{"id":495636,"date":"2025-10-13T14:58:14","date_gmt":"2025-10-13T14:58:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/495636\/"},"modified":"2025-10-13T14:58:14","modified_gmt":"2025-10-13T14:58:14","slug":"tempo-beim-klimaschutz-hamburger-fordern-mehr-ehrgeiz-vom-senat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/495636\/","title":{"rendered":"Tempo beim Klimaschutz: Hamburger fordern mehr Ehrgeiz vom Senat"},"content":{"rendered":"<p>        Meinung<br \/>\n      Vorfahrt f\u00fcr den Klimaschutz: Hamburg, das ist mutig und richtig<\/p>\n<p>            Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>            Kopiere den aktuellen Link<\/p>\n<p>          Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen<\/p>\n<p>Mehr Tempo machen beim Klimaschutz: Das ist das Ergebnis eines B\u00fcrgerentscheides in Hamburg. Der Senat beugt sich richtigerweise dem Votum der B\u00fcrger \u2013 trotz eigener Bedenken.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md is-initial\">Eine Mehrheit der Hamburger B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger hat sich am Sonntag f\u00fcr mehr Einsatz beim <a class=\"taxonomy-entity keyword\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/themen\/klimaschutz-4135468.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Klimaschutz<\/a> entschieden. 53 Prozent stimmten f\u00fcr den sogenannten Hamburger Zukunftsentscheid. Demnach muss die Hansestadt schon bis 2040 klimaneutral werden und nicht nur erst f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter, wie bislang vom Senat beschlossen.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Die Entscheidung der Hamburger spiegelt die Sorgen vieler Norddeutscher wider, wie eine im September ver\u00f6ffentlichte Umfrage des NDR ergeben hat. Demnach sch\u00e4tzen <a class=\"link--external\" href=\"https:\/\/www.ndr.de\/ndrfragt\/der-norden-passt-sich-dem-klima-an-mit-sorge-und-wut,klimaanpassung-106.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">86 Prozent der Befragten den Klimawandel<\/a> als sehr ernst oder eher ernst ein.\u00a0Doch die Politik nehme die Klimaanpassung immer noch nicht ernst genug, klagt die Mehrheit der vom NDR befragten B\u00fcrger: 71 Prozent sind der Meinung, dass dem Thema von der Politik zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt werde.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Auch auf Bundesebene steht eine Mehrheit der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger (54 Prozent) nach wie vor hinter mehr Umwelt- und Klimaschutz, wie eine <a class=\"link--external\" href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/presse\/pressemitteilungen\/studie-umweltbewusstsein-vielfaeltige-krisen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Studie des Umweltbundesamtes<\/a> zeigt.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Doch die aktuelle <a class=\"taxonomy-entity organization\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/themen\/bundesregierung-4540750.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundesregierung<\/a> tritt beim Thema Klimaschutz voll auf die Bremse. Nicht zuletzt die st\u00e4ndigen verbalen Attacken auf das Heizungsgesetz haben der Energiewende und damit letztendlich der Ampel-Koalition den Garaus gemacht. Und: Die Industrie solle nun endlich die ihr zuvor angelegten energiepolitischen Bremskl\u00f6tze loswerden und so aus der Rezession herauskommen.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Allen voran die traditionelle Energieindustrie jubiliert angesichts der Stoppschilder f\u00fcr den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche pl\u00e4diert f\u00fcr den Bau von Dutzenden neuen Gaskraftwerken. Ein Turbo f\u00fcr ihre ehemaligen Weggef\u00e4hrten aus der fossilen Energiebranche.<\/p>\n<p>  Klimaschutz: Die Welt l\u00e4uft auf drei Grad Erw\u00e4rmung zu<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Klimaexperten sehen das mit Grausen. Denn nur zwei Wochen ist es her, dass sie auf dem Extremwetterkongress in Hamburg ein Schreckensszenario beschrieben: Der Klimawandel wartet nicht darauf, dass wir uns zu strengeren Schutzma\u00dfnahmen durchringen. Anstatt auf 1,5 Grad Erw\u00e4rmung, wie in Paris beschlossen, steuern wir mit Vollgas auf eine <a class=\"link--external\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/panorama\/wetter\/temperaturanstieg-von-drei-grad-bis-2050---wissenschaftler-warnen-36067480.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Erw\u00e4rmung von drei Grad<\/a> bis 2050 zu.