{"id":49432,"date":"2025-04-21T12:11:18","date_gmt":"2025-04-21T12:11:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/49432\/"},"modified":"2025-04-21T12:11:18","modified_gmt":"2025-04-21T12:11:18","slug":"urteil-in-grossbritannien-gleichstellung-gilt-nicht-fuer-transfrauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/49432\/","title":{"rendered":"Urteil in Gro\u00dfbritannien: Gleichstellung gilt nicht f\u00fcr Transfrauen"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 16.04.2025 16:14 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Bislang wurden in Schottland auch Transfrauen bei manchen Frauenquoten einbezogen. Dagegen hatte eine Frauenrechtsgruppe geklagt &#8211; und erhielt Recht. Kritiker sehen Transmenschen nun nicht mehr ausreichend vor Diskriminierung gesch\u00fctzt.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWenn es um die Gleichstellung zwischen M\u00e4nnern und Frauen geht, z\u00e4hlt in Gro\u00dfbritannien das biologische Geschlecht, nicht das soziale Geschlecht. Das hat das oberste Gericht des Landes entschieden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWie die Richter des Supreme Courts in London einstimmig feststellten, zielt das britische Gleichstellungsgesetz (2010 Equalities Act) in erster Linie auf den Schutz biologischer Frauen. Das bedeute jedoch nicht, dass Transfrauen nicht auch indirekt davon profitierten, betonte der Vorsitzende Richter Patrick Hodge.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAls trans werden Personen bezeichnet, die sich dem Geschlecht, das ihnen bei Geburt zugeschrieben wurde, nicht zugeh\u00f6rig f\u00fchlen.<\/p>\n<p>    Gericht: &#8222;Konzept von Geschlecht ist bin\u00e4r&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Die Definition von Geschlecht im Gleichstellungsgesetz von 2010 stellt klar, dass das Konzept von Geschlecht bin\u00e4r ist, eine Person ist entweder eine Frau oder ein Mann&#8220;, hei\u00dft es in dem Urteil. Regelungen zum Schutz von Frauen schlie\u00dfen demnach per Definition M\u00e4nner aus.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Entscheidung gilt als weitreichend, beispielsweise bei der Frage, ob Transfrauen bei Frauenquoten als Frauen gez\u00e4hlt werden, ob sie Orte wie Damenumkleiden benutzen d\u00fcrfen oder von lesbischen Gruppen ausgeschlossen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>    Frauenrechtsgruppe hatte geklagt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nHintergrund ist ein 2018 vom schottischen Parlament gebilligtes Gesetz, das eine Frauenquote von 50 Prozent in F\u00fchrungsgremien von \u00f6ffentlichen Einrichtungen des britischen Landesteils vorschrieb. In dessen Definition von Frauen wurden auch Transfrauen einbezogen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Frauenrechtsgruppe For Women Scotland (FWS) klagte gegen das Gesetz. Mit der darin formulierten Neudefinition von Frauen habe das Parlament seine Befugnisse \u00fcberschritten, argumentierten Anw\u00e4lte der Organisation. Politiker f\u00fchrten daraufhin neue Richtlinien ein, laut denen vor dem Gesetz Menschen als Frau gelten, die ein Zertifikat zur Anerkennung ihrer Geschlechtsidentit\u00e4t vorlegen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Regierung hatte argumentiert, dass die Anerkennung von Transfrauen als Frauen f\u00fcr alle Lebensbereiche gelte. Deshalb sollten sie auch bei der Erf\u00fcllung von Frauenquoten in Vorst\u00e4nden gez\u00e4hlt werden. Eine solche Interpretation sei jedoch inkonsistent, urteilten die Richter des Supreme Courts, weil sie etwa Transm\u00e4nner, die biologisch Kinder geb\u00e4ren k\u00f6nnten, von Mutterschutzregelungen ausschlie\u00dfe.<\/p>\n<p>    Unterst\u00fctzung von J.K. Rowling<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVor Gerichten in Schottland waren die Kl\u00e4ger mehrfach gescheitert, aber in letzter Instanz erhielten sie nun Recht. Unterst\u00fctzt wurde FSW unter anderem von der Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling, die das Thema Frauenrechte versus Rechte von Transmenschen seit Langem zu ihrem zentralen Anliegen gemacht hat &#8211; und f\u00fcr ihre <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/jkrowling-trans-debatte-101.html\" title=\"Gro\u00dfbritannien: Wie J.K. Rowling polarisiert\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">kontroversen \u00c4u\u00dferungen dazu teils scharf kritisiert wurde<\/a>. Unter anderem hatten sich fr\u00fchere Darsteller ihrer Helden wie Daniel Radcliffe (Harry Potter) und Emma Watson (Hermine Granger) deswegen von ihr distanziert.<\/p>\n<p>    Kritik von Aktivisten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKritiker des Urteils, etwa die Menschenrechtsgruppe Amnesty International, beklagten einen Ausschluss von Transmenschen von Ma\u00dfnahmen zum Schutz von Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. Dies versto\u00dfe gegen Menschenrechtsnormen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Vorsitzende Richter Patrick Hodge betonte, das Urteil bedeute nicht, dass Transmenschen nicht umfassend vor frauenfeindlicher Diskriminierung gesch\u00fctzt w\u00e4ren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 16.04.2025 16:14 Uhr Bislang wurden in Schottland auch Transfrauen bei manchen Frauenquoten einbezogen. 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