{"id":497025,"date":"2025-10-14T03:43:11","date_gmt":"2025-10-14T03:43:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/497025\/"},"modified":"2025-10-14T03:43:11","modified_gmt":"2025-10-14T03:43:11","slug":"macron-warnt-vor-andauernder-bedrohung-durch-hamas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/497025\/","title":{"rendered":"Macron warnt vor andauernder Bedrohung durch Hamas"},"content":{"rendered":"<p>Gaza (dpa) &#8211; Nach der Freilassung der letzten lebenden Geiseln der islamistischen Hamas im Gazastreifen warnt Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron vor einer andauernden Bedrohung durch die Terrororganisation. \u00abEine Terrorgruppe mit Tausenden K\u00e4mpfern, Tunneln und solcher Bewaffnung zerschl\u00e4gt man nicht \u00fcber Nacht\u00bb, sagte Macron nach der Besiegelung der Waffenruhe im \u00e4gyptischen Scharm el Scheich. Israel warf der Hamas vor, bisher nur 4 der 28 toten Geiseln \u00fcbergeben und sich damit nicht an die im Rahmen der Waffenruhe vereinbarten Verpflichtungen gehalten zu haben.\u00a0<\/p>\n<p>Die Staatschefs der USA, Katars, \u00c4gyptens und der T\u00fcrkei hatten bei ihrer feierlichen Zeremonie in \u00c4gypten ein Dokument unterzeichnet, das die geltende Waffenruhe auf Basis des 20-Punkte-Plans von US-Pr\u00e4sident Donald Trump festigen soll. Darin hei\u00dft es: \u00abGemeinsam werden wir diese Vereinbarung so umsetzen, dass Frieden, Sicherheit, Stabilit\u00e4t und Chancen f\u00fcr alle V\u00f6lker der Region, einschlie\u00dflich der Pal\u00e4stinenser und Israelis, gew\u00e4hrleistet sind.\u00bb Mit Hilfe welcher konkreten Ma\u00dfnahmen dies gelingen soll, wird nicht erl\u00e4utert.<\/p>\n<p>Macron trotz Friedensgipfels weiter besorgt wegen Hamas<\/p>\n<p>\u00abWir verpflichten uns hiermit, k\u00fcnftige Streitigkeiten durch diplomatisches Engagement und Verhandlungen beizulegen statt durch Gewalt oder langwierige Konflikte\u00bb, hei\u00dft es in dem Dokument weiter. Trotz der feierlichen Stimmung bei dem \u00abGipfel f\u00fcr den Frieden\u00bb in \u00c4gypten, bei der Israel und die Hamas nicht vertreten waren, bleibt Macron vorsichtig. Ein rund 30-sek\u00fcndiger Handschlag mit Trump auf einer B\u00fchne wirkte angespannt und ruckartig.\u00a0<\/p>\n<p>Ob das Abkommen zu einem l\u00e4ngerfristigen Ende der K\u00e4mpfe im Gazastreifen f\u00fchren wird, ist nicht absehbar. \u00dcber die Details muss nun in einer zweiten Phase verhandelt werden. Die Hamas k\u00fcndigte bereits an, den Kampf gegen Israel fortzusetzen. Sie spricht Israel weiterhin das Existenzrecht ab und will ihre Macht in Gaza wieder festigen. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und seine rechtsextremen Koalitionspartner wollen wiederum die Hamas restlos zerschlagen. Die Terrororganisation lehnt eine Abgabe ihrer Waffen, wie es im Friedensplan von US-Pr\u00e4sident Trump vorgesehen ist, bisher weiter ab.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abIch bin noch immer besorgt, weil wir wissen, wie es bei terroristischen Gruppen l\u00e4uft\u00bb, antwortete Frankreichs Pr\u00e4sident Macron auf die Frage eines Journalisten, ob er besorgt sei, dass die Hamas das Machtvakuum im Gazastreifen ausf\u00fclle. Es werde in den kommenden Wochen und Monaten Terroranschl\u00e4ge und Destabilisierungen geben, sagte Macron weiter.\u00a0<\/p>\n<p>Wadephul: Pal\u00e4stinenser m\u00fcssen sich von Hamas lossagen<\/p>\n<p>Bundesau\u00dfenminister Johann Wadephul (CDU) sagte im ARD-\u00abBrennpunkt\u00bb, die Hamas m\u00fcsse entwaffnet werden, sie d\u00fcrfe keinen politischen Einfluss mehr haben. \u00abUnd das wird die Aufgabe der Pal\u00e4stinenser sein, dass sie sich lossagen von dieser Organisation.\u00bb\u00a0Trump soll w\u00e4hrend seines Fluges nach Israel nach Angaben mitreisender Journalisten gesagt haben, dass seine Regierung der Hamas die Erlaubnis erteilt habe, sich f\u00fcr eine begrenzte Zeit neu zu bewaffnen, um im Gazastreifen f\u00fcr Sicherheit zu sorgen.\u00a0<\/p>\n<p>Die Terrororganisation hatte am Montag die letzten 20 von urspr\u00fcnglich 250 Geiseln freigelassen und damit einen der zentralen Punkte der Vereinbarungen \u00fcber die Waffenruhe erf\u00fcllt. Die Freigelassenen sind mittlerweile in israelischen Krankenh\u00e4usern wieder mit ihren Familien vereint und von der \u00d6ffentlichkeit abgeschirmt. Kurze Videos der israelischen Armee lassen die Menschen in Israel aber an den hochemotionalen Wiedersehen teilhaben. Darin ist zu sehen, wie sich Angeh\u00f6rige jubelnd, schluchzend, schreiend in den Armen liegen.