{"id":495417,"date":"2025-10-13T12:55:10","date_gmt":"2025-10-13T12:55:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/495417\/"},"modified":"2025-10-13T12:55:10","modified_gmt":"2025-10-13T12:55:10","slug":"geheimdienstchefs-warnen-gefahr-von-konfrontation-mit-russland-rueckt-naeher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/495417\/","title":{"rendered":"Geheimdienstchefs warnen: Gefahr von Konfrontation mit Russland r\u00fcckt n\u00e4her"},"content":{"rendered":"<p>      Geheimdienstchefs warnen: Gefahr von Konfrontation mit Russland r\u00fcckt n\u00e4her<\/p>\n<p>            Kopiere den aktuellen Link<\/p>\n<p>          Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen<\/p>\n<p>Die Gefahr einer milit\u00e4rischen Konfrontation mit Russland r\u00fcckt nach Einsch\u00e4tzung der deutschen Geheimdienste n\u00e4her. &#8222;Wir d\u00fcrfen uns nicht zur\u00fccklehnen in der Annahme, ein m\u00f6glicher russischer Angriff k\u00e4me fr\u00fchestens 2029&#8220;, sagte der Pr\u00e4sident des Bundesnachrichtendiensts (BND), Martin J\u00e4ger, am Montag in einer Anh\u00f6rung im Bundestag. J\u00e4ger warnte: &#8222;In Europa herrscht bestenfalls ein eisiger Frieden, der punktuell jederzeit in hei\u00dfe Konfrontation umschlagen kann.&#8220;<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md is-initial\">Das Jahr 2029 war bislang vom Auslandsgeheimdienst BND und auch von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) wiederholt als jenes Jahr genannt worden, in dem <a class=\"taxonomy-entity place\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/themen\/russland-4155004.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Russland<\/a> zu einem Angriff auf Nato-Gebiet in der Lage sein werde. In seiner aktuellen Gefahrenanalyse versch\u00e4rfte J\u00e4ger diese Prognose nun.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">&#8222;Wir stehen schon heute im Feuer&#8220;, sagte der <a class=\"taxonomy-entity organization\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/themen\/bnd-4540420.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">BND<\/a>-Pr\u00e4sident. Russland wolle die Nato unterminieren und die Demokratien in Europa destabilisieren. &#8222;Um dieses Ziel zu erreichen, wird Russland wenn n\u00f6tig auch eine direkte milit\u00e4rische Auseinandersetzung mit der Nato nicht scheuen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">In der \u00f6ffentlichen Anh\u00f6rung vor dem Parlamentarischen Kontrollgremium standen die Chefs aller drei deutschen Geheimdienste den Abgeordneten Rede und Antwort. Neben <a class=\"taxonomy-entity keyword\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/panorama\/themen\/jaeger-4142950.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">J\u00e4ger<\/a> waren dies Verfassungsschutzchef Sinan Selen und die Pr\u00e4sidentin des Milit\u00e4rischen Abschirmdienstes (MAD), Martina Rosenberg. Auch Selen und Rosenberg berichteten vor einer wachsenden Bedrohung aus Russland.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">&#8222;Buchst\u00e4blich \u00fcberschreitet Russland brandgef\u00e4hrliche Grenzen&#8220;, sagte <a class=\"\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/digital\/themen\/sinan-selen-33310106.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Selen<\/a>. Russland sei &#8222;Hauptverursacher f\u00fcr die Vorbereitung und Umsetzung von Sabotageakten in Deutschland und weiteren europ\u00e4ischen Staaten&#8220;. Selen charakterisierte Russlands Vorgehen als &#8222;unverfroren&#8220;. Ziel sei &#8222;ein Austesten der Reaktion des Gegenspielers sowie eine sp\u00fcrbare Verunsicherung&#8220;.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Die Chefin des Bundeswehr-Geheimdiensts MAD berichtete vor Versuchen aus dem Ausland, die Streitkr\u00e4fte zu destabilisieren. Solche Aktionen zielten darauf ab, &#8222;die Bundeswehr zu unterwandern und kritische milit\u00e4rische Infrastrukturen zu gef\u00e4hrden&#8220;, sagte <a class=\"taxonomy-entity place\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/sport\/fussball\/themen\/rosenberg-4196318.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rosenberg<\/a>.