Orten an Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) \u00fcbergeben werden, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Hamas-Kreisen erfuhr. Nach israelischen Angaben handelt es sich um 20 Verschleppte. Im Gegenzug muss Israel gem\u00e4\u00df dem Waffenruhe-Abkommen knapp 2.000 pal\u00e4stinensischen H\u00e4ftlinge aus seinen Gef\u00e4ngnissen freilassen. Darunter sind bis zu 250, die zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt wurden.\u00a0<\/p>\n<p>Israels Milit\u00e4r geht nach Angaben eines Vertreters nicht davon aus, dass die Hamas auch alle 28 toten Geiseln heute &#8211; und damit innerhalb der im Rahmen der Waffenruhe vereinbarten 72-Stunden-Frist &#8211; \u00fcbergeben kann. Es besteht in Israel die Sorge, dass die Hamas in dem weitgehend zerst\u00f6rten Gazastreifen nicht alle Leichen finden kann oder dies behauptet. Neben der Hamas hatten sich auch andere islamistische Terrorgruppen an dem \u00dcberfall in Israel am 7. Oktober 2023 beteiligt. Rund 1.200 Menschen wurden dabei get\u00f6tet und mehr als 250 als Geiseln nach Gaza verschleppt. Es war der Ausl\u00f6ser des Kriegs.\u00a0<\/p>\n<p>Trump: \u00abDer Krieg ist vorbei\u00bb<\/p>\n<p>Nach Auffassung von US-Pr\u00e4sident Donald Trump ist der Krieg im Gazastreifen ungeachtet der noch ausstehenden weiteren Friedensverhandlungen vorbei. \u00abDer Krieg ist zu Ende\u00bb, sagte der Republikaner an Bord der Air Force One zu Journalisten auf dem Weg nach Israel. Er gehe davon aus, dass die Waffenruhe halte. Der israelische Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu hatte dagegen zuvor gesagt, der Kampf sei noch nicht vorbei. \u00abEs liegen noch gro\u00dfe Sicherheitsherausforderungen vor uns.\u00bb Einige Feinde versuchten, sich zu erholen, um erneut anzugreifen, hatte der israelische Regierungschef gesagt.<\/p>\n<p>Netanjahu sprach am Vorabend der erwarteten \u00dcbergabe der Geiseln von einem \u00abhistorischen Ereignis\u00bb. Es sei \u00abder Beginn eines neuen Weges. Ein Weg des Aufbaus, ein Weg der Heilung\u00bb, sagte er in einer Videoansprache. Der Tag werde neben der Freude \u00fcber die R\u00fcckkehr der entf\u00fchrten Geiseln aber auch von Trauer \u00fcber \u00abdie Freilassung der M\u00f6rder\u00bb gepr\u00e4gt sein, f\u00fcgte er mit Blick auf die freizulassenden pal\u00e4stinensischen H\u00e4ftlinge hinzu.\u00a0<\/p>\n<p>Nach der \u00dcbergabe der Geiseln an Mitarbeiter des IKRK sollen die Entf\u00fchrten dann innerhalb des K\u00fcstenstreifens an das israelische Milit\u00e4r \u00fcbergeben werden. Im Milit\u00e4rlager Reim am Rande des Gazastreifens soll es ein erstes Wiedersehen mit Angeh\u00f6rigen, eine medizinische Untersuchung und die M\u00f6glichkeit zum Duschen und einem Kleiderwechsel geben. Danach sollen die Menschen in Krankenh\u00e4user zur weiteren Behandlung geflogen werden. \u00dcbergeben werden sollen an Israel auch die sterblichen \u00dcberreste von 27 weiteren Geiseln der Hamas und eines schon 2014 get\u00f6teten israelischen Soldaten.<\/p>\n<p>Trump vor Abflug nach Israel: \u00abAlle jubeln gleichzeitig\u00bb<\/p>\n<p>Trump will am Vormittag (Ortszeit) in Israel zun\u00e4chst Angeh\u00f6rige der Geiseln treffen und dann vor der Knesset &#8211; dem israelischen Parlament &#8211; eine Rede halten. Am Nachmittag will er dann zu einer \u00abNahost-Friedenszeremonie\u00bb anl\u00e4sslich des von ihm vermittelten Abkommens zwischen Israel und der Hamas in den \u00e4gyptischen K\u00fcstenort Scharm el Scheich weiterreisen. Dort werden mehr als 20 Staats- und Regierungschefs erwartet, unter anderem aus Europa und der arabischen Welt. Anreisen wird auch Bundeskanzler Friedrich Merz.