{"id":49694,"date":"2025-04-21T14:27:15","date_gmt":"2025-04-21T14:27:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/49694\/"},"modified":"2025-04-21T14:27:15","modified_gmt":"2025-04-21T14:27:15","slug":"julia-kloeckner-findet-kirchen-zu-politisch-stellungnahmen-wie-eine-ngo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/49694\/","title":{"rendered":"Julia Kl\u00f6ckner findet Kirchen zu politisch: \u201eStellungnahmen wie eine NGO\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Die Kirchen treten aus Sicht von Julia Kl\u00f6ckner zu politisch auf. Mit der Besetzung tagesaktueller Themen w\u00fcrden sie austauschbar, sagte die CDU-Politikerin. Bei SPD und Gr\u00fcnen sieht man das anders, und auch aus der eigenen Partei kommt nun Kritik.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Bundestagspr\u00e4sidentin Julia Kl\u00f6ckner (CDU) st\u00f6\u00dft mit ihrer Kritik am politischen Engagement christlicher Kirchen nun auch in der eigenen Partei auf Widerspruch. Dennis Radtke, der Vorsitzende des CDU-Sozialfl\u00fcgels (CDA), sagte am Sonntag <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/taz.de\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/taz.de\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der \u201etaz\u201c:<\/a> \u201eIch finde es maximal irritierend, dass wir meinen, wir h\u00e4tten das Recht, die Kirchen zurechtzuweisen und in ihrer Kommunikation auf ihre vermeintlichen Kernaufgaben zur\u00fcckzudr\u00e4ngen, wie Julia Kl\u00f6ckner das jetzt getan hat.\u201c<\/p>\n<p>Die Kernaufgabe von Kirche sei die Verk\u00fcndigung des Evangeliums und die Lehre von Jesus Christus, sagte Radtke weiter \u2013 und f\u00fcgte hinzu: \u201e\u00dcberall da, wo Kirchen der Meinung sind, das kollidiert mit der Politik, hat Kirche nat\u00fcrlich das Recht und auch die Pflicht, sich zu Wort zu melden.\u201c<\/p>\n<p>Es sei nicht unsere Aufgabe als CDU, diese Kritik eins zu eins zu \u00fcbernehmen, schlie\u00dflich sei sie nicht der politische Arm der Kirchen, sagte der CDA-Chef. \u201eAber unsere Aufgabe ist schon, uns ernsthaft mit dieser Kritik auseinanderzusetzen.\u201c <\/p>\n<p>Zuvor hatten bereits SPD und die Gr\u00fcnen entsprechende \u00c4u\u00dferungen der Bundestagspr\u00e4sidentin bem\u00e4ngelt. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ralf Stegner warf der CDU-Politikerin etwa \u201eobrigkeitsstaatliche Zurechtweisung\u201c vor.<\/p>\n<p>Stegner (SPD) w\u00fcnscht sich sogar eine noch st\u00e4rkere Positionierung der Kirchen<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnen-Fraktionschefin Britta Ha\u00dfelmann wiederum fordert mehr Offenheit gegen\u00fcber der \u201ekritischen Zivilgesellschaft\u201c. Kl\u00f6ckner hatte zuvor in einem Interview gesagt, die Kirchen g\u00e4ben Stellungnahmen \u201ewie eine NGO\u201c ab.<\/p>\n<p>\u201eWarum sollten sich die Kirchen nicht \u00e4u\u00dfern zu Ungerechtigkeiten in der Welt, zu Humanit\u00e4t und Menschlichkeit, zum sozialen Zusammenhalt und zur N\u00e4chstenliebe?\u201c, sagte Ha\u00dfelmann nun dem <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/spd-und-grune-kritisieren-bundestagsprasidentin-frau-klockner-liegt-fundamental-daneben-13569766.html\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/spd-und-grune-kritisieren-bundestagsprasidentin-frau-klockner-liegt-fundamental-daneben-13569766.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">\u201eTagespiegel\u201c<\/a>. \u201eDas sind doch existentielle Fragen des Lebens.\u201c Die Union zeige sich \u201egerade nicht besonders offen gegen\u00fcber der kritischen Zivilgesellschaft. Erst ein 551 Fragen-Katalog zum b\u00fcrgerschaftlichen Engagement von zivilgesellschaftlichen Organisationen, jetzt Ratschl\u00e4ge von Julia Kl\u00f6ckner an die Kirchen\u201c.<\/p>\n<p>Stegner w\u00fcnscht sich sogar eine noch st\u00e4rkere Positionierung der Kirchen, wie er dem \u201eTagesspiegel\u201c sagte: \u201eDie Stimme der Kirchen f\u00fcr Frieden und Gerechtigkeit d\u00fcrfte ruhig h\u00e4ufiger, unbequemer und lauter zu h\u00f6ren sein, wenn es darum geht, der Militarisierung von Denken und Handeln, der Inhumanit\u00e4t und der sozialen Spaltung unserer Gesellschaft Paroli zu bieten.