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Als Beispiel nannte Rosenberg den Einsatz so genannter Deepfakes, also gef\u00e4lschter, aber realistisch wirkender Medieninhalte wie etwa Videos und Fotos. Solche Deepfakes w\u00fcrden genutzt, um &#8222;gef\u00e4lschte Anweisungen an milit\u00e4rische Einheiten zu verbreiten&#8220; und so &#8222;eine Gef\u00e4hrdung der Einsatzbereitschaft herbeizuf\u00fchren&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">BND-Chef J\u00e4ger sprach von einer &#8222;neuen Qualit\u00e4t der Konfrontation&#8220;.\u00a0Europa solle &#8222;von Furcht und Handlungsstarre gel\u00e4hmt in die Selbstaufgabe getrieben werden&#8220; &#8211; dies sei Russlands Kalk\u00fcl. &#8222;So rechnet man sich in Moskau realistische Chancen aus, die eigene Einflusszone nach Westen auszuweiten und das wirtschaftlich vielfach \u00fcberlegene Europa in die Abh\u00e4ngigkeit von Russland zu bringen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Die drei Geheimdienstchefs baten die Politik um rasche Gesetzesreformen, damit die Dienste der aktuellen Gef\u00e4hrdungslage angemessen begegnen k\u00f6nnten. Die Lage sei &#8222;jetzt schon kritisch&#8220;, sagte Verfassungsschutzchef Selen. &#8222;Insofern brauchen wir die Handlungsf\u00e4higkeiten jetzt.&#8220;<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">BND-Chef J\u00e4ger machte f\u00fcr den Auslandsgeheimdienst &#8222;erheblichen Nachsteuerungsbedarf&#8220; geltend. Er forderte eine aktivere Ausrichtung der deutschen Auslandsaufkl\u00e4rung. &#8222;Wir m\u00fcssen unsere Gegner konfrontieren, wo immer dies n\u00f6tig ist&#8220;, sagte er. Dabei stelle sich die Frage, ob &#8222;wir nicht doch mal aktive Gegenma\u00dfnahmen ergreifen m\u00fcssen&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Der BND m\u00fcsse k\u00fcnftig &#8222;gezielt Risiken eingehen oder suchen&#8220;, f\u00fcgte J\u00e4ger hinzu. &#8222;Das hei\u00dft nicht, dass wir jetzt Bonanza spielen oder James Bond. Aber ich w\u00fcnsche mir, dass unser Dienst etwas operativer und wagemutiger wird.&#8220;\u00a0Dies setze voraus, &#8222;dass man uns die entsprechenden Mittel an die Hand gibt&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">So sei der BND beispielsweise sehr interessiert an einem st\u00e4rkeren Informationsaustausch mit ausl\u00e4ndischen Nachrichtendiensten. Ein solcher Austausch sei allerdings &#8222;ein hartes Gesch\u00e4ft, das auf Gegenseitigkeit beruht&#8220; &#8211; denn um Informationen von ausl\u00e4ndischen Diensten zu bekommen, m\u00fcsse der BND im Gegenzug &#8222;mehr wertige Informationen&#8220; anbieten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Selen und J\u00e4ger \u00e4u\u00dferten die Einsch\u00e4tzung, dass die Bev\u00f6lkerung das Ausma\u00df der Gefahr durch Russland noch nicht ausreichend wahrgenommen habe. J\u00e4ger sprach davon, &#8222;dass hier eine gewisse Gleichg\u00fcltigkeit herrscht&#8220;. Selen sagte, im Baltikum und in Skandinavien sei das Bewusstsein der Gef\u00e4hrdung deutlich st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt: &#8222;Da m\u00fcssen wir hinkommen.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>\n    AFP\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Geheimdienstchefs warnen: Gefahr von Konfrontation mit Russland r\u00fcckt n\u00e4her Kopiere den aktuellen Link Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen Die Gefahr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":495418,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,13,14,15,4043,4044,850,307,12],"class_list":{"0":"post-495417","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-russia","14":"tag-russian-federation","15":"tag-russische-foederation","16":"tag-russland","17":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115366967963629298","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/495417","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=495417"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/495417\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/495418"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=495417"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=495417"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=495417"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}