\u00a0<\/p>\n<p>Kurz vor seinem Abflug nach Nahost sagte Trump Journalisten \u00fcber den Verhandlungserfolg: \u00abAlle jubeln gleichzeitig. Das ist noch nie zuvor passiert. Normalerweise jubelt nur einer, w\u00e4hrend der andere das Gegenteil tut.\u00bb Es sei das erste Mal, dass alle begeistert seien, sagte der Republikaner.\u00a0<\/p>\n<p>Lage im Gazastreifen verzweifelt<\/p>\n<p>Nach zwei Jahren Krieg ist die Lage f\u00fcr die Pal\u00e4stinenser in dem von Israel abgeriegelten Gazastreifen verzweifelt. Hunderttausende Menschen m\u00fcssen sich in einer zu weiten Teilen zerst\u00f6rten, vermutlich von Blindg\u00e4ngern \u00fcbers\u00e4ten Tr\u00fcmmerlandschaft zurechtfinden, in der sie nur durch dauerhafte Hilfe von au\u00dfen \u00fcberleben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Seit Beginn der Waffenruhe hat Israel die Einfuhr von mehr Hilfsg\u00fctern in das Gebiet erlaubt: T\u00e4glich sollen rund 600 Lastwagen einfahren. Das ist nach UN-Angaben die Mindestmenge, um die Bev\u00f6lkerung zumindest mit dem N\u00f6tigsten zu versorgen. Laut israelischen Sicherheitskreisen soll etwa auch die Reparatur von Wasserleitungen, Abwassersystemen und B\u00e4ckereien m\u00f6glich sein.\u00a0<\/p>\n<p>Israels Pr\u00e4sident Izchak Herzog hatte am Vortag der geplanten \u00dcbergabe der Entf\u00fchrten auf dem sogenannten Geiselplatz in Tel Aviv gesagt, viele der Feinde und Kritiker Israels neigten dazu, dem Land zu unterstellen, den konstanten Kampf gegen die Gegner zu suchen. Das sei nicht wahr. \u00abSobald die Geiseln zur\u00fcck sind, wird Israel keinen Krieg f\u00fchren. Israel ist verpflichtet, dieses Abkommen einzuhalten, und will nach Frieden mit seinen Nachbarn streben und endlich eine Wende in der Zukunft der Region herbeif\u00fchren\u00bb, sagte er.\u00a0<\/p>\n<p>Es ist jedoch nicht absehbar, ob das Abkommen zu einem l\u00e4ngerfristigen Ende der K\u00e4mpfe in Gaza f\u00fchren wird. Zwei der gr\u00f6\u00dften Streitpunkte bleiben die Entwaffnung der Hamas, die in Trumps Friedensplan vorgesehen ist, und der komplette Abzug von Israels Armee aus dem Gebiet. Nach einem vereinbarten R\u00fcckzug h\u00e4lt sie weiterhin etwa die H\u00e4lfte Gazas besetzt. Die Hamas spricht Israel zudem weiterhin das Existenzrecht ab, Netanjahu und seine rechtsextremen Regierungspartner wollen die Hamas restlos zerschlagen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gaza (dpa) &#8211; Auf diesen Moment hat die ganze Welt gewartet: In den kommenden Stunden soll im Gazastreifen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":494271,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[108435,30785,331,332,508,13,411,8221,4046,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-494270","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-gypten","9":"tag-palstinensische-gebiete","10":"tag-aktuelle-nachrichten","11":"tag-aktuelle-news","12":"tag-diplomatie","13":"tag-headlines","14":"tag-israel","15":"tag-konflikte","16":"tag-krieg","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-united-states","21":"tag-united-states-of-america","22":"tag-us","23":"tag-usa","24":"tag-vereinigte-staaten","25":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115364407853153285","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/494270","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=494270"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/494270\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/494271"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=494270"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=494270"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=494270"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}