\u201c Weiter sagte Stegner: \u201eStatt der \u00f6sterlichen obrigkeitsstaatlichen Zurechtweisung h\u00e4tte ich mir von meiner Pr\u00e4sidentin des Deutschen Bundestages die besondere Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr diese Rolle der Kirchen gew\u00fcnscht.\u201c<\/p>\n<p>In Deutschlands freiheitlicher Demokratie k\u00f6nne und d\u00fcrfe man im Gegensatz zu anderen Staaten die Kirchen kritisieren, sagte Stegner, \u201eund das gilt selbstverst\u00e4ndlich auch f\u00fcr die Bundestagspr\u00e4sidentin. Allerdings liegt Frau Kl\u00f6ckner fundamental daneben, wenn sie fordert, dass sich die Kirchen weniger ins politische Tagesgesch\u00e4ft einmischen sollten. Das h\u00e4tten manche Politiker(innen) wohl gerne. Das Gegenteil w\u00e4re aber richtig und notwendig.\u201c<\/p>\n<p>Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) kritisierte Kl\u00f6ckner. Er schrieb auf X, wenn Kirchen sich auch politisch \u00e4u\u00dferten, sei das \u201esehr wichtig\u201c. Das Christentum sei \u201eurspr\u00fcnglich auch die Stimme der Armen und Rechtelose\u201c gewesen. \u201eIhnen sollte kein Maulkorb empfohlen werden.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDann wird sie leider austauschbar\u201c, sagt Kl\u00f6ckner \u00fcber die Kirche<\/p>\n<p>Kl\u00f6ckner hatte die Kirchen kritisiert und sich von ihnen weniger Stellungnahmen zu tagesaktuellen Themen gew\u00fcnscht. \u201eWenn Kirche manchmal zu beliebig wird oder zu tagesaktuellen Themen Stellungnahmen abgibt wie eine NGO und nicht mehr die grunds\u00e4tzlichen Fragen von Leben und Tod im Blick hat, dann wird sie leider auch austauschbar\u201c, sagte die CDU-Politikerin der <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/bundestagspraesidentin-julia-kloeckner-die-kirche-hat-wirklich-eine-chance-verpasst-680366d42793c538f560545c\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/bundestagspraesidentin-julia-kloeckner-die-kirche-hat-wirklich-eine-chance-verpasst-680366d42793c538f560545c&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">\u201eBild am Sonntag\u201c<\/a>: \u201eIch meine: Klar kann sich Kirche auch zu Tempo 130 \u00e4u\u00dfern, aber daf\u00fcr zahle ich jetzt nicht unbedingt Kirchensteuer.\u201c<\/p>\n<p class=\"c-inline-teaser-list__headline\">Lesen Sie auch<\/p>\n<ul class=\"c-inline-teaser-list__content\">\n<li class=\"c-inline-teaser-list__element\">\n<p>Weltplus ArtikelOsterglaube<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es sei ein freies Land, \u201eda kann man alles sicherlich tun und machen\u201c, r\u00e4umte Kl\u00f6ckner ein: \u201eAber ich glaube, von Kirche erwartet man sich diese sinnhafte Begleitung, diese Antwort auf Fragen, die ich in meinem Alltag habe, vielleicht auch Trost und Stabilit\u00e4t.\u201c<\/p>\n<p>Zur Frage, warum so viele Menschen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/article255802322\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/article255802322&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">aus den Kirchen austreten<\/a>, sagte Kl\u00f6ckner: \u201eIch glaube, es hat mit mehreren Punkten etwas zu tun. Mit steigendem Wohlstand l\u00e4sst h\u00e4ufig auch eine Kirchenbindung nach. Dann der zweite Punkt: Es gibt auch Ersatzreligionen.\u201c Eine weitere Erkl\u00e4rung sei sicherlich, dass Kirche nicht immer \u201edie Antworten gibt, die die Menschen gerade brauchen\u201c.<\/p>\n<p>Kl\u00f6ckner kritisierte zudem: \u201eKirche ist auch nicht frei von Fehlern und Skandalen. Und wenn wir in die Corona-Zeit schauen \u2013 da h\u00e4tte die Kirche vielleicht noch einen Tick mehr an Stabilit\u00e4t, mehr an Sinnstiftung und Seelenbegleitung geben k\u00f6nnen. Und ich glaube, an der einen oder anderen Stelle hat sie wirklich eine Chance verpasst.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr sie selbst spiele der christliche Glaube eine wichtige und haltgebende Rolle, so Kl\u00f6ckner. Sie glaube an die Wiederauferstehung: \u201eIch glaube daran, dass wir Menschen, unsere Seele, unsere Bestimmung \u00fcber das hinausweist, was das Irdisch-Verg\u00e4ngliche ist, das, was uns weitertr\u00e4gt. Wie das genau aussehen wird, das wei\u00df ich nicht.\u201c<\/p>\n<p>epd\/AFP\/gub\/krott\/saha<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Kirchen treten aus Sicht von Julia Kl\u00f6ckner zu politisch auf. 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