{"id":497007,"date":"2025-10-14T03:34:16","date_gmt":"2025-10-14T03:34:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/497007\/"},"modified":"2025-10-14T03:34:16","modified_gmt":"2025-10-14T03:34:16","slug":"autonomes-fahren-erfolgreicher-test-in-braunschweig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/497007\/","title":{"rendered":"Autonomes Fahren: Erfolgreicher Test in Braunschweig"},"content":{"rendered":"<p>Symbolbild. | Foto: Alexander Panknin<\/p>\n<p class=\"datum\">13.10.2025, 14:28 Uhr<\/p>\n<p><strong>Braunschweig. Autonomes Fahren im urbanen Verkehr ist eine Herausforderung. Denn im Gegensatz zum Fahren auf Autobahnen gibt es in der Stadt wesentlich komplexere und oft un\u00fcbersichtlichere Situationen. Menschen sind zu Fu\u00df, mit dem Fahrrad oder E-Roller unterwegs. Ein neuer Ansatz zur L\u00f6sung dieses Problems wurde nun <a class=\"redlink\" href=\"https:\/\/regionalheute.de\/braunschweig\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">in Braunschweig<\/a> getestet, wie das Deutsche Zentrum f\u00fcr Luft- und Raumfahrt (DLR) in einer Pressemitteilung berichtet.<br \/><\/strong><br \/>\n<\/p>\n<p>Bisherige fahrzeugbasierte Automatisierungen m\u00fcssen teilweise aus Sicherheitsgr\u00fcnden sehr langsam fahren, um auf verdeckte Hindernisse reagieren zu k\u00f6nnen. Das kann sie in eng bebauten St\u00e4dten unwirtschaftlich machen oder sie werden als \u00fcbertrieben vorsichtig und langsam wahrgenommen. Das Deutsche Zentrum f\u00fcr Luft- und Raumfahrt (DLR) hat deshalb im Projekt MAD Urban gemeinsam mit Unternehmen und einer weiteren Forschungseinrichtung einen erg\u00e4nzenden Ansatz entwickelt und erstmals erfolgreich in der Praxis demonstriert: Managed Automated Driving (MAD).<\/p>\n<p>Automatisierung bekommt digitale Unterst\u00fctzung<\/p>\n<p>Beim MAD bekommt die Automatisierung an Bord des Fahrzeugs Unterst\u00fctzung aus der digitalen Infrastruktur. Zur digitalen Infrastruktur z\u00e4hlen zum Beispiel Sensoren an Ampeln, Stra\u00dfenlaternen und Geb\u00e4uden sowie sogenannte Edge-Rechner. Das sind spezielle, kompakte Computer, die Daten direkt dort verarbeiten, wo sie entstehen, also am Rand (englisch \u201eedge\u201c) eines Netzwerks. \u201eDie Daten, die diese Sensoren erfassen, f\u00fchren wir dann zusammen, um ein Gesamtbild aller Verkehrsteilnehmenden zu erzeugen. Das schlie\u00dft auch die aus Sicht des Fahrzeugs verdeckten Objekte ein. So \u201asieht\u2018 das autonome Fahrzeug mehr und kann besser mit herausfordernden Situationen zurechtkommen\u201c, beschreibt Julian Schindler, DLR-Forscher und technischer Leiter des Projekts.<\/p>\n<p>Erster Praxistest erfolgreich<\/p>\n<p>Mitte September 2025 hat ein Team des DLR und des Forschungszentrums Informatik (FZI) mit speziell ausger\u00fcsteten Forschungsfahrzeugen die Machbarkeit dieses Ansatzes in der Praxis demonstriert \u2013 weltweit erstmalig im \u00f6ffentlichen Stra\u00dfenverkehr. Dieser \u201eProof-of-Concept\u201c ist ein wichtiger Meilenstein in der Technologieentwicklung. Dazu \u00fcberquerten die Fahrzeuge die Kreuzung am Tostmannplatz in Braunschweig, die im Projekt mit zwei Sensor-S\u00e4ulen ausgestattet worden war. Im Inneren dieser S\u00e4ulen befindet sich eine Vielzahl von Sensoren und Rechnern. Diese zeichnen zu Forschungszwecken den Verkehr auf und analysieren ihn. Dazu erfassen sie datenschutzkonform die Umrisse von vorbeifahrenden Fahrzeugen, Menschen und Objekten auf der Kreuzung sowie den Fu\u00df- und Radwegen. Daraus erstellen sie ein Bild der verkehrlichen Gesamtsituation.<\/p>\n<p>MAD unterst\u00fctzt in schwierigen Situationen<\/p>\n<p>Wenn sich die beiden Forschungsfahrzeuge der Kreuzung n\u00e4herten, \u00fcbernahm der Edge-Rechner die Kontrolle, berechnete kontinuierlich den sicheren Fahrweg und \u00fcberwachte die Ausf\u00fchrung der Fahrman\u00f6ver. Wenn die Fahrzeuge den Kreuzungsbereich verlie\u00dfen, \u00fcbernahm die im Fahrzeug vorhandene Automation wieder die Steuerung. \u201eMan kann sich das MAD-Verfahren wie einen Lotsen in der Luft- oder Schifffahrt vorstellen. MAD unterst\u00fctzt in schwierigen Situationen beim sicheren und effizienten Fahren und erh\u00f6ht so die Sicherheit f\u00fcr alle Verkehrsteilnehmenden\u201c, erl\u00e4utert Julian Schindler. Die Versuche fanden in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Braunschweig statt und nutzen auch die bereits am Tostmannplatz verbaute Sensorik des Testfelds Niedersachsen des DLR.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Symbolbild. | Foto: Alexander Panknin 13.10.2025, 14:28 Uhr Braunschweig. Autonomes Fahren im urbanen Verkehr ist eine Herausforderung. 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