\u00a0<\/p>\n<p>Emotionale Szenen nach R\u00fcckkehr der Geiseln<\/p>\n<p>\u00abMein Gott, mein Gott, mein Gott\u00bb, ruft eine Mutter, w\u00e4hrend sie sich an ihren freigelassenen Sohn klammert. Auf den auch in Online-Medien verbreiteten Bildern und Videosequenzen ist auch Omri Miran zu sehen, der zum ersten Mal seit zwei Jahren mit seinen beiden kleinen T\u00f6chtern spielt, oder in Gefangenschaft getrennte Br\u00fcder, die sich wieder in den Arm nehmen k\u00f6nnen.\u00a0<\/p>\n<p>Die Hamas \u00fcbergab au\u00dferdem vier S\u00e4rge mit den \u00dcberresten toter Geiseln. Ihre Identifizierung und die Kl\u00e4rung der Todesursache durch das Rechtsmedizinische Institut k\u00f6nnte der Zeitung \u00abTimes of Israel\u00bb zufolge voraussichtlich bis zu zwei Tage dauern. Israel fordert derweil von der Hamas auch die Herausgabe der restlichen 24 toten Geiseln. Verteidigungsminister Israel Katz drohte der Terrororganisation, jede Verz\u00f6gerung werde als grober Versto\u00df der Vereinbarung gewertet und \u00abentsprechend beantwortet\u00bb.\u00a0<\/p>\n<p>EU will Einsatz von Grenzsch\u00fctzern starten<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union hofft ungeachtet der weiterhin bestehenden Streitpunkte auf eine vollst\u00e4ndige Umsetzung des Friedensplans von Trump und m\u00f6chte sich mit Grenzschutzexperten daran beteiligen. Am Mittwoch werde man eine zivile Mission zur \u00dcberwachung des Grenz\u00fcbergangs zwischen dem Gazastreifen und \u00c4gypten wieder aufnehmen, sagte die EU-Au\u00dfenbeauftragte Kaja Kallas am Rande einer Reise nach Kiew. Dieser Einsatz k\u00f6nne eine wichtige Rolle bei der Unterst\u00fctzung der Waffenruhe spielen.\u00a0<\/p>\n<p>Die EU-Mission zur Unterst\u00fctzung des Grenzschutzes in Rafah (Eubam Rafah) wurde bereits 2005 eingerichtet, um bei der Kontrolle des Grenz\u00fcbergangs in Rafah zu helfen. Nach der Macht\u00fcbernahme der Hamas 2007 in Gaza gab es sehr lange kein EU-Personal mehr am Grenz\u00fcbergang, weil die EU nicht mit der Hamas kooperieren wollte. Der \u00dcbergang k\u00f6nnte nach Angaben aus israelischen und \u00e4gyptischen Sicherheitskreisen bald wieder ge\u00f6ffnet werden.\u00a0<\/p>\n<p>Aus pal\u00e4stinensischen Quellen hie\u00df es, die Verwaltung werde gemeinsam von der Pal\u00e4stinensischen Autonomiebeh\u00f6rde (PA), die eigentlich nur im Westjordanland regiert, und der EU-Mission \u00fcbernommen. Demnach k\u00f6nnten Fu\u00dfg\u00e4nger den durch den Krieg weitgehend verw\u00fcsteten Gazastreifen m\u00f6glicherweise bereits heute wieder \u00fcber Rafah verlassen. Umgekehrt k\u00f6nnten Einwohner des K\u00fcstengebiets, die in \u00c4gypten festh\u00e4ngen, zur\u00fcckkehren. In israelischen Sicherheitskreisen wurde betont, die Ein- und Ausreisenden m\u00fcssten sich einer \u00dcberpr\u00fcfung durch israelische Beh\u00f6rden stellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gaza (dpa) &#8211; Nach der Freilassung der letzten lebenden Geiseln der islamistischen Hamas im Gazastreifen warnt Frankreichs Pr\u00e4sident&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":497026,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1843],"tags":[108435,30785,3364,29,508,156,30,411,8221,4046,8970,1209,64],"class_list":{"0":"post-497025","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenster","8":"tag-gypten","9":"tag-palstinensische-gebiete","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-diplomatie","13":"tag-frankreich","14":"tag-germany","15":"tag-israel","16":"tag-konflikte","17":"tag-krieg","18":"tag-muenster","19":"tag-nordrhein-westfalen","20":"tag-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115370459424182320","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/497025","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=497025"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/497025\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/497026"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=497025"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=497025"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=497025"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}