\u00a0<\/p>\n<p>    12. November 2024,09:54<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/klimaschutz-ueberschwemmung-in-spanien.jpg\"   loading=\"lazy\" fetchpriority=\"auto\" alt=\"Klimaschutz Frau mit Schaufel bei Aufr\u00e4umarbeiten in Spanien\" title=\"Klimaschutz Frau mit Schaufel bei Aufr\u00e4umarbeiten in Spanien\"\/><\/p>\n<p>      <a class=\"teaser__link\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/panorama\/wissen\/klimaschutz--warum-das-1-5-grad-ziel-ein-fehler-war-35218712.html\" data-upscore-url=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>            Meinung<\/p>\n<p>                    Das 1,5-Grad-Ziel war ein Fehler<\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Doch <a class=\"taxonomy-entity place\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/lokal\/hamburg\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hamburg<\/a> hat bislang vor allem erst mal in die Klimaanpassung investiert: Die Deichanlagen rund um den Hafen sind zuletzt noch einmal um 80 Zentimeter erh\u00f6ht worden, wohl wissend, dass jeder Zentimeter Meeresspiegelanstieg die Gefahr schwerer Sturmfluten deutlich erh\u00f6ht. Beim Klimaschutz, insbesondere im Bereich der energetischen Geb\u00e4udesanierung und beim Verkehr, blieb die Hansestadt dagegen, wie das gesamte Land, weit hinter den M\u00f6glichkeiten zur\u00fcck.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Nun also muss Hamburg mehr Tempo machen, \u00d6l- und Gasheizungen m\u00fcssen f\u00fcr das Erreichen der neuen Vorgaben des B\u00fcrgerentscheides laut einem Gutachten des Hamburg Instituts und des \u00d6koinstituts bis 2040 vollst\u00e4ndig ersetzt werden. Damit diese und weitere Ma\u00dfnahmen in Geb\u00e4uden nicht zulasten der Mieter gehen, sollen die Umbaukosten nicht voll auf sie umgelegt werden k\u00f6nnen, so die Initiatoren.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Das ist wichtig, denn wenn schon die Bundesregierung die versprochenen Entlastungen bei der h\u00f6heren CO\u2082-Bepreisung nicht umsetzt und damit die B\u00fcrger gegen mehr Klimaschutz aufbringt, muss Hamburg jetzt zeigen, dass es anders geht.<\/p>\n<p>    12. Oktober 2025,21:40<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/12--ffiekxnwilv5axs2048jpeg---d73dbac23852f439.jpg\"   loading=\"lazy\" fetchpriority=\"auto\" alt=\"Andreas Pfannenberg leitet den Hamburger Industrieverband. (Archivbild) Foto: Marcus Brandt\/dpa\" title=\"Andreas Pfannenberg leitet den Hamburger Industrieverband. (Archivbild) Foto: Marcus Brandt\/dpa\"\/><\/p>\n<p>      <a class=\"teaser__link\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/gesellschaft\/regional\/hamburg-schleswig-holstein\/unternehmen--wirtschaftsverbaende-beklagen-schwaechung-des-standorts-36125462.html\" data-upscore-url=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>            Unternehmen<\/p>\n<p>                    Wirtschaftsverb\u00e4nde beklagen Schw\u00e4chung des Standorts<\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Reflexartig verk\u00fcndet die Hamburger Wirtschaft, dass mehr Klimaschutz sie in den Ruin st\u00fcrze, denn auch sie muss k\u00fcnftig ihren Energiebedarf nachhaltig decken. Gleichzeitig ist Hamburg die deutsche Stadt mit den meisten Million\u00e4ren. W\u00fcrden diese \u00fcber eine h\u00f6here Einkommens-, Erbschafts- oder Reichensteuer am Klimaschutz beteiligt, k\u00f6nnte es die Hansestadt wohl spielend schaffen, die neuen Ziele umzusetzen, ohne die Wirtschaft zu \u00fcberlasten.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Einen Spurwechsel braucht es nun auch in der Verkehrspolitik. Um die strengeren Vorgaben k\u00fcnftig einzuhalten, m\u00fcssten weite Bereiche der Hansestadt in Tempo-30-Zonen umgewandelt werden. Andere Metropolen haben l\u00e4ngst vorgemacht, dass nicht die Welt untergeht, wenn Autos aus der City verbannt werden. Im Gegenteil: Viele Pariser und ihre G\u00e4ste genie\u00dfen die neue Ruhe in der einst von Autos dominierten Innenstadt. Davon profitiert nicht nur das <a class=\"taxonomy-entity keyword\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/panorama\/themen\/klima-6269470.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Klima<\/a>, sondern auch die Gesundheit der Bewohner \u2013 durch weniger Feinstaub und Abgase.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Hamburg sei bei der Umsetzung des B\u00fcrgerwillens auch auf den Bund angewiesen, sagen die Verantwortlichen. Doch B\u00fcrgermeister Peter Tschentscher und seine Kolleginnen und Kollegen wollen sich den Herausforderungen stellen, die ihnen der Zukunftsentscheid ins Fahrtenbuch geschrieben hat.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Das ist gut so: Die Hansestadt kann so zum Beispiel werden, wie sich Klimaschutz und erfolgreiche Wirtschaft vereinen lassen. Trotz aller immer wieder beteuerten Gegenargumente.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Meinung Vorfahrt f\u00fcr den Klimaschutz: Hamburg, das ist mutig und richtig Artikel anh\u00f6ren Kopiere den aktuellen Link Zur&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":495637,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[29,30,692],"class_list":{"0":"post-495636","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-hamburg"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115367451438326325","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/495636","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=495636"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/495636\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/495637"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=495636"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=495636"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=